Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 25. Januar 2021

Stand

Homeoffice-Verordnung tritt in Kraft

09:20 Uhr

Mehr Beschäftigte sollen wegen der Corona-Krise zu Hause arbeiten. Ab heute gilt eine neue Verordnung, die Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern in bestimmten Fällen das Arbeiten im Homeoffice anzubieten. Anlässlich eines Homeoffice-Gipfels mit Vertretern aus der Wirtschaft in der vergangenen Woche äußerte sich die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) kritisch gegenüber der Bundesverordnung: "Ich bedauere, dass damit statt auf Freiwilligkeit nun auf Regulierung und Bürokratie gesetzt wird.“ Durch die neue Verordnung entstehe zusätzlicher Bürokratieaufwand und Potential für Rechtsstreitigkeiten.Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten die Homeoffice-Pflicht gemeinsam, pragmatisch und mit Augenmaß umsetzen, so die Ministerin.

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Corona-Fälle bei Abfallwirtschaft: Biomüll in Filderstadt bleibt stehen

21:05 Uhr

Am Abfallwirtschaft Stuttgart-Standort auf den Fildern sind mehrere Müllwerker corona-positiv getestet worden, weitere sind in Quarantäne. Nach einer Massentestung hat die Stadt Stuttgart nun mitgeteilt, dass wegen weiterer Infektionsfälle nun fünf von sechs Biomüll-Touren im Bereich Fildern nicht stattfinden können. Vergangene Woche war dort bereits die Altpapier-Abholung gestrichen worden. Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits Leiharbeiter angefordert. Diese brauchten jedoch einen negativen PCR-Test und könnten deswegen frühestens Mitte der Woche mit der Arbeit anfangen.

Trotz Corona: Vier illegale Partys in einem Hotel in Karlsruhe

19:54 Uhr

In der Karlsruher Innenstadt musste die Polizei am Wochenende in einem Hotel insgesamt vier Feiern mit mehreren Personen auflösen, weil sie gegen die Corona-Regeln verstießen. Am Samstagabend wurde eine Streife ins Hotel gerufen, weil in einem Zimmer vier Personen lautstark feierten. Als die Beamten die Party aufgelöst hatten, wehte ihnen aus einem anderen Zimmer ein starker Marihuana-Geruch in die Nase. Ein 24-Jähriger öffnete die Tür und warf - nachdem er die Polizisten erkannt hatte - eine Bauchtasche mit etwas Marihuana aus dem Fenster. Sein ebenfalls 24-jähriger Kumpel hatte auch etwas von dem Stoff bei sich. Die beiden mussten mit auf die Wache. Knapp eine Stunde später war die Polizei in noch größerer Besetzung bei dem Hotel vor Ort. Sie lösten weitere drei Partys auf, bei denen bis zu acht Personen dabei waren. Die Partymacher müssen alle mit einer Anzeige rechnen, weil sie gegen die Corona-Verordnung verstoßen haben. Demnach darf sich nur ein Haushalt mit einer zusätzlichen Person treffen.

Erster Quarantäne-Verweigerer in BW-Klinik

19:14 Uhr

In Baden-Württemberg ist erstmals ein Quarantäne-Verweigerer im Krankenhaus "Schillerhöhe" in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) - einem Standort des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses - untergebracht worden. Krankenhäuser seien grundsätzlich der richtige Ort, um infizierte Menschen zu überwachen, erklärte der Medizinische Geschäftsführer des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses, Mark Dominik Alscher. Hier gebe es die nötige Expertise für die Krankheit. Alscher betonte, dass das Robert-Bosch-Krankenhaus kein Gefängnis sei. Eine Überwachung mit einem Wachdienst sei jedoch möglich. Landes-Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte seit Monaten auf Zwangseinweisungen und zentrale Einrichtungen für Coronavirus-Quarantäne-Verweigerer gedrängt. Das ist laut einem Brief des baden-württembergischen Sozialministeriums an die Ordnungs- und Gesundheitsämter im Land nun möglich.

Apotheker in Villingen-Schwenningen spendet an Einzelhändler

19:12 Uhr

Seit Mitte Dezember sind die Geschäfte wegen der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg geschlossen. Viele Händler sind verzweifelt, vor allem die Betreiber von Bekleidungs- und Schuh-Geschäften sitzen auf ihrer Winterware und werden sie nicht los. In Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) bekommen die Händler jetzt Unterstützung - von den Apotheken: Dort werden Spenden beim Verkauf von FFP2-Masken gesammelt.

466 Neuinfektionen - mehrere Kreise unter 50er-Inzidenz

19:01 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus heute (Stand: 16 Uhr) um 466 weitere Fälle (gesamt: 285.574) gestiegen. Am vergangenen Montag waren es rund 150 mehr. Laut Landesgesundheitamt sind weitere 90 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 6.722). Die landesweite Inzidenz liegt aktuell bei 86,9. Am Montag vor eine Woche lang sie noch bei 112,4. Mit den Kreisen Emmendingen (44,5), Hohenlohe (43,5), Tübingen (49,4) sowie dem Stadtkreis Baden-Baden (39,9) liegen vier Regionen unterhalb des Sieben-Tage-Inzidenz-Grenzwerts von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Mehr als 85 Prozent der über 2.400 verfügbaren Intensivbetten im Land sind derzeit belegt. Von den 457 Covid-19-Fällen in intensivmedizinischer Behandlung werden rund 62 Prozent derzeit invasiv beatmet.

Apotheker begrüßen Corona-Heimtests

18:12 Uhr

Apotheker in Deutschland finden die Corona-Schnelltests für zu Hause gut. Die Chefin der Apothekerverbände Gabriele Overwiening hält solche Tests für eine vernünftige Ergänzung. Im Moment werden die Schnelltests für zu Hause jedoch noch nicht verkauft, sie sind noch nicht zugelassen. Damit sie aber in Zukunft jeder zu Hause benutzen darf, will das Bundesgesundheitsministerium die jetzt geltende Regelung ändern. Diese Corona-Schnelltests sollen bereits nach 15 Minuten ein Ergebnis liefern.

Immenser Jobverlust durch Corona-Pandemie

18:04 Uhr

Durch die Corona-Pandemie sind weltweit viermal so viele Jobs verloren gegangen wie in der Finanzkrise 2009. Laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) wurden im vergangenen Jahr rund 255 Millionen Vollzeit-Arbeitsplätze vernichtet. Besonders stark leiden demnach junge Menschen unter der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

EU: Lieferverzögerungen bei Astrazeneca-Impfstoff "nicht akzeptabel"

18:01 Uhr

Die EU-Kommission hat die vom britisch-schwedischen Unternehmen Astrazeneca angekündigten Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoff als "nicht akzeptabel" bezeichnet. Die EU habe "Entwicklung und Produktion des Impfstoffes vorfinanziert" und verlange nun dafür die Gegenleistung, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sie forderte zudem von allen Herstellern, Brüssel künftig über Exporte von Impfstoff aus der EU an Drittstaaten in Kenntnis zu setzen.

Zweiter Impftermin soll ab sofort im selben Impfzentrum stattfinden

17:48 Uhr

Bei der Vergabe der Corona-Impftermine über das Internet ist es in Baden-Württemberg nicht mehr möglich, nach freien Terminen im Umkreis des gewünschten Ortes zu suchen. Das Sozialministerium bestätigte dem SWR, dass diese Möglichkeit abgeschaltet wurde. Damit soll verhindert werden, dass der Erst- und Zweittermin für die Corona-Impfung in unterschiedlichen Impfzentren im Land gebucht werde. Man habe dieses "Schlupfloch" verschlossen und die Funktion der Umkreissuche abgeschaltet, so das Sozialministerium gegenüber dem SWR. Denn bei den Zentren werde bei der Erstimpfung die Dosis für die zweite Spritze zurückgehalten. Ziel sei es deshalb, dass die zweite Impfung am selben Ort stattfinde.

Medizinische Masken im Supermarkt: Halten sich die Kunden an die Regelung?

16:55 Uhr

Seit heute müssen Kunden im Supermarkt eine medizinische oder eine FFP2-Maske tragen - die sogenannten Alltagsmasken aus Stoff sind nicht mehr zugelassen. Wie haben die Kunden darauf reagiert? Die Menschen in einem Supermarkt in Mannheim haben sich mehrheitlich an die neue Regelung gehalten.

Antikörper-Medikamente gegen das Coronavirus kein Allheilmittel

16:49 Uhr

Donald Trump soll es schon geholfen haben: Jetzt hat der Bund 200.000 Dosen von Covid-Medikamenten auf der Basis von Antikörpern gekauft. Ein neuer Hoffnungsschimmer? Mehr dazu hier:

WSV im Netz: Extrem hohe Rabatte möglich

16:45 Uhr

Viele Händler werben jetzt mit Rabatten - zum Start des früheren Winterschlussverkaufs. Wegen Corona verlagert sich das stark ins Internet. Handelsfachleute rechnen mit teils ungewöhnlich hohen Rabatten:

Soldaten sollen bei Schnelltests in Pflegeheimen helfen

15:55 Uhr

Bundeswehr-Soldaten sollen in Baden-Württemberg bei Corona-Schnelltests in Pflegeheimen helfen. Das hat der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) mitgeteilt. Insgesamt 900 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr will das Land zur Unterstützung bei den Schnelltests in Pflegeeinrichtungen anfordern. Der Einsatz sei zunächst auf drei Wochen begrenzt. Danach sollen Freiwillige dies übernehmen, die von der Bundesagentur für Arbeit rekrutiert werden sollen. "Dieses Personal soll den Einrichtungen zur Verfügung stehen, bis sich durch die angelaufene Impfkampagne die Situation entspannt hat", sagte Lucha. Die Testpflicht gilt alle für Pfleger, Besucher, Seelsorger, Handwerker und Physiotherapeuten. Die grün-schwarze Landesregierung habe dem weiteren Einsatz der Bundeswehr bereits zugestimmt, hieß es.

Strobl: Großteil halte sich an die Corona-Regeln

15:27 Uhr

Die Corona-Infektionslage in Baden-Württemberg entspannt sich ein wenig, jedoch gibt es laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) noch keinen Anlass zur Gelassenheit. "Es gibt weiterhin in der Pandemie keine Entwarnung und damit auch keinen Partyrabatt - Verstöße werden konsequent geahndet", so Strobl in einer Mitteilung. Kontrollen der Polizei zeigen laut dem Innenminister, dass man die Lage etwa in Wintersportgebieten im Griff habe. Bei den landesweiten Kontrollen stellten die Beamten zwischen dem vergangenen Freitag und Sonntag insgesamt 4.705 Verstöße gegen die Regelungen der Corona-Verordnung fest, davon waren 1.647 Verstöße gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Knapp 790 Mal wurde das Verbot von Ansammlungen und privater Veranstaltungen missachtet. "Das Kontrollergebnis zeigt, dass die allermeisten Menschen erkannt haben, was volle Pisten und Menschenmengen an den Ausflugsörtlichkeiten für das Infektionsgeschehen bedeuten", sagte Strobl.

CDU-Fraktionschef: FFP2-Masken dürfen nicht mehr als 1 Euro kosten

14:49 Uhr

Baden-Württembergs CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart hält die Preise für die FFP2-Masken, die seit diesem Montag in Nahverkehr und Geschäften vorgeschrieben sind, für zu hoch. "Ich appelliere an Apotheker und Händler, die FFP2-Masken für maximal einen Euro pro Maske zu verkaufen", teilte Reinhart mit. Derzeit lägen die Preise teilweise zwischen vier und sechs Euro. Reinhart sagte: "Es darf nicht sein, dass Menschen vom Alltagsleben ausgeschlossen werden, weil sie kein Geld für die teuren Masken haben, die zum Teil aber nun in bestimmten Bereichen Pflicht sind."

Hälfte der Deutschen findet Fahren mit Bus und Bahn unsicher

14:34 Uhr

Aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus fahren viele Deutsche aktuell mit ungutem Gefühl in Bussen und Bahnen. 48 Prozent der Befragten fühlen sich momentan in den öffentlichen Verkehrsmitteln eher oder sehr unsicher. Das gaben sie in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) an. Gut 40 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich eher oder sehr sicher. Der Verband kritisierte, dass bislang nicht genug für den Gesundheitsschutz im Nahverkehr gemacht worden sei. "Um den ÖPNV nicht nur in der Krise, sondern auch langfristig zu stärken, sind zusätzliche, kundenorientierte Maßnahmen notwendig", sagte Marion Jungbluth, Leiterin Mobilität und Reisen beim Verband. Kunden nähmen Fahrzeuge demnach als zu voll wahr.

Corona-Schnelltests für Zuhause kommen verspätet

14:15 Uhr

Das Bundesgesundheitsministerium hat Hoffnungen gedämpft, dass es bald Corona-Schnelltests für jeden geben wird. Noch sei man nicht so weit, sagte ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die Produkte für Abstriche zu Hause müssten unter anderem noch zertifiziert werden.

Deutschland gedenkt Corona-Toten

14:07 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, immer abends ein Licht in die Fenster zu stellen, um den Opfern der Corona-Pandemie zu gedenken. Ein Foto des Lichts solle in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Der Freiburger Erzbischof Stefan Burger begrüßt die Aktion #lichtfenster des Bundespräsidenten. Im SWR sagte er: "Es ist eine Aktion, die uns mahnt, hinter den abstrakten Zahlen die Schicksale und auch die Tragik dieser Pandemie zu sehen. Es gehe um Menschlichkeit." 

Antikörper-Medikament "PR-Trick des Gesundheitsministers"

13:35 Uhr

Der FDP-Gesundheitsexperte und Infektiologe Prof. Andrew Ullmann hält den Einsatz von Antikörper-Medikamenten für "einen Baustein zur Hilfe, um mit dieser (Corona) Pandemie zurecht zu kommen." Im Radioprogramm SWR Aktuell sprach Ullmann aber auch von einem "PR-Trick des Bundesgesundheitsministers", da die Medikamente noch keine Zulassung haben. Im Moment lägen nur Daten vor, die zwar etwas über die Viruslast, jedoch nichts über die Krankheitsverläufe aussagten. Der Infektiologe sagt, die Antikörper des Medikaments bewirkten eine "passive Immunität", die jedoch nach wenigen Wochen verschwinde. Er hält deshalb nichts davon, Ärzte und Krankenpfleger mit dem Medikament zu schützen, wie es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagen hatte.

Mobiles Corona-Testlabor im Dauereinsatz

13:10 Uhr

Vor einem halben Jahr ist das mobile Corona-Testlabor des Mannheimer Uniklinikums in Betrieb gegangen. Seitdem ist es in ganz Baden-Württemberg unterwegs. Nach Angaben des Universitätsklinikums Mannheim wird er vor allem von den Justizvollzugsanstalten im Land für Massentests angefordert:

Umfrage: Studenten kommen wegen Corona mit Lernpensum schlechter klar

13:03 Uhr

Viele Studenten haben einer Umfrage zufolge wegen der Corona-Pandemie Schwierigkeiten mit dem geforderten Pensum in ihrem Studium. Das ergab eine Studie der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover. Befragt wurden bundesweit knapp 28.600 Studierende aus 23 Hochschulen. 62 Prozent von ihnen klagten über Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Lernstoffs. Mehr als jeder Zweite (57 Prozent) gab an, Probleme bei den Prüfungsanforderungen zu haben. Dagegen kommt fast ein Viertel (24 Prozent) der Befragten mit dem digitalen Lernen besser durch das Studium. Das liegt den Studien-Autoren zufolge auch daran, dass die jungen Menschen ihre Zeit flexibler einteilen können - etwa durch aufgezeichnete Vorlesungen, die jederzeit abrufbar sind, oder Videokonferenzen, bei denen sie sich mitgenommen fühlen. Die Zufriedenheit mit dem erreichten Wissen und Können fällt aber sehr unterschiedlich aus: 41 Prozent sind laut Umfrage zufrieden, 28 Prozent sind es nicht.

Kliniken für Quarantäneverweigerer stehen fest

12:28 Uhr

Für uneinsichtige Quarantäneverweigerer in Baden-Württemberg wird das Land Plätze in zwei Kliniken in Stuttgart und Heidelberg bereitstellen. Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums an die Polizeibehörden und Gesundheitsämter hervor, das dem SWR vorliegt. Demnach werden Unterbringungsmöglichkeiten für sogenannte zwangsweise Absonderungen im Robert-Bosch-Klinikum Schillerhöhe sowie in der Universitätsklinik Heidelberg eingerichtet. Grundsätzlich sollten aber Stadt- und Landkreise selbst geeignete Räume und Transportmittel sowie Personal zur Verfügung stellen, um Quarantäneverweigerer unterzubringen. Auf den Umgang mit ihnen hatten sich Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) schon Anfang Dezember geeinigt. Nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums geht es nur um wenige Fälle.

Brauereien leiden unter der Corona-Krise

12:22 Uhr

Die Brauereien in der Region haben seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Bier verkauft. Das Umsatzminus schwankt nach Angaben der Unternehmen zwischen 20 und 80 Prozent. Besonders hart trifft es oft kleinere Brauereien, die fast ausschließlich für die Gastronomie produzieren: 

Verdi fordert klare Kriterien für Kita-Öffnung in BW

12:05 Uhr

Vor einer Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung über eine Öffnung der Kindertagesstätten erhöhen die Erzieher- und Elternverbände den Druck auf die grün-schwarze Koalition. Es müsse deutlich werden, unter welchen Umständen und bei welchen Corona-Infektionswerten Kitas voll geöffnet oder gänzlich geschlossen würden, sagte der Landesbezirksleiter der Gewerkschaft Verdi, Martin Gross. "Wir wollen, dass Eltern, Kinder und Beschäftigte nicht mehr ohnmächtig abwarten müssen, wie das Land entscheidet", sagte er bei der Vorlage eines Zehn-Punkte-Programms für eine möglichst sichere Öffnung der Kitas und Grundschulbetreuung am Montag.

Corona-Krise: Deutlich weniger Azubis im Tourismus

11:55 Uhr

Der Tourismusbranche in Baden-Württemberg bricht in der Corona-Krise auch ein großer Teil des Nachwuchses weg. Die Zahl der neuen Auszubildenden ging im vergangenen Jahr deutlich zurück, wie die Industrie- und Handelskammern (IHK) und der Branchenverband Dehoga am Montag mitteilten. In Hotels und Restaurants wurden demnach 21 Prozent weniger Verträge abgeschlossen als 2019. In der Veranstaltungswirtschaft waren es 20 Prozent weniger, bei den Tourismus-Kaufleuten sogar 63 Prozent. "Was wir zum Start des Ausbildungsjahres mit den Corona-Auswirkungen erlebt haben, kommt einem Erdrutsch gleich", sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Martin Keppler. Die gesamte Branche brauche nun dringend eine Perspektive, mahnte Keppler. "Unternehmer müssen ihren Mitarbeitern zeitnah zumindest einen Fahrplan trotz Corona nennen können."

Zweitinfektionen in Reutlinger Pflegeheim?

11:30 Uhr

In einem Reutlinger Pflegeheim haben sich womöglich drei Bewohner und eine Pflegekraft ein zweites Mal mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Landratsamtes werden Abstriche der Betroffenen vom Landesgesundheitsamt untersucht. Ergebnisse sollen in den nächsten Tagen vorliegen.

Grüne sagen Politischen Aschermittwoch in Biberach ab

11:15 Uhr

Die Grünen haben ihren Politischen Aschermittwoch in Biberach wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das habe der Kreisverband Biberach gemeinsam mit dem Landesverband entschieden, sagte eine Sprecherin der Partei. Sie verzichteten "schweren Herzens auf diese Traditionsveranstaltung", teilten die Landeschefs der Grünen, Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, mit. Die Entscheidung für die Absage sei nachvollziehbar und richtig. Veranstaltet werden sollte der Politische Aschermittwoch der Grünen vom Kreisverband in Biberach. Anja Reinalter vom Kreisvorstand sagte, eine heitere und ausgelassene Veranstaltung passe nach dem Ausfall der Fastnacht nicht in die aktuelle pandemische Lage. Auch eine digitale Veranstaltung hält die Partei für nicht angemessen.

Polizei löst Party in Oberndorf auf

9:55 Uhr

Beamte des Polizeireviers Oberndorf (Kreis Rottweil) haben gestern gegen 2 Uhr eine Party aufgelöst und sechs Personen angezeigt. Ein Zeuge hatte zuvor eine Ruhestörung gemeldet. In einem Haus trafen Polizisten sechs Feiernde im Alter von 20 bis 31 Jahren an. Eine Person sprang aus dem Fenster und flüchtete zunächst. Die Sechs zeigten sich alle uneinsichtig "und waren mit den Maßnahmen nicht einverstanden", so die Polizei.

Verbände fordern Corona-Soforthilfen für ärmere Menschen

9:35 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie fordern mehr als 30 Gewerkschaften und Verbände mehr Hilfe für Hartz-IV-Empfänger. Der Regelsatz müsse auf mindestens 600 Euro im Monat steigen, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf. Sonst könnten arme Menschen die in der Pandemie gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht bezahlen. Der Plan von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), einen Zuschuss für coronabedingte Zusatzbelastungen wie etwa Masken und Desinfektionsmittel auf den Weg zu bringen, gehe nicht weit genug, so die Verbände. Unterschrieben wurde der Aufruf unter anderem von der Gewerkschaft Verdi und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie vom Kinderschutzbund und dem Kulturrat. Die Partei DIE LINKE in Baden-Württemberg forderte kostenfreie FFP2 Masken für Haushalte mit geringem Einkommen.

Auch Luxusgüter werden vermehrt online gekauft

9:20 Uhr

Die Corona-Krise treibt den Onlineverkauf nach Einschätzung eines Experten auch bei Luxusprodukten an. In Asien sei die Bedeutung von Internethandel im Luxussegment schon vorher viel größer gewesen als im Westen, sagte der erste Luxus-Professor in Deutschland, Fernando Fastoso, von der Hochschule Pforzheim. "Die Zurückhaltung gegenüber Onlinekäufen im Luxusbereich ist nun viel kleiner geworden." Luxusgeschäfte in den Städten werden aus Fastosos Sicht aber immer eine große Rolle spielen, "denn eine erste Luxusuhr bestellt man mit Sicherheit nicht im Internet".

Ab heute gelten neue Corona-Regeln

8:55 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Corona-Regeln erneut angepasst. Grund ist vor allem die Angst, dass sich die mutierte Virus-Variante weiter ausbreitet. Deshalb gilt - vorerst bis zum 14. Februar - eine verschärfte Maskenpflicht: im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen, am Arbeitsplatz, in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen und bei Gottesdiensten müssen medizinische Masken getragen werden, also OP-Masken oder FFP2-Masken, Alltagsmasken aus Stoff sind dort nicht länger zulässig. Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen. Der Appell, nach Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, gilt weiterhin, eine Pflicht dazu gibt es allerdings nicht. Und eine gute Nachricht für Hundebesitzer: Sie dürfen ihre Vierbeiner wieder zum Hundefriseur und -salon bringen, allerdings nicht bei der Behandlung dabei sein.

Oxfam: Pandemie verschärft soziale Ungleichheit

8:20 Uhr

Die Corona-Pandemie droht die soziale Ungleichheit in der Welt zu verschärfen. Das steht in einem Bericht, den die Hilfsorganisation Oxfam kurz vor Beginn des Weltwirtschaftsforums "Davos Agenda" vorgestellt hat. Demnach konnten die tausend reichsten Menschen ihre Verluste in der Pandemie innerhalb von neun Monaten ausgleichen. Bis sich die Ärmsten von den wirtschaftlichen Folgen erholen, könne es mehr als ein Jahrzehnt dauern. Oxfam fordert deshalb, Ärmere stärker zu unterstützen und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten.

EU macht Druck auf Astrazeneca

8:14 Uhr

Wegen drohender Lieferengpässe beim schwedisch-britischen Corona-Impfstoff von Astrazeneca macht die EU jetzt Druck. "Wir erwarten, dass die von den Pharmaunternehmen bestätigten Verträge eingehalten werden", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel gestern dem französischen Sender Europe 1. Das Unternehmen soll einem zuständigen EU-Ausschuss heute einen detaillierten Lieferplan vorlegen. Zudem soll Astrazeneca erklären, wohin die seit Oktober produzierten Impfdosen geliefert worden sind. Damals hatte die EU-Kommission mit dem Unternehmen vereinbart, mit der Produktion zu beginnen. Erst jetzt berichtet Astrazeneca von Problemen in einer europäischen Produktionsstätte.

Braun: Britische Mutante wird dominante Form

8:08 Uhr

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) erwartet, dass sich die britische Mutation des Coronavirus auch in Deutschland durchsetzt. In der ARD-Sendung "Anne Will" sagte Braun, die Variante sei im Land angekommen und werde irgendwann die Führung übernehmen und Probleme machen. Deshalb müsse man nun Kurs halten und die Infektionszahlen sehr stark senken. Die Mutante hatte sich bisher vor allem in Großbritannien verbreitet - Experten sagen, sie sei leichter übertragbar.

Ravensburger Rotes Kreuz bietet Schnelltests an

8:03 Uhr

Der Kreisverband Ravensburg des Deutschen Roten Kreuzes bietet diese Woche wieder Corona-Schnelltests an. Nach einer einmaligen Aktion vor Weihnachten, die vom Sozialministerium unterstützt wurde, sei die Nachfrage nicht abgerissen, so das Rote Kreuz. Deshalb teste man nun in Eigenregie. 24 Menschen pro Stunde kann das Rote Kreuz in seiner Ravensburger Kreisgeschäftsstelle testen. Zum Einsatz kommen erneut Antigen-Schnelltests, bei denen man das Ergebnis in schriftlicher Form gleich mitnehmen kann. Der Test kostet 35 Euro, wer eine ganze Terminserie buche, etwa Firmen, erhalte einen Nachlass, heißt es.

VdK fordert Lastenausgleich

7:43 Uhr

Der Sozialverband VdK fordert einen Lastenausgleich für die Finanzierung der Mehrkosten in der Corona-Pandemie. Menschen, die über mehr als eine Million Euro Privatvermögen verfügten, müssten ein Prozent davon abgeben, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele im SWR. Mit dem Lastenausgleich sollten Einkommensschwache unterstützt werden, die sich FFP2-Schutzmasken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel nicht leisten könnten. "Also da geht es jetzt nicht um Betriebsvermögen. Der Omnibusunternehmer soll natürlich nicht seine Busse berechnet bekommen." Bentele verwies auf den sogenannten Lastenausgleich nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals sei der Betrag, den man abgeben musste, wenn man sehr viel Geld hatte, deutlich höher. Außerdem kritisierte die VdK-Präsidentin im SWR, dass die privaten Krankenversicherer nicht an den Kosten der Abgabe der FFP2-Masken beteiligt würden. Die Kosten würden vom Gesundheitsfonds der gesetzlichen Kassen vorgeschossen und später aus Bundesmitteln bezahlt, so Bentele.

Impfungen für Ältere mit Schwierigkeiten verbunden

6:47 Uhr

Viele Senioren im Land sehen sich derzeit auf dem Weg zu einer Corona-Impfung vor mehreren Hürden. Während Menschen über 80 Jahren in Alten- und Pflegeheimen von Impfteams aufgesucht werden, müssen sich die, die zu Hause leben, selbst um eine Impfung kümmern. Mit der Anmeldung über ein Onlineportal sind Ältere oft überfordert. Der Weg zum Impfzentrum bleibt für viele über 80-Jährige mit eingeschränkter Mobilität ein Problem. Auch eine mögliche Infektion bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln sorgt manche. Eine Kostenübernahme für eine Taxifahrt zum Impfzentrum und wieder nach Hause gibt es in Baden-Württemberg nicht. Für die Fahrt zum Impfzentrum ist aus Sicht der Landesregierung jeder selbst verantwortlich. In der Strategie der Landesregierung sind Impftermine zu Hause oder beim Hausarzt derzeit nicht vorgesehen.

Montag, 25. Januar 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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