Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Mittwoch, 10. Juni 2020

STAND

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Kitas in Baden-Württemberg stehen vor großen Herausforderungen

21:35 Uhr

Wegen des Coronavirus dürfen aktuell nur knapp die Hälfte der Kinder in Baden-Württemberg in die Kitas und Kindergärten. Spätestens Ende Juni sollen sie wieder vollständig öffnen.

Corona-Warn-App mit Heidelberger Hilfe kurz vor dem Start

21:31 Uhr

In wenigen Tagen soll sie auf dem Markt sein: Die neue Corona-Warn-App für das Smartphone. An der App haben Programmierer und Tüftler aus ganz Deutschland mitgearbeitet. Auch Software-Entwickler SAP aus Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) und SAP-Masterstudent Robert Jacobs aus Heidelberg waren beteiligt.

Corona-Kinder-Studie aus BW: Rätselraten um Ergebnisse

21:29 Uhr

Die Landesregierung öffnet Kitas und Grundschulen aufgrund von Zwischenergebnissen der baden-württembergischen Kinder-Studie. Doch weder Presse noch Opposition liegen diese Ergebnisse vor.

Reinhart kündigt "Systemwechsel" bei Corona-Verordnung an

20:30 Uhr

Wolfgang Reinhart, Fraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, hat angekündigt, dass es in den Corona-Verordnungen ab 1. Juli einen "Systemwechsel" geben soll. "Bisher war alles verboten, und nur das, was erlaubt war, war dann in der Verordnung realisiert. In Zukunft wird alles erlaubt sein und dann nur noch die wenigen Tatbestände, die verboten sind, dargestellt werden“, so Reinhart im SWR. Das sei eine Absprache im Koalitionsausschuss und gleichzeitig eine Forderung der CDU-Fraktion. Das Kabinett werde diese Änderung am 23. Juni verabschieden.

"Brenners Parkhotel" öffnet wieder

19:53 Uhr

Fast drei Monate hatte es wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Nun ist das Luxusdomizil "Brenners Parkhotel" in Baden-Baden wieder geöffnet. Die ersten Gäste kamen bereits am Morgen und mussten sich auf so manche Veränderung einstellen.

Noch 586 Infizierte in Baden-Württemberg

18:48 Uhr

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.004 gestiegen. Das gab das Gesundheitsministerium am Abend bekannt. 32.617 Personen sind bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 586 Menschen im Land mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Am Tag zuvor waren es noch 626. Die Reproduktionszahl R liegt in Baden-Württemberg laut Robert-Koch-Institut bei 0,81. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Insgesamt gibt es 1.801 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

RKI schließt Befragung in Kupferzell ab

18:10 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Erhebungen bei der Corona-Studie in Kupferzell (Hohenlohekreis) abgeschlossen. Die Forscher wollten vor allem herausfinden, wie hoch die Dunkelziffer bei Infektionen sei und wie viele Menschen erkrankt waren, ohne Symptome zu zeigen. Mehr als 2.000 Kupferzeller nahmen an der Studie teil. Innerhalb der nächsten drei Wochen sollen die Daten gesichtet und bewertet werden. Wie weitere Orte in Deutschland wurde Kupferzell ausgewählt, weil es dort verhältnismäßig viele Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus gab.

Dehoga begrüßt Zehn-Personen-Regel

17:22 Uhr

Der Gastronomie-Branchenverband Dehoga begrüßt die Lockerung der Corona-Verordnung in Baden-Württemberg. Dadurch kann man ab sofort auch zu zehnt eine Gaststätte besuchen, selbst wenn alle Beteiligten aus unterschiedlichen Haushalten kommen. Die Gastronomen erhoffen sich durch die Lockerung wieder bessere Umsätze. Bisher konnten lediglich Menschen aus zwei Haushalten oder Familien gemeinsam ohne Mindestabstand an einem Tisch sitzen. Nun seien gesellige Runden wieder erlaubt, teilte der Verband am Mittwoch in Stuttgart mit.

Meiste Fronleichnamsprozessionen in Baden-Württemberg fallen aus

15:25 Uhr

Trotz weiter rückläufiger Corona-Fallzahlen und zunehmenden Lockerungen werden die meisten katholischen Kirchengemeinden in Baden-Württemberg in diesem Jahr auf die traditionellen Fronleichnamsprozessionen verzichten. Ein Überblick:

Forderung nach Kaufprämie für Verbrenner bleibt bestehen

14:47 Uhr

Regionale Vertreter von Metall-Arbeitgebern und -Arbeitnehmern sprechen sich gemeinsam für eine Autokauf-Prämie für moderne Benziner und Diesel aus. Jörg Ernstberger vom Arbeitgeber-Verband Südwestmetall in Heilbronn und Michael Unser von der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) Heilbronn-Neckarsulm sind sich einig, was das Konjunkturpaket der Bundesregierung betrifft. Beide fordern eine Nachbesserung für die traditionelle Autoindustrie, die bislang noch abhängig vom Verkauf von Benzin- und Dieselautos ist. 90 Prozent der Arbeitsplätze im Automobil- und Automobilzulieferbereich in der Region seien abhängig vom konventionellen Antrieb, so Ernstberger. Von daher sei es wichtig, dass man diese Prämiendiskussion auch auf die Verbrenner ausweiten müsste.

Regierung gerät wegen Kommunikation der Lockerungen in die Kritik

13:31 Uhr

Eine wichtige Regelung, wie viele Menschen sich in Baden-Württemberg ab sofort wieder in der Öffentlichkeit treffen dürfen, ist fast geräuschlos in Kraft getreten. Im Land dürfen sich nämlich nicht mehr nur zwei, sondern bis zu zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen. Die Vorgehensweise irritiert Opposition und Polizei. Der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft in Baden-Württemberg, Ralf Kusterer, sagte, die Informationspolitik der Landesregierung sei mit jeder Lockerung schlechter geworden. Bürger wüssten oft gar nicht mehr, was sie dürften und was nicht. Die grün-schwarze Koalition selbst verteidigt sich gegen die Kritik.

Landesregierung berät erst nach der Sommerpause über Nachtragsetat

12:53 Uhr

Die grün-schwarze Koalition will erst nach der Sommerpause über einen Nachtragsetat und weitere Konjunkturhilfen für Baden-Württemberg beraten. Man wolle zunächst die Steuerschätzung Anfang September abwarten und genauer berechnen, auf welche Summen sich die Kofinanzierungen des Landes zu dem Konjunkturprogramm des Bundes belaufen, erklärten Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz und CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart. Die Landesministerien hatten Vorschläge für Konjunkturhilfen mit einem Volumen von mehr als sechs Milliarden Euro eingereicht. Das Land Baden-Württemberg hat jetzt aber nur noch 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung - es sei denn, es werden mehr Schulden aufgenommen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) war am Dienstag davon ausgegangen, dass eine weitere Kreditaufnahme schon allein deshalb nötig sein wird, um die massiven Steuerausfälle auszugleichen. Ende 2019 war das Land mit 45 Milliarden Euro am Kreditmarkt verschuldet.

Airport Stuttgart: Flugbetrieb nach Mallorca wird wieder aufgenommen

12:45 Uhr

Ab kommender Woche sollen vom Flughafen Stuttgart aus wieder in größerem Umfang Flieger nach Mallorca starten. Hintergrund ist die teilweise Aufhebung der weltweiten Reisewarnung an diesem Wochenende. Ein paar Flüge auf die spanische Insel seien bereits von Eurowings durchgeführt worden, außerdem sollen TUIfly und Laudamotion hinzukommen. Zunächst sollen aber nur 10.900 Urlauber nach Mallorca und auf andere Baleareninseln reisen dürfen. In Deutschland sei die Lage bei der Bekämpfung von Covid-19 ähnlich positiv wie auf den Balearen, hieß es bei den spanischen Behörden zur Begründung. Die Einreise in den Rest des Landes ist dagegen noch nicht wieder erlaubt.

Das Corona-Update für den Südwesten

12:00 Uhr

Seit heute gelten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weitere Lockerungen der Kontakt-Beschränkungen. Außerdem dürfen in Rheinland-Pfalz Shisha-Bars wieder voll öffnen. Das und noch viel mehr in unserem Corona-Update für den Südwesten.

Besonders Friseurbetriebe von Corona-Krise getroffen

11:18 Uhr

Die Corona-Krise hat erste Spuren im Handwerk hinterlassen. Zwar stiegen die Erlöse von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilte. Doch die Entwicklung in den einzelnen Bereichen, für die ein Meistertitel notwendig ist, war im ersten Quartal recht unterschiedlich. Den größten Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es mit einem Rückgang von 5,7 Prozent in der Gewerbegruppe Handwerke für den privaten Bedarf. Hier stellen die Friseure die Mehrheit. Sie mussten infolge der Pandemie ab dem 22. März ihre Geschäfte schließen. Dagegen legte der Umsatz beispielsweise im Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe noch deutlich mit 10,2 und 6,1 Prozent zu, so die Statistiker.

Klagen gegen Corona-Auflagen Sache der Verwaltungsgerichte

10:51 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sieht sich nicht als Beschwerdeinstanz gegen Verbote der einzelnen Bundesländer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Auch zur nachträglichen Klärung der Verfassungsmäßigkeit eines Verbots müsse immer erst der Rechtsweg vor den Verwaltungsgerichten beschritten werden, entschieden die Richter. Die Beschwerdeführer hatte sich gegen das Ausgangsverbot nach der bayerischen Corona-Verordnung gewandt, weil sie sich in ihren Grundrechten auf Handlungs- und Bewegungsfreiheit verletzt sahen. Die Karlsruher Richter kritisierten, die Betroffenen hätten den Rechtsweg im Freistaat nicht erschöpft.

Planungen für Weihnachtsmarkt in Ulm laufen

9:11 Uhr

Der Ulmer Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr vermutlich anders als sonst. Auf Grund der Corona-Pandemie sei ein Weihnachtsmarkt wie immer in diesem Jahr nicht vorstellbar, so die Veranstalter. Die Messe Ulm plane deshalb den Weihnachtsmarkt auf mehrere Plätze im Stadtgebiet zu verteilen. Dadurch sollen Menschenmassen entzerrt werden, anderen Orten im Stadtgebiet würde mehr Beachtung geschenkt. Derzeit wird auf dem Ulmer Wochenmarkt ein System getestet, um festzustellen, wie viele Menschen sich dort aufhalten. Damit könnten im Winter auch die Besucherströme eines dezentralen Ulmer Weihnachtsmarkts gelenkt werden.

Stiftung finanziert erstes Corona-Testlabor auf Rädern

8:02 Uhr

Die Baden-Württemberg-Stiftung finanziert das nach ihren Angaben bundesweit erste mobile Corona-Testlabor mit einem Millionenbetrag. In dem Truck sollen von Ende Juli an Proben unterwegs entnommen und sofort vor Ort getestet werden können. Die mobile Corona-Testversion "CoVLAB" soll an Brennpunkten wie Pflegeheimen und Haftanstalten mit schnellen Tests für Entlastung sorgen. Betrieben wird der Truck von der Universitätsmedizin Mannheim.

30 Prozent Umsatzrückgang bei Ebm-Papst

7:22 Uhr

Der Ventilatorenhersteller Ebm-Papst aus Mulfingen (Hohenlohekreis) verzeichnet aufgrund der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von fast 30 Prozent. "Auch bei Ebm-Papst ist die Lage angespannt und zugespitzt. Auch wir haben einen Einbruch erleben müssen im April, wie noch nie in der Geschichte des Unternehmens", sagte Geschäftsführer Stefan Brandl im SWR.

Mittwoch, 10. Juni

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