Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 8. Juni 2020

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Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Mund-Nase-Schutz zeigt laut Studie Wirkung

21:25 Uhr

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes trägt einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zufolge deutlich zur Eindämmung der Corona-Pandemie bei. Bei der Studie wurden die Infektionszahlen in Jena mit denen in anderen Städten verglichen. Jena hatte als erste Großstadt am 6. April eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht eingeführt. In Baden-Württemberg gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske seit dem 27. April.

Kritik wegen fehlender Abstandsregeln bei Demos gegen Rassismus in BW

20:21 Uhr

Gegen Rassismus und Alltagsrassismus gingen am Wochenende tausende Menschen in Baden-Württemberg auf die Straße. Doch es gibt auch Kritik an diesen Demonstrationen, weil viel mehr Menschen kamen als angemeldet und an manchen Orten Hygiene- und Abstandsregeln kaum eingehalten wurden.

Bahn will Fernverkehrtickets zum 1. Juli billiger anbieten

19:45 Uhr

Die Deutsche Bahn will die für das zweite Halbjahr geplante Mehrwertsteuersenkung vollständig an die Kunden weitergeben und Fernverkehrstickets daher ab 1. Juli billiger anbieten. Dies soll sowohl für Flextickets wie auch für Spar- und Supersparpreistickets gelten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Preisunterschied wird demnach 1,9 Prozent ausmachen. Allerdings gilt die Verbilligung wegen der Befristung der Steuersenkung nur bis zum Jahresende. Der günstigste Fernverkehrstarif ohne Bahncard-Rabatt soll ab Juli 17,50 Euro kosten.

Offiziell weniger als 650 Infizierte in Baden-Württemberg

18:42 Uhr

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Baden-Württemberg ist am Montag auf mindestens 34.949 angestiegen. Dem Landesgesundheitsministerium wurden 19 weitere bestätigte Infektionen gemeldet. Da bereits ungefähr 32.506 Personen von ihrer Erkrankung mit Covid-19 wieder genesen sind, sind geschätzt noch 648 Menschen im Land infiziert. Dem Ministerium wurden vier weitere Todesfälle mitgeteilt, damit stieg diese Zahl auf insgesamt 1.795 an.

Studierende fordern mehr finanzielle Unterstützung

18:11 Uhr

Etwa dreißig Studierende haben in Tübingen für mehr Unterstützung in der Krisenzeit demonstriert. Zu den deutschlandweiten Kundgebungen hatte ein breites Bündnis aus Nachwuchsorganisationen etablierter Parteien und Studentenschaften aufgerufen.

Coronavirus verändert Abläufe für Lebensretter der Rettungshundestaffel

17:35 Uhr

Die Corona-Pandemie hat das Leben aller mächtig durcheinander gewirbelt. Auf wen wirklich immer Verlass sein muss, sind Rettungskräfte wie beispielsweise die ehrenamtlichen Helfer der Rettungshundestaffel Unterland (Kreis Heilbronn). Doch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beeinträchtigen auch die Arbeit der Lebensretter.

Extra-Schichten bei Porsche um Rückstand aufzuholen

16:47 Uhr

Mit zusätzlichen Schichten an Samstagen will der Stuttgarter Autobauer Porsche einen Teil der in der Corona-Zwangspause ausgefallenen Produktion wieder aufholen. Im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen gehe es um etwa ein Dutzend Samstage in diesem Jahr sowie um den bevorstehenden Brückentag an diesem Freitag, sagte ein Sprecher. Zuvor hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet. "Natürlich wollen wir so viele Fahrzeuge wie möglich wieder aufholen", sagte Produktionsvorstand Albrecht Reimold den Zeitungen. Die Produktion bei Porsche hatte sechs Wochen lang stillgestanden, seit Anfang Mai läuft sie wieder.

SWR-Redakteur: Zwischenbilanz der Landesregierung durchwachsen

15:35 Uhr

Die grün-schwarze Landesregierung gebe in der Corona-Krise inzwischen ein durchwachsenes Bild ab, findet Knut Bauer aus der SWR Redaktion Landespolitik. Nach großer Geschlossenheit innerhalb der Landesregierung zu Beginn der Pandemie habe es, je länger der Shutdown anhielt, mehr und mehr Uneinigkeit gegeben.

Kritik an Umgang mit Corona-Ausbruch in LEA Ellwangen

15:15 Uhr

Nach der Coronavirus-Infektion von mehr als 400 Personen in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen (Ostalbkreis) Anfang April gibt es nun Kritik am Vorgehen der Behörden. Oliver Razum, Epidemiologe der Universität Bielefeld, der an einer Studie über Coronaausbrüche in Flüchtlingseinrichtungen mitgearbeitet hat, bezeichnet das Vorgehen von Regierungspräsidium Stuttgart und LEA-Leitung als unverantwortlich. Man hätte es in Ellwangen besser machen können, indem man von vornherein vermieden hätte, so viele Menschen auf engem Raum unterzubringen, so der Experte. Am 5. April stellten Regierungspräsidium und LEA-Leitung die gesamte Einrichtung unter Quarantäne und verhängten eine Ausgangssperre. Der Referatsleiter der Flüchtlingsaufnahme am Regierungspräsidium Stuttgart, Thomas Deines, erklärt hingegen, dass im Nachhinein nicht mehr gesagt werden könne, ob das Virus nicht schon früher in der LEA ausgebrochen war. Viele Bewohner hätten keine Symptome gezeigt. Rückblickend seien die richtigen Maßnahmen getroffen worden, so der Referatsleiter.

Mercedes-Benz-Absatz sinkt im Mai um fast 29 Prozent

14:06 Uhr

Die rasante Talfahrt beim Absatz von Mercedes-Benz in der Corona-Krise hat sich im Mai etwas verlangsamt. Daimler lieferte im vergangenen Monat knapp 135.000 Pkw an die Händler aus, wie aus einer Übersicht auf der Website des Autobauers hervorgeht. Das waren fast 29 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im April hatte das Minus wegen geschlossener Autohäuser und der Beschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern allerdings noch 44,5 Prozent betragen.

Massiver Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

14:00 Uhr

Hotels und Gaststätten haben während der Corona-Pandemie einen massiven Umsatzeinbruch verzeichnet. Bereits im März diesen Jahres sei der Umsatz im baden-württembergischen Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast die Hälfte (47,1 Prozent) eingebrochen, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Auch die Zahl der Beschäftigten sei um 5,2 Prozent zurückgegangen. Für die Monate April und Mai rechnen die Statistiker mit noch gravierenderen Auswirkungen für die Branche. Bezogen auf das erste Quartal 2020 ergibt sich für das baden-württembergische Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzrückgang von 15,8 Prozent. Die Beschäftigtenzahl verringerte sich um 0,7 Prozent, heißt es weiter. Damit weise die konjunkturelle Entwicklung aller Branchen des Gastgewerbes die größten monatlichen Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf.

Corona-Update für den Südwesten

13:20 Uhr

In Mainz und Tübingen wollen am Montag Studierende gegen zu wenig Hilfe in der Corona-Krise protestieren. Am Wochenende gab es bundesweit zahlreiche Anti-Rassismus-Demos: Wie sah es dort mit den Sicherheitsabständen aus? Diese und weitere Themen in unserem Corona-Update.

BW-Wirtschaftsministerium zieht positive Bilanz zu Corona-Soforthilfeprogramm

13:01 Uhr

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat eine vorläufige, positive Bilanz zum Corona-Soforthilfeprogramm gezogen: Rund 241.500 Unternehmen und Soloselbstständige in Baden-Württemberg hätten Zuschüsse im Gesamtvolumen von fast 2,24 Milliarden Euro erhalten, teilte das Ministerium mit. So habe man Betroffene "zielgerichtet bei der Bewältigung dieser historischen Krise unterstützen" können, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Viele Betriebe litten aber noch immer unter fehlenden Einnahmen und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen. Deshalb arbeite man mit Hochdruck an den Nachfolgeprogrammen - auch in intensiver Abstimmung mit dem Bund. Von den eingereichten Anträgen zur Corona-Soforthilfe wurden allerdings auch rund 31.000 abgelehnt. Das Ministerium begründet dies mit Formfehlern oder damit, dass die Antragsteller die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt hätten.

Corona-Studie des Robert-Koch-Instituts verlängert

12:36 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Studie in Kupferzell (Hohenlohekreis) nach Angaben eines Sprechers um zwei Tage verlängert. Ziel der Studie ist, herauszufinden, wie viele Menschen in dem ehemaligen Corona-Hotspot Antikörper gegen das Virus haben und damit auch, wie hoch die Dunkelziffer der genesenen Infizierten ist. Ein Grund für die Verlängerung wurde zunächst nicht genannt. Allerdings gab es in den vergangenen Tagen bereits Schwierigkeiten, für Testpersonen Termine zu koordinieren.

Gericht: Zutrittsbegrenzung im Einzelhandel unwirksam

11:32 Uhr

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat die coronabedingte Zutrittsbegrenzung im Einzelhandel für unwirksam erklärt. Die Richtgröße von 20 Quadratmetern Verkaufsfläche je Person im Laden ist damit vorläufig außer Vollzug gesetzt. Dies teilte der VGH heute in Mannheim mit. Er gab einem Eilantrag der Tchibo GmbH gegen die entsprechende Bestimmung in der Corona-Verordnung der Landesregierung statt.

Mitarbeitende von Galeria Karstadt Kaufhof wollen protestieren

7:50 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi will mit einer Protestaktion den Druck bei der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof erhöhen. Während der Corona-Krise hat ein Schutzschirmverfahren begonnen, das eine Sanierung vorbereiten soll. Das Unternehmen fordert dabei Zugeständnisse der Mitarbeitenden. Tausende von ihnen könnten ihren Job verlieren, bis zu 80 Häuser könnten schließen.

Montag, 8. Juni 2020

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