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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 2. Januar 2021

Stand

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Skistöcke als Ladenhüter: Leki macht weniger Umsatz

21:35 Uhr

Skistock-Hersteller Leki aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) präsentiert jedes Jahr eine technische Neuentwicklung, in die viel Geld investiert wurde. Deshalb trifft die ausgefallene Skisaison das Unternehmen besonders hart.

Schnee satt - doch Lifte und Seilbahnen stehen still

21:05 Uhr

Für die Skiliftbetreiber in Baden-Württemberg ist das bitter: Nach all den warmen Wintern mit wenig oder gar keinem Schnee gäbe es in dieser Saison endlich welchen. Die Einschränkungen wegen der Pandemie machen ihnen aber auch dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung.

Spahn: Pflegeheimbewohner können im Januar geimpft werden

20:35 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat versprochen, dass noch in diesem Monat alle Bewohner von Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Es laufe genauso wie geplant, sagte er in der Sendung "RTL-Aktuell". Spahn wies erneut Kritik an der Impfstrategie der Bundesregierung zurück. Die Bundesländer hätten bis Jahresende 1,3 Millionen Dosen bekommen. Es würden genau die Mengen geliefert, die er seit Wochen angekündigt habe - mit dem Hinweis, dass es am Anfang knapp sein werde.

Bericht: Bundesländer uneinig über Dauer eines verlängerten Lockdowns

19:55 Uhr

Die Bundesländer sind sich einem Medienbericht zufolge zwar über die erwartete Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus einig - aber nicht über die Dauer. Die Chefs der Staatskanzleien hätten sich bei einer Telefonkonferenz am Samstagnachmittag nicht einigen können, ob die Verlängerung zunächst für zwei oder drei Wochen beschlossen werden sollte, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Teilnehmer. Baden-Württemberg sei neben Bayern, Sachsen und Thüringen für einen weiteren sogenannten Lockdown bis zum 31. Januar eingetreten. Bremen, Hamburg und Hessen hätten dazu geneigt, schon früher neu zu entscheiden. Ähnlich sei es beim Thema Schulen und Kindergärten gewesen: Stark betroffene Länder hätten sie weiter geschlossen halten wollen, weniger stark betroffene hätten Kindergärten und Schulen bis zur siebten Klasse ab dem 11. Januar wieder öffnen wollen. In höheren Klassen soll dann Wechsel- oder Distanzunterricht abgehalten werden.

Städte erwarten Einbußen bei Gewerbesteuer

18:25 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie erwartet der Deutsche Städtetag in diesem Jahr Einbußen bei der Gewerbesteuer von etwa sieben Milliarden Euro. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte dem Deutschlandfunk, die Prognose beruhe auf Geschäftsschließungen bis zum 10. Januar. Er forderte Bund und Länder auf, die Städte finanziell nicht im Regen stehen zu lassen.

Gemeldete Neuinfektionen sinken landesweit leicht

17:10 Uhr

Die Fälle der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sinkt tendenziell seit Weihnachten. Heute (Stand 14 Uhr) lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1.163 (gesamt: 243.892). Im Vergleich zum Samstag der Vorwoche waren das 422 Neuinfektionen weniger. Der Wert ist auch kleiner als an den Vortagen - das könnte aber unter anderem an weniger Tests und Daten-Übermittlungen rund um Silvester und Neujahr liegen. Weitere 31 Menschen sind laut Landesgesundheitsamt im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 4.924). In den Krankenhäusern werden aktuell 632 Menschen mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, davon mehr als die Hälfte beatmet. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 128,5 (gestern: 130,8). Der Landkreis Calw und die Stadtkreise Heilbronn und Pforzheim sind weiterhin über dem Grenzwert von 200. Die geringste Inzidenz hat Landkreis Heidenheim mit 81,3.

Lauterbach nennt Eisenmanns Präsenz-Forderung abwegig

14:40 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kritisiert. Deren Forderung, in den Schulen nach dem 10. Januar unabhängig von den Corona-Infektionszahlen wieder Präsenzunterricht anzubieten, bezeichnete er in einem SWR-Interview als abwegig. Sollte Unterricht wieder in den Schulen stattfinden, wäre die gesamte Arbeit der vergangenen Wochen umsonst gewesen, erklärte Lauterbach. Er richtete dabei auch den Blick auf Menschen, die auf Intensivstationen arbeiten oder aktuell gegen eine Covid-19-Erkrankung kämpfen. Denen könne man eine solche Haltung nicht vermitteln. Lauterbach schlug hingegen vor, den Präsenzunterricht ab der Mittelstufe für längere Zeit auszusetzen. Zur Not müssten dafür die Sommerferien verkürzt werden.

OBs und Landräte: Zuversicht und neue Herausorderungen

13:41 Uhr

In ihren Neujahrsgrüßen gehen Oberbürgermeister und Landräte von Schwäbisch Gmünd bis Biberach auf die Corona-Pandemie ein. Teils jedoch geht der Blick über die Zeit der Pandemie hinaus.

Kindersegen in der Region Bodensee-Oberschwaben

13:18 Uhr

Der Oberschwabenklinik-Verbund OSK meldete Geburtenrekorde im Corona-Jahr. Auch in der Neujahrsnacht sind in den Kliniken der Region Bodensee-Oberschwaben mehrere Babys zur Welt gekommen.

Patientenschützer: Nur Lockdown reicht nicht

12:51 Uhr

Aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz reicht eine Verlängerung des Lockdowns alleine nicht aus, um die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten deutlich zu senken. "Solange der Impfstoff praktisch nicht da ist, braucht es tägliche Schnelltests und laborgestützte PCR-Tests in der Altenpflege zweimal die Woche", sagte Vorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur KNA: "Die Abrechnungsdaten zeigen, dass nicht mal vierzehntäglich Pflegebedürftige, Angehörige und Mitarbeiter getestet werden. So kann das Virus nicht gestoppt werden." Brysch erklärte weiter, es werde "ein böses Erwachen geben, wenn die Meldesysteme der Gesundheitsämter in der kommenden Wochen wieder verlässlich die Zahlen der Neuinfizierten und Toten melden". Wegen der vielen Feiertage befinde man sich hier momentan "teilweise im Blindflug. Wann endlich erkennen Bund und Länder, dass der Lockdown allein zu wenig bringt."

Beratungsstellen wegen Pandemie alarmiert

11:58 Uhr

Die Suchtberatungsstellen in Südbaden sind aufgrund der Corona-Pandemie höchst alarmiert. Die vielen Einschränkungen und die Folgeschäden stürzten viele Menschen in eine Alkoholabhängigkeit und erhöhten das Risiko für Rückfälle, erklärt die Lörracher Suchtberaterin Kerstin Debbisch. Viele Probleme - wie finanzielle Sorgen oder Ärger in der Familie - würden durch Corona verschärft. Häufig griffen Menschen dann zum Alkohol, um abzuschalten. Hinzu kommt, dass derzeit wegen der Kontaktbeschränkungen keine Selbsthilfegruppen stattfinden - sonst wichtige Stützen für Alkoholabhängige. Genaue Zahlen über den Alkoholkonsum in der Corona-Zeit liegen aktuell noch nicht vor. Viele Suchtberatungsstellen sind trotz der Einschränkungen erreichbar.

Schwarzwald durch Outdoor-Boom überrannt

11:50 Uhr

Viele Freizeit-Optionen blieben 2020 angesichts der zahlreichen Corona-Beschränkungen nicht. Da verwundert es kaum, dass es die Menschen vermehrt in die Natur verschlagen hat. Allein im Nationalpark Schwarzwald seien im Zeitraum April bis Juni 2020 rund 100.000 Gäste mehr unterwegs gewesen als im Vorjahreszeitraum, so die Parkverwaltung. Das sei ein Plus von knapp 50 Prozent. Zuletzt strömten auch über Weihnachten zahlreiche Menschen in den Schwarzwald.

Ärztevertreter für Verlängerung des Lockdowns

11:40 Uhr

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am kommenden Dienstag, dass die einheitlichen Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben), in den Klinken seien die Belastungen durch die Behandlung von Covid-19-Patienten während der Feiertage gestiegen. Die Kliniken hätten keine Atempause. "Das Gesundheitssystem braucht dringend eine Entlastung, die nur durch eine Verlängerung der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu erreichen ist. Anders werden wir die Lage nicht in den Griff bekommen", so Johna.

Lauterbach hält Öffnung von Grundschulen und Kitas für möglich

9:15 Uhr

Kitas und Grundschulen könnten nach Ansicht von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Mitte Januar wieder öffnen. Das hat der Bundestagsabgeordnete der "Rheinischen Post" gesagt. Er könne sich vorstellen, dass eine Öffnung zu dem Zeitpunkt epidemiologisch vertretbar wäre. Lauterbach nennt dafür aber auch eine Voraussetzung: Alle andere Klassenstufen, also die älteren Schüler, müssten weiter von zu Hause aus lernen, oder alternativ die Klassen geteilt werden und mindestens immer eine Hälfte auf Präsenzunterricht verzichten. Alle Schulen sollten nicht aufmachen, denn dann, so Lauterbach, laufe man Gefahr, trotz sonstigem Lockdown den angestrebten Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche nicht zu erreichen. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Die 50er-Marke ist die von Bund und Ländern vereinbarte Zielmarke. Darunter gilt die Pandemie als beherrschbar. Wie es mit den Schulen weitergehen soll, wollen die Kultusministerinnen und -minister am Montag beraten.

Samstag, 2. Januar 2021

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Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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