Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 27. Februar 2021

Stand

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Oper trotz Corona: So macht es eine Sopranistin aus Karlsruhe

20:53 Uhr

Samstagabende ohne Theater, Kino oder Konzert vermissen viele Menschen in Baden-Württemberg. Eine Sopranistin aus Karlsruhe hat daher ein besonderes Konzept entwickelt.

Digitalisierung durch Corona: Per Video-Call zum Hausarzt

19:59 Uhr

Immer wieder fiel die Wortkombination "Digitale Steinzeit" in der Bewältigung der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten. Doch statt Faxgeräten setzt man mittlerweile auch auf den digitalen Fortschritt.

Sieben-Tage-Inzidenz bei genau 50

18:48 Uhr

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Baden-Württemberg um weitere 987 bestätigte Fälle auf insgesamt 316.539 angestiegen. Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt (Stand 16 Uhr). Zum Vergleich: Am vergangenen Samstag wurden 858 Neuinfektionen gemeldet. Acht Menschen sind seit gestern im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg erneut leicht auf genau 50, dem kritischen Grenzwert. 19 der 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Wert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Weiterhin den höchsten Wert hat der Landkreis Schwäbisch Hall mit 142,3 (gestern 137,7). Landesweit sind derzeit 262 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert liegt aktuell bei 1,14.

Öffnungsregeln für Friseure und Gartenmärkte stehen

17:04 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Regeln für die Öffnung von Gartenmärkten und Friseuren festgelegt. Die geänderte Corona-Verordnung wurde in der Nacht auf Samstag veröffentlicht, wie ein Sprecher der Regierung mitteilte. Ab Montag dürfen Friseure, Blumenläden und Gartenmärkte in Baden-Württemberg wieder Kunden empfangen. Beim Friseur ist zum Beispiel keine Bartrasur erlaubt, bei den Gartenmärkten dürfen auch Mischsortimente angeboten werden, wenn der erlaubte Warenanteil eines Ladens mindestens 60 Prozent beträgt.

Ab Montag SMS mit Corona-Infos an Einreisende

16:10 Uhr

Wer nach Deutschland einreist, bekommt ab Montag zur Begrüßung eine SMS mit Informationen der Bundesregierung über die geltenden Corona-Regeln. Die Kurznachricht enthält einen Link auf eine Internetseite, die unter anderem Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie allgemeine Hygienevorschriften wie etwa die Maskenpflicht erläutert, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Die SMS wird demnach von den Mobilfunkanbietern verschickt, sobald sich ein Handy in ein deutsches Netz einbucht. Die neue Maßnahme geht auf die Corona-Einreiseverordnung von Mitte Januar zurück.

Ethikexperte erwartet Klagen von Geimpften

13:51 Uhr

Geimpfte Menschen haben nach Ansicht des Ethikexperten Steffen Ausgberg gute Chancen darauf, dass Corona-Regeln für sie gelockert werden, wenn sie klagen. Augsberg ist Mitglied des Ethikrats. In der Zeitung "Die Welt" sagte er: "Wenn einerseits die Risikogruppen geimpft sind und andererseits die Impfung die Infektiosität hochgradig senkt, lässt sich die Begrenzung der Freiheitsrechte der Geimpften kaum noch begründen." Er rechnet deswegen damit, dass Geimpfte per Klage gegen die Einschränkungen vorgehen werden. Impfausweise alleine würden nicht ausreichen, sagte Augsberg. Es seien zusätzliche Tests nötig.

Betrüger nutzen Corona-Pandemie für "Enkeltrick"

13:37 Uhr

Kriminelle haben die Corona-Pandemie genutzt, um eine Seniorin im Rhein-Neckar-Kreis zu betrügen. Eine Unbekannte gab sich gestern gegenüber einer Frau in Edingen-Neckarhausen als deren Cousine aus und gab an, schwer an Covid-19 erkrankt zu sein. Sie behauptete, dringend Geld für lebenserhaltende Maßnahmen zu benötigen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag mitteilte. Die Seniorin fiel auf die als "Enkeltrick" bekannte Betrugsmasche herein und bot der Frau ihren Gold- und Silberschmuck an, da sie kein Bargeld bei sich habe. Eine Unbekannte holte den Schmuck später ab und betrog die betagte Dame so um laut Polizei mehrere Tausend Euro. Die Polizei rät, immer misstrauisch zu sein, wenn sich jemand nicht mit Namen am Telefon meldet.

Impftaxi-Angebot in Heidelberg wird gut angenommen

13:30 Uhr

Das Impftaxi-Angebot in Heidelberg stößt auf große Resonanz. Seit Montag können Seniorinnen und Senioren für nur sechs Euro pro Fahrt mit dem Taxi in die jeweiligen Impfzentren fahren. Täglich würden bis zu 15 Fahrten gebucht, so ein Sprecher der Heidelberger Taxi-Zentrale. Sie organisiert für die Stadt Heidelberg den Taxi-Shuttle. Die Fahrgäste werden zuhause abgeholt und dann in das Zentrale Impfzentrum in Patrick-Henry-Village oder zum Kreisimpfzentrum im Gesellschaftshaus im Stadtteil Pfaffengrund gefahren. Nötig ist nur ein entsprechender Impftaxi-Berechtigungsschein, den die Bürgerämter in Heidelberg ausstellen. Das Angebot wird laut Stadt zunächst auf unbestimmte Zeit fortgesetzt. Es gilt für über 80-jährige Bürger.

Durch Impfungen weniger Corona-Tote in Pflegeheimen

12:50 Uhr

Die Corona-Schutzimpfungen führen zu einer deutlich sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in deutschen Senioren- und Pflegeheimen. Eine Umfrage unter großen Betreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Gestorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. So zählten die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter ihren 2.400 Bewohnern kaum noch Corona-Tote. Auch hätten dort die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen aufgehört. Der katholische Caritas-Verband, der 128.000 Betten in 1.800 stationären Einrichtungen unterhält, teilte der Zeitung mit, nach Verabreichung der Zweitimpfungen seien die Infektionszahlen in den Häusern um 35 bis 65 Prozent zurückgegangen.

Ausgangssperre im Kreis Calw endet am Montag

11:45 Uhr

Die nächtliche Ausgangssperre im Kreis Calw endet am Montag. Das Landratsamt begründete die Entscheidung damit, dass die Corona-Fallzahlen sinken und die Lage in den Kliniken sich entspannt.

Hausärzte im Elsass dürfen erste Patienten impfen

11:33 Uhr

Im Elsass wird der Corona-Impfstoff von Astrazeneca jetzt auch von Hausärzten verabreicht. Sie dürfen den Impfstoff Risikopatienten zwischen 50 und 64 Jahren spritzen. Vorerst bekommen sie über örtliche Apotheken aber nur einen Flacon, aus dem zehn Impfdosen entnommen werden können. Bei Temperaturen bis 30 Grad kann der Impfstoff sechs Stunden aufbewahrt werden. Alle zehn Impfungen müssen deshalb innerhalb eines halben Tages nach der Abholung abgewickelt werden. Ärzte, die den Impfstoff ohne längere Unterbrechung der Kühlkette in ihre Praxis bringen und dann bei 2 bis 8 Grad in einem Medikamentenkühlschrank lagern, können die Impfungen über zwei Tage verteilen.

Landeskirchen gedenken Corona-Toten in Pforzheim

10:30 Uhr

In einem Trauergottesdienst in der Pforzheimer Thomaskirche wollen die Evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg am Sonntag den Toten in der Corona-Pandemie gedenken. Er wird vom SWR übertragen.

Mannheim: Keine nächtliche Ausgangssperre trotz gestiegenen Inzidenzwerts

10:20 Uhr

Der Corona-Inzidenzwert ist in Mannheim innerhalb eines Tages von 60,5 auf 67,3 (Stand Freitagnachmittag) gestiegen. Wie die Stadt am Freitagabend mitteilte, verhänge sie dennoch keine nächtliche Ausgangssperre für das Stadtgebiet. Städte und Gemeinden können laut Sozialministerium eine nächtliche Ausgangssperre verhängen, wenn der Inzidenzwert sieben Tage am Stück bei über 50 liegt, was auf Mannheim zutrifft. Dies, so die Stadt Mannheim, sei aber kein Automatismus. Relevant sei auch die Einschätzung der aktuellen Infektionslage.

Jugendherbergen am Bodensee leiden unter Pandemie

9:29 Uhr

Die Corona-Pandemie hat den Betrieb in den Jugendherbergen am Bodensee und in Oberschwaben im vergangenen Jahr weitgehend zum Erliegen gebracht. Drei Viertel der Übernachtungen fielen weg.

Maas für gemeinsamen europäischen Trauerakt

9:01 Uhr

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für ein gemeinsames europäisches Gedenken an die Corona-Opfer ausgesprochen. Den "Funke"-Zeitungen sagte Maas, das sei ein sichtbares Zeichen, dass Europa die Pandemie gemeinsam bekämpfe und auch in der Trauer um die Opfer vereint sei. Er erinnerte daran, dass die EU-Staaten von der Wirtschaftshilfe über die Impfstoffbeschaffung bis hin zur wechselseitigen Aufnahme von Intensivpatienten zusammenarbeiten. Ein europäischer Trauerakt verankere die vielen Opfer im gemeinsamen Gedächtnis, so der Bundesaußenminister, und helfe, aus der Pandemie die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Vor Wiedereröffnung: Friseure im Land erwarten kräftige Umsätze

8:14 Uhr

Die Friseure in Baden-Württemberg erwarten zur Wiedereröffnung ihrer Salons an diesem Montag blendende Geschäfte. Die meisten Betriebe seien bis zu drei oder vier Wochen im Voraus ausgebucht, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, Matthias Moser, der Deutschen Presse-Agentur. Wer erst jetzt einen Termin anfrage, könne allenfalls "mit etwas Glück" noch vor Ostern einen ergattern. Dennoch liefen die Telefone der Friseure weiter heiß, etliche Online-Terminanfragen füllten zudem die Email-Postfächer. "Die Salons müssen nun in schnellem Tempo den Nachfragestau bewältigen." Viele Betriebe hätten bereits unmittelbar nach der Bekanntgabe der Öffnungserlaubnis für die Friseure am 10. Februar Reservierungen entgegengenommen.

Bundesweite Sieben Tage-Inzidenz steigt auf 63,8

7:10 Uhr

Das Robert-Koch-Institut meldet 9.762 neue Positiv-Tests in Deutschland. Vor einer Woche waren es noch rund 600 weniger. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 63,8 (Vortag: 62,6). Baden-Württemberg weist deutschlandweit mit 49,3 den niedrigsten Wert auf. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist, unter einen Wert von 50 zu kommen, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. Den neuen Angaben zufolge starben 369 weitere Menschen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69.888. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,43 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Eisenmann fordert weitere Schulöffnungen

7:08 Uhr

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will auch die weiterführenden Schulen im Land bald wieder öffnen. "Für die Schulen sollten wir uns zutrauen, ab 8. März die nächsten Schritte zu gehen - und zwar in den Grundschulen, aber auch in den weiterführenden Schulen", sagte sie dem "Mannheimer Morgen". Eine umfassende Teststrategie mache auch hier schrittweise Öffnungen mit einer reduzierten Schülerzahl möglich. Wie an den Grundschulen wolle sie mit Wechselunterricht einsteigen, sagte Eisenmann. Schülerinnen und Schüler und Eltern wollten eine Perspektive. Nichts sei so gut wie Präsenzunterricht. Eisenmann verwies auf die nächste Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik am kommenden Mittwoch.  

Impfkommission will Astrazeneca-Empfehlung ändern

7:07 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will eine neue Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca herausgeben. Das hat Stiko-Chef Thomas Mertens am Abend im ZDF angekündigt. Dabei betonte er, dass man das Astrazeneca-Präparat für einen "sehr guten" Impfstoff halte. Die deutsche Impfkommission hatte - anders als die europäische Arzneimittelbehörde - Astrazeneca vorerst nur für unter 65-Jährige empfohlen. Sie hatte das damit begründet, dass Daten zur Wirkung bei Älteren fehlten. Mertens sagte jetzt, das sei irgendwie schlecht gelaufen. Er rechtfertigte die Stiko-Entscheidung. Weiter sagte er: "Aber wir haben nie den Impfstoff kritisiert." Der Astrazeneca-Impfstoff trifft bei vielen Menschen in Deutschland auf Vorbehalte.

Samstag, 27. Februar 2021

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Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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