Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 22. April 2021

Stand

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Tirol verlängert Ausreisetests

21:37 Uhr

Wegen steigender Infektionszahlen verlängert das österreichische Bundesland Tirol die Pflicht zu Corona-Ausreisetests ein weiteres Mal bis zum 5. Mai. Der Schritt sei auch wegen einer in Tirol aufgetretenen Coronavirus-Mutation beschlossen worden, die mit der britischen Virusvariante verwandt sei, teilte die Landesregierung in Innsbruck mit. Seit Ende März darf man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen. Die Regel hätte am Samstag auslaufen sollen.

Mehr als 21 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

21:31 Uhr

Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland bis Mittwochabend 21,6 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Bislang wurden insgesamt etwa 23,7 Millionen Impfungen verabreicht, wovon knapp 17,9 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,7 Millionen Zweitimpfungen waren. Die Quote der vollständig Geimpften stieg leicht auf 6,9 Prozent. Zuletzt hatten die täglich verabreichten Impfungen deutschlandweit deutlich zugenommen. Am Mittwoch waren beispielsweise 689.042 Menschen geimpft worden.

Studie: Kaum Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen von Schwangeren

20:43 Uhr

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe. Doch in Deutschland kommen sie eher selten zu einer Impfung. Dabei zeigt eine neue Studie: Nebenwirkungen sind eher weniger zu erwarten.

Landesgartenschau Überlingen startet am 30. April

19:40 Uhr

Die Landesgartenschau in Überlingen (Bodenseekreis) startet am 30. April - und damit gut ein Jahr später als geplant. Das geänderte Infektionsschutzgesetz mache eine Öffnung der als botanischer Garten eingestuften Landesgartenschau unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz möglich, so die Veranstalter. Veranstaltungen seien allerdings nicht gestattet, die Indoor-Ausstellungen bleiben geschlossen. Besucher müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist, und müssen sich vor ihrem Besuch der Landesgartenschau registrieren. Ursprünglich hätte die Landesgartenschau bereits im April 2020 öffnen sollen, musste wegen der Corona-Pandemie allerdings verschoben werden.

"Bundesnotbremse": Was ändert sich bei Tests und Homeoffice?

19:23 Uhr

Durch die Änderung des Infektionsschutzgesetzes werden auch arbeitsrechtliche Regeln zu Homeoffice und Schnelltests verbindlicher. Richtig zwingend sind sie allerdings immer noch nicht. Die Änderungen im Überblick:

Studie: Ausgangsbeschränkungen nicht sinnvoll

19:18 Uhr

Durch die bundesweite "Notbremse" greifen in allen Bundesländern bei einem zu hohen Inzidenzwert nächtliche Ausgangssperren. Eine Studie der Uni Gießen sagt jedoch, dass Ausgangsbeschränkungen nicht wirklich sinnvoll sind, um die Ausbreitung von Corona zu stoppen.

Corona-Notbremse Helfen Ausgangssperren bei der Bekämpfung der Pandemie?

Die bundesweite Corona-Notbremse wurde jetzt auch vom Bundesrat abgesegnet. Damit greifen bei hohem Inzidenzwert auch nächtliche Ausgangssperren. Bringt das was zur Bekämpfung der Pandemie?

KSC nicht mehr in Quarantäne - Spiel könnte trotzdem ausfallen

19:03 Uhr

Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC ist nach zwei Wochen Quarantäne zurück. Jetzt sind aber Corona-Fälle beim kommenden Gegner aufgetreten. Nach zwei positiven Corona-Tests bei den Würzburger Kickers ist offen, ob das Spiel beim Karlsruher SC an diesem Freitag stattfinden kann. Wie die Würzburger mitteilten, steht der Verein mit dem örtlichen Gesundheitsamt, den weiteren zuständigen Behörden und der Deutschen Fußball Liga im Austausch.

Landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 184,4

18:56 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Baden-Württemberg liegt laut aktuellen Daten des Landesgesundheitsamts (Stand: 22.4.,16 Uhr) bei 184,4. Am Mittwoch lag der Wert noch bei 182,9 - vergangenen Donnerstag bei 165. Insgesamt wurden heute landesweit 3.795 Neuinfektionen gemeldet, rund 300 mehr als vergangenen Donnerstag. Hinzu kommen 14 weitere Todesfälle für Baden-Württemberg in Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 9.160). 88,4 Prozent der Intensivbetten sind derzeit belegt, in intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut DIVI-Intensivregister 596 Covid-19-Fälle, von denen mehr als die Hälfte invasiv beatmet werden.

Infektionsschutzgesetz mit "Bundesnotbremse" veröffentlicht

18:11 Uhr

Das geänderte Infektionsschutzgesetz mit der Bundesnotbremse tritt morgen in Kraft. Nachdem es den Bundesrat passiert hatte und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden war, wurde es auch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Sportverbände kritisieren "Notbremse"

17:46 Uhr

DOSB und DFB haben die bundesweite Corona-Notbremse als schweren Schlag für den Sport kritisiert. "Nach einem Jahr verordneter Bewegungslosigkeit tut jede neue Form von Einschränkung richtig weh", sagte Alfons Hörmann, Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die Sportvereine hätten bislang zwar die Corona-Maßnahmen "verantwortungsvoll und vorbildlich" mitgetragen. Der DOSB fordert jedoch "eine differenziertere Bewertung der jeweiligen Situationen und Lösungen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl". Schärfer fiel die Attacke des Deutschen Fußball-Bunds aus. "Wer draußen Fußball spielt, gefährdet seine Gesundheit nicht, ganz im Gegenteil: Er stärkt sie", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Vizepräsident Rainer Koch schimpfte: "Das ist keineswegs der erhoffte und in unseren Augen längst überfällige Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall." Der Amateur- und Jugendfußball stelle kein pandemisches Problem dar, sondern sei "vielmehr fixer Teil der Lösung. Das muss endlich auch so akzeptiert werden", mahnte Koch.

Neu-Ulm rechnet nicht mit Impftourismus aus Baden-Württemberg

17:28 Uhr

In Bayern dürfen ab sofort Hausärzte Astrazeneca an jeden über 18-Jahren verabreichen. Der Andrang in Neu-Ulm ist groß, Impftourismus aus Baden-Württemberg wird jedoch nicht befürchtet:

Heilbronner Polizeipräsident: Akzeptanz für Corona-Regeln schwindet

17:07 Uhr

Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker sieht sich und seine Kollegen in schweren Zeiten. Was die Polizeibeamten in ihrem Alltag aktuell erleben, sei mitunter heftig, sagt er. Ihre Arbeit würde teilweise in Frage gestellt. Das gehe laut Becker so weit, dass es heißt: Wo sind denn überhaupt die Inzidenzen her? Und: Das sei doch alles manipuliert, bekommen die Einsatzkräfte oft zu hören, sagte der Polizeipräsident. Solche Vorwürfe habe die Polizei in ihrer Arbeit vor der Corona-Pandemie nicht zu hören bekommen.

Kassenärzte fordern Rechtssicherheit bei Astrazeneca-Impfungen

16:51 Uhr

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dringt auf mehr Rechtssicherheit für Ärzte, die jüngere Patienten mit Astrazeneca impfen. Die Anpassung der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sei richtig und notwendig gewesen. "Nun brauchen die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen die Sicherheit, dass sie kein Haftungsrisiko eingehen, wenn sie Astrazeneca an unter 60-jährige Patienten verimpfen", sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen der Funke Mediengruppe. Ermöglichen könne das der Gesetzgeber durch eine entsprechende Änderung des Impfschutzgesetzes.

Trotz Corona-Verordnung: Studenten feiern Party im Wohnheim

16:20 Uhr

In einem Studentenwohnheim in Heidelberg hat die Polizei eine nächtliche Party beendet. Wegen lauten Lärms in dem Wohnheim riefen Nachbarn die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Als diese eintraf sei die Party in der Eingangshalle mit rund 30 Teilnehmern noch am laufen gewesen. Die Gruppe versammelte sich um eine Tischtennisplatte mit Getränken. Die Mehrzahl der Teilnehmer verschwand auf die Zimmer, als sie die Beamten sah. Neun Personen zwischen 19 und 25 Jahren drohe nun ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung, so die Polizei.

Zahl der Impfungen in Baden-Württemberg nimmt weiter zu

16:05 Uhr

Die Zahl der Impfungen in Baden-Württemberg nimmt weiter zu. Der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl, sagte am Donnerstag: "Noch diese Woche überschreiten wir vielleicht die Marke von 500.000 Impfungen pro Woche. Ab Mai könnten es eine Million werden." Erst seit kurzen impfen neben den speziell eingerichteten Zentren auch die Hausärzte im Land. "Wenn mehr Impfstoff ins Land kommt, werden wir alle Kapazitäten brauchen", so Lahl. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitteilte, konnten bislang in über 4.500 Arztpraxen rund 300.000 Impfungen verabreicht werden.

Viele Nachfragen wegen Corona-Impfungen in Arztpraxen

15:52 Uhr

Seit auch Hausärzte ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen lassen können, steht in vielen Praxen das Telefon nicht mehr still. Die Anfragen blockieren die Leitungen für dringende Fälle.

Corona-Fälle bei Würzburger Kickers: Spiel gegen KSC unsicher

15:16 Uhr

Nach zwei positiven Corona-Tests bei Fußball-Zweitligist Würzburger Kickers ist offen, ob das Spiel beim Karlsruher SC am Freitag stattfinden kann. Wie der KSC mitteilte, stehe man mit dem örtlichen Gesundheitsamt, den weiteren zuständigen Behörden und der Deutschen Fußball Liga im Austausch. Eine weitere Testreihe soll Klarheit bringen, ob die Partie beim KSC angepfiffen werden kann. Eine Entscheidung wurde für den Freitagvormittag anvisiert.

Steinmeier unterzeichnet neues Infektionsschutzgesetz mit "Notbremse"

15:03 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz mit der sogenannten Bundesnotbremse unterzeichnet. Das hat das Bundespräsidialamt mitgeteilt. Das Gesetz muss zum Inkrafttreten jetzt nur noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden.

Stuttgarter Impfzentrum reagiert auf Kritik rund um Astrazeneca

14:48 Uhr

In der Stuttgarter Liederhalle wurde bisher nur ein Impfstoff pro Tag verimpft. Das sollte die Effizienz erhöhen, führte aber auch zu Ärger. Jetzt hat das Impfzentrum reagiert.

Astrazeneca in Baden-Württemberg weiterhin nur für ältere Menschen

14:38 Uhr

Baden-Württemberg will Astrazeneca weiterhin nicht für alle Altersgruppen freigeben - andere Bundesländer tun dies inzwischen wieder. "Auch wenn im Mai mit mehr Impfstoff zu rechnen ist, wird zunächst weiterhin ein Impfen nach der in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegten Reihenfolge notwendig sein", teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit. Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern haben dagegen entschieden, die Priorisierung für diesen Impfstoff komplett aufzuheben. Bei Menschen unter 60 Jahren ist aber vor dem Spritzen eine ausführliche Beratung durch den Impfarzt notwendig. Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland seit Ende März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden.

Gericht lehnt Beschwerde gegen Maskenpflicht für Grundschüler ab

13:29 Uhr

Zehntausende Grundschüler in Baden-Württemberg müssen nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) weiterhin Corona-Schutzmasken tragen. Eilanträge von fünf Grundschülern gegen die Maskenpflicht lehnte das Mannheimer Gericht ab. Die Regelung sei rechtmäßig, teilte der VGH am Donnerstag mit. Es habe eine Häufung von Infektionen an Schulen gegeben. Das Land dürfe diese Maßnahme als geeignetes Mittel sehen, um Infektionsketten zu unterbinden. Die Beschlüsse seien unanfechtbar.

Spahn erwartet Impfungen für alle spätestens ab Juni

13:23 Uhr

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland könnte aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wohl im Juni keine offiziell festgelegte Reihenfolge mehr nötig sein. Wenn es früher sein sollte, wäre er froh, sagte Spahn im Bundesrat. Er gehe Stand heute aber davon aus, dass die Priorisierung im Juni aufgehoben werden könne. Nach den laufenden Impfungen alter und chronisch kranker Menschen in den ersten zwei Prioritätsgruppen solle im Mai die dritte und letzte Prioritätsgruppe geöffnet werden. Dazu gehören über 60-Jährige und auch bestimmte Berufsgruppen. Spahn betonte, dass das Impftempo nun im zweiten Quartal mit mehr Impfstofflieferungen und der Einbeziehung von Praxen zunehme.

Notbremse passiert Bundesrat

13:17 Uhr

Der Bundesrat hat die Corona-Notbremse gebilligt. Die Länderkammer ließ die Änderung des Infektionsschutzgesetzes in einer Sondersitzung ohne Einspruch in Berlin passieren. Die Notbremse gibt dem Bund die Befugnis, bundesweit einheitliche Einschränkungen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 anzuordnen.

Untersuchung: Jeder zwölfte Covid-Infizierte musste ins Krankenhaus

12:55 Uhr

Nach einer neuen Studie der Krankenkasse AOK, musste jeder zwölfte an Covid-19 erkrankte Beschäftigte stationär behandelt werden. 2,6 Prozent von ihnen seien im Krankenhaus gestorben, teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit. Der monatliche Höchststand an erkrankten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wurde im Dezember 2020 erreicht (486 Erkrankte je 100.000 Versicherte), wie die Zwölf-Monats-Bilanz der internen Arbeitsunfähigkeitsdaten belege. Die Daten zeigten außerdem, dass Pflegeberufe und Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern am stärksten von Krankschreibungen wegen Covid-19 betroffen waren. "Die Rate der Hospitalisierungen unter den Erwerbstätigen ist in der zweiten Welle ab Oktober noch einmal gestiegen", erläuterte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Unternehmen sollten verstärkt darauf hinwirken, dass ihre Beschäftigten im Homeoffice arbeiten und dort, wo das nicht möglich sei, die Möglichkeit zu Selbsttests anbieten.

Sondersitzung im Bundesrat

12:54 Uhr

Der Bundesrat kommt aktuell zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Corona-Notbremse zu beraten. Der Bundestag hat das Gesetz am Mittwoch beschlossen. Damit es schnell in Kraft treten kann, muss es auch von der Länderkammer gebilligt werden. Auch Baden-Württemberg möchte künftig die Maßnahmen auf Bundesebene im Land umsetzen.

Bald Corona-Impfstoff für Kinder?

12:49 Uhr

Auch Kinder können an Covid-19 erkranken und an Spätfolgen leiden. Zudem tragen sie das Virus weiter. Biontech, Moderna und andere Hersteller arbeiten daher mit Hochdruck an Impfstoffen für die Jüngsten.

SV Waldhof Mannheim: Ärger wegen Foto mit Fan

11:42 Uhr

Dem Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim droht Ärger mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB): Die Mannheimer hatten beim Heimspiel gegen den VfB Lübeck einem schwer erkrankten Anhänger den Wunsch erfüllt, trotz der Corona-Pandemie noch einmal eine Partie seiner Mannschaft zu sehen. Nach dem Schlusspfiff war der Fan mit einigen Helfern auf dem Rasen des Carl-Benz-Stadions, wo sich die Mannschaft um ihn versammelte, um ein Foto zu machen. Weil sich laut Hygienekonzept im Innenraum des Stadions nur Personen aufhalten dürfen, die zur Durchführung der Partie nötig sind, hat der DFB die Waldhöfer nun laut Klub-Angaben zu einer Stellungnahme aufgefordert. Der Verein verweist darauf, sich mit dem Gesundheitsamt der Stadt abgesprochen zu haben.

Heidelberger Zoo schließt morgen

11:30 Uhr

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz in Heidelberg seit mehreren Tagen über 100 liegt, hat der Zoo Heidelberg beschlossen, den Tierpark für Besucher ab morgen zu schließen. Wie lange die Schließung andauern wird, sei abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens, teilte der Zoo mit. Zuletzt war dort den Besuchern eine im Januar geborene kleine Braunbärin präsentiert worden.

Genauer Beginn der Notbremse noch unklar

11:06 Uhr

Wie heute Vormittag bekannt wurde, werden die geplanten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen auch in Baden-Württemberg künftig erst ab 22 Uhr gelten. Das Land werde die Notbremse des Bundes eins zu eins umsetzen, heißt es aus der Regierungszentrale von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Landesregierung hatte zunächst überlegt, ihre strengere Regel für Ausgangsbeschränkungen beizubehalten. Dagegen hatte es aber juristische Bedenken gegeben. Außerdem halte es die Regierung für wichtig, bundesweit einheitlich vorzugehen, heißt es nun. Ab wann das gilt, hängt davon ab, wann das entsprechende Bundesgesetz verkündet wird. Das könnte noch heute sein, spätestens wohl am Samstag.

Campingplatzbetreiber klagen gegen Verbot von Dauercamping

10:46 Uhr

Beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim ist Klage gegen das derzeit coronabedingt geltende Verbot von Dauercamping in Baden-Württemberg eingereicht worden. Dies bestätigte ein Sprecher des VGH. Für die Klage haben sich nach Auskunft des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD) 14 Campingplatzbetreiber aus Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Sie richten sich demnach gegen die Corona-Verordnung des Landes und das damit verbundene Verbot von Dauercamping. Das Verbot ist aus Sicht der Betreiber keine "verhältnismäßige Maßnahme" zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Zudem könne das Dauercamping nicht mit einem touristischen Aufenthalt gleichgesetzt werden, hieß es vom BVCD.

Federle enttäuscht über Aus für Tübinger Modellprojekt

10:26 Uhr

Die Tübinger Notärztin Lisa Federle ist sehr enttäuscht und traurig darüber, dass das von ihr mitunterstützte Corona-Modellprojekt nun vor dem Aus steht. "Es wäre besser gewesen, wenn man als Grundlage für die Entscheidung die Inzidenz in der Stadt genommen hätte anstatt die im Landkreis Tübingen", sagte Federle. Die Menschen hätten nun keinen Anreiz mehr, sich testen zu lassen. "Somit können wir auch die Tests nicht mehr in der Form durchführen, wie wir das schon seit Monaten machen", erklärte Federle. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hatte zuvor erklärt, das Modellprojekt werde wegen der Bundes-Notbremse beendet.

Intersport will Verfassungsbeschwerde einreichen

10:03 Uhr

Nach der Entscheidung über eine bundesweite Notbremse im Bundestag hat die Händlergenossenschaft Intersport mit Sitz in Heilbronn angekündigt, zusammen mit anderen Einzelhändlern und Gastronomen eine Verfassungsbeschwerde einzureichen. Das jetzt erlassene Infektionsschutzgesetz sei nur die Fortsetzung der bisher herrschenden Symbolpolitik zu Lasten vieler Bereiche wie des Handels, kritisierte der Sportartikel-Händler.

Ab Juni Kulturveranstaltungen eventuell wieder möglich

9:58 Uhr

Bundes-Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) geht davon aus, dass der wegen Corona ausgebremste Kulturbetrieb ab Herbst wieder in ein besseres Fahrwasser kommt. Auf dem Weg zurück zur Normalität bis dahin setze sie auf das Dreierbündnis Luca-App, Impfnachweis und Tests, sagte Olschowski der "Schwäbischen Zeitung" von heute. Mit Impfnachweisen und Tests könnten möglichst im Juni deutschlandweit wieder Veranstaltungen zugelassen werden. Das sei aber noch nicht sicher und auch von möglichen Mutationen des Virus abhängig, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen seien.

Nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr

9:38 Uhr

Baden-Württemberg will die Corona-Notbremse des Bundes komplett in Landesrecht umsetzen und auch die Ausgangsbeschränkungen erst um 22 Uhr beginnen lassen. "Das Gesetz wird eins zu eins umgesetzt", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Koalitionsverhandlungen mit der CDU in Stuttgart. Zunächst hatte das Land erwogen, die Ausgangsbeschränkungen in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 weiter von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens gelten zu lassen.

Liebherr in Ehingen impft Beschäftigte

9:34 Uhr

Im Liebherr-Werk in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) sollen demnächst Betriebsärzte Beschäftigte gegen das Coronavirus impfen. Das Werk wurde als Pilotprojekt des Landes ausgewählt. Zunächst sollen Mitarbeiter ab 60 Jahren geimpft werden. Der Kranhersteller hat dafür ein eigenes Impfzentrum eingerichtet. Es soll nächsten Dienstag mit Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) eröffnet werden.

Schweiz stellt Lockerungen in Aussicht

9:19 Uhr

Die Schweizer Regierung will Ende Mai die Corona-Regeln lockern. Man gehe davon aus, dass sich die dortige Pandemielage ab dem Sommer normalisieren werde und rechne damit, dass alle Impfwilligen bis Ende Juli zweifach geimpft sind. Als erstes würden die Beschränkungen im Sportbereich aufgehoben. Restaurants müssten sich noch gedulden. Ab Ende Juni wird es in der Schweiz auch ein Covid-Zertifikat geben. Der Ausweis soll Geimpften und Genesenen mehr Freiheiten ermöglichen. Der Schweizer Bundesrat hat für seine weitere Corona-Strategie auch neue Richtwerte festgelegt. Werden sie überschritten, müssen die Lockerungen überprüft werden. Neben dem Inzidenzwert berücksichtigt die Schweiz dabei auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Belegung der Intensivbetten.

Lockerungen der Regeln im Elsass geplant

9:18 Uhr

Während Deutschland die Bundesnotbremse beschließt, planen die Nachbarn im Dreiländereck weitere Lockerungen der Corona-Regelungen. In Frankreich verzeichnet besonders das Elsass noch hohe Inzidenzwerte. Trotzdem sollen Vor- und Grundschüler ab der kommenden Woche wieder in Präsenz unterrichtet werden. Ab dem 3. Mai soll auch die Bewegungseinschränkung auf zehn Kilometer rund um die Wohnung wegfallen, kündigte ein Sprecher der französischen Regierung an. Nicht lebensnotwendige Geschäfte und die Außengastronomie sollen Mitte Mai öffnen.

Marburger Bund: Infektionsschutzgesetz zu spät

9:17 Uhr

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund kritisiert das gestern vom Bundestag beschlossene Infektionsschutzgesetz. "Die Maßnahmen sind richtig, kommen aber deutlich zu spät und gehen in einzelnen Punkten nicht weit genug. Die Infektionsdynamik hätte schon früher gebrochen werden können", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Rheinischen Post" von heute in einem Vorabbericht. Die Politik habe stattdessen viel Zeit verstreichen lassen, "obwohl es gerade aus dem Bereich der Intensivmedizin deutliche Hilferufe gab und detaillierte Prognoserechnungen vorlagen". Jetzt sei das Personal in vielen Krankenhäusern wieder extrem belastet, und Kliniken kämen an Kapazitätsgrenzen, nicht nur bei Covid-19-Patienten.

RKI registriert bundesweit fast 30.000 Corona-Neuinfektionen

7:40 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 29.518 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 293 neue Todesfälle verzeichnet. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 161,1 (Vortag: 160,1).

Corona-Notbremse im Bundesrat

7:25 Uhr

Nach dem Bundestag berät heute der Bundesrat über das Gesetz für eine sogenannte Corona-Notbremse. Durch das Gesetz sollen deutschlandweit einheitliche Regeln gelten. Aktiv zustimmen muss der Bundesrat nicht. Nur wenn er mit absoluter Mehrheit den Vermittlungsausschuss anruft, würde das Gesetzgebungsverfahren verzögert. Das aber gilt als unwahrscheinlich, da viele Länder ihre Zustimmung signalisiert haben, wenn auch teilweise mit Zähneknirschen.

Donnerstag, 22. April 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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