Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 5. Juni 2020

STAND

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Freitag in Baden-Württemberg

Wer hält sich noch an die Corona-Regeln?

20:27 Uhr

Die Ferien neigen sich dem Ende zu und trotz der anhaltenden Corona-Krise hat man das Gefühl, Baden-Württemberg hat ein bisschen aufgeatmet. Die Zahl der Neuansteckungen bleibt seit Tagen stabil niedrig - und das obwohl immer mehr gelockert wird. Aber wie gehen wir jetzt um mit der neu gewonnen Freiheit? Eigentlich müssen wir gerade jetzt weiterhin den Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand lassen - aber halten wir uns wirklich noch daran? SWR-Reporterin Barbara Siebert hat in Baden-Württemberger nachgefragt:

Stuttgarter Messebetrieb soll wieder starten

19:42 Uhr

Die Messe Stuttgart plant derzeit die Wiederaufnahme von Veranstaltungen ab Herbst. Durch reduzierten Ticketverkauf und Einlasskontrollen sollen die Besucherzahlen reduziert werden, damit der Abstand gewahrt bleiben kann. Außerdem könne auch künftig durch die Online-Registrierung der Messebesucher die Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein.

Stuttgarts Bürgermeister Schairer warnt vor Feiern in der Innenstadt

19:40 Uhr

Die Stadt Stuttgart warnt vor Feiern in der Innenstadt. Trotz Lockerungen bei der Gastronomie müsste der Schutz vor Ansteckung gewahrt bleiben, sagt Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU). Je mehr Bereiche des öffentlichen Lebens geöffnet werden, desto größer sei verständlicherweise das Bedürfnis nach Feiern und Zusammenstehen, so Schairer. Beispiele wie Göttingen (Niedersachsen) zeigen, dass ein "Superspreader" genüge, der Dutzende Menschen ansteckt. Dann müsste die Stadt wieder zurück in den Lockdown, das sei in niemandes Interesse, so Schairer. Er will verhindern, dass sich Menschenansammlungen in der Innenstadt wie an den letzten Wochenenden wiederholen.

Coronavirus in BW: Wie gefährlich sind die Lockerungen?

19:02 Uhr

Seit Corona ist alles anders in unserem Alltag. Doch je weiter die strengen Regeln gelockert werden, desto mehr wünschen sich viele die Normalität zurück. Doch wie realistisch ist das? Wie schnell dürfen wir lockern ohne zum Beispiel eine zweite Infektionswelle zu riskieren?

Einreise in die EU ab Juli geplant

18:55 Uhr

Die Einreise in die Europäische Union könnte ab Juli wieder uneingeschränkt möglich sein. Bis dahin sollen die Einreisebeschränkungen nach dem Willen fast aller EU-Staaten verlängert werden. Das kündigte EU-Kommissarin Ylva Johansson nach der Videokonferenz der EU-Innenminister an. Danach solle es je nach Pandemieentwicklung unterschiedliche Lösungen geben, so Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Auch innerhalb der EU sollen die Reisebeschränkungen bis zum Monatsende abgeschafft werden. Deutschland will die Grenzkontrollen zu seinen Nachbarländern bereits Mitte des Monats komplett einstellen, wenn die Corona-Ansteckungszahlen das zulassen - Frankreich, Belgien und Dänemark ebenso.

Aktuell noch 776 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg

18:18 Uhr

Laut BW-Gesundheitsministerium gab es am Freitag weitere 49 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.892 an. Davon sind ungefähr 32.326 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 776 Menschen im Land mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Reproduktionszahl R wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,64 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. 12 weitere Menschen sind verstorben. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.790 an. Innerhalb der vergangenen sieben Tage verzeichnet das Land damit insgesamt 0,37 Todesfälle pro Hunderttausend Einwohner.

Kontaktdaten zerreißen reicht nicht - Landesdatenschützer Brink warnt Restaurants

17:44 Uhr

Seit Restaurants und Gaststätten wieder geöffnet haben, müssen Gäste dort Kontaktdaten angeben. Wie man dort richtig mit den Daten umgeht, erarbeitet derzeit Landesdatenschützer Stefan Brink. Sicher ist zum Beispiel, dass die Gäste nicht erfahren sollten, wer sich zuvor im Restaurant befunden hat oder gar am gleichen Tisch gesessen hat.

Beratungsstellen beobachten Konflikte wegen Maskenpflicht

17:06 Uhr

Die Beratungsstellen gegen Diskriminierung in Baden-Württemberg rufen zu mehr Verständnis für Menschen auf, die aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen keine Corona-Schutzmaske tragen können. In vielen Geschäften, Arztpraxen oder im Nahverkehr werde ihnen derzeit trotz ärztlicher Attests der Zutritt verweigert, kritisierte der Verbund am Freitag in Mannheim. Die Betroffenen würden von Mitarbeitern oder Kunden beleidigt und bloßgestellt, obwohl die Corona-Verordnung des Landes Ausnahmefälle vorsehe. So sind etwa Asthmakranke, Behinderte und Begleitpersonen von Gehörlosen, die auf das Lippenlesen angewiesen sind, von der Maskenpflicht befreit. Diese Menschen müssten ungehindert am öffentlichen Leben teilhaben können, verlangen die Beratungsstellen.

Krankenhausstation in Marbach nach Corona-Fall geschlossen

15:53 Uhr

Im Krankenhaus Marbach ist ein Fall von Covid-19 aufgetreten. Die betroffene Station wurde daraufhin geschlossen. Das Krankenhaus bestätigte dem SWR entsprechende Medienberichte. Ein Patient war bei Einlieferung in das Krankenhaus Marbach (Kreis Ludwigsburg) zunächst negativ auf Covid-19 getestet worden. Im Laufe der Aufnahme auf die internistisch-chirurgische Station wurde der Mann dann aber positiv auf das Coronavirus getestet. Die Patienten wurden nach Ludwigsburg verlegt und die 13 Beschäftigten in häusliche Quarantäne geschickt. Die Station bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Biberach: Mehrere Corona-Infektionen in Pflegeheimen

15:47 Uhr

In 24 von insgesamt 25 stationären Pflegeeinrichtungen im Kreis Biberach wurden Bewohner und Mitarbeiter in den vergangenen vier Wochen auf das Coronavirus getestet. Organisiert vom Gesundheitsamt Biberach nahmen 2.942 Menschen teil. Das Ergebnis: Bei zwei Mitarbeitern und bei vier Bewohnern aus verschiedenen Heimen wurde das Virus nachgewiesen. Keiner der sechs wies laut Mitteilung des Landratsamts Covid-19-Symptome auf. Alle Betroffenen kamen umgehend in Quarantäne, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Die Quarantänezeit sei mittlerweile abgelaufen. Die Tests sind laut Landratsamt Teil der Corona-Strategie des baden-württembergischen Sozialministeriums, das auch die Kosten für die Tests trägt.

Corona-Update für den Südwesten

12:00 Uhr

Im Südwesten wird im nächsten Jahr gewählt. Corona könnte dafür sorgen, dass der Wahlkampf viel digitaler wird. Das und mehr in unserem Corona-Update.

Kein Blumenteppich in Hüfingen wegen Corona

11:20 Uhr

In Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) wird es in diesem Jahr an Fronleichnam keinen Blumenteppich geben. Als Grund nannte die Stadtverwaltung die derzeit gültige Corona-Verordnung, die eine Prozession in der traditionellen Form nicht erlaube. Der Hüfinger Blumenteppich ist der bekannteste im Land und lockt an Fronleichnam tausende Gläubige und Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland an.

FDP hält Bußgelder bei Corona-Verstößen teilweise für überzogen

11:12 Uhr

Die oppositionelle FDP hält die Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln in Baden-Württemberg teilweise für überzogen. FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke will deshalb von Innenminister Thomas Strobl (CDU) wissen, ob es konkrete Vorgaben an die Polizei gab, bei Verstößen "besonders kleinlich zu agieren". Dies sagte ein Fraktionssprecher. Zuvor hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet. Die Zeitungen bezogen sich auf den Fall dreier junger Frauen, die ein Bußgeld von je 528,50 Euro für einen "kurzen Plausch am See" zahlen sollen, weil sie den vorgesehenen Mindestabstand zueinander nicht eingehalten hätten. Rülke hielt Strobl vor, die hohe Zahl von Bußgeldern im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Corona-Verordnungen als persönlichen Erfolg seiner Politik zu betrachten. Die Antwort des Innenministeriums auf die Anfrage der FDP liegt noch nicht vor.

"Corona-Kohorten-Studie": Weniger Covid-19-Infizierte als angenommen

10:58 Uhr

Für die sogenannte Corona-Kohorten-Studie des Klinikums Stuttgart sind die ersten 1.000 Analysen ausgewertet worden. Die Studie untersucht, wie viele Menschen unwissentlich mit dem Corona-Virus infiziert waren. Das Zwischenergebnis: Es hätten sich in Stuttgart noch weniger Menschen mit Corona infiziert als bisher angenommen. Das habe die Auswertung von rund 1.000 Tests auf Antikörper ergeben, sagte Jan Steffen Jürgensen vom Klinikum Stuttgart. Die Teilnehmer wurden durch Stichproben des Statistischen Amtes ausgewählt. Rund 5.000 Personen meldeten sich zur Teilnahme. Mit dem offiziellen Endergebnis der Studie ist erst in ein paar Wochen zu rechnen.

CDU-Fraktion will weitere Lockerungen für Handel

10:30 Uhr

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Claus Paal, fordert rasch weitere Erleichterungen für den Einzelhandel in Baden-Württemberg. Paal sagte in Stuttgart: "Der aktuelle Pandemieverlauf würde es beispielsweise ohne weiteres zulassen, die Zutrittsbegrenzung von 20 Quadratmeter Verkaufsfläche je Person auf zehn Quadratmeter zu senken." Baden-Württemberg sei eines der wenigen Länder, die diese Lockerung noch nicht vollzogen hätten. Mit dieser einfachen und kostenfreien Maßnahme könne man aber den Handel unterstützen. Maskenpflicht, Abstandsregelungen und andere Hygienevorschriften sollten davon unberührt bleiben, so Paal. Zugleich sprach er sich für eine Lockerung der Regelung bei verkaufsoffenen Sonntagen aus, zumindest für das laufende Jahr.

Lage in Gesundheitsämtern in der Region Stuttgart entspannt sich

9:03 Uhr

Die Situation in den Gesundheitsämtern in der Region Stuttgart entspannt sich. Das hat eine SWR-Recherche in den Landkreisen ergeben. Die Gesundheitsämter sind weiterhin für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen in bestätigten Covid-19-Fällen zuständig. Diese Aufgabe könne aber gut wahrgenommen werden, da die Fallzahlen deutlich zurückgegangen seien, berichteten die Gesundheitsämter Esslingen, Göppingen und Stuttgart auf SWR-Anfrage. Aus dem Rems-Murr-Kreis heißt es, Mitarbeiter könnten nun wieder liegen gebliebene Aufgaben nacharbeiten. Der Sprecher des Landratsamts Ludwigsburg sagte, dass die Kapazitäten gegenüber den Hoch-Zeiten der Pandemie zurückgefahren wurden. Viele Ämter bereiten sich aber darauf vor, schnell auf steigende Fallzahlen reagieren zu können.

Freiburger "Wirtschaftsweiser" rechnet mit noch weniger Wachstum

8:20 Uhr

Die "Wirtschaftsweisen" werden ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren. Deren Vorsitzender, der Freiburger Wirtschaftsprofessor Lars Feld, rechnet laut Zeitungen der Funke Mediengruppe beim Bruttoinlandsprodukt in Deutschland mit einem Minus von sechs bis sieben Prozent. "Wir waren deutlich zu optimistisch", sagte er. Der Lockdown habe länger gedauert, die Außenwirtschaft mehr gelitten als erwartet.  Bei ihrer letzten Prognose waren die Mitglieder des Sachverständigenrats im schlimmsten Fall von einem Minus von 5,4 Prozent ausgegangen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird umgangssprachlich die "fünf Wirtschaftsweisen" genannt. Er befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. 

Freitag, 5. Juni 2020

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