Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 19. Oktober 2020

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Drosten und Kollegen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

21:50 Uhr

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. "Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann. Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen, schreiben die Virologen.

Grippeimpfstoff kommt nicht bei allen an

21:25 Uhr

Alles wartet auf den Impfstoff gegen Corona. Aber damit niemand mit zwei schweren Krankheiten kämpfen muss, sollten sich noch mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als sonst. Doch es gibt ein großes Problem.

Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Intensivpatienten vor

20:45 Uhr

Noch sind die Kliniken in Baden-Württemberg gut aufgestellt in Sachen Intensivbetten, und auch an Isolationsbetten mangelt es derzeit nicht. Doch die Lage kann sich schnell ändern. Ein Problem ist der Personalmangel - auch bei den Neckar-Odenwald-Kliniken.

Dortmunder Polizei ermittelt gegen Sinsheimer Versammlungsleiter

20:06 Uhr

Nach Verstößen gegen Demonstrationsauflagen ermittelt die Dortmunder Polizei gegen einen 52-Jährigen aus Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis). Der Mann hatte am Montag eine Versammlung zum Thema Corona angemeldet, zu der laut Polizeimitteilung rund 500 Teilnehmer gekommen waren. Demnach trugen viele der Teilnehmer auf einem Parkplatz neben dem Stadion von Borussia Dortmund keine Mund-Nasen-Bedeckung. Der Pflicht, die Versammlungsauflagen vorzulesen, kam der Sinsheimer nur teilweise nach. Er selbst trug keine Maske und widersetzte sich der Anweisung der Beamten. Bevor die Polizei die Demonstration auflöste, kam der 52-Jährige diesem Schritt zuvor. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.

Erster Tag für Schüler mit Maskenpflicht im Unterricht

19:56 Uhr

In allen Schulen in Baden-Württemberg gilt ab der 5. Klasse die Maskenplicht jetzt auch im Unterricht. Für Lehrer und Schüler heißt das teilweise bis zu acht Stunden am Stück sprechen und atmen mit Mund-Nasen-Schutz.

Teilweise wieder mehr Vorratskäufe

19:53 Uhr

Kunden kaufen vereinzelt wieder verstärkt Hygieneartikel wie Toilettenpapier. Hamsterkäufe seien das aber nicht, sagt der Handelsverband Lebensmittel:

Keine Hamsterkäufe nötig Regal leer? Keine Panik!

In Supermärkten und bei Discountern kaufen Kunden verstärkt ein, vor allem Lebensmittel. Es besteht jedoch kein Grund, sich wie in Katastrophenfällen mit Vorräten einzudecken.  mehr...

Zweite Phase der Reutlinger Antikörperstudie angelaufen

19:44 Uhr

Bei der bundesweiten Corona-Antikörperstudie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung ist in Reutlingen die zweite Phase angelaufen. Bis zum 10. November würden nun noch einmal 3.000 Menschen darauf getestet, ob sich in ihrem Blut Antikörper gegen das Virus nachweisen lassen. Also, ob sie infiziert waren, womöglich ohne dass sie es bemerkt haben. Teilnehmer seien positive und grenzwertige Fälle aus der ersten Phase, sowie weitere zufällig ausgewählte Probanden, teilte der Landkreis mit. Die erste Phase war Ende Juli abgeschlossen worden. Zwischenergebnisse lägen noch nicht vor. Neben Reutlingen testet das Helmholtz-Zentrum früheren Angaben zufolge noch in acht weiteren Kommunen.

Land will Corona-Testkapazitäten aufstocken

19:32 Uhr

Die Landesregierung will einem Bericht zufolge die Corona-Testkapazitäten ausbauen. Das Vorhaben soll morgen im Kabinett beschlossen werden, wie "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" am Dienstag berichten. Das Landesgesundheitsamt und das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt sollten dadurch in die Lage versetzt werden, zusammen täglich 900 Proben zu analysieren. Das wäre laut Zeitungsbericht eine Verdopplung der bisherigen Kapazitäten. Dafür sollen demnach neue Geräte angeschafft und zusätzliche Stellen geschaffen werden. Mehr als 3,7 Millionen Euro seien dafür in diesem und im kommenden Haushaltsjahr zusätzlich vorgesehen. In der vorvergangenen Woche hatte es laut Bericht landesweit mehr als 144.000 Corona-Tests gegeben, die meisten davon in privaten Labors sowie in Universitätskliniken und Krankenhäusern.

Mehr Förderung für zusätzliche Schulbusse

19:25 Uhr

Um das Corona-Infektionsrisiko in Schulbussen zu senken, verstärkt Baden-Württemberg die Förderung für den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge. Statt wie bisher 80 übernimmt es künftig 95 Prozent der Kosten dafür. Darauf haben sich Verkehrsministerium und Landkreistag geeinigt. Auch die Voraussetzungen für die Förderung werden abgesenkt, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Bislang mussten in den regulären Bussen alle Sitzplätze und mehr als 40 Prozent der Stehplätze besetzt sein, damit es Geld vom Land für Zusatzbusse gibt. Künftig genügt es schon, wenn die Sitzplätze regelmäßig nicht ausreichen. Ausnahme: Sind im regulären Betrieb Niederflurbusse mit weniger Sitzplätzen im Einsatz, müssen zusätzlich auch 20 Prozent der Stehplätze belegt sein, bevor sich das Land an den Kosten beteiligt. Ziel des Ganzen ist, dass weniger Schüler in den einzelnen Bussen unterwegs sind. "Ich erwarte allerdings auch, dass die Schulanfangszeiten endlich stärker entzerrt werden", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Das würde die Situation noch deutlich stärker entspannen.

Kommunen wollen mehr Klarheit über Regeln

19:21 Uhr

Die Kommunen im Land halten einheitliche Maßnahmen im Kampf gegen die steigenden Infektionszahlen für sinnvoll, wünschen sich aber von der Landesregierung mehr Klarheit über die Details, sagte eine Sprecherin des baden-württembergischen Gemeindetags dem SWR. So gilt die Kontaktbeschränkung von maximal zehn Personen für Ansammlungen in der Öffentlichkeit nicht für den Sport. Laut Kultusministerium sind Training und Wettkampf auch in Sportarten wie Fußball oder Handball weiter erlaubt, die nur mit mehr als zehn Personen durchgeführt werden können.

Keine Ermittlungen der Bundesanwaltschaft nach Räpples Gewalt-Aufruf

18:25 Uhr

Wegen eines Aufrufs zum Umsturz bei einer Corona-Demonstration in Mainz flog der baden-württembergische AfD-Abgeordnete Stefan Räpple aus seiner Fraktion - Ermittlungen des Generalbundesanwalts drohen ihm aber nicht. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einleitung eines Verfahrens seien nicht gegeben, sagte ein Sprecher in Karlsruhe. Die Prüfung habe ergeben, dass "bislang keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte" für Straftaten im Kompetenzbereich der Bundesanwaltschaft vorlägen. Insbesondere ging es um Hochverrat. Räpple hatte am 26. September auf einer Demonstration mit dem Motto "Corona-Diktatur beenden" zum gewaltsamen Sturz der Bundesregierung aufgerufen. Er sagte: "Wir brauchen eine Masse auf der Straße und wir müssen die Regierung zuallererst stürzen. Und zwar mit Gewalt. Es geht nicht gewaltfrei."

Fußball-Junioren-Cup in Sindelfingen fällt aus

18:14 Uhr

Der für kommenden Januar geplante 31. Mercedes-Benz-Junior-Cup im Glaspalast in Sindelfingen (Kreis Böblingen) ist abgesagt worden. "Aufgrund der andauernden Covid-19-Pandemie war es uns dieses Jahr nicht möglich, verlässliche Planungen hinsichtlich der Umsetzbarkeit eines solchen Events im Januar 2021 zu treffen", teilte der Veranstalter des prestigeträchtigen Fußball-Nachwuchsturniers mit. Die vergangene Auflage gewannen die A-Junioren des 32-maligen österreichischen Meisters Rapid Wien.

Kfz-Verband: Motorradhändler trotz Corona zufrieden

18:05 Uhr

Entgegen vieler Befürchtungen sind die Motorradhändler in Baden-Württemberg nach Einschätzung des Kfz-Gewerbe-Verbandes bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Zwar seien die Mitte März verhängten massiven Beschränkungen genau in die Zeit gefallen, in denen üblicherweise die Saison beginnt und die meisten Motorräder verkauft würden - und entsprechend groß seien die Sorgen gewesen, teilte der Verband heute mit. Die Kunden seien aber direkt nach dem Ende des Lockdowns in die Läden zurückgekehrt. Nach drei Quartalen liege die Zahl der neu zugelassenen Motorräder und Kraftroller mit mehr als 28.100 nun sogar um fast 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hinzu kämen noch rund 66.200 Umschreibungen gebrauchter Zweiräder - ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres.

Minister kündigen verschärfte Quarantäne-Kontrollen an

17:58 Uhr

Im Kampf gegen das Coronavirus pochen Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) auf das Einhalten der Quarantänepflicht. Deshalb soll es am 21. und 22. Oktober verstärkte Überprüfungen geben, ob sich Betroffene auch wirklich in der Selbstisolation befinden, teilte das Gesundheitsministerium heute in Stuttgart mit. Die Prüfer werden bei Bedarf von der Ortspolizei begleitet, hieß es weiter. "Das Virus hat nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt", warnte Lucha. Strobl ergänzte, wer sich an die Hygieneregeln halte, Maske trage und Abstand halte, trage wesentlich dazu bei, die Seuche zu stoppen. Die rigorose Einhaltung der Quarantäneverpflichtungen sei eine der unabdingbaren Voraussetzungen dafür, dass die Gesellschaft das Coronavirus wieder eindämmen und zurückdrängen könne, erklärten die Minister.

OB-Wahl in Stuttgart - Kandidatenvorstellung findet statt

17:45 Uhr

Trotz stark steigender Corona-Zahlen in der Landeshauptstadt findet die Vorstellung der Kandidaten zur Wahl des Stuttgarter Oberbürgermeisters wie geplant statt. In der Hanns-Martin-Schleyer-Halle sind am Dienstagabend maximal 500 Menschen zugelassen, wie die Stadt heute mitteilte. Es gebe ein Hygienekonzept. Zudem gelte während der gesamten Veranstaltung eine Maskenpflicht. Die Corona-Verordnung des Landes erlaubt bei Veranstaltungen nur noch maximal 100 Teilnehmer. Die Kandidatenvorstellung ist nach Angaben der Stadt aber Teil der Grundversorgung mit politischen Informationen. Hierfür gebe es Ausnahmen. Ziel sei, dass sich möglichst viele Wähler vorab ein Bild von den 14 Kandidaten und deren Programmen machen können. Die Veranstaltung wird daher auch aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. 

Sozialminister verteidigt Ausrufung der Pandemiestufe 3

17:38 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung hat mit der dritten Pandemiestufe die Corona-Regeln verschärft. Flächendeckende Sperrstunden soll es derzeit aber nicht geben, so Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) im SWR-Interview. "Wir gängeln niemanden", sagte er. Es gehe um die Gesundheit aller.

Heilbronn übersteigt bei Sieben-Tage-Inzidenz die 100er Marke

17:11 Uhr

Die Stadt Heilbronn hat weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg und erreicht heute einen Wert von 104,3 (Stand 16 Uhr). Das geht aus den Zahlen des Landesgesundheitsamts hervor. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Der Wert liegt jetzt bei 47,5 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 46,3). Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 669 (gesamt: 60.708) gestiegen. Wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamts hervorgeht, sind zudem vier weitere Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Damit liegt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 1.936. Als genesen gelten insgesamt 48.815 Menschen im Land, das sind 271 mehr als am Vortag.

Nächstes Heimspiel von Waldhof Mannheim ohne Zuschauer

16:46 Uhr

Nach seinem ersten Saison-Sieg am vergangenen Samstag will Waldhof Mannheim gegen Hansa Rostock nachlegen. Auf Grund der ansteigenden Corona-Neuinfektionen in Mannheim müssen die Waldhofer allerdings auf ihre Fans verzichten. Laut Robert-Koch-Institut habe die Stadt einen Inzidenzwert 62,4 erreicht, weshalb in Absprache mit dem Gesundheitsamt die Zulassung von Zuschauern in dieser Partie untersagt wurde. Der Ticketverkauf sei laut Angaben des Clubs sofort gestoppt worden. Über die Rückabwicklung bereits gekaufter Karten wollen sie die Käufer zeitnah informieren.

Handwerksbetriebe wieder optimistisch

15:17 Uhr

Im Kreis Ulm blicken Handwerksbetriebe wieder mit Optimismus in die Zukunft. Die Zahl der Aufträge sei laut den Verantwortlichen im dritten Quartal angestiegen. Nur noch etwa zwölf Prozent der Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee würden mit Sorge in die Zukunft schauen, so die Handwerkskammer Ulm. Besonders gut laufe es im Baugewerbe und in Gesundheitsberufen.

Polizei macht Bistro wegen Verstößen dicht

15:03 Uhr

Die Polizei hat in Ludwigsburg ein Bistro geschlossen, weil dort massiv gegen die Corona-Verordnung verstoßen wurde. In der Nacht zum Sonntag hätten dort 30 Menschen "ausgelassen gefeiert", teilte das Polizeipräsidium heute mit. Die Ordnungshüter waren wegen einer Ruhestörung gerufen worden und sahen vor Ort einige Gäste, die ohne Maske in der Raummitte tanzten. Eine Kontrolle der Kontaktformulare hat den Angaben zufolge ergeben, dass sie nicht den Anforderungen entsprachen. Alle Gäste und der Wirt müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen.

DTM-Saisonfinale ohne Zuschauer

14:56 Uhr

Das Saisonfinale der DTM auf dem Hockenheimring (Rhein-Neckar-Kreis) wird ohne Zuschauer stattfinden. Grund ist die Corona-Pandemie. Der geplante Kartenverkauf für das Rennwochenende am 7. und 8. November ist gestoppt worden. Angesichts der extrem dynamischen Pandemie-Situation sei ein Saisonfinale trotz umfangreichen Hygienekonzepts nicht planbar, so die Geschäftsführung der Hockenheimring GmbH.

Finanzämter schließen wieder Servicezentren

14:28 Uhr

Wegen steigender Corona-Zahlen schließen die Finanzämter von Dienstag an erneut ihre Servicezentren für Besucher. Dies gelte laut Oberfinanzdirektion Karlsruhe bis auf Weiteres. In dringenden Fällen hätten die Bürger die Möglichkeit, Termine für Telefonberatungen zu vereinbaren. Auch Kontaktformulare, Erklärvideos und ein sogenannter Steuerchatbot stünden im Netz zur Verfügung. In besonderen Ausnahmefällen seien auch Termine im Finanzamt möglich. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat die Aufsicht über die 65 Finanzämter in Baden-Württemberg.

Warn-App funktioniert jetzt grenzüberschreitend - Ausnahme Frankreich

13:55 Uhr

Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. Frankreich allerdings ist aus technischen Gründen bei der Erweiterung der App nicht dabei. Am Mittag erschien wie angekündigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple. Damit können bei der Risiko-Ermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer Länder ermittelt werden. Mit dem Update tauschen im ersten Schritt die Apps aus Deutschland, Irland und Italien Warnungen aus. Weitere Staaten, darunter Dänemark, Lettland und Spanien, sollen kurze Zeit später folgen, Länder wie Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien voraussichtlich im November. Zum Jahresende könnten bis zu 16 nationale Apps miteinander gekoppelt sein.

Deutsch-französische Grenzübergänge ohne Kontrollen

13:55 Uhr

An den deutsch-französischen Grenzen gibt es zurzeit nur vereinzelt stichprobenartige Kontrollen. Heute früh lief der Verkehr an den Grenzübergängen bei Iffezheim, Wintersdorf und Plittersdorf (alle Kreis Rastatt) reibungslos. Berufspendler erklärten auf SWR-Nachfrage, dass es wenig Unterschiede zu Deutschland gäbe. Allerdings sind die Maßnahmen einheitlicher in Frankreich, so Passanten.

Ärztepräsident: "Nicht in einer Tour Angst machen"

13:50 Uhr

Nach dem jüngsten Appell von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Ärztepräsident Klaus Reinhardt davor gewarnt, die Bevölkerung zu verunsichern. Er wolle keine Entwarnung oder übertriebene Gelassenheit verbreiten. "Aber ich finde, man kann den Menschen nicht in einer Tour Angst machen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer im Deutschlandfunk. So könne eine Art von Abstumpfung entstehen. Teile der Bevölkerung könnten anfangen, die Warnungen nicht mehr ernst zu nehmen. Merkel hatte die Bürger in ihrer am Samstag ausgestrahlten, wöchentlichen Videobotschaft eindringlich um Mithilfe bei der Bekämpfung der Pandemie aufgerufen.

FDP kritisiert Landesregierung

13:45 Uhr

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat den Corona-Kurs der Landesregierung scharf kritisiert. So sei etwa sehr unklar, wann die verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum nun gelten solle, sagte er. Die Landesregierung müsse die Regeln konkretisieren, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. Außerdem kritisierte Rülke die verschärften Kontaktbeschränkungen. Es sei schwierig, den Menschen im Privatraum vorzuschreiben, wer sich wie treffen dürfe. Das könne auch gar nicht kontrolliert werden. Es sei sinnvoller, den Menschen zu empfehlen, ihre Kontakte zu reduzieren.

Söder: Länder sollen Corona-Kompetenzen abgeben

13:40 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht sich dafür stark, dass die Länder zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Kompetenzen auf den Bund übertragen. Dies solle über ein beschleunigtes Parlamentsverfahren im Infektionsschutzgesetz verankert werden. Er sei zwar ein überzeugter Föderalist, sagte Söder vor einer Videokonferenz des CSU-Parteivorstands. Aber der Föderalismus stoße zunehmen an seine Grenzen. Söder forderte außerdem eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen und in Schulen gelten. Außerdem am Arbeitsplatz, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Kritik aus Ulm an der Landesregierung

13:35 Uhr

Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) und der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold, kritisieren die Corona-Politik der baden-württembergischen Landesregierung. Die Vorgaben des Landes hätten eine äußerst begrenzte Halbwertszeit, hieß es. Die Stadt Ulm und der Alb-Donau-Kreis wollten eigentlich heute eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Dazu kam es nicht mehr, weil das Land gestern eine neue Corona-Verordnung beschlossen hat, die nun landesweit gilt.

Kritik am verkaufsoffenen Sonntag im Zollernalbkreis

13:30 Uhr

Der Handels- und Gewerbeverein von Balingen (Zollernalbkreis) hat gestern trotz stark steigender Coronafallzahlen einen verkaufsoffenen Sonntag in Balingen veranstaltet. Das sorgt für Kritik. "Aus heutiger Sicht würde ich den verkaufsoffenen Sonntag wohl absagen", so der HGV-Vorsitzende Bernd Flohr im Gespräch mit dem SWR. Flohr betonte, dass sich Kunden und Händler an die Hygienevorschriften gehalten hätten. Es habe auch keine Aktionen gegeben, die besonders viele Kunden zeitgleich in ein Geschäft gelockt hätten. Maximal halb so viele Besucher wie in den Vorjahren sind laut Flohr zum verkaufsoffenen Sonntag gekommen. Die Veranstaltung habe zudem nicht den gewünschten Umsatz für die Händler vor Ort gebracht.

Heilbronn derzeit Hotspot Nummer 1 im Land

12:15 Uhr

Nach den gestrigen Zahlen des Landesgesundheitsamts liegt der 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner für den Stadtkreis Heilbronn bei 80,6 und damit nur geringfügig niedriger als am Vortag. Der Landkreis Esslingen kommt demnach auf 80 Infizierte pro 100.000 Einwohner, die Landeshauptstadt Stuttgart auf 79,7. Die Stadt Heilbronn will nun ihre Allgemeinverfügung, die seit Freitag in Kraft ist, an die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg anpassen. Das bestätigte eine Sprecherin dem SWR. Mit der dritten Pandemiestufe, die seit Montag gilt, sollen weitere Beschränkungen in Kraft treten. So will das Land private Feiern auf zehn Personen begrenzen, egal ob sie in Privat- oder in angemieteten Räumen stattfinden.

Beherbergungsverbot nun vor Bundesverfassungsgericht

11:45 Uhr

Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe. Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, war zunächst nicht absehbar. Beherbergungsverbote gab und gibt es nicht bundesweit. Die Verwaltungsgerichte haben dazu unterschiedlich geurteilt. In Baden-Württemberg und Niedersachsen zum Beispiel wurden die Verbote inzwischen in Eilverfahren gekippt. In anderen Bundesländern halten die Landesregierungen von sich aus nicht mehr daran fest.

Tourismus erholt sich langsam

11:00 Uhr

Nach den Corona-Beschränkungen im Frühjahr hat sich der Tourismus in Baden-Württemberg während der Sommermonate erholt. In den südlichen Gebieten gab es im August sogar einen Zuwachs bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt mit. So verzeichnete das Gebiet Hegau ein Plus von mehr als sieben Prozent, die Region Bodensee einen Zuwachs um über ein Prozent. Schlechter sieht es in der Mitte und im Norden aus. Die Region Stuttgart hatte im August ein Minus von fast 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, das nördliche Baden-Württemberg lag um 29 Prozent niedriger, die Schwäbische Alb um gut 18 Prozent. Insgesamt verzeichnete das Land bei den Gästen im Juli ein Minus von fast 34 Prozent, im August von gut 22 Prozent. Bei den Übernachtungszahlen lagen die Werte im Juli um über 26 Prozent, im August um mehr als 16 Prozent hinter denen von 2019.

Ulmer Humboldt-Gymnasium wird geschlossen

9:45 Uhr

Das Humboldt-Gymnasium in der Ulmer Innenstadt wird geschlossen. Für die 800 Schüler bedeutet das mindestens bis zu den Herbstferien Fernunterricht, teilte die Schule auf ihrer Internetseite mit. Zuletzt waren zu viele Schüler und Lehrer in Quarantäne, nachdem ein Lehrer erkrankt war, der zu zahlreichen Kollegen und Schülern Kontakt hatte. In der Realschule in Krumbach im Kreis Günzburg sind ab heute zehn Klassen in Quarantäne - rund 250 Schüler. Grund ist der positive Corona-Test einer Lehrkraft, die in allen zehn Klassen unterrichtet hatte.

CDU-Parteitag doch nur virtuell?

9:30

Die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden könnte angesichts der rapide steigenden Corona-Infektionszahlen per Brief erfolgen. Dies gelte derzeit als realistische Variante, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Stimmen in Präsidium und Vorstand der Partei. Der bislang für Anfang Dezember in Stuttgart geplante Parteitag solle dann rein virtuell abgehalten werden. "Es ist politisch nicht zu vermitteln, dass wir uns zu einem Parteitag treffen, während der Rest des Landes zu Hause bleiben muss", so ein Mitglied des Parteipräsidiums. Auch werde es angesichts der steigenden Infektionszahlen in Deutschland insgesamt sowie in Stuttgart zunehmend schwieriger, "die 1001 Delegierten anreisen und zumindest eine Nacht übernachten zu lassen", hieß es weiter im Präsidium. Zuvor war bereits über eine Verlegung des Parteitags aus Stuttgart in eine andere Region Deutschlands diskutiert worden. CDU-Vorstand und -Präsidium wollen am 26. Oktober über das weitere Vorgehen beraten.

Polizei-Gewerkschaft regt Grenzkontrollen an

9:00 Uhr

Der baden-württembergische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, hält es für sinnvoll, wegen der Corona-Situation in den Nachbarstaaten die Grenzübergänge wieder stärker zu kontrollieren. Im SWR sagte Kusterer: "Stärkere Kontrollen an den Grenzen, Einreisebestimmungen überwachen. Nur so können wir vermeiden, dass wir da mehr ins Land bekommen, als wir möchten." Zudem beklagte Kusterer eine zu "lasche Verfahrensweise" in den vergangenen Monaten bei der Kontrolle von Corona-Auflagen. So sei die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr nicht streng genug kontrolliert worden.

Lebensmittel-Umsätze nicht gestiegen

8:00 Uhr

Der Run auf Supermärkte in der Corona-Krise hat die Umsätze mit Lebensmitteln nach Einschätzung des Herstellerverbands insgesamt nicht erhöht. "In der Summe haben wir nicht mehr umgesetzt unter Corona, weil wir das, was wir beim Endverbraucher gewonnen haben, in der Gemeinschaftsverpflegung verloren haben", sagte der Präsident des Lebensmittelverbands Deutschland, Philipp Hengstenberg, den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). Zudem seien durch die Virus-Pandemie die Kosten gestiegen: "Alle Betriebe mussten ihre Arbeitsprozesse umstellen, also zusätzliche Hygienemaßnahmen umsetzen, Schichten neu zusammenstellen oder teilweise auf Homeoffice setzen", so Hengstenberg.

Ab sofort telefonische Krankschreibung möglich

7:40 Uhr

Wer Erkältungsbeschwerden hat, kann sich ab heute wieder telefonisch krankmelden. Die Sonderregel gilt wegen der verschärften Corona-Lage bis zum Jahresende. Damit soll das Ansteckungsrisiko in Arztpraxen verringert werden.
Die telefonische Krankschreibung gibt es für maximal sieben Tage und kann einmal verlängert werden.

Corona-Hilfe für Thermal- und Mineralbäder in Sicht

6:56 Uhr

Für die durch die Corona-Pandemie existenzbedrohten Thermal- und Mineralbäder in Baden-Württemberg ist Hilfe in Sicht. Das auch für den Tourismus zuständige Justizministerium arbeitet gerade an einer Kabinettsvorlage für ein Hilfsprogramm. Mit 15 Millionen Euro sollen durch Corona verursachte Umsatzeinbußen von kommunalen Thermal- und Mineralbädern abgemildert werden, erläuterte ein Sprecher. Laut dem Heilbäderverband summieren sich die Einnahmeausfälle seit Krisenbeginn auf durchschnittlich 1,2 Millionen Euro pro Therme.

Pandemiestufe 3: Diese Maßnahmen gelten ab heute in BW

6:43 Uhr

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten ab heute in ganz Baden-Württemberg an nochmals strengere Regeln - und zwar unabhängig davon, ob die jeweilige Stadt oder der Landkreis die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreitet oder nicht. Landesweit muss in Fußgängerzonen, in öffentlichen Einrichtungen und überall dort im öffentlichen Raum, wo der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann, eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Auch die Anzahl der Teilnehmer bei Feiern ist weiter beschränkt worden. Bei privaten Zusammentreffen und Ansammlungen sind ab heute maxima zehn Personen oder zwei Hausstände erlaubt. Bei Veranstaltungen sollen künftig nur noch 100 Menschen erlaubt sein.

Montag, 19. Oktober 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

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