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Die Zahl der Infizierten am neuartigen Coronavirus steigt immer weiter. Das Virus stellt die Baden-Württemberger vor völlig neue Herausforderungen. Lesen Sie die neuesten Entwicklungen in unserem Live-Blog.

Das ist am Dienstag passiert im Land:

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Verwirrung um Coronavirus-Tests: Nachmessung zeigt nachträglich positive Patienten

20:42 Uhr

Nach einer Debatte über möglicherweise nicht verwertbare und liegengebliebene Coronavirus-Tests hat ein Labor in Ravensburg im Laufe des Dienstags ausstehende Proben analysiert. Durch die Nachmessung seien noch positive Patienten diagnostiziert worden, sagte der beauftragte Geschäftsleiter des Labors, Diethard Müller, am Dienstagabend. Im Laufe des Abends sollten alle der 2.000 noch ausstehenden Proben analysiert werden.

In einer Zwischenbilanz sagte Müller, fast alle Proben seien analysiert und rund 12 Prozent der Patienten positiv getestet worden. Bei 2.000 Proben entspricht das einer Zahl von rund 240. Der Anteil positiver Patienten unterscheide sich bei den nachträglich gemessenen Proben nicht auffällig von an anderen Tagen in der Kalenderwoche durchgeführten Tests. Das zeige, dass die Empfindlichkeit der Messung nicht auffällig nachgelassen habe. Da ein Abbau der Viren in den Proben aber nicht ausgeschlossen werden könne, sollten Patienten bei einem negativen Ergebnis eine neue Probe einsenden, wenn sie noch krank sind.

Ulmer Gastro-Unternehmen gibt kostenloses Essen aus

19:49 Uhr

Das Ulmer Unternehmen "Gastro-Menü" gibt in Zeiten des Coronavirus kostenloses Essen an Hilfskräfte - etwa an Polizisten, Ärzte oder Feuerwehrleute - aus. Und das, obwohl der Großküche wegen der Schul-, Kita- und Restaurantschließungen selbst zahlreiche Aufträge fehlen.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Innenminister Strobl fordert: Medizinische Minijobber sollen Arbeitszeit aufstocken dürfen

19:36 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) aufgefordert, die steuerlichen Regelungen für geringfügig Beschäftigte im Medizinsektor zu lockern. Medizinisches Personal, das auf 450-Euro-Basis beschäftigt ist, solle die Arbeitszeit aufstocken dürfen, ohne steuerliche Nachteile zu haben, forderte Strobl nach einem Bericht der Funke-Zeitungen (Mittwochsausgaben) in Briefen an Merkel und Heil. "Dies wäre ein essentieller Beitrag für die Bewältigung dieser nie dagewesenen Krisensituation und könnte mitunter auch Menschenleben retten", schreibt Strobl demnach.

Viele geringfügig Beschäftigte würden derzeit von einer Aufstockung absehen, da "die derzeitige gesetzliche Lage durch eine große steuerliche Mehrbelastung eine Mehrarbeit absolut unattraktiv macht". Auch bei einer zeitlichen Aufstockung solle das medizinische Personal den Status als Minijobber behalten, fordert der baden-württembergische Innenminister. "In diesen Tagen ist medizinisches Fachpersonal eine der wichtigsten Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen", schreibt Strobl. "Sie zu schützen und auch alle bei uns vorhandenen Kapazitäten zu aktivieren, ist das Gebot der Stunde."

710 Neuinfizierte in Baden-Württemberg

18:37 Uhr

Das zuständige Ministerium in Baden-Württemberg hat aktualisierte Fallzahlen für das neuartige Coronavirus veröffentlicht. Nach aktuellem Stand weisen in Baden-Württemberg 6.043 Menschen eine bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auf. Damit ist die Zahl um 710 Fälle (13,3 Prozent) gegenüber dem Vortag gestiegen. Die Infizierten weisen ein Durchschnittsalter von 48 Jahren auf, die Spannweite liegt bei 0 bis 98 Jahren. Besonders deutlich fiel die Veränderung in Rems-Murr-Kreis und Mannheim (Stadtkreis) aus.

Zudem wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 37 an. Davon waren 28 Personen 80 Jahre oder älter.

Weitere Karten und Grafiken zur Infektionsrate im Südwesten, den Corona-Fallzahlen in BW und RP und mehr finden Sie hier:

Nach Kritik an Sonderfahrplan: Änderungen in der Region Stuttgart

18:30 Uhr

Weil die Menschen in der Region Stuttgart aufgrund der Corona-Krise weitestgehend zu Hause bleiben sollen, haben viele Verkehrsunternehmen reagiert und lassen Busse und Bahnen seltener fahren. In Stuttgart gilt seit Dienstag ein Sonderfahrplan, der sich am Sonntagsfahrplan orientiert. Das heißt, insbesondere in den Morgenstunden sind weniger Fahrzeuge unterwegs. Viele Fahrgäste finden das in Zeiten der Corona-Epidemie eine Zumutung, ein Mindestabstand sei nicht einzuhalten, man stünde "Wange an Wange".

Breisgau: Sanitätssoldaten werden in Krankenhäusern eingesetzt

18:15 Uhr

Erstmals in der Corona-Krise sind seit Dienstag Soldaten zur Unterstützung in Krankenhäusern in Baden-Württemberg im Einsatz. Je sieben Sanitätssoldaten würden in Krankenhäusern in Freiburg und Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) zunächst einmal eingewiesen und sollen künftig im Klinikbetrieb helfen, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Dienstag.

Die Sanitätssoldaten sind ausgebildete Notfallsanitäter und Rettungsassistenten und helfen bei der Versorgung von zu beatmenden Patienten. Durch die Unterstützung der Bundeswehr, die auch Material wie Beatmungsgeräte stellt, sowie durch die hohe Bereitschaft der eigenen Mitarbeiter zu Überstunden oder Wochenenddiensten können laut dem Krankenhaus doppelt so viele zu beatmende Patienten versorgt werden.

Heidenheim: Desinfektionsmittel-Hersteller im "24/7-Modus"

17:36 Uhr

Die Nachfrage an Desinfektionsmitteln ist explosionsartig angestiegen. Darauf hat der Medizinproduktehersteller Hartmann in Heidenheim mit einer "Rund-um-die-Uhr-Produktion" reagiert. Corona bestimme zurzeit nahezu alle Themen bei Hartmann. Bei der Produktion von Desinfektionsmitteln vor allem für Krankenhäuser sei das Unternehmen im "24/7-Modus", sagte die Vorstandschefin Britta Fünfstück bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag.

Trotzdem könne der riesige Bedarf an Desinfektionsmitteln nicht gedeckt werden. Für die Sicherheit der Mitarbeiter gebe es getrennte Schichten. Schutzmasken werden nicht von der Firma selbst hergestellt, um auch hier zusätzliche Lieferungen zu ermöglichen, nutzt das Unternehmen seine weltweiten Kontakte.

Vielzahl an freiwilligen Erntehelfern in Bodensee-Oberschwaben

17:17 Uhr

Viele Freiwillige in der Region Bodensee-Oberschwaben bieten sich derzeit als Erntehelfer an. Nachdem das Land am Montag die Internetplattform "Das Land hilft" online gestellt hat, haben sich nach einem Tag bereits rund 400 Interessierte aus der Region gemeldet und Landwirten Hilfe angeboten. Die meisten Unterstützungsangebote gibt es aus Konstanz, hier haben sich mehr als 170 Freiwillige auf der Plattform registriert: Studierende, aber auch Schüler und Menschen, die wegen Corona derzeit keine Arbeit haben. Viele wollen gerne Vollzeit arbeiten, sowohl auf dem Feld als Erntehelfer, als auch im Hofladen oder im Betrieb. Beim Maschinenring Tettnang (Bodenseekreis), der die Plattform mit initiiert hat, ist man von der großen Resonanz überwältigt.

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ZF prüft Hilfen für Land

17:15 Uhr

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen prüft derzeit, ob das Unternehmen der Landesregierung bei der Bewältigung der Corona-Krise helfen kann. So mache man sich Gedanken, ob zum Beispiel Räumlichkeiten zur Versorgung beatmungsbedürftiger Patienten bereitgestellt werden könnten. Dafür müsste laut ZF die Versorgung mit Sauerstoff und Wasser sichergestellt sein. Überlegt werde auch, Atemschutzmasken, die ZF seit wenigen Wochen in China produziert, nach Deutschland liefern zu lassen. Ministerpräsident Kretschmann hatte Firmen der Automobilwirtschaft angeschrieben, ob sie beispielsweise Beatmungsgeräte und Atemschutzmasken herstellen könnten.

Bei Corona-Verdacht: Telefonische Krankschreibung für zwei Wochen

16:59 Uhr

Die Menschen in Deutschland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen. In der Corona-Krise bestand die Möglichkeit bereits für sieben Tage. Nun vereinbarten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Krankenkassen-Spitzenverband die Verlängerung, wie die KBV am Dienstag in Berlin mitteilte. Die telefonische, 14-tägige Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit sei möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. "Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt."

Wenn ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, soll der Arzt dem Patienten sagen, wo dieser sich testen lassen kann. In einigen Regionen brauchen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung. Diese soll die Praxis per Post schicken. Falls es den Patienten schlechter geht, sollen sie nach telefonischer Anmeldung zum Arzt gehen. Die Möglichkeit zur Zwei-Wochen-Krankschreibung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

Polizei: 346 Verstöße in BW gegen Bundesinfektionsschutzgesetz

16:34 Uhr

Die Polizei im Land hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus am Montag 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz festgestellt. 93 Strafverfahren und 253 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Bei Schwerpunktkontrollen seien 431 Fahrzeuge und 2.402 Menschen kontrolliert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. "Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben - und sie halten sich auch daran", bilanzierte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Ausgangsbeschränkungen und die Einhaltung anderer Maßnahmen würden intensiv überwacht.

Stuttgart: Roboter-Einsatz am Klinikum

15:35 Uhr

Am Stuttgarter Klinikum müssen alle Patienten, die in die Notaufnahme wollen, zuerst in die Fieber-Ambulanz, wo sie auf das Coronavirus getestet werden. Zusätzlich soll ein Roboter bei der Auswertung der Abstriche im Labor helfen.

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Stuttgart will im April auf Kita-Gebühren verzichten

15:05 Uhr

Die Stadt Stuttgart plant, Eltern von Gebühren für die Kinderbetreuung zu befreien. Demnach würde die Stadt im April auf Kita- und Essensbeiträge in städtischen Einrichtungen verzichten, heißt es in einer Mitteilung. Für freie Träger und Tagespflegepersonen sind Erstattungen vorgesehen. Das geht aus einer Vorlage an den Gemeinderat hervor, die die Verwaltung am Dienstag veröffentlicht hat. Der Gemeinderat soll darüber in seiner nächsten planmäßigen Sitzung am 2. April entscheiden. Auszugleichen seien rund 3,2 Millionen Euro. Die Abbuchung der Elternbeiträge werde bis zur Beschlussfassung ausgesetzt. Der Vorschlag der Verwaltung schließt auch freie Träger und die Kindertagespflege mit ein. Die Entscheidung, auf Kostenbeiträge ganz oder teilweise zu verzichten, liegt in der Entscheidungshoheit des jeweiligen Trägers. Wenn sich Träger dazu entscheiden, erhalten sie von der Stadt Stuttgart eine Erstattung, heißt es weiter in der Mitteilung. Ebenso soll die finanzielle Förderung von Tagespflegepersonen ohne Einschränkungen weiter erfolgen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat das Land Baden-Württemberg aufgefordert, wie Sachsen und Schleswig-Holsteins generell die Kita-Kosten für Familien zu übernehmen, um so in der Krise eine Entlastung zu schaffen. Viele Kommunen würden den Schritt gerne gehen, zögerten aber aus finanziellen und rechtlichen Gründen, so der DGB. Sie befürchteten Sanktionen der Finanzaufsicht. Die Landesregierung solle daher Kompensationsmittel für die Kommunen bereitstellen, damit diese auf Kita-Gebühren verzichten beziehungsweise den freien Trägern die Kosten komplett erstatten können.

Stihl spendet Rems-Murr-Kliniken Mundschutzmasken

14:50 Uhr

Das Waiblinger Unternehmen Stihl spendet den Rems-Murr-Kliniken 1.500 Mundschutzmasken für das Krankenhauspersonal bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. Die Masken stammten aus dem Bestand des Unternehmens. "Dem gesamten medizinischen Personal gebührt unser aller Respekt", so Michael Prochaska, Vorstand Personal und Recht. Mit der Spende wolle man einen kleinen Beitrag zum Schutz bei der täglichen Arbeit in den Krankenhäusern leisten.

Badische Landeskirche ruft zum abendlichen Hausgebet auf

14:35 Uhr

Angesichts fehlender Gottesdienste wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Evangelische Kirche in Baden zum abendlichen Hausgebet aufgerufen. Die Gläubigen sollten sich täglich um 19:30 Uhr Zeit für ein räumlich getrenntes und dennoch gemeinsames Gebet nehmen, teilte die Landeskirche am Dienstag in Karlsruhe mit. In vielen badischen Kirchengemeinden läuten zu dieser Zeit die Kirchenglocken. Zum Abendläuten hat die badischen Landeskirche die Aktion "Nicht allein" ins Leben gerufen, mit der die Verbundenheit im Gebet und in der christlichen Gemeinschaft auch auf digitale Weise erfahrbar werden soll. Auf einer digitalen Karte www.nichtallein.net können Menschen sich eintragen und sehen, wo andere Menschen gerade beten.

Verbraucherzentrale warnt vor Corona-Abzocke

14:22 Uhr

Die baden-württembergische Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Die Verbraucherschützer wiesen am Dienstag in Stuttgart eindringlich darauf hin, dass derzeit weder Medikamente noch Nahrungsergänzungsmittel bekannt seien, die konkret gegen das neuartige Virus SARS-CoV-2 helfen könnten. Anderslautende Werbung sei ein Versuch, Geschäfte mit der Angst zu machen. Als ein Beispiel, wie verängstigten Menschen Geld aus der Tasche gezogen werden soll, nennt die Verbraucherzentrale ein "Immunpaket" für nahezu 60 Euro. Es enthalte neben 100 Millilitern Ingwerkonzentrat genau 90 Nährstoffkapseln mit allgemein bekannten und leicht verfügbaren immunstärkenden Stoffen wie Zink und Vitamin D. Verkauft würden unter anderem "Notfallpakete", die vor allem aus Keksen und abgelaufener Schokolade bestünden und den Schluss nahelegten, dass der anbietende Händler überständige Ware teuer loswerden wolle. Die Verbraucherzentrale rät, sich möglichst ausgewogen zu ernähren. Dann brauche es in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel.

Statt Schutzmasken Mundtücher für niedergelassene Ärzte

13:50 Uhr

Der Bund hat Baden-Württemberg laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mundtücher statt der versprochenen Schutzmasken geliefert. Es seien 50.000 Schutzmasken für niedergelassene Ärzte zugesagt worden, gekommen seien aber nur Mundtücher und davon viel weniger als 50.000, wie KV-Sprecher Kai Sonntag am Dienstag in Stuttgart mitteilte. "Die Mundtücher lösen unser Problem nicht." Die üblicherweise bei Operationen genutzten Tücher säßen nicht so fest wie Schutzmasken. Die KV habe aber auf dem freien Markt Masken erworben, die zunächst an Augen-, Hals-Nasen-Ohren-, Kinder-, Lungen- und Hausärzte verteilt würden. Damit seien die Engpässe aber nicht beseitigt. "Wir haben landesweiten Mangel an Schutzausrüstung", hatte Sonntag der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen" (Dienstag) gesagt. Die Kassenärztliche Vereinigung vertritt in Baden-Württemberg unter anderem die Interessen von über 17.000 niedergelassenen Ärzten.

Haustiere erkranken offenbar nicht an Virus

13:33 Uhr

Mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen können das Virus an ihre Haustiere weitergeben, aber die Tiere erkranken nicht daran. Dies teilte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, am Dienstag in Stuttgart mit. "Nutzen Sie die Zeit, die Sie jetzt zu Hause verbringen müssen, sich mit ihrem Haustier zu beschäftigen", teilte Stubenbord mit. "Sie werden sehen, dass es viele Möglichkeiten gibt, die vielleicht sonst aufgrund des Zeitmangels im Alltag nicht möglich sind oder unmöglich erscheinen."

Soforthilfe-Programm für kleine Unternehmen ab Mittwoch

13:10 Uhr

Kleinere Unternehmen und Selbstständige, die unter den Folgen der Coronavirus-Krise leiden, können von Mittwoch an finanzielle Soforthilfe des Landes beantragen. "Wir haben einen Rettungsschirm aufgespannt, wie es ihn in der Geschichte unseres Landes noch nie gab", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag. Als "Soforthilfe Corona", die die Landesregierung auf den Weg gebracht hat, sollen sogenannte Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten für vorerst drei Monate einmalig bis zu 9.000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro, Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können. "Wir helfen jetzt, und wir helfen unbürokratisch", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).

5.887 Corona-Infektionen und 36 Tote in Baden-Württemberg

12:58 Uhr

Der Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg verlangsamt sich nach Angaben von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Die Kurve flache sich aktuell ganz leicht ab, sagte Lucha am Dienstag bei einer Pressekonferenz der Landesregierung, der er virtuell zugeschaltet war. Lucha berichtete per Videoschalte von mittlerweile 5.887 bestätigt infizierten Menschen in Baden-Württemberg und von 36 Todesfällen. 415 Menschen würden stationär behandelt, das seien rund sieben Prozent der Infizierten. Davon lägen 43 auf Intensivstationen - das entspreche rund 0,7 Prozent der Infizierten.

Kretschmann: "Es gilt nach wie vor Alarmstufe Rot"

12:32 Uhr

"Es gilt nach wie vor Alarmstufe Rot", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in einer Regierungspressekonferenz. Baden-Württemberg bereite Reha-Einrichtungen und Hotels vor, um dort Menschen medizinisch versorgen zu können. Eine Taskforce im Sozialministerium kümmere sich rund um die Uhr darum, Schutzausrüstung zu bekommen, so Kretschmann. Der Automobilhersteller Daimler habe die Lieferung von 110.000 Schutzmasken zugesagt. 300.000 OP-Masken kämen aus Frankfurt. China habe die Lieferung von zehn Millionen OP-Masken angekündigt. Auch hätten sich rund 4.000 Studenten gemeldet, um in Kliniken auszuhelfen, erklärte der Ministerpräsident.

SWR Extra: Corona in BW – Wie reagiert die Landesregierung?

11:57 Uhr

Wie geht es weiter mit der Corona-Krise und den Wirtschaftshilfen? In einer Pressekonferenz äußerte sich die baden-württembergische Landesregierung dazu. Der SWR berichtete live in einem "SWR Extra", das Sie hier nachschauen können:

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11:57 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Baden-Baden wird von zu Hause aus regiert

11:45 Uhr

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) wird in den kommenden Tagen vorsorglich von zu Hause aus arbeiten. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus dem Umfeld der Rathauschefin habe sich mit dem Coronavirus infiziert, teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag mit. Mergen habe sich inzwischen auf das Virus testen lassen. Der erste Bürgermeister Alexander Uhlig befinde sich noch bis zum 31. März in häuslicher Quarantäne.

Volle Züge: Abstandhalten schwierig möglich

11:30 Uhr

Offenbar hat der eingeschränkte Fahrplan bei Bussen und Bahnen in Stuttgart Auswirkungen. Bei Twitter und Facebook berichten Fahrgäste von vollen Zügen, das erforderliche Abstandhalten gestaltet sich schwierig.

Toll,durch Ausdünnung d. Fahrpläne wg #Corona muss ich in d. nächsten Zeit 2x statt 1x umsteigen,um zur Arbeit zu kommen.Dazu an Haltestellen,die enger sind+voller.Oder ich steige in Busse,wo d. Abstand nicht gewãhrleistet ist+ich muss Türöffnung anfordern. #VVS #SSB #Stuttgart🤔

Betrüger nutzen die Angst um das Coronavirus aus

11:07 Uhr

Die Angst im Umgang mit dem Coronavirus nutzen offenbar auch Betrüger aus. Manche geben sich als falsche Ärzte aus, andere versuchen es mit dem Enkeltrick. Klicken Sie hier für mehr Informationen.

Region Stuttgart: Landräte fordern vom Bund mehr Geld für Kliniken

9:27 Uhr

Alle fünf Landräte der Region Stuttgart haben sich zusammengetan und fordern in einem offenen Brief von Bundesgesundheitsminister Spahn mehr Unterstützung für die Krankenhäuser in der Coronakrise. Zusammen mit den Kliniken verlangen sie zudem eine Verbesserung des aktuellen Gesetzentwurfes: Die vorliegende Fassung beurteilen sie als zu bürokratisch und mit zu wenig Geld ausgestattet. Die Landräte der Kreise Rems-Murr, Göppingen, Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen schreiben, dass nach Absage aller planbarer Operationen das Geld in vielen Kliniken maximal für zwei Monate reiche, daher müsse mehr Geld vom Bund fließen. Außerdem benötige man dringend Schutzkleidung, die jetzt bereits ausgehe.

Acht positiv getestete Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen

8:30 Uhr

In den Erstaufnahmeeinrichtungen in Baden-Württemberg leben aktuell acht positiv auf das Coronavirus getestete Flüchtlinge. Im Ankunftszentrum Heidelberg seien es - Stand Montag - sieben und in Sigmaringen ein Fall, teilte das Innenministerium mit. Es seien aktuell keine Infektionen beim Personal bekannt. Alle positiv getesteten Personen und ihre Familienmitglieder seien in Quarantäne gekommen und Kontaktpersonen getrennt untergebracht worden. Nach Angaben des Ministeriums werden alle Neuankömmlinge auf das Virus getestet. Auch negativ getestete Neuzugänge leben 14 Tage lang getrennt von den anderen Bewohnern.

Wiederholung des Schuljahres kein Thema

8:05 Uhr

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), schließt trotz der flächendeckenden Schulschließungen eine Wiederholung des Schuljahrs aus. Hubig sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das Schuljahr 2019/2020 werde auf jeden Fall gewertet. Auch das Abitur sei nicht in Gefahr, so die rheinland-pfälzische Kultusministerin. Zur Not könnten Schüler das Abitur auch ohne Abschlussprüfungen machen. Darauf hätten sich die Kultusminister der Länder geeinigt, so Hubig.

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