STAND

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Keine aktuellen Fallzahlen über das Wochenende

19:57 Uhr

In den vergangenen Monaten hatte das Landessozialministerium täglich über die aktuellen Infiziertenzahlen in Baden-Württemberg berichtet. Aufgrund eines Beschlusses der Lenkungsgruppe "SARS-CoV-2 (Coronavirus)" vom Mittwoch werden tageskatuelle Fallzahlen durch das Ministerium künftig nur noch werktags von Montag bis Freitag erfolgen. Zuletzt hatte die Zahl der derzeit offiziell infizierten Personen mit dem Coronavirus bei geschätzt 527 gelegen.

Folgen der Pandemie: Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen gestiegen

18:46 Uhr

Das Coronavirus geht den Verbrauchern an den Geldbeutel. Viele Lebensmittel haben sich seit Beginn der Pandemie verteuert. Auch der Besuch im Restaurant oder im Friseur ist oftmals aufgrund zahlreicher Corona-Aufschläge teurer geworden.

Geringe Resonanz auf Grundrechtedemo in Ulm

18:22 Uhr

Für die Grundrechte und gegen Corona-Beschränkungen haben in Ulm mehrere Hundert Menschen demonstriert. Rund 5.000 Menschen wurden zu der Demonstration erwartet, gekommen sind aber nicht mal 1.000.

Innenminister begrüßt Ende der Grenzkontrollen

17:11 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat den bevorstehenden Wegfall der Kontrollen an den Grenzen Baden-Württembergs zu Frankreich und der Schweiz begrüßt. "Ab Montag sind die Grenzen wieder offen und Familien, Partner, Freunde und Nachbarn können sich nun wieder sehen - ohne regelmäßige Kontrollen, ohne Quarantäne-Vorschriften, ohne triftigen oder sonstigen Einreisegrund, wann immer, wo auch immer und so oft sie wollen", so Strobl. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums hatte zuvor angekündigt, dass die coronabedingten Kontrollen der deutschen Grenzen um Mitternacht in der Nacht auf Montag enden sollen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe ihm versichert, dass seitens der Bundespolizei "synchron" mit Frankreich und der Schweiz vorgegangen werde, hieß es von Strobl weiter. Das bedeute, dass die Kontrollen gleichzeitig wegfallen, sowohl auf deutscher als auch auf französischer und schweizerischer Seite. Zuvor war es zu einigen Irritation über das Vorgehen der Länder gekommen.

Kostenlose Corona-Tests an Tübinger Schule geplant

16:37 Uhr

Die Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen will ihren Schülern und Lehrern kostenlose Corona-Tests anbieten. Nach Angaben des Schulleiters bietet ein Biotechnologie-Unternehmen aus Rostock kostenlose Tests per Abstrich an. Das Unternehmen wolle die Ergebnisse für eine Studie nutzen. Derzeit mache es aber keinen Sinn, Schüler und Lehrer zu testen, da es kaum Neuinfektionen im Landkreis gebe und deshalb kaum mit positiven Testergebnissen zu rechnen sei. Möglicherweise sei nach den Sommerferien ein besserer Zeitpunkt. Durch kühleres Wetter und Reise-Rückkehrer könnten die Corona-Zahlen wieder steigen. An den Testergebnissen sind nach Angaben des Schulleiters auch das Gesundheitsamt und die Tübinger Uniklinik interessiert.

Hunderte Menschen bei Tübinger Demo für mehr Pflegepersonal

15:44 Uhr

In Tübingen haben in Zeiten des Coronavirus am Samstag rund 250 Menschen für eine Reform des Gesundheitssystems demonstriert. Es brauche mehr Pflegepersonal und dieses müsse besser bezahlt werden, so Mitinitiatorin Birgit Peter. Das gelte nicht nur für Pflegekräfte, sondern beispielsweise auch für Reinigungspersonal. Zur Demo aufgerufen hatte die Initiative "Klatschen ist gut, Krach schlagen ist besser". Unter den Demonstrierenden waren Klinikmitarbeitende, Studierende und Gewerkschafter. Eine ihrer zentralen Forderungen war, die Fallpauschalen in Krankenhäusern abzuschaffen, also die Bezahlung der Krankenhäuser pro Behandlungsfall. Damit würden Krankheiten zur Ware gemacht, so Peter. Gesundheit dürfe aber nicht kommerzialisiert werden.

Demonstrierende mit Schildern in Tübingen (Foto: SWR)
Die Initiative "Klatschen ist gut, Krach schlagen ist besser" hatte in Tübingen zu der Demo aufgerufen.

Theurer: Konjunkturpaket soll nachgebessert werden

12:31 Uhr

Die FDP knüpft ihre Zustimmung zum Konjunkturpaket der Bundesregierung an Bedingungen. Das erklärte FDP-Bundestags-Fraktionsvize Michael Theurer im SWR Interview der Woche. Konkret nannte Theurer, der auch Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, weniger Bürokratie sowie niedrigere Einkommens- und Körperschaftssteuern. Wenn die FDP da einiges umsetzen könne, könne er sich die Zustimmung der Liberalen zum Konjunkturpaket durchaus vorstellen.

Kurzarbeit bei Audi in Neckarsulm bis mindestens Ende Juni

9:47 Uhr

In den Audi-Produktionswerken Neckarsulm (Kreis Heilbronn) und im bayerischen Ingolstadt wird es noch bis Ende Juni Kurzarbeit geben. Allerdings sinke seit Ende April die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Audi-Beschäftigten kontinuierlich, teilte eine Sprecherin mit. Ob weiter verlängert wird, lässt das Automobilunternehmen offen. An beiden Standorten sind insgesamt noch etwas über 5.000 Beschäftigte betroffen, davon rund 1.850 in Neckarsulm.

Auswärtiges Amt verschickt bald Rechnungen

9:08 Uhr

Das Auswärtige Amt hat angekündigt, in Kürze Rechnungen für die Corona-Rückholaktion zu verschicken. Sie gehen an Reisende, die mit extra gecharterten Flugzeugen nach Deutschland gebracht wurden und dafür bislang noch nichts bezahlen mussten. Konkrete Summen nannte das Ministerium nicht. Die Höhe sollte sich aber an vergleichbaren Durchschnittspreisen für ein Economy-Ticket und den Kosten ähnlicher Rückholaktionen anderer EU-Länder orientieren.

IG Metall befürchtet Insolvenzwelle

7:10 Uhr

Die IG Metall warnt wegen der Corona-Krise vor einer Insolvenzwelle in Deutschland. Gerade bei den Zulieferern in der Automobilindustrie sei die Gefahr von Pleiten stark gestiegen, sagte Gewerkschafts-Chef Jörg Hofmann dem "Tagesspiegel". Mehr als 80.000 Beschäftigte in 270 Betrieben seien in hoher oder akuter Insolvenzgefahr. Sollte das Konjunkturpaket nicht wirken, seien im Herbst weitere Milliardenhilfen nötig.

Stuttgarter Flughafen fährt Betrieb wieder hoch - mit etlichen Änderungen

6:55 Uhr

Von nächster Woche an fällt für viele europäische Länder die Reisewarnung der Bundesregierung weg - entsprechend werden wieder vermehrt Flieger von Stuttgart aus ins Ausland starten. Am Flughafen werden die Reisenden dabei etliche Änderungen erleben. Damit die Corona-Abstandsregelungen eingehalten werden können, soll nach Angaben des Airports unter anderem nur jeder zweite Check-in-Schalter besetzt sein. Auch Plexiglasscheiben wurden aus Sicherheitsgründen angebracht und Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Zudem gilt am Flughafen überall Maskenpflicht. Man sei vorbereitet, versichert ein Flughafensprecher. Die Bundespolizei bittet Fluggäste, in jedem Fall etwas mehr Zeit mitzubringen und frühzeitig beim Check-in-Schalter zu sein. Sie ist für die Sicherheitskontrolle zuständig.

Samstag, 13.6.2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

STAND
AUTOR/IN