Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Mittwoch, 21. April 2021

STAND

Das war der Mittwoch in Baden-Württemberg

Britische Corona-Mutation dominiert bei Neuinfektionen

21:17 Uhr

Der Anteil von Coronavirus-Varianten, die als besorgniserregend eingestuft sind, ist in untersuchten Proben aus Deutschland laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf knapp 95 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung gehe ausschließlich auf die ansteckendere, Ende 2020 in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 zurück, steht in einem Bericht des RKI. Es sei wegen dieses hohen Anteils insgesamt nicht damit zu rechnen, dass sich der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz abschwäche.

Unis warnen vor schweren Konsequenzen der Corona-Notbremse

19:58 Uhr

Das Notbremsengesetz bedeute ein "Nichtsemester" für viele Studierende in den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen sowie der Medizin, erklärte Stephan Dabbert, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Unis in Baden-Württemberg. Er erhofft sich von der Landesregierung, dass sie das Gesetz so auslegt, dass der Betrieb dieser Studiengänge weiter möglich sein wird. Schließlich habe es bisher an Universitäten keine größeren Corona-Ausbrüche gegeben, so Dabbert.

Immer mehr Intensivstationen in Baden-Württemberg am Limit

19:50 Uhr

Die Zahl der Covid-19 Patienten steigt. Das zeigt auch ein Blick nach Baden-Württemberg. Ende März waren es noch 360 auf den Intensivstationen im Land. Dreieinhalb Wochen später sind es knapp 60 Prozent mehr. Mehr als 300 Corona-Patienten müssen beatmet, manche bereits verlegt werden.

Wirtschaft in Baden-Württemberg sauer auf Politik wegen Testpflicht

19:18 Uhr

Die Wirtschaft hat die verschärfte Testpflicht in Unternehmen kritisiert und gefordert, die Beschäftigten stärker in die Pflicht zu nehmen. "Noch kann niemand abschätzen, wie viel die verpflichtenden Testangebote in den Betrieben wirklich bringen, doch schon wird noch mal draufgesattelt: Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik dieser Bundesregierung nähert sich dem Nullpunkt", sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg. Es wäre aus Sicht der Wirtschaft besser gewesen, die Beschäftigten zu verpflichten, sich testen zu lassen oder sich selbst zu testen. Das Bundeskabinett hatte beschlossen, dass Unternehmen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen müssen. Falls möglich, muss Homeoffice ermöglicht werden.

USA warnen vor Reisen nach Deutschland

19:12 Uhr

Die USA haben wegen der Coronavirus-Pandemie die Reisenwarnungen der höchsten Stufe deutlich ausgeweitet und dabei auch Deutschland einbezogen. Nun sind in der vierten, roten Stufe etwa 100 zusätzliche Staaten vertreten. Auf die Liste des US-Außenministeriums sind neben Deutschland auch zum Beispiel Frankreich, Großbritannien sowie die Nachbarstaaten Kanada und Mexiko aufgeführt. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, für etwa 80 Prozent der Länder werde in Kürze die höchste Stufe gelten, also für etwa 130 Staaten.

Schweiz will im Sommer Großveranstaltungen ermöglichen

18:10 Uhr

Die Schweiz peilt ab dem 26. Mai weitere Lockerungsschritte an. Die Regierung stellte unter gewissen Voraussetzungen die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts an Hochschulen, die Aufhebung der Home-Office-Pflicht und die Wiedereröffnung der Innenbereiche von Restaurants in Aussicht. Falls die Durchimpfungsrate 40 bis 50 Prozent erreiche, sollen Geimpfte, Getestete und Genesene in einem weiteren Schritt zudem wieder Großveranstaltungen, Bars oder Diskotheken besuchen können. Die vollständige Impfung der erwachsenen Bevölkerung wolle die Regierung bis Ende Juli 2021 abschließen. Voraussetzung sei, dass es bei den Impfstoffproduzenten zu keinen weiteren Lieferproblemen komme.

Tourismusverband kritisiert Beherbergungsverbot

18:08 Uhr

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) kritisiert das vom Bundestag beschlossene Infektionsschutzgesetz mit dem Beherbergungsverbot. Gesundheitsschutz habe zwar Vorrang. "Das undifferenzierte touristische Beherbergungsverbot im Infektionsschutzgesetz ist nicht verhältnismäßig", erklärte der DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz. Es formuliere einen Generalverdacht gegenüber touristischen Übernachtungen, ohne weitere, nachvollziehbare Begründungen zu liefern. "Wir brauchen eine Planungs- und Öffnungsstrategie für den Tourismus. Sie ist seit Januar von der Politik angekündigt, aber immer noch nicht vorangekommen."

"Selbstdenker" demonstrieren in Aalen

18:03 Uhr

Vor dem Landratsamt in Aalen hat heute eine kleine Gruppe sogenannter "Selbstdenker" gegen verschärfte Corona-Maßnahmen protestiert. Als der Verwaltungsdezernent des Landratsamtes, Klaus Wolf, die rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufforderte, Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten, kam es zu einem verbalen Streit. Die Polizei rückte an, musste jedoch nicht eingreifen, da sich die Demonstration kurz danach auflöste.

Was bedeutet Notbremse des Bundes für Schulen?

18:01 Uhr

Nachdem die Bundes-Notbremse den Bundestag passiert hat, verschärft sich gleichzeitig der Streit um den Inzidenzwert für den Schulunterricht in Baden-Württemberg. Die maßgeblichen Regelungen unterscheiden sich derzeit. Offen ist, wie das Land darauf reagiert. Gewerkschaften und Verbände haben sich klar positioniert.

Mögliche neue Behandlung von Corona-Patienten

17:59 Uhr

Die Universitätskliniken Tübingen und Erlangen-Nürnberg forschen an einer neuen möglichen Behandlung von Covid-19-Patienten mit dem Wirkstoff Chinin. Den Forschern gelang es, im Labor das Coronavirus mit Chinin zu hemmen. Ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, müssen nun klinische Testreihen klären.

Aufhebung der Impf-Priorisierung im Juni?

17:55 Uhr

Baden-Württemberg will, anders als andere Bundesländer, zunächst an der Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus festhalten. Eine Aufhebung der Reihenfolge könne unter Umständen aber Anfang Juni erfolgen, "weil wir dann so viel Impfstoff haben, das es reicht", so der Ministerialdirektor im Sozialministerium, Uwe Lahl, am Mittwoch gegenüber dem SWR. Lahl nannte in diesem Zusammenhang die Zahl von einer Million Impfdosen pro Woche, die Baden-Württemberg dann erhalten könnte (mehr siehe Video). Bis dahin liege der Fokus auf den Menschen über 60 Jahren. Seit dieser Woche können auch über 60-Jährige einen Termin für eine Impfung vereinbaren.

"Notbremse" stoppt wohl Tübinger Modellstadt

17:52 Uhr

Die bundeseinheitliche "Corona-Notbremse" bedeutet voraussichtlich das Aus für die Modellstadt Tübingen. Das hat die Tübinger Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz (CDU) mitgeteilt. Denn künftig sollen die Inzidenzzahlen des Landkreises als Referenzgröße für Modellversuche gelten - bislang ist der Inzidenzwert der Stadt entscheidend. Das Modellprojekt muss demnach gestoppt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen drei Tage hintereinander über 100 liegt. Das ist bereits der Fall. In der Modellstadt konnte man bisher normal einkaufen, wenn man negativ getestet wurde oder geimpft war.

FDP kündigt Verfassungsbeschwerde gegen Infektionsschutzgesetz an

17:49 Uhr

Der Partei- und Fraktionschef der FDP, Christian Lindner, hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die Novelle des Infektionsschutzgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt. "Wir sehen die Regeln zur Ausgangssperre verfassungsrechtlich unverändert als hoch problematisch an", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Regelung zur Ausgangssperre sei "nicht notwendig zur Bekämpfung der Pandemie, aber dennoch ein Grundrechtseingriff", sagte Lindner. "Außerdem fehlt im Gesetz die Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften."

Landesweite Inzidenz steigt auf über 182

17:44 Uhr

Die Pandemie-Lage in Baden-Württemberg verschärft sich weiter. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg heute (Stand: 16 Uhr) laut aktuellen Daten des Landesgesundheitsamts auf 182,9 (gestern: 172,5 - vergangenen Mittwoch: 165,3). 41 der 44 Stadt- und Landkreise überschreiten derzeit die 100er-Marke, zwei mehr als noch gestern. Für sie gelten die jüngst beschlossenen Regelungen rund um die Notbremse. 16 dieser Regionen haben gar die 200er-Marke gerissen, gestern waren es noch vier weniger. Weitere 4.813 Fälle und damit rund 1.000 mehr als vergangenen Mittwoch wurden den Behörden heute gemeldet, hinzu kommen 33 weitere Todesfälle für Baden-Württemberg in Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 9.146). 89 Prozent der betreibbaren Intensivbetten sind derzeit belegt, in intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut DIVI-Intensivregister 577 Covid-19-Fälle, von denen mehr als die Hälfte invasiv beatmet werden.

Umsatzrückgang bei Friseuren in Oberschwaben

17:31 Uhr

Seit Montag hat die Landesregierung in Baden-Württemberg die "Notbremse" umgesetzt. Friseure dürfen zwar weiter öffnen, aber Kunden müssen einen negativen Test vorweisen - das gefällt nicht jedem:

Freiwilliger Nachhilfeunterricht in den Sommerferien

17:09 Uhr

Um coronabedingte Wissenslücken zu schließen, sollen schwächere Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien spezielle Förderkurse besuchen können. Diese Lernbrücken seien wichtig, da viele Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten mit dem Fernunterricht hätten, teilte das baden-württembergische Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Manche von ihnen könnten nur sehr schwer für das Online-Lernen erreicht werden. Bereits im vergangenen Jahr hatten 61.500 Schülerinnen und Schüler freiwillig in den Ferien die Schulbank gedrückt, 6.550 Lehrkräfte waren dafür im Einsatz. Für das Förderangebot hatte das Kultusministerium rund 13 Millionen Euro ausgegeben.

Wissenschaft will andere Richtwerte für Inzidenz

16:35 Uhr

Tagtäglich werden wir über über alle Kanäle über die neuesten Corona-Inzidenzzahlen informiert. Das Problem: Für die Inzidenzgrenzen gibt es keine wissenschaftliche Basis.

Pandemie Corona-Inzidenz: Wissenschaft schlägt andere Richtwerte vor

Tagtäglich werden wir über über alle Kanäle über die neuesten Corona-Inzidenzzahlen informiert. Das Problem ist, dass es für die Inzidenzgrenzen keine wissenschaftliche Basis gibt.  mehr...

Gefangene und Wärter in Stammheim getestet

15:55 Uhr

Wegen mehrerer Corona-Infektionen in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim sind rund 100 Gefangene und 100 Angestellte getestet worden. Das bestätigte Anstaltsleiter Matthias Nagel der Deutschen Presse-Agentur. Man erwarte morgen die Ergebnisse. Zwei infizierte Gefangene im Alter von jeweils 24 Jahren befänden sich derzeit isoliert in ihrer Abteilung. Wo und wie sich die Gefangenen angesteckt haben, ist weiter unklar. Sie hätten aber nicht viele Sozialkontakte gehabt, sagte Nagel. Außerdem sei ein weiterer Gefangener positiv getestet worden, eine positiv getestete Bedienstete befände sich zuhause. Wegen des Corona-Ausbruchs wurde am Montag in dem Gefängnis ein Aufnahmestopp verhängt, der Verkehr mit der Außenwelt wurde auf das Nötigste beschränkt. Weil Angeklagte nicht vor Gericht erscheinen konnten, mussten diese Woche mehrere Prozesse vertagt werden.

Bundestag beschließt Notbremse

15:48 Uhr

Der Bundestag hat eine bundesweit einheitliche Corona-Notbremse beschlossen. Durch Änderungen am Infektionsschutzgesetz erhält der Bund die Befugnis, Kontaktbeschränkungen und Schließungen anzuordnen. Die Bundes-Notbremse schließt ab einer Inzidenz von 100 eine nächtliche Ausgangssperre ein - also bei mehr als 100 Ansteckungen mit dem Coronavirus auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Schulen müssen ab einem Inzidenzwert von 165 den Präsenzunterricht einstellen.

Keine Sondersitzung des Landtags zu Bundes-Notbremse

15:35 Uhr

Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) hat einen Antrag der FDP-Fraktion auf eine Sondersitzung des Landtags abgelehnt. Die Liberalen wollten über die Corona-Notbremse der Bundesregierung und die Folgen für Baden-Württemberg debattieren. Aras begründete ihre Ablehnung damit, dass die Sondersitzungen immer auf die Konferenz der Ministerpräsidenten gefolgt seien.

Warn-App nach Update mit neuen Funktionen

15:25 Uhr

Die offizielle Corona-Warn-App hat neue Features: Ab sofort gibt es per Update einen Check-In für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen und bald auch einen digitalen Impfpass.

Karlsruher SC nach Quarantäne wieder im Training

15:10 Uhr

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen mehrerer Corona-Fälle haben die Profis des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC wieder das Training aufgenommen. Bereits am Freitag spielen sie gegen die Würzburger Kickers.

Vorbereitungen für Impfungen in Betrieben laufen

14:45 Uhr

Das Land und die Unternehmen in Baden-Württemberg bereiten sich auf die Impfungen durch Betriebsärzte vor. Sobald genug Impfstoff vorhanden ist, sollen die Mediziner in den Unternehmen nach Angaben des Sozialministeriums neben den Arztpraxen und den Impfzentren die dritte Säule der Impfkampagne bilden. Im Mai soll ein Modellprojekt in den Justizvollzugsanstalten im Land starten. Die Handwerksbetriebe und das Gastgewerbe fordern, an Modellprojekten für die Corona-Impfung beteiligt zu werden. Sie weisen darauf hin, dass viele ihrer Betriebe keine eigenen Ärzte haben. Der Landesvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, Fritz Engelhardt, erklärte: "Die Landesregierung darf nicht zulassen, dass die rund 250.000 Erwerbstätigen im Gastgewerbe außen vor bleiben, wenn Unternehmen und Betriebsärzte an der Impfkampagne beteiligt werden."

Juristen skeptisch wegen Änderung des Infektionsschutzgesetzes

13:55 Uhr

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist bei Juristen umstritten. Vor allem die Ausgangsbeschränkungen sehen sie kritisch.

Stiko berät morgen über J&J-Impfstoff

13:45 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will am Donnerstag über den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson in Deutschland beraten. Es sei aber noch nicht absehbar, ob es eine Stellungnahme gebe, sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts, bei dem die Stiko angesiedelt ist. Damit bleibt zunächst weiter offen, ob es für das Vakzin eine Altersbeschränkung wie bei Astrazeneca geben wird. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte dem J&J-Impfstoff am Dienstag nach einer Überprüfung wegen der Thrombosefälle grünes Licht gegeben. Ihrer Ansicht nach überwiegen die Vorteile die Risiken, auch wenn es eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Blutgerinnseln gebe. Ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums erklärte, das Land warte die Empfehlung der Stiko zu J&J ab. "Wir werden den Impfstoff so einsetzen, wie die Stiko und basierend auf deren Empfehlung die Gesundheitsministerkonferenz den Einsatz des Impfstoffs empfiehlt beziehungsweise beschließt."

Bundesgesundheitsministerium: keine Änderung bei Astrazeneca

13:35 Uhr

Das Bundesgesundheitsministerium reagiert zurückhaltend auf die Pläne Sachsens in Sachen Astrazeneca. Das Bundesland hatte gestern mitgeteilt, die Impfpriorisierung für den Corona-Impfstoff aufzuheben - dass heißt, dort können sich nun alle Bürgerinnen und Bürger in Arztpraxen mit Astrazeneca impfen lassen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums erklärte, die aktuelle Impfverordnung sehe bereits vor, dass der Impfstoff bei unter 60-Jährigen "nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten" einsetzbar sei. Bei anderen Bundesländern sorgte die Ankündigung Sachsens für Unverständnis, weil sich faktisch gar nichts ändere. Baden-Württemberg kündigte bereits an, beim Status Quo zu bleiben.

Jeder Fünfte in Deutschland mindestens einmal geimpft

12:46 Uhr

Rund 20,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben inzwischen mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand: 9:10 Uhr). So verabreichten die Impfzentren, mobile Teams, Krankenhäuser sowie Hausärzte und -ärtzinnen bislang knapp 17,3 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,6 Millionen Zweitimpfungen. Demnach lag die Quote der vollständig Geimpften bei 6,8 Prozent. Alle Bundesländer bis auf Baden-Württemberg und Hessen liegen nun beim Bevölkerungsanteil über der 20-Prozent-Marke. Die höchste Quote hat Bremen mit 23,5 Prozent, die niedrigste hat nach wie vor Hessen mit 18,8 Prozent. Bis zum 18. April wurden 25,5 Millionen Dosen Impfstoff nach Deutschland geliefert. 90 Prozent davon wurden bis zum 20. April verimpft.

Land verlängert Antragsfrist für Stabilisierungshilfe II

11:55 Uhr

Hoteliers und Gastronomen in Baden-Württemberg können noch bis Ende Juni die sogenannte Stabilisierungshilfe II beantragen. Wie das baden-württembergische Wirtschaftsministerium mitteilte, verlängert die Landesregierung die Antragsfrist um zwei Monate bis zum 30. Juni. "Die nach wie vor besonders schwer von den Folgen der Corona-Pandemie getroffenen Betriebe des Gastgewerbes erhalten mehr Zeit, individuell und bedarfsgerecht die richtige Förderung zu wählen", erklärte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Die Stabilisierungshilfe II kann für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten beantragt werden. Berechtigt sind Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes mit einer Tätigkeit im Hotel- oder Gaststättengewerbe erwirtschafteten.

Testpflicht für Ausreisende aus dem Bregenzer Wald

10:50 Uhr

Wer aus dem Bregenzer Wald ausreisen möchte, muss einen negativen Coronatest vorlegen. Die neue Regelung gilt zunächst für eine Woche.

Auch einzelne Kliniken rechnen mit mehr Intensivpatienten

10:45 Uhr

Die Uniklinik in Ulm, aber auch andere Krankenhäuser im Alb-Donau-Kreis und im Ostalbkreis rechnen damit, dass sie bald deutlich mehr Patienten auf den Intensivstationen behandeln müssen. Grund sind die Nachwehen der Osterfeiertage.

Karlsruhe lehnt Eilantrag zu EU-Corona-Hilfsfond ab

9:55 Uhr

Deutschland kann dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbaufonds der Europäischen Union zustimmen. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe lehnte den Eilantrag einer Bürgerinitiative um den AfD-Gründer Bernd Lucke ab. Das Bündnis wollte das für den Fonds notwendige Ratifizierungsgesetz stoppen lassen. Bundestag und Bundesrat hatten Ende März der gemeinsamen Schuldenaufnahme durch die Europäische Union zugestimmt. Nach der Entscheidung der Verfassungsrichter kann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz zu nationalen Umsetzung nun unterschreiben.

Deutsche Bahn impft selbst

9:12 Uhr

Die Deutsche Bahn (DB) baut eigene Impfzentren für ihre Beschäftigten auf. An mindestens zehn Standorten in Deutschland sollen Betriebsärzte und -ärztinnen sogenannten systemrelevanten Mitarbeitenden Impfungen ermöglichen. Der Konzern geht davon aus, dass das ungefähr die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland betrifft. Welcher Impfstoff zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest. DB-Personalvorstand Martin Seiler sagte, die Impfung sei freiwillig.

Ärzte hoffen, dass Bundes-Notbremse wirkt

8:39 Uhr

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hofft, dass die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit der sogenannten Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch wirkt. Im SWR sagte Reinhardt, die Bremse sei kein einfach zu interpretierendes Instrument. Wichtig sei es, dass die Bevölkerung private Kontakte vor allem in geschlossenen Räumen weitestgehend reduziere.

Corona-Warn-App jetzt mit Check-In für Gastronomie

7:50 Uhr

Ab heute gibt es eine neue Version der Corona-Warn-App. Nach Angaben der Bundesregierung verfügt sie dann auch über eine sogenannte Check-In-Funktion. Nutzer können sich mit einem QR-Code etwa in Restaurants oder bei Veranstaltungen registrieren lassen. Damit sollen vor allem risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden. Anders als bei anderen Anbietern funktioniert die Registrierung anonym. Es müssen also keine persönlichen Daten wie Namen oder Telefonnummern angegeben werden. Die neue Version kann ab heute in den App-Stores heruntergeladen werden.

RKI meldet mehr als 24.000 Neuinfektionen in Deutschland

7:25 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 24.884 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind etwa 3.200 Fälle mehr als heute vor einer Woche. Allerdings könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen in der Zahl enthalten sein. Dort gab es zuletzt technische Probleme bei der Datenübermittlung. Außerdem sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) weitere 331 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz ist laut RKI leicht gesunken, von 162,4 gestern auf 160,1 heute.

Rätseln um Freiburgs niedrige Corona-Zahlen

7:07 Uhr

Freiburg und seine Umgebung schneiden derzeit bei den Corona-Zahlen in Baden-Württemberg am besten ab - trotz der Nähe zum Hochinzidenzgebiet Frankreich. Über die Gründe dafür könne man nur mutmaßen, teilte die Stadt Freiburg mit. Möglicherweise liege es an der Wirtschaftsstruktur. "Freiburg hat wenig produzierendes Gewerbe, so dass die Menschen eher in Branchen arbeiten, in denen Homeoffice besser möglich ist", hieß es. Auch die hohe Akademisierung in Freiburg als Uni- und Forschungsstadt könne eine Rolle spielen. Die Verwaltung kommuniziere außerdem intensiv über die Maßnahmen, etwa mit Hilfe der sozialen Medien und digitaler Corona-Sprechstunden. Weniger getestet als anderswo werde nicht, hieß es. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Freiburg laut Landesgesundheitsamt bei 74,4. Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, der Freiburg nahezu umschließt, war der Wert noch niedriger. Er lag bei 69,8. Der Schnitt fürs gesamte Land beträgt dagegen 172,5.

Krankengeld: Wer bezahlt wann und wie viel?

7:03 Uhr

Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion ist häufig von extrem langen Krankheitsverläufen die Rede. Wer bezahlt dann den Lohn oder das Gehalt und was kommt dann? Hier die Antworten auf die meist gestellten Fragen.

Bundestag will einheitliche Corona-Notbremse verabschieden

6:40 Uhr

Der Bundestag will heute bundesweit einheitliche Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschließen. Der Abstimmung über die sogenannte "Bundes-Notbremse" waren tagelange Verhandlungen vorausgegangen. Geplant sind etwa Ausgangsbeschränkungen von 22 Uhr bis 5 Uhr, wie aus dem Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes hervorgeht. Die geplante Bundes-Notbremse soll gezogen werden, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kommen.

Nachhilfeschulen leiden unter Corona

6:38 Uhr

Einkommenseinbußen bei den Eltern, null Bock auf weiteren Online-Unterricht bei den Kindern - die Nachhilfeschulen haben in der Corona-Krise einen schweren Stand. Bereits jetzt haben drei Prozent der vor der Corona-Krise noch 4.000 Nachhilfeschulen aufgegeben, sagt Cornelia Sussieck, Vorsitzende des Bundesverbandes Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN/Solingen). Die Nachhilfeschulen seien in der Corona-Krise von der Politik übergangen worden. "Der Schulunterricht auf Sparflamme in der Pandemie hinterlässt bei vielen Schülern Wissenslücken - doch wir als Profis im Umgang mit Defiziten werden von der Politik nicht einbezogen", klagt die Verbandschefin. Nach ihrer Einschätzung braucht etwa die Hälfte der Schüler aller Klassenstufen Hilfe, um den während der Schulschließungen entgangenen Unterrichtsstoff aufzuholen. "Die Kinder und Jugendlichen befinden sich gerade in einer Blase - bei der Rückkehr in den Regelbetrieb wird es für viele ein böses Erwachen geben." Statt Zusatzunterricht über die Nachhilfeschulen zu organisieren, so Sussieck, richte sich der Blick der Bildungspolitiker auf Lehramtsstudenten, Pensionäre und Volkshochschulen. "Wir brauchen ein solches Parallelsystem nicht - unsere Schulen werden von Schulämtern und Regierungspräsidien bereits überwacht." Der VNN geht von einer Milliarde Umsatz im Jahr aus, wobei 360 Millionen Euro auf institutionelle Nachhilfe und 640 Millionen Euro auf den Schwarzmarkt entfielen.

Mittwoch, 21. April 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

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