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Die Auswirkungen des Coronavirus bestimmen den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog gibt es zusammengefasst die neuesten Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport für Baden-Württemberg.

Das war der Freitag in Baden-Württemberg:

21:56 Uhr

Der Verband Bildung und Erziehung möchte noch diesen Schuljahr alle Schüler zurück in den Präsenzunterricht holen. Frauenhäuser befürchten mehr Fälle von häuslicher Gewalt. Und mehrere Stuttgart-21-Bauarbeiter haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die wichtigsten Informationen des Tages aus Baden-Württemberg sehen Sie zusammengefasst im Corona-Ticker.

Rheinfelden wählt OB trotz Corona

21:44 Uhr

Vieles läuft derzeit anders als sonst, auch das Wählen. Das wird sich am Sonntag in Rheinfelden (Kreis Lörrach) zeigen, wenn die Bürger den Oberbürgermeister wählen. Es ist die erste OB-Wahl in Baden-Württemberg in der Corona-Krise.

Wie schwer ist es, einen Mund-Nasen-Schutz zu bekommen?

20:03 Uhr

Ab Montag gilt in Baden-Württemberg beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht. Doch woher bekommt man eine solche Maske überhaupt?

30.369 Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg

19.01 Uhr

Nach aktuellem Stand weisen 30.369 Menschen in Baden-Württemberg eine bestätigte Coronavirus-Infektion auf. Das bestätigte das Gesundheitsministerium am Freitagabend. Damit ist die Zahl um 457 Fälle (1,5 Prozent) gegenüber dem Vortag gestiegen. Besonders deutlich fiel die Veränderung in Ludwigsburg und Neckar-Odenwald-Kreis aus. Nach offiziellen Angaben sind zudem weitere 31 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - insgesamt sind es mittlerweile 1.203 Tote in Baden-Württemberg.

Für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg können Sie hier nachvollziehen, wie stark sich die Fallzahlen der festgestellten Coronavirus-Erkrankungen im Verhältnis zur Bevölkerung erhöhen.
Die Kurve zeigt den 7-Tage-Trend. Das heißt, es werden für jeden Tag die Infektionen der vergangenen sieben Tage im Verhältnis zur Bevölkerung dargestellt (Inzidenz). Wichtig ist dabei: Der Verlauf der Fallzahlen, die uns bekannt werden, ist nicht immer aussagekräftig. Verläuft die Linie flacher, gehen die Neuinfektionen im Trend der vergangenen sieben Tage zurück. Allerdings zeigt sich dieser Effekt oftmals auch kurzfristig durch geringeren Meldungen an den Wochenenden. Niedrigere Fallzahlen am Wochenende bedeuten aber nicht grundsätzlich, dass sich die Lage entspannt.

Klinikum Heidelberg: Freie Intensivbetten und mehr Operationen

18:47 Uhr

In Baden-Württemberg sind mittlerweile mehr Menschen vom Coronavirus genesen als erkrankt. Das hat auch eine positive Auswirkung auf die Auslastung der Krankenhäuser. In Heidelberg zum Beispiel werden die Intensivbetten jetzt für andere Patienten freigegeben.

Mannheimer Uniklinik untersucht Patienten auf Antikörper gegen Corona

18:31 Uhr

Antikörper-Tests helfen, um festzustellen, ob ein Mensch an Corona erkrankt ist und Abwehrkräfte entwickelt hat. Wie zuverlässig solche Tests sind, untersucht die Uniklinik Mannheim.

Schrittweise Grenzöffnung zu Frankreich vorstellbar

18:09 Uhr

Die Grenze zu Frankreich könnte schrittweise wieder geöffnet werden - wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Das hat der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Aussicht gestellt. "Wenn sich die Lage im Elsass und Baden-Württemberg nun weiter angleicht, wenn auch in Frankreich wieder Geschäfte öffnen, können die Grenzschutzmaßnahmen Stück für Stück wieder zurückgefahren werden", sagte Strobl. Er hatte sich zuvor in einer Telefonkonferenz mit dem Präsidenten der Region Grand Est, Jean Rottner, ausgetauscht. Die Regeln sollten grenzüberschreitend koordiniert, die Grenzmaßnahmen an der deutsch-französischen Grenze so schnell wie möglich zurückgefahren werden, sagte der deutsche Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, Andreas Jung.

Persönliche Behördengänge ab Anfang Mai wieder möglich

17:31 Uhr

Rathäuser und Landratsämter sollen ab dem 4. Mai für den Publikumsverkehr schrittweise wieder öffnen. Das hat der Landkreistag Baden-Württemberg auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Bisher konnten nur die dringlichsten Fälle nach einer Terminvereinbarung bearbeitet werden. Ab Anfang Mai sollen Ausweisverlängerung, Autozulassungen und ähnliche Behördengänge wieder wie gewohnt getätigt werden. Die nötigen Hygienestandards sollen dabei gewahrt bleiben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski, dem SWR. Auch Behörden-Personal, das Risikogruppen angehört oder wegen der Corona-Krise anderen Aufgaben nachgehen muss, schränkt die Öffnung ein. Einige Außenstellen bleiben daher weiterhin geschlossen.

Irritationen bei Bundespolizei wegen neuer Einreisebestimmungen

17:19 Uhr

Das Bundesinnenministerium hat die vorübergehenden Einreisebeschränkungen an den Grenzen zur Schweiz, Österreich und zu Frankreich für Familien gelockert. An den Grenzen in Konstanz und Lindau sorgte das bei der Bundespolizei erstmal für Verwirrung: Es sei keine offizielle Verfügung eingegangen, so die Sprecherin der Bundespolizei Kempten, die für den Kreis Lindau zuständig ist. Wie der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) dem SWR sagte, sei eine Verfügung unterwegs und sollte noch am Freitag eingehen. Jung und seine beiden südbadischen Kollegen, Felix Schreiner (CDU) aus Waldshut und Armin Schuster (CDU) aus Lörrach, hatten sich für Lockerungen eingesetzt.

Aktion "Leere Stühle": Gastronomen demonstrieren vor Ulmer Münster

16:34 Uhr

Viele Cafés, Kneipen und Hotels müssen wegen des Coronavirus seit Wochen geschlossen bleiben. Für die Betreiber bedeutet das große finanzielle Verluste. Dagegen haben am Freitag Gastronomen in knapp 80 Städten mit der Aktion "Leere Stühle" demonstriert - auch in Ulm und Aalen. Die Initiative fordert unter anderem eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent von Beginn an, eine dauerhafte Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent, mehr Zuschüsse und eine klare Exit-Strategie.

Lehrerverband möchte noch dieses Schuljahr Präsenzunterricht für alle

15:50 Uhr

Der Verband Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg warnt vor einem dauerhaften Fernunterricht. Dieser würde die Qualität extrem mindern, außerdem würden nicht alle Schüler gleich erreicht werden. Besonders die Kinder in den Grundschulen müssten ab Juni zurück in den gewohnten Unterricht dürfen. Dies hätte laut dem Landesvorsitzenden des Verbandes, Gerhard Brand, vor allem pädagogische Gründe. Die Wiederaufnahme des Unterrichts stelle aber insbesondere große Schule vor personelle Herausforderungen.

Bad Mergentheim ordnet als erste Kommune in BW Kurzarbeit an

14:57 Uhr

Bei der Stadtverwaltung von Bad Mergentheim (Mein-Tauber-Kreis) ist in fünf Abteilungen Kurzarbeit angeordnet worden. Man wolle ein klares Zeichen setzen, in der Krise zu sparen, sagte Oberbürgermeister Udo Glatthaar dem SWR. Die Anordnung gelte bis 30. September für 34 städtische Bedienstete: "Die gehören zu den Bereichen Veranstaltungsmanagement, zur Volkshochschule, zur Jugendmusikschule, Touristinformation und dann unsere Freibäder", so Glatthaar. Zur Not könne man alles wieder reduzieren, sofern es weitere Erlaubnisse gäbe, Bereiche wiederzueröffnen.

"Fridays for Future"-Demonstranten in Stuttgart angezeigt

14:32 Uhr

Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" hatte für Freitag "den größten Onlineprotest jemals" geplant: Mitten in der Corona-Krise will die Bewegung in vielen Ländern für mehr Klimaschutz demonstrieren. Wegen der weltweiten Pandemie finden die Aktionen überwiegend im Internet statt. "Bekämpft jede Krise", schrieben in den vergangenen Tagen schon viele junge Menschen auf Schilder. Doch nicht überall blieb es beim virtuellen Protest. Auch in Stuttgart gingen am Freitag Menschen im Namen von "Fridays for Future" nach langer Pause wieder auf die Straße - und kassierten dabei Anzeigen der Polizei. Einige Teilnehmer in Stuttgart sollen in Gruppen mit mehr als zwei Leuten unterwegs gewesen sein. Dies sei ein Verstoß gegen die Corona-Verordnung des Landes, teilte eine Polizeisprecherin mit.

19 Arbeiter auf S21-Baustelle an Covid-19 erkrankt

13:59 Uhr

Nach der Erkrankung von mehreren Bauarbeitern auf den Baustellen des Bahnprojekts Stuttgart 21 an Covid-19 sind 43 Kontaktpersonen in eine sogenannte Schutzunterkunft gebracht worden. Zunächst waren über 90 Männer in Quarantäne in einer Arbeiterunterkunft und wurden vorsorglich auf das Virus untersucht. 19 Personen wurden positiv getestet. Diese und ihre direkten Kontaktpersonen mussten daher in eine gesonderte Isolation. Wer symptomfrei und negativ getestet worden sei, für den habe die Isolation geendet. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Laut Corona-Verordnung ist der Betrieb von Baustellen erlaubt. Allerdings müssen auch auf Baustellen Vorsichtsmaßnahmen zum Arbeitsschutz und gegen eine Ausbreitung des Coronavirus eingehalten werden.

Corona-Update: Maskenpflicht ab Montag

13:35 Uhr

Ab Montag gilt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht beim einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber im Moment ist es gar nicht so leicht an welche dran zu kommen. Das und mehr in unserem Corona-Update:

Spielhallenbetreiber scheitert mit Eilantrag gegen Corona-Verordnung

12:57 Uhr

Ein Betreiber von drei Spielhallen ist vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim mit einem Eilantrag gegen die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gescheitert. Das Gericht hatte bereits in einem früheren Verfahren erklärt, es sei zwar offen, ob die Corona-Verordnung verfassungsrechtlich in Ordnung sei. Eine einstweilige Anordnung auf Außerkraftsetzung könne jedoch nicht ergehen, teilte das Gericht am Freitag mit. Dazu wäre es notwendig, dass die Belange das Antragstellers deutlich überwiegen. Das sei wegen der hohen Bedeutung von Leib und Leben aber nicht der Fall. Die durch die Corona-Verordnung angeordnete Schließung von Spielhallen sei verhältnismäßig und zumutbar.

Grundschüler und Kita-Kinder müssen eventuell bis Mitte Juni zu Hause bleiben

9:53 Uhr

In Baden-Württemberg müssen Kita-Kinder und Grundschüler der Klassen eins bis drei möglicherweise noch bis Mitte Juni zu Hause bleiben. Das steht in einem Schreiben des Landes-Städtetags, das dem SWR vorliegt. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hält das für möglich. Im SWR-Interview sagte sie: "So lange wir die Entwicklung von Corona nicht eingedämmt haben und eine zweite Infektionswelle befürchten müssen, können wir nur vorsichtig vorangehen." Man schaue sich die Situation jede Woche neu an, so Eisenmann weiter.

Frauenhäuser befürchten mehr Gewaltopfer wegen Corona-Krise

8:23 Uhr

Frauen, die während der Corona-Krise häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, können kaum Unterschlupf in den Frauenhäusern im Land finden. "Das bestehende Problem, dass es in Baden-Württemberg viel zu wenig Plätze gibt, wird durch die Corona-Krise deutlich verschärft", sagte Andrea Bosch von der Koordinierungsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser. Es sei zu befürchten, dass mit den Lockerungen in der Corona-Krise Opfer häuslicher Gewalt verstärkt Schutz brauchten. Doch freie Plätze seien in den 42 Frauen- und Kinderschutzhäusern Mangelware. In Baden-Württemberg ist noch kein Andrang vergewaltigter oder geschlagener Frauen auf die Frauenhäuser zu verzeichnen. "Informationen aus Ländern wie China, Italien und Spanien weisen aber darauf hin, dass Gewalt auch in Deutschland zunehmen wird", sagte Bosch. Laut Innenministerium stellt die Polizei derzeit keine signifikante Veränderung bei häuslicher Gewalt fest. Sie beobachte aber aufgrund der derzeitigen Konzentration auf das familiäre Umfeld die Entwicklung sehr genau.

Freitag, 24. April 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

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