Coronavirus unter dem Mikroskop  (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Virus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Sonntag, 26. April 2020

STAND

Die Auswirkungen des Coronavirus bestimmen den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog gibt es zusammengefasst die neuesten Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport für Baden-Württemberg.

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg:

31.017 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg - 20.701 wieder gesund

18:28 Uhr

Am Sonntag hat das Sozialministerium Baden-Württemberg weitere 278 bestätigte Infektionen gegenüber dem Vortag mit dem Coronavirus gemeldet.Nach aktuellem Stand weisen damit 31.017 Menschen eine bestätigte Corona-Infektion auf. Davon sind 20.701 Personen bereits wieder genesen. Nach offiziellen Angaben sind 1.249 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Dies entspricht einem Anstieg um 12 Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg weiterhin mit R 0,8 angegeben. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht abnimmt.

Wieder mehr Verstöße gegen Coronaregeln am Wochenende

15:27 Uhr

Bei schönstem Frühlingswetter und dazu noch geöffneten Geschäften sind etliche Menschen in Baden-Württemberg am Wochenende dichter zusammengekommen als erlaubt. So registrierte die Polizei in Mannheim, Heidelberg und dem Umland nach eigenen Angaben wieder mehr Menschen in den Innenstädten und damit auch eine Zunahme von Verstößen gegen die Corona-Verordnung. Im Großen und Ganzen seien die Abstandsregeln aber eingehalten worden, hieß es. 90 Fahrzeuge und mehr als 1.100 Menschen seien kontrolliert worden, dabei habe es 71 Verstöße gegeben - allesamt gegen Mindestabstandsregel und Kontaktverbot. Die Polizei Ulm berichtete von insgesamt nur wenigen Verstößen, listete aber mehrere Fälle auf, in denen in Ulm selbst oder in umliegenden Städten kleine Grüppchen aufgelöst werden mussten, die sich im Freien getroffen hatten. Bei einer Demonstration gegen die Einschränkung der Grundrechte in Offenburg kamen laut Polizei statt der angemeldeten 30 Teilnehmer bis zu 200, die dann zu dicht beisammen standen.

Rheinfelden: Erste OB-Wahl in Corona-Zeiten

14:19 Uhr

In Rheinfelden (Landkreis Lörrach) wählen die Bürger am Sonntag ihren Oberbürgermeister. Es ist die erste OB-Wahl in Zeiten von Corona. Einziger Kandidat ist der 63-jährige Amtsinhaber Klaus Eberhardt von der SPD. Er wurde 2012 erstmals zum Oberbürgermeister gewählt und war zuvor Bürgermeister von Weil am Rhein (Landkreis Lörrach). Die Stadt hatte wegen der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, per Brief zu wählen. Eberhardt gab seine Stimme aber im Wahllokal ab. Er begründete dies damit, dass er sich von den Hygienemaßnahmen überzeugen wollte.

Klaus Eberhardt wirft seinen Stimmzettel in eine Wahlurne. Er trägt einen Mundschutz. (Foto: SWR, Matthias Zeller)
Der amtierende Oberbürgermeister und einzige Kandidat, Klaus Eberhardt, gab seine Stimme im Wahllokal ab. Matthias Zeller

Ministerin ruft zum Kauf von Alltagsmasken "made in BW" auf

12:34 Uhr

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat mit Blick auf die ab Montag geltende Maskenpflicht zum Kauf von Alltagsmasken aus Baden-Württemberg aufgerufen. Bereits mehr als 180 Firmen aus dem ganzen Land hätten Kapazitäten für die Produktion von Mund-Nase-Masken gemeldet, teilte ihr Ministerium am Sonntag in Stuttgart mit. Sie sei beeindruckt über diese Resonanz. In der Krise gelte es, die Wertschöpfung in Baden-Württemberg zu sichern. Mit der Nutzung von Alltagsmasken "made in BW" könne jeder Einzelne zur Unterstützung der heimischen Textil- und Bekleidungsindustrie beitragen, erläuterte Hoffmeister-Kraut.

Polizeipräsidentin warnt vor mehr Verstößen nach Corona-Krise

8:12 Uhr

Die neue Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz warnte vor einer Zunahme von Gesetzesverstößen nach der Corona-Krise in Baden-Württemberg. "Wenn sich die wirtschaftliche Lage negativ entwickelt, kann das auch bedeuten, dass mehr Menschen auf andere Weise versuchen, an Geld zu kommen und da kann Kriminalität durchaus eine Rolle spielen", sagte Hinz der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Etwa wenn Menschen ihren Job verlieren und keine Perspektive haben, schnell wieder Arbeit zu finden. Hinz nannte als Beispiele eine Reihe möglicher Delikte vom Nichtbezahlen der Tankfüllung über Internetbetrug bis hin zu unsauber abgewickelten Insolvenzen. Deshalb dürfe man trotz milliardenschwerer Hilfspakete und sinkender Steuereinnahmen auf keinen Fall künftig bei der Polizei sparen. Zwar sei das Leben in Deutschland derzeit sicher. Aber: "Wenn wir wollen, dass das so bleibt, dann müssen wir da rein investieren."

Sonntag, 26. April 2020

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