Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 20. August 2020

STAND

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Europa-Park setzt auf sein Schutzkonzept

21:05 Uhr

Nach dem am Mittwoch bekannt gewordenen Fall eines corona-infizierten Besuchers im Europa-Park Rust (Ortenaukreis) hält das Gesundheitsamt des Landkreises die Gefahr für sehr gering, dass weitere Gäste angesteckt worden sein könnten. Die Geschäftsführung des Parks will ähnliche Fälle unbedingt verhindern.

Immer mehr infizierte Reiserückkehrer

19:09 Uhr

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen, die auf Auslandsreisen zurückzuführen sind, rasant an. Binnen einer Woche hat sich ihr Anteil mehr als verdoppelt. Nach neuesten Zahlen des Landesgesundheitsamtes sind jetzt mehr als die Hälfte aller Corona-Fälle im Land auf Personen zurückzuführen, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Reiserückkehrer machen demnach 53 Prozent der Fälle aus, die in dieser und in der vorigen Woche bestätigt wurden. Vor einer Woche wurde der Wert noch mit 21 Prozent angegeben. Von den infizierten Reisenden wiederum kamen die meisten aus Kroatien und dem Kosovo zurück.

Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigen leicht

18:52 Uhr

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Vortag erneut angestiegen - allerdings nur leicht. Für den Donnerstag (Stand: 16 Uhr) vermeldete das Landesgesundheitsamt 266 neue Fälle. Am Mittwoch waren es 259 neue Infektionen gewesen. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 39.496. Etwa 35.734 Menschen sind offiziell wieder genesen. Aktiv infiziert sind 1.899 Menschen. Seit gestern kamen drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzu. Insgesamt sind nun 1.863 Menschen an und mit dem Virus in Baden-Württemberg verstorben. Der R-Wert der letzten sieben Tage liegt bei 1,38.

OB Palmer schreibt Brief an Kretschmann wegen verkaufsoffener Sonntage

18:00 Uhr

In der Diskussion um zusätzliche verkaufsoffene Sonntage in Baden-Württemberg hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) jetzt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) um Hilfe gebeten. Die wirtschaftliche Situation von Einzelhandel und Gastronomie sei trotz staatlicher Hilfen stark angespannt, so Tübingens OB in einem Brief. Um den Einzelhändlern in der Corona-Krise zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, bittet Palmer seinen Parteifreund, den Anlassbezug für verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr außer Kraft zu setzen. Das Gesetz sieht für Ladenöffnungen an Sonntagen bestimmte Anlässe vor wie Feste oder Märkte, die wegen Corona aber derzeit ausfallen. Im Staatsministerium ist das Schreiben nach Angaben eines Regierungssprechers noch nicht angekommen. Eine Änderung des Landesgesetzes stehe derzeit allerdings nicht auf der Tagesordnung, sagte er dem SWR.

Ministerium: Corona-Tests werden stellenweise knapp

16:55 Uhr

Die Tests auf das Coronavirus werden in Baden-Württemberg derzeit offenbar stark nachgefragt: "Wir stoßen an unsere Grenzen", sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KV), Kai Sonntag, in Stuttgart. Das Sozialministerium bestätigte den Trend. So meldeten Labore, dass die Kapazitäten stellenweise knapp würden. Zuvor hatten "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Tausende Reiserückkehrer, aber auch Lehrer und Erzieher können sich gratis auf Corona testen lassen. Während in den ersten Monaten der Pandemie hauptsächlich Menschen getestet wurden, die Symptome zeigten, werde nun quasi vorsichtshalber getestet, heißt es bei der KV. Neue Testzentren sind unter anderem am Stuttgarter Flughafen und am Stuttgarter Hauptbahnhof entstanden, weitere sollen folgen. Noch vergangene Woche lag die Zahl der wöchentlichen Corona-Tests laut Sozialministerium bei rund 78.000. Insgesamt gebe es derzeit eine Kapazität von rund 150.000 Tests pro Woche.

Analyse: Warum gibt es immer mehr positive Fälle?

16:29 Uhr

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten wie Kroatien, der Türkei oder Kosovo bringen das Virus vermehrt nach Baden-Württemberg. Doch Urlauber sind nicht die einzige Erklärung für die steigenden Fallzahlen im Land. SWR Wissen hat das Infektionsgeschehen der letzten Wochen analysiert.

Corona-Pandemie Diese Rolle spielen Reiserückkehrer bei der Ansteckung mit Corona

Derzeit kehren viele Menschen aus ihrem Urlaub zurück. Als "Souvenir" bringen sie möglicherweise auch das neue Coronavirus mit ins Land. Wie groß ist die Gefahr wirklich?  mehr...

Immer mehr Verfahren wegen Soforthilfe-Betrug

16:02 Uhr

Die Staatsanwaltschaften in Baden-Württemberg haben nach SWR-Informationen bis Mitte August 297 Ermittlungsverfahren wegen unrechtmäßig beantragter Corona-Soforthilfen eingeleitet. Meist seien bei den Anträgen falsche Angaben gemacht worden, um an die Auszahlung der Soforthilfen von bis zu 30.000 Euro zu kommen, hieß es. In einigen Fällen beantragten Betrüger auch im Namen eines tatsächlich existierenden Unternehmens ohne dessen Wissen Gelder.

Länder prüfen einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer

14:56 Uhr

Die Länder wollen angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen prüfen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Entscheidungen könnten bei einem erneuten Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffen werden. Wann diese Beratungen genau stattfinden sollen ist aber noch unklar. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte die Bundesländer am Mittwoch aufgefordert, einheitliche Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht einzuführen. Weil immer wieder einzelne Kunden Masken ablehnen, haben erste Länder Bußgelder verhängt - auch Baden-Württemberg. Wer hierzulande ohne Maske Bus oder Bahn fährt, riskiert ein Bußgeld zwischen 100 und 250 Euro.

EU will sich möglichen Corona-Impfstoff von Curevac sichern

12:52 Uhr

Die EU will sich den potenziellen Corona-Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens Curevac sichern. Dabei gehe es um den Kauf von zunächst 225 Millionen Impfstoffdosen, teilte die Kommission mit. Sie hatte am Donnerstag Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen abgeschlossen. Der Vertrag würde es allen EU-Mitgliedstaaten erlauben, den Impfstoff zu kaufen sowie diesen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden oder in andere europäische Länder zu senden.

Auswärtiges Amt ruft Reisewarnung für Risikogebiete Kroatiens aus

12:23 Uhr

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für mehrere Küstenregionen Kroatiens als Corona-Risikogebiete ausgerufen. Betroffen sind die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien und damit ein großer Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste Kroatiens. Zuvor hatte das Robert Koch-Institut (RKI) die beiden Regionen zum Risikogebiet erklärt. Der als Party-Hochburg bekannte Ort Novalja auf der Insel Pag liegt nicht im festgelegten Risikogebiet. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus besteht. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen Reiserückkehrer sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich bereits am Dienstag für eine Einstufung Kroatiens zum Risikogebiet ausgesprochen.

Luxemburg nicht mehr Risikogebiet

12:16 Uhr

Luxemburg gilt seit heute nicht mehr als Risikogebiet. Das teilte das Robert-Koch-Institut auf seiner Website mit. Luxemburg war Mitte Juli zum Risikogebiet erklärt worden, da die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Bevölkerung tagelang überschritten worden war.

Corona-Situation belastet junge Menschen stark

11:44 Uhr

Junge Menschen haben wegen der Corona-Pandemie große Zukunftssorgen. Das zeigt eine Studie des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. So gab mehr als die Hälfte der Befragten 16- bis 25-Jährigen an, dass sie die derzeitige Situation belastet. 38 Prozent nehmen die Pandemie sogar als mittel bis schwer belastend wahr, so das ZI. Ausschlaggebend für den Grad der Belastung seien der Umgang miteinander und die Auswirkungen der Isolation.

Mobile Corona-Teststation für alle Vollzugsbedienstete

11:28 Uhr

Das Gefängnispersonal im ganzen Land kann sich von nun an dank einer mobilen Corona-Teststation freiwillig testen lassen. Eine fast zweimonatige Testphase mündet damit in den Regelbetrieb. "Das mobile Labor hat seinen ersten Praxistest erfolgreich bestanden", sagte Justizminister Guido Wolf (CDU) in Stuttgart. Alle 242 auf freiwilliger Basis getesteten Mitarbeiter der Pilot-Justizvollzugsanstalten in Mannheim und Bruchsal seien nicht infiziert gewesen. Die Teststation auf einem 40-Tonnen-Sattelschlepper startet nun eine Tour zu allen 17 Anstalten im Land - beginnend mit der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim. Die freiwilligen Abstriche sollen laut Ministerium verhindern, dass Bedienstete das Virus in die Anstalten hineintragen. Die Ergebnisse werden noch am Tag der Abnahme übermittelt. Pro Tag sind mehrere Hundert Tests möglich.

Boehringer Ingelheim will Corona-Medikament mitentwickeln

10:02 Uhr

Gemeinsam mit 37 Partnern will der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim ein Medikament gegen Covid-19 entwickeln. Beteiligt sind auch Forscher vom Standort in Biberach. Neben Boehringer Ingelheim beteiligen sich weitere große Pharmaunternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute. Die meisten von ihnen stammen aus Europa, aber auch aus den USA und China. Die EU unterstützt das Projekt, das auf fünf Jahre angelegt ist, mit sieben Millionen Euro.

Bundesweit höchster Wert an Neuinfektionen seit April

7:33 Uhr

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1.707 auf 228.621 gestiegen. Höher lag die Zahl zuletzt am 26. April mit 1.737 registrierten Neuinfektionen. Bereits gestern kletterten die Corona-Zahlen bundesweit auf 1.510 neue Fälle, so hoch waren sie zuletzt im Mai. Auch in Baden-Würrtemberg stiegen gestern die Fälle im Vergleich zum Vortag weiter an. Für den Mittwoch (Stand: 16 Uhr) vermeldete das Landesgesundheitsamt 259 neue Fälle. Am Dienstag waren es 228 neue Infektionen. Damit haben sich in Baden-Württemberg insgesamt 39.230 Menschen mit dem Virus infiziert.

Verband warnt: Einmalhandschuhe in der Pflege werden knapp

6:30 Uhr

Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt vor einem Engpass bei Einmalhandschuhen für Pflegekräfte in Senioren- und Behindertenheimen. "Es ist extrem schwierig, die Handschuhe zu bekommen und wenn man welche ordern kann, dann nur zum zehnfachen Preis", sagte Ursel Wolfgramm, Landeschefin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Stuttgart. Land und Bund seien wie bei den Schutzmasken in der Pflicht, eigene Bezugsquellen aufzutun. Eine Pflegekraft verbrauche am Tag etwa 30 Paar Handschuhe. "Da droht ein größeres Problem als bei den Schutzmasken."

Eisenmann: Auch im neuen Schuljahr keine Präsenzpflicht

6:20 Uhr

Schüler, die in Baden-Württemberg wegen der Corona-Pandemie nicht in die Schule gehen wollen, dürfen auch im neuen Schuljahr ausschließlich zu Hause lernen. "Wir hatten zuletzt keine Präsenzpflicht für die Schülerinnen und Schüler. Stand heute haben wir das auch nicht für das kommende Schuljahr vorgesehen", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Donnerstag). "Die Schulpflicht gilt aber!" Wer nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könne, der müsse zu Hause den Unterrichtsstoff lernen und Aufgaben erledigen. Laut Kultusministerium lag vor den Sommerferien der Anteil der Schüler, die dem Unterricht fernblieben, weil sie selbst ein erhöhtes Risiko für einen besonders schlimmen oder tödlichen Verlauf einer Corona-Infektion haben oder in einem Haushalt mit einer gefährdeten Person leben, unter einem Prozent. Bei Lehrerinnen und Lehrern, die sich vom Präsenzunterricht befreien lassen wollen, gilt nach wie vor eine Attestpflicht.

Donnerstag, 20. August 2020

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