Corona Live Blog für Baden-Württemberg

Das Virus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 11. Mai 2020

Stand

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land weiter. Im Live-Blog sind die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammengefasst.

Das war der Montag in Baden-Württemberg:

Weitere Meldungen im Corona-Ticker

21:33 Uhr

Zahlreiche Unternehmen im Land wollen Stellen abbauen, der Hochschulverband fordert einen Notenbonus für Abiturienten und in Tübingen stehen Menschen für einen Coronavirus-Antikörpertest Schlange. Weitere Meldungen des Tages aus Baden-Württemberg sehen Sie zusammengefasst im Corona-Ticker.

KVV fordert 400 Millionen Euro für Öffentlichen Nahverkehr in BW

21:41 Uhr

Der Chef des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) Alexander Pischon fordert ein Hilfspaket von 400 Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg. Allein in Karlsruhe würde sich der Verlust zurzeit auf fünf Millionen Euro monatlich belaufen. Der Fahrplan wurde zwar wieder hochgefahren, aber die Fahrgäste würden weiterhin ausbleiben. So liegt die Auslastung etwa zwischen 20 und 30 Prozent. Christian Specht vom Verkehrsdezernent Mannheim unterstützt die Forderung nach einem Hilfspaket für den Nahverkehr: "Wir brauchen für alle ÖPNV-Unternehmen einen Rettungsschirm, der von Bund und Land gespeist werden muss."

Reproduktionszahl steigt in BW auf 1,21

20:00 Uhr

Das Landesgesundheitsministerium bestätigte am Abend insgesamt 33.393 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg. Damit ist die Zahl um 88 Fälle (0,3 Prozent) gegenüber der letzten Meldung gestiegen. Das Ministerium hatte am Sonntag aufgrund technischer Probleme keine Fallzahlen veröffentlicht und diese am frühen Montagnachmittag nachgereicht. Die Zahl der derzeit an Covid-19 erkrankten Patienten im Land liegt insgesamt bei schätzungsweise 3.424. Die Reproduktionszahl wird vom Robert-Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R = 1,21 angegeben. Sie beschreibt die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. 28.399 Personen sind nach Angaben des Ministeriums genesen. Nach offiziellen Angaben sind zudem 1.570 Menschen an Infektionen mit dem Coronavirus gestorben. Das entspricht einer Zunahme von 20 Fällen.

Fußballtraining im Verein ist wieder erlaubt

19:42 Uhr

Seit Montag ist kontaktarmer Sport im Freien wieder erlaubt. Und auch die unzähligen Fußballvereine im Land dürfen wieder trainieren - aber nur im kleinen Rahmen und mit Abstand. Richtige Spiele und Zweikämpfe sind noch tabu.

Württembergischer Landesbischof "fassungslos" über Verschwörungstheoretiker

17:33 Uhr

Der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July hat sich von den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen, die in Stuttgart besonders groß waren, distanziert. "Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten nutzen diese Bühne für ihr krudes Gedankengut", sagte er dem epd. "Manches, was da geäußert wird, macht mich einfach fassungslos." Er warnte zudem davor, Freiheit auf Kosten anderer durchsetzen zu wollen.

Über 700 Verstöße gegen Corona-Verordnung am Wochenende

17:07 Uhr

Um die Corona-Verordnung durchzusetzen, ist es in Baden-Württemberg am Wochenende zu zahlreichen Polizeieinsätzen gekommen. Vielerorts sind Abstandsregeln und Kontaktverbote nicht eingehalten worden, so hat sich in Rastatt ein 70 Jahre alter Mann im Schlosspark mit rund 80 Familienmitgliedern versammelt. Die Polizei hat laut eines Sprechers des Innenministeriums insgesamt über 700 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 27 Strafverfahren eingeleitet. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert von der Landesregierung bessere Informationskampagnen in größerem Umfang. Bayern habe das deutlich besser gemacht.

Klage gescheitert: VGH gibt Gesundheitsschutz Vorrang vor Berufsausübung

15:16 Uhr

In Baden-Württemberg ist ein Vater von zwei Kindern im Kindergartenalter mit einem Eilantrag gegen die Beschränkung des Kitabetriebs durch die Corona-Verordnung des Landes gescheitert. Der Verwaltungsgerichtshof des Landes erklärte am Montag in Mannheim, das Infektionsschutzgesetz sehe die Schließung von Kitas ausdrücklich vor. Beeinträchtigungen in der vom Grundgesetz geschützten Berufsausübung und allgemeinen Handlungsfreiheit habe die Familie wegen des Gesundheitsschutzes hinzunehmen. Dem Gericht zufolge ist der Mann selbständig in der Immobilienbranche tätig, seine Frau wegen eines orthopädischen Leidens erkrankt und arbeitsunfähig. Seit dem 17. März konnte das Paar seine Kinder nicht mehr in die Kita schicken. Seit dem 27. April habe die Familie Anspruch auf eine Notbetreuung, die allerdings um zweieinhalb Stunden kürzer als üblich ausfällt.

Mehr als 700 Besucher bei Wilhelma-Öffnung

15:01 Uhr

Die Stuttgarter Wilhelma hat am ersten Tag nach fast zweimonatiger Corona-Schließung mehr als 700 Besucher angelockt. Sie hatten Tickets im Internet erworben, die ihnen entweder einen Besuch am Vormittag oder am Nachmittag ermöglichten. Unter den ersten Gästen waren viele Stammbesucher, Schlangen hätten sich plangemäß nicht gebildet. Wegen des Coronavirus dürfen nicht mehr als 4.000 Menschen pro Tag den Zoo besuchen, in guten Zeiten schlendern 15.000 und mehr Menschen durch die Anlagen. Für diesen Mittwoch liegen bereits 1.500 Anmeldungen vor.

Benefizkonzert auf YouTube für Corona-Hilfe

14:58 Uhr

Die Hilfsorganisation Caritas international in Freiburg und die Trierer Jugendaktion organisieren am Freitagabend ein Online-Charity-Konzert "Wir gegen Rassismus". In Anlehnung an den European Song Contest ist das Konzert mit dem Motto "European Solidarity Challenge" überschrieben. Bands wie Kasalla aus Köln, der "Voice of Germany"-Sieger Samuel Rösch oder der britische Songwriter JP Cooper treten live im Youtube-Kanal von Caritas international auf und bitten um Spenden für die Hilfsarbeit.

Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg aktualisiert

14:00 Uhr

Das Sozialministerium in Baden-Württemberg hat am Montag aktualisierte Fallzahlen für das neuartige Coronavirus veröffentlicht. Nach gestrigem Stand (Sonntag, 10.5.2020) weisen in Baden-Württemberg 33.305 Menschen eine bestätigte Infektion mit dem Coronavirus auf. Damit ist die Zahl um 53 Fälle gegenüber dem Vortag gestiegen. Besonders deutlich fiel die Veränderung in Schwäbisch Hall und Breisgau-Hochschwarzwald aus. Nach offiziellen Angaben sind zudem 1.550 Menschen an Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus verstorben.

Das Ministerium hatte gestern aufgrund technischer Probleme keine Fallzahlen veröffentlicht. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Daten auch heute noch teilweise unvollständig sind.

Bischof Fürst gegen Corona-Aufruf und Weltverschwörungstheorien

13:00 Uhr

Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst hat sich gegen einen von mehreren Bischöfen und Kardinälen unterzeichneten Aufruf gewandt, wonach die Corona-Krise nur ein Vorwand sei, Bürgerrechte einzuschränken und eine "Weltregierung" auf den Weg zu bringen. Von diesen "gefährlichen Theorien" distanziere er sich klar, schrieb Fürst am Montag auf Twitter:

Als Bischof der #dioezeserottenburgstuttgart distanziere ich mich klar von den gefährlichen Theorien der Gruppe um Erzbischof Viganò. Wer die Bemühungen der Politik, Menschenleben vor dem #coronavirus zu schützen, in eine dubiose Weltverschwörung umdeutet, spielt mit dem Feuer!

"Wer die Bemühungen der Politik, Menschenleben vor dem Coronavirus zu schützen, in eine dubiose Weltverschwörung umdeutet, spielt mit dem Feuer!", so Fürst. In dem unter anderem vom deutschen Kardinal Gerhard Ludwig Müller unterschriebenen und im Internet veröffentlichen Aufruf wird kritisiert, die Corona-Pandemie werde als Vorwand genutzt, um "Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt" einzuschränken, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit. So ernst der Kampf gegen Covid-19 sein möge, dürfe er nicht "als Vorwand zur Unterstützung unklarer Absichten supranationaler Einheiten dienen, die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgen". Zudem behaupteten die Unterzeichner, dass es wachsende Zweifel an der Gefährlichkeit des neuen Coronavirus gebe. Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz war am Wochenende auf Distanz zu dem Aufruf gegangen.

Landesregierung plant ein weiteres Corona-Hilfsprogramm für Baden-Württemberg

12:00 Uhr

Die Landesregierung plant ein weiteres Corona-Hilfsprogramm für die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Dies geht aus einem Schreiben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an die Landesminister hervor, das dem SWR vorliegt. Je länger die Corona-Pandemie andauere, desto deutlicher werde, welche Wirtschaftsbereiche besonders hart getroffen sind, schreibt Kretschmann. Nach den ersten Sofortmaßnahmen von Bund und Land seien in einer zweiten Phase für besonders betroffene Bereiche weitere spezifische Hilfen nötig. Der Ministerpräsident fordert seine Minister auf, bis Mitte der Woche Vorschläge und Konzepte aus ihren Ressorts vorzulegen. Eckpunkte des zweiten Hilfsprogramms sollen nächste Woche beschlossen werden. Ziel müsse es laut Kretschmann sein, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern. Das Land hatte im März ein Rettungspaket in Höhe von fünf Milliarden Euro aufgelegt und 1,2 Milliarden Euro für Landeshilfen aus Haushaltsrücklagen entnommen.

Corona-Update: Live um 12 Uhr

11:45 Uhr

Neue Woche, neue Regeln: Wer blickt noch durch? Was dürfen wir jetzt, wo und mit wem? Das Corona-Update live um 12 Uhr nimmt den neuen "Corona-Knigge" unter die Lupe und schaut außerdem auf die großen Demos am Wochenende zurück.

Verkehrsminister Hermann: Fahrrad gewinnt in Corona-Krise an Bedeutung

11:15 Uhr

Der Radverkehr erhält aus Sicht von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) angesichts der Corona-Pandemie kräftig Rückenwind. In den vergangenen Wochen seien deutlich mehr Menschen mit dem Rad unterwegs gewesen, so Hermann. Vielleicht sei das Rad sogar das Transportmittel der Corona-Krise. Das Land habe den Förderrahmen für Bauvorhaben für den Rad- und Fußverkehr in diesem Jahr auf 58 Millionen Euro ausgeweitet, knapp doppelt so viel wie 2019. In dieser Höhe können Kommunen Bauprojekte zur Förderung anmelden und, sofern diese Projekte gewisse Kriterien erfüllen, die Mittel abrufen.

Diskussion um Bundeswehreinsatz in der LEA Ellwangen

11:00 Uhr

Der Einsatz der Bundeswehr in Flüchtlingseinrichtungen wie in Ellwangen (Ostalbkreis) und Giengen (Kreis Heidenheim) sorgt für politische Diskussion. Grüne und FDP wollen Aufklärung. Das CDU-geführte Innenministerium des Landes Baden-Württemberg hatte wegen der Corona-Pandemie Soldaten unter anderem für die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in Ellwangen angefordert. Sie halfen dort in den vergangenen Wochen beispielsweise bei der Essensausgabe und beim medizinischen Dienst.

Berühmte Tübinger Stocherkähne dürfen ins Wasser - aber nicht benutzt werden

10:30 Uhr

Zahlreiche Stocherer beim Stocherkahnrennen in Tübingen
Lustiges Treiben beim Stocherkahnrennen. In der Corona-Krise ist völlig offen, wann es wieder solche Bilder geben wird. (Archivbild)

Tübinger Vereine und Institutionen dürfen ihre Stocherkähne wieder an ihre Liegeplätze ins Wasser lassen - aber nicht benutzen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Das soll verhindern, dass die im Winter eingelagerten Holzboote austrocknen. Fahrten über den Neckar darin bleiben wegen der Coronaverordnungen weiter verboten. Stocherkähne werden mit einer langen Stange gesteuert und bieten Platz für rund 15 Menschen. Sie gelten als Wahrzeichen Tübingens.

Sportboothäfen am Bodensee wieder geöffnet

10:15 Uhr

Die Sportboothäfen auf baden-württembergischer Seite des Bodensees dürfen seit Montag wieder öffnen. Die Freude bei den Freizeitkapitänen zum Beispiel im Sporthafen Ost in Überlingen (Bodenseekreis) ist groß:

Musikschulen dürfen unter Auflagen wieder unterrichten

10:00 Uhr

Klavierunterricht ja, Singen vorerst nein: Unter Auflagen dürfen die mehr als 200 Musikschulen in Baden-Württemberg ab Mittwoch den Betrieb wieder aufnehmen. Ebenfalls soll der Unterricht an den Jugendkunstschulen wieder starten. Das teilte das Kultusministerium am Montag in Stuttgart mit. "Auch das beste Video-Tutorial ist kein Ersatz für einen Musik- oder Kunstunterricht von Angesicht zu Angesicht", so Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Die Einrichtungen hatten wegen der Coronakrise im März schließen müssen. Erlaubt ist demnach zunächst Unterricht zur Berufs- und Studienvorbereitung sowie Einzelunterricht, allerdings mit Ausnahmen. So müssen sich Gesangsschüler und Bläser weiterhin gedulden, weil hier das Infektionsrisiko durch eine erhöhten Abgabe verbrauchter Atemluft höher eingestuft wird. Während des Unterrichts müssen Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen gewahrt werden. Doch auch so können nicht alle Musikschulen sofort voll durchstarten. So müssen beispielsweise noch Raumfragen geklärt werden, wenn Musikschulen für ihren Unterricht beispielsweise keine eigenen Räume haben und die regulären Schulgebäude nutzen.

Ifo-Umfrage: Zahlreiche Branchen planen Entlassungen oder Stellenstreichungen

8:15 Uhr

Die Corona-Krise schlägt mehr und mehr auf den Arbeitsmarkt durch: Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts in München planen Unternehmen in zahlreichen Branchen, Beschäftigte zu entlassen oder befristete Verträge nicht zu verlängern. Konkret gaben 22 Prozent der befragten Betriebe in Baden-Württemberg und 20 Prozent in Bayern an, einen Beschäftigungsabbau bereits beschlossen zu haben. Vor allem betroffen sind Betriebe in der Gastronomie, Reisebüros und die Automobilbranche. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München ist eine Forschungseinrichtung, die sich mit der Analyse der Wirtschaftspolitik beschäftigt und monatlich den Ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt.

Diese Lockerungen gelten seit heute für Baden-Württemberg

8:00 Uhr

In der Corona-Krise dürfen weitere Dienstleister wieder öffnen, auch Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheime werden gelockert - ein Überblick:

Hohe Corona-Bußgeldeinnahmen in Heilbronn

7:45 Uhr

Die Stadt Heilbronn hat wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung Bußgelder in Höhe von mehr als 240.000 Euro verhängt. Insgesamt gab es seit Einführung der Ordnungsgelder rund 800 Anzeigen, 200 mehr als Ende April.

Warnung vor Vereinnahmung der Corona-Proteste

7:30 Uhr

Nachdem am Wochenende tausende Menschen in Stuttgart und anderen Städten Deutschlands gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert haben, warnen Vertreter verschiedener Parteien vor einer Vereinnahmung der Proteste gegen Corona-Maßnahmen durch Extremisten. SPD-Chefin Saskia Esken sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, wer die Pandemie leugne und zum Verstoß gegen Schutzvorschriften aufrufe, nutze die Verunsicherung der Menschen "schamlos" aus. Die Verbreitung falscher Botschaften zur Corona-Pandemie ziele darauf ab, "die Gesellschaft zu destabilisieren und zu spalten". Sie rief dazu auf, mit "Aufklärung" zu reagieren. Dabei appellierte sie auch an jene Bürger, welche die Restriktionen gutheißen. "Wegschauen und schweigen hilft nicht. Hier müssen wir gegenhalten und uns als streitbare Demokraten erweisen."

Blick ins Nachbarland: Weitreichende Lockerungen in der Schweiz

7:00 Uhr

Die Schweizer Bundesregierung hebt die coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf. Alle Lockerungen sind allerdings weiterhin an strenge Hygieneauflagen und Abstandsregeln geknüpft. Ab 11. Mai dürfen in der Schweiz nicht nur Läden, Märkte und Schulen wieder öffnen, sondern auch Museen, Bibliotheken und Restaurants. Gastronomiebetriebe müssen ihre Tische allerdings mit zwei Metern Abstand aufstellen und an jedem Tisch dürfen nur vier Gäste sitzen. Zudem will die Schweiz wieder Sporttrainings erlauben. Auch der öffentliche Verkehr soll wieder hochgefahren werden. Diese Lockerungen seien möglich, weil die Zahl der Neuinfektionen rückläufig sei und die Bekämpfungsmaßnahmen Wirkung gezeigt hätten, so der Schweizer Bundesrat. Die derzeitigen Grenzkontrollen bleiben bis auf Weiteres bestehen. Bis Ende August wird es in der Schweiz auch keine Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen geben.

Grüne fordern Grenzöffnungen zu den Nachbarstaaten

6:30 Uhr

Die baden-württembergischen Grünen im Bundestag fordern in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarn. "Wir sollten den innereuropäischen Grenzverkehr grundsätzlich wieder zulassen und regeln, wer aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht einreisen darf", erklärte Harald Ebner, Sprecher der baden-württembergischen Grünen im Bundestag. "Die Ausnahmen, die jetzt gelten, sorgen für ein heilloses Durcheinander, das die Grenzbeamten und die Menschen überfordert." In dem Schreiben vom Sonntag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert die Landesgruppe, die Grenzkontrollen infolge der Corona-Krise zusammen mit dem jeweiligen Nachbarland durchzuführen.

Montag, 11. Mai 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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