STAND

Die Zahl der Infizierten am neuartigen Coronavirus steigt immer weiter. Das Virus stellt die Baden-Württemberger vor völlig neue Herausforderungen. Lesen Sie die neuesten Entwicklungen in unserem Live-Blog.

Einfach mal Danke sagen

21:42 Uhr

Mit Amore, Pizza und Pasta gegen Corona. Nicht nur in den sozialen Medien wird Ärzten und Pflegern ein großes Dankeschön für Ihre Arbeit ausgesprochen. Eine Pizzeria in Baden-Baden macht dies in Form von vielen Pizzen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Alle Neuigkeiten zu den aktuellen Entwicklungen im Corona-Ticker

21:14 Uhr

Geschäfte müssen schließen, Porsche stoppt die Produktion und es herrscht Unklarheit über die Prüfungen in Baden-Württemberg. An diesem Mittwoch hat es wieder viele Meldungen gegeben. Hier der Überblick im Corona-Ticker.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen aus

20:35 Uhr

Deutschland weitet die Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus. Das hat das Bundesinnenministerium mitgeteilt. Betroffen sei jetzt auch der Flug- und Schiffsverkehr. EU-Bürger aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark dürfen demnach nicht mehr nach Deutschland einreisen. Wer aus einem EU-Staat komme, könne zwar noch auf einem deutschen Flughafen landen. Von dort aus müsse aber nahtlos die Weiterreise in das Heimatland angetreten werden.

Österreich kontrolliert ab Mitternacht die Grenze

20:27 Uhr

Österreich kontrolliert wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Mitternacht die Grenze zu Deutschland. Das hat das Innenministerium in Wien angekündigt. Kleinere Grenzübergänge würden geschlossen, sagte eine Sprecherin. Deutschland kontrolliert bereits seit Anfang der Woche an den Übergängen zu Österreich.

Lothar Zimmermann: "Zu viele nehmen es noch auf die leichte Schulter"

20:23 Uhr

Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt momentan täglich stark an. SWR-Gesundheitsexperte Lothar Zimmermann erklärt, warum die bisher ergriffenen Maßnahmen noch nicht wirken konnten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Wie sich das Coronavirus auf den Alltag auswirkt

20:04 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie sind in Baden-Württemberg viele Geschäfte geschlossen geblieben, nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf durften offen bleiben. Dazu zählen unter anderem Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken und auch Baumärkte, Waschsalons und Banken. Bei beliebten Ausflugszielen herrscht bei dem guten Wetter indes Hochbetrieb.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Es ist ernst. Nehmen auch Sie es ernst."

18:48 Uhr

Die gegenwärtige Krise durch das Coronavirus sei die schwerste Herausforderung für Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Das sagt Kanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache. Es komme nun auf solidarisches Handeln an. Die komplette Ansprache wird um 20:15 Uhr im Ersten und im SWR Fernsehen zu sehen sein.

Ansprache zur Coronavirus-Pandemie Merkel: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst."

Die gegenwärtige Krise durch das Coronavirus sei die schwerste Herausforderung für Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Das sagt Kanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache. Es komme nun auf solidarisches Handeln an.  mehr...

Achtes Todesopfer in Baden-Württemberg nach Infektion mit Coronavirus

18:22 Uhr

In Baden-Württemberg sind mittlerweile acht Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium teilte in Stuttgart den Tod eines über 80-Jährigen mit. Der stationär behandelte Patienten aus dem Landkreis Emmendingen ist am Mittwoch verstorben. Dem Gesundheitsministerium wurden am Mittwochnachmittag außerdem 543 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 2.184 (Dienstag 1.641) an.

Arbeitnehmer sollen vor Lohneinbußen geschützt werden

17:46 Uhr

Arbeitnehmer in Deutschland sollen bei Kurzarbeit oder längerfristiger Kinderbetreuung in der Coronakrise vor großen Lohneinbußen geschützt werden. Das erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach einem Treffen mit Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Bundesverfassungsgericht arbeitet im Zwei-Schichtbetrieb

17:41 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht arbeitet wegen der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an im Zwei-Schichtbetrieb. Sollte eine Schicht wegen Infektionen mit dem Virus ausfallen, könne die andere weiterarbeiten, teilte das oberste deutsche Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Bislang sei man ungeachtet vielfältiger Einschränkungen "weiterhin vollständig arbeitsfähig". Mündliche Verhandlungen und Urteilsverkündungen sollen außer bei unaufschiebbaren Angelegenheiten erst wieder ab Mai stattfinden. Auslandsreisen und Besuche ausländischer Delegationen sind abgesagt, das Haus bleibt für Besuchergruppen geschlossen.

Diakonie fordert wegen Corona höhere Grundsicherung

17:39 Uhr

Das Diakonische Werk Württemberg hat eine höhere Grundsicherung für einkommensarme und wohnungslose Menschen gefordert. "Menschen mit geringem Einkommen geht es angesichts der Corona-Pandemie besonders schlecht, ihnen müssen wir schnell helfen", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Kaufmann laut einer Mitteilung vom Mittwoch in Stuttgart. Dieser Personenkreis habe mit erhöhten Preisen im Einzelhandel zu kämpfen, Versorgungssysteme wie die Tafeln oder günstige Mittagstische seien weitgehend geschlossen. Die Diakonie stellt sich damit hinter eine entsprechende Forderung des evangelischen Sozialunternehmens Großerlacher Höhe. Das Werk empfiehlt laut seinem geschäftsführenden Vorstand Wolfgang Sartorius, als Sofortmaßnahme die Regelsätze für jeden Erwachsenen um 100 Euro, für jeden Minderjährigen um 80 Euro anzuheben.

Friedrichshafen: Messehalle als Corona-Notunterkunft

17:20 Uhr

Eine Friedrichshafener Messehalle wird zur Notunterkunft für Corona Patienten. Dies hat am Nachmittag das Landratsamt Bodenseekreis mitgeteilt. Die Messehalle solle als Reserve dienen, falls im Zusammenhang mit Corona kurzfristig Menschen untergebracht werden müssen, beispielsweise gestrandete Reisende oder bei einer Evakuierung. 100 Betten sollen bereitgestellt werden.

850 Polizisten vorsorglich in Isolation

17:09 Uhr

Auch die baden-württembergische Polizei ringt mit dem grassierenden Coronavirus. Rund 850 der insgesamt 24.500 Beamten befänden sich derzeit in Isolation, teilte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. In aller Regel handle es sich um Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten. Das entspreche aber zahlenmäßig der Lage in einer Hochphase der Grippe. Die Infektionen bei der Polizei lägen im "niedrigen zweistelligen Bereich". Der Dienst etwa bei Großveranstaltungen falle nun weg, was die Beamten entlaste. Dafür gebe es mehr Arbeit etwa beim Grenzschutz. "Die klassische Polizeiarbeit wird gewährleistet", sagte der Sprecher. Der Notruf 110 habe immer noch Priorität im täglichen Geschäft.

Mehrere Tafelläden bleiben offen

17:07 Uhr

Trotz Corona-Epidemie bleibt die Schwäbische Tafel in Stuttgart geöffnet. Die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln müsse auch weiterhin gedeckt werden, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Vorgaben des Gesundheitsamts würden beachtet, betonten die Verantwortlichen. Auch in Göppingen, Nürtingen (Kreis Esslingen), Albstadt (Zollernalbkreis) und Calw soll der Betrieb in den Tafelläden eingeschränkt weitergehen.

Reise-Storno wegen Corona: Urlauber bekommen Geld zurück

16:50 Uhr

Wer seine Urlaubsreise wegen der Corona-Krise nicht antreten kann, hat nach Überzeugung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg das Recht, kostenfrei zu stornieren. Betroffene könnten ihr Geld zurückverlangen und müssten sich nicht "mit Gutscheinen abspeisen lassen", sagte Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale am Mittwoch dem Radioprogramm SWR Aktuell in Baden-Baden. Eine weltweite Reisewarnung durch das Auswärtige Amt berechtige Pauschalreisende, von der Reise zurückzutreten, betonte er. Wenn ein Unternehmen Pleite gehe, bevor Geld zurückgeflossen sei, sollten sich die Urlauber beim Insolvenzverwalter melden. In der Regel sei der Verbraucher in Deutschland über einen Reisesicherungsschein gut abgesichert. Im Ausland könne es dagegen schwierig werden, weil dort ein anderes Insolvenzrecht gelte, erläuterte Buttler.

Städtetag zeigt Verständnis für Ladenschließungen

16:07 Uhr

Der Städtetag hat gegenüber dem SWR Verständnis für die Ladenschließungen gezeigt. "Es war eine sehr intensive und verantwortungsbewusste Diskussion darüber, ob die Umsetzung dessen, was vom Bund vorgesehen war, gleichzeitig und in der Fläche geschehen soll", so Geschäftsführerin Gudrun Heute-Bluhm. "Es ist sinnvoll, dass diese Regelung überall unterschiedslos gilt." Zum Vorgehen der Kommunen sagte eine Sprecherin des Städtetags: Wer am Mittwochmorgen seinen Laden noch geöffnet hatte, sei zunächst darauf hingewiesen worden – ohne weitere Konsequenzen, wenn das Geschäft dann geschlossen wurde. Wer jetzt aber weiter geöffnet habe, dürfe nicht mit Nachsicht rechnen. Mitarbeitende der Ordnungsämter überprüfen die Läden.

Verschärfte Öffnungszeiten für Restaurants in Stuttgart

15:50 Uhr

Die Stadtverwaltung Stuttgart hat die bisher verfügten Regeln für den Betrieb von Speiselokalen verschärft. Ab sofort gelten in der Stadt die Beschränkungen aus der Corona-Verordnung des Landes. Danach ist der Betrieb von Gaststätten bis zum 19. April 2020 grundsätzlich untersagt. Vom Verbot ausgenommen sind unter strengen Auflagen nur Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen. Gemäß den Auflagen muss in diesen Lokalitäten sichergestellt sein: Die Plätze für die Gäste sind so angeordnet, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Ferner gilt, dass Stehplätze so gestaltet sein müssen, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist. Schließlich dürfen die Lokale, die unter diese Ausnahmen fallen, frühestens ab sechs Uhr geöffnet sein und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.

Handelsverband kritisiert Informationspolitik der Landesregierung

15:53 Uhr

Der Handel in Baden-Württemberg kritisiert die Handhabung der Coronakrise durch die Landesregierung - die Informationspolitik sei ein Desaster. "Eine solche Desinformation ist eine Katastrophe", teilte Hermann Hutter, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), am Mittwoch in Stuttgart mit. Es sei nicht einmal klar gewesen, wann welche Geschäfte schließen sollten. Die Händler hätten nun den doppelten Schaden: "Zum einen bleiben die Umsatzausfälle bei ihnen hängen, zum anderen konnten sie bei Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten durch die katastrophale Informationspolitik für keinen geordneten Übergang sorgen." Die Umsätze der Non-Food-Händler gingen angesichts der Maßnahmen gegen das Coronavirus komplett auf null, während die allermeisten Kosten weiterliefen, kritisierte Hutter. "Viele Händler wissen nicht, wie sie allein ihre Fixkosten, vor allem Miete und Personalkosten, ohne Einnahmen in der nächsten Woche bezahlen sollen." Deshalb seien jetzt weitaus weitreichendere Wirtschaftshilfen nötig, als sie bisher verkündet worden seien.

Audi beantragt Kurzarbeit

15:07 Uhr

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. "Die durch die Corona-Krise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen", sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler am Mittwoch. Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollten ab nächster Woche kurzarbeiten. Allerdings müsse an Prüfständen und der Zulassung neuer Modelle weitergearbeitet werden, damit es nach der Krise sofort weitergehe. Bei Teamarbeit dürfe nur die Hälfte der Mitarbeiter anwesend sein, um den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Eltern mit Kindern und Pendler sollten möglichst mobil arbeiten.

Landesregierung will Beatmungsgeräte, Schutzanzüge und Labormaterial anschaffen

15:05 Uhr

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will mehrere Milliarden Euro einsetzen, um die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus einzudämmen und wirtschaftliche Folgen zu bekämpfen. Dazu soll der Landtag am Donnerstag in einer Sondersitzung einen Nachtragshaushalt und ein Hilfspaket verabschieden. Mit dem Nachtragshaushalt sollen 1,5 Milliarden Euro Rücklagen aus den vergangenen beiden Haushaltsjahren freigegeben werden. Nach SWR-Informationen sollen mit dem Geld unter anderem Beatmungsgeräte, Schutzanzüge und Labormaterial angeschafft sowie die Einrichtung zusätzlicher Krankenstationen für Corona-Patienten finanziert werden. Aufwendungen für Überstunden und Mehrarbeit im medizinischen Bereich sollen ebenso aus den Rücklagen bestritten werden wie Stornokosten für abgesagte Klassenfahrten von Schulen. Die Regierungsfraktionen von Grünen und CDU wollen zudem ein Hilfspaket im Umfang von fünf Milliarden Euro auf den Weg bringen. Daraus sollen Kredite und Bürgschaften für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Selbständige bereitgestellt werden.

ÖPNV soll bei reduziertem Betrieb stabil funktionieren

15:01 Uhr

Während der Corona-Pandemie wird der öffentliche Verkehr mit Bahnen und Bussen aufrechterhalten, das hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) heute erklärt. Ab dem 23. März wird auf allen Strecken (ohne S-Bahn Stuttgart) ein ausgedünntes, aber stabiles Grundangebot für berufsbedingt notwendige Fahrten geplant. Bis dahin verkehren die Züge im Personennahverkehr zunächst grundsätzlich nach dem regulären Fahrplan. Das Angebot soll nur im Einzelfall reduziert werden, wenn es zu akuten Krankheitsfällen komme. Trotz nachlassender Fahrgastzahlen sollen die Züge bis zum 22. März in gewohnter Taktdichte und Kapazität fahren.

Erlebnispark Tripsdrill verschiebt Eröffnungstermin

14:57 Uhr

Wegen des Coronavirus wird der Erlebnispark Tripsdrill seinen ursprünglich für den 04. April 2020 geplanten Saisonstart verschieben. Als voraussichtlicher Eröffnungstermin ist der 20. April geplant. Das regulär ganzjährig geöffnete Wildparadies hat bereits vorsorglich geschlossen. Auch der Wildpark wird voraussichtlich am 20. April wieder seine Pforten öffnen. Damit halten sich die Betreiber des Erlebnisparks an die von der baden-württembergischen Landesregierung beschlossenen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Curevac ist großer Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus

14:22 Uhr

Die Tübinger Firma Curevac arbeitet unter Hochdruck an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Die Forscher sind auf dem Weg, auf der Basis des menschlichen Botenstoffs mRNA ein besonders sparsam zu verwendendes und daher auch schonendes Mittel zur Vorbeugung gegen Covid-19 entwickeln zu können. "Curevac ist ein großer Hoffnungsträger im Kampf gegen das Corona-Virus. Ihre Mission ist unglaublich wichtig in dieser Zeit", so wandte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwoch in einer Videoschalte an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von Curevac, Franz-Werner Haas, und sein Team. Curevac wolle einen Impfstoff entwickeln, der der ganzen Welt helfe, betonte Haas in einer Mitteilung.

Landesregierung lockert vorübergehend Arbeitszeitrecht

14:15 Uhr

Während der Corona-Krise gelten in Baden-Württemberg Ausnahmeregelungen im Arbeitszeitrecht. Menschen, die gegen die Pandemie kämpfen oder für die Daseinsvorsorge wichtig sind, sollen auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten dürfen, teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Mittwoch in Stuttgart mit. Die tägliche Höchstarbeitszeit könne für diesen Personenkreis auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden. Die Ministerin reagiert nach eigenen Worten damit auf mögliche Personalengpässe durch erhöhten Krankenstand und Quarantänemaßnahmen. Lebensmittel- und Drogeriehandel, medizinische Versorgung, die Produktion von Desinfektionsmitteln sowie Energie- und Wasserversorgung sollen auf diese Weise sichergestellt werden. Befristet ist die Maßnahme bis zum 30. Juni, die betroffenen Betriebe müssen bis dahin keine Anträge stellen. Allerdings sind die Ausnahmen der Ministerin zufolge umfassend zu dokumentieren. Weiterhin sei eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden im Durchschnitt von sechs Monaten einzuhalten. Nach Schichten von mehr als elf Stunden sei die in bestimmten Branchen gesetzlich mögliche Verkürzung der Ruhezeit nicht zulässig, betonte die Ministerin.

Infizierter Patient aus dem Hohenlohekreis gestorben

14:06 Uhr

Im Hohenlohekreis ist der erste Todesfall in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Laut Landratsamt teilte das Diak Klinikum Schwäbisch Hall mit, dass ein hochbetagter Patient mit Vorerkrankungen aus dem Hohenlohekreis an einer nachgewiesenen COVID-19-Infektion gestorben ist. Der stationär behandelte Patient gehörte aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisiko-Patienten, heißt es weiter. Bis gestern Abend stieg die Zahl der Infizierten im Hohenlohekreis um 200 Prozent an. Aktuell sind mehr als 150 Corona-Fälle in dem Landkreis bekannt, heißt es beim Landratsamt in Künzelsau.

Porsche stoppt wegen Coronavirus die Produktion

13:40 Uhr

Auch der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Produktion. Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von diesem Samstag an zunächst für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Primär gehe es um den Schutz der Belegschaft, darüber hinaus gebe es inzwischen aber auch Engpässe in den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht mehr zuließen. "Mit diesen Maßnahmen leistet unser Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", betonte Vorstandschef Oliver Blume. "Die tatsächlichen Folgen sind noch nicht absehbar. Für Prognosen ist es deshalb zu früh. Klar ist, dass 2020 ein sehr herausforderndes Jahr wird." Die Konzernmutter Volkswagen und auch Audi hatten zuvor schon angekündigt, ihre Produktion herunterzufahren. Daimler und BMW stoppen ebenfalls vorübergehend die Produktion.

Landesregierung versucht weitere "Corona-Betten" zu organisieren

13:26 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung versucht, neue Standorte für zusätzliche "Corona-Betten" zu finden. Im Gespräch seien stillgelegte Kliniken und Mehrzweckhallen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart. Auch eingegangen seien Angebote von Firmen, die Hallen zur Verfügung stellen wollen. Stand jetzt gibt es im Land 3.246 Betten für intensivmedizinische Versorgung, mit denen Patienten überwacht und teilweise auch beatmet werden können. Ziel des Ministeriums sei es, diese Zahl zu verdoppeln, so eine Sprecherin der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V..

Medizinstudenten sollen in Corona-Pandemie helfen

13:10 Uhr

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hat Studenten der Medizin, der Pflegewissenschaften und verwandter Fachbereiche dazu aufgerufen, in der Corona-Krise zu helfen. "Sie können einen wichtigen Beitrag leisten in der jetzigen Krisensituation. Ihre Hilfe wird gebraucht!", teilte Bauer am Mittwoch in Heidelberg mit. Die Universitätskliniken, Krankenhäuser und Gesundheitsämter benötigten in der aktuellen Situation dringend personelle Verstärkung. Wer zur Mithilfe bereit sei, solle sich mit den Medizinischen Fakultäten in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen oder Ulm in Verbindung setzten, so die Ministerin weiter.

Bosch fährt Produktion in Europa herunter

12:34 Uhr

Der Gerlinger Autozulieferer Bosch fährt wegen der Corona-Pandemie in einzelnen Werken in Frankreich, Italien und Spanien die Produktion herunter oder setzt sie vorübergehend aus. Das erklärte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch. Mit Kunden und Arbeitnehmervertretern werde die aktuelle Situation bewertet. "Aktuell können wir die Produktion und unsere Lieferketten weitgehend aufrecht erhalten und den Bedarf der Kunden decken", ergänzte sie. Inzwischen stellen fast alle Autobauer in Europa die Fahrzeugproduktion vorübergehend ein. Als Gründe führen sie den Nachfragerückgang, fehlende Teile von Zulieferern und den Gesundheitsschutz der eigenen Mitarbeiter an.

Infizierter Patient in Sigmaringen gestorben

12:16 Uhr

In Sigmaringen ist ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Nach Angaben des Landratsamts Sigmaringen handelt es sich um einen über 80 Jahre alten Mann. Er sei am Montag mit schwerer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden, dort sei er wenig später gestorben.

Prüfungen an Schulen könnten doch verschoben werden

12:00 Uhr

Baden-Württemberg prüft, ob Prüfungen an Schulen wegen des Coronavirus doch verschoben werden. Eine Entscheidung soll es noch diese Woche geben, teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit. Bayern hat seine Abiturprüfungen bereits um einen Monat nach hinten verschoben.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
16:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Bundespolizei: Keine Staus an Grenzen zu Frankreich und Schweiz

11:40 Uhr

Die Lage an Baden-Württembergs Grenzen zu Frankreich und der Schweiz ist laut der Bundespolizei derzeit ruhig. "Der Pkw-Verkehr hat sich fast auf Null reduziert", sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg. Nur Berufspendler seien morgens noch unterwegs gewesen. Zwar kämen immer noch zahlreiche Lastwagen, allerdings hätten sich die Verzögerungen aktuell von zwei Stunden auf letztlich nur noch Minuten reduziert.  

Vorübergehend keine Führerscheinprüfungen möglich

10:50 Uhr

Führerscheinanwärter in Baden-Württemberg müssen sich gedulden. Der TÜV Süd, der die Führerscheinprüfung abnimmt, stoppt theoretische und praktische Prüfungen nach Absprache mit den Behörden wegen der Corona-Pandemie bis zum 19. April. Ausnahmen würde es nur für Führerscheine geben, die "dringend zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung" nötig sind, etwa für Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz, so der TÜV Süd.

Museen in Baden-Württemberg bieten virtuelle Führungen an

9:45 Uhr

Die Museen in Baden-Württemberg sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen, aber einige große Häuser planen digitale Angebote. Sie versorgen virtuelle Besucher über Web-Seiten, Facebook, Instagram und Twitter mit Führungen, Bildbesprechungen und Fotogalerien. Der Direktor der Mannheimer Kunsthalle gab am Wochenende mit einem spontanen Kurzvideo über ein Gemälde von George Grosz den Startschuss für eine Serie von virtuellen Beiträgen. Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe zeigt einen Teil seiner Ausstellungen ab sofort im Internet. Auch die Kunsthalle Baden-Baden, die Reiss-Engehorn-Museen in Mannheim sowie das Stuttgarter Kunstmuseum und Stadtmuseum wollen digitale Angebote machen.

Zahlreiche Geschäfte in Baden-Württemberg sollen schließen

9:20 Uhr

Wegen der Corona-Krise werden in Baden-Württemberg ab heute viele Geschäfte geschlossen bleiben. Die Landesregierung hat am Dienstagabend eine entsprechende Rechtsverordnung beschlossen. Ein Großteil der Läden soll schließen, nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben. Dazu zählen unter anderem Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken und auch Baumärkte, Waschsalons und Banken. Die Rechtsverordnung, die das regelt, ist beschlossene Sache. Ob sich alle Ladenbetreiber daran halten, sollen jetzt die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden überprüfen.

Stadt Stuttgart testet vorrangig Schutzbedürftige

7:00 Uhr

Die Stadt Stuttgart ändert ihr Vorgehen bei Tests auf das Coronavirus und konzentriert sich dabei auf Schutzbedürftige. Künftig sollen in Stuttgart nur noch Menschen mit einem höheren Erkrankungsrisiko und bei schweren Verläufen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden. Der Leiter des Gesundheitsamts, Stefan Ehehalt, sagte, in dieser Phase gelte die Aufmerksamkeit denjenigen, die durch das Virus stark gefährdet seien. Dazu gehören zum Beispiel Ältere, Pflegebedürftige und chronisch Kranke, also gerade schutzbedürftige Personen. Allen anderen mit milden Krankheitsverläufen wird die häusliche Isolation empfohlen, bis sie wieder ganz gesund sind.

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie kann ich mich schützen? Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz  mehr...

STAND
AUTOR/IN