STAND

Die Zahl der Infizierten am neuartigen Coronavirus steigt immer weiter. Das Virus stellt die Baden-Württemberger vor völlig neue Herausforderungen. Lesen Sie die neuesten Entwicklungen in unserem Live-Blog.

Legoland bleibt vorerst geschlossen

21:16 Uhr

Der Start in die neue Saison des Freizeitparks Legoland im bayerischen Günzburg wird vorerst verschoben. Wegen des Coronavirus bleibt das Legoland voraussichtlich bis zum 19. April 2020 geschlossen. Das Resort setzt damit die Vorgaben der Bundesregierung sowie der Bayerischen Staatsregierung vom 16. März 2020 um.

Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger in Deutschland

20:38 Uhr

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger in Deutschland angeordnet. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstagabend, dies betreffe den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reiseverbindungen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

EU-Staats- und Regierungschefs sagen europäischer Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zu

20:37 Uhr

In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. "Was immer nötig" sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend nach einem Gipfel im Videoformat.

Sechster Corona-Todesfall - Neuinfektionen nehmen stark zu

20:24 Uhr

Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist um 536 Fälle gegenüber dem Vortag gestiegen - das ist eine Erhöhung um 48,5 Prozent, wie das Sozialministerium am Abend mitteilte. Insgesamt sind im Land 1.641 Menschen an Covid-19 erkrankt. Besonders deutlich fiel die Veränderung in Stuttgart (Stadtkreis) mit 136 und Ludwigsburg mit 49 Neu-Infizierten aus. Das Ministerium bestätigte auch einen weiteren Todesfall im Land. Es handelt sich demnach um eine über 80-jährige Frau aus dem Ortenaukreis, die gestern verstorben ist. Damit steigt die Zahl auf sechs.

Keine öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum Freiburg

19:11 Uhr

Im Erzbistum Freiburg werden wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert. Die Absage gilt auch für die Kar- und Osterfeiertage, wie das Erzbistum am Dienstagabend mitteilte. Alle Feiern der Erstkommunion und der Firmung werden verschoben. Taufen, Trauungen und Bestattungen sollen nur noch "im engsten Familienkreis" möglich sein. Es entfallen auch alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen und Versammlungen. Die Kirchentüren bleiben bis auf Weiteres geöffnet, um Menschen die Möglichkeit zum Beten zu geben.

Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

18:54 Uhr

Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Die Länder sollten mit den Kliniken nun Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es derzeit in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

Corona Drive-In mit Andrang überfordert

18:42 Uhr

Die Möglichkeit, sich im Auto auf das Coronavirus testen zu lassen, gibt es in Baden-Württemberg an mehreren Orten, unter anderem auch in Nürtingen (Kreis Esslingen). Dort berichten die Malteser von Überforderung und weiteren Problemen. Unser Reporter Tim Diekmann berichtet aus Nürtingen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Stadt Stuttgart will rechtlich gegen Fake News vorgehen

18:24 Uhr

Die Stadt Stuttgart will rechtlich gegen Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorgehen. Es seien zwei Seiten auf Facebook aufgetaucht, die den Anschein erweckten, behördliche Aussagen zu verbreiten. Die Stadt prüfe daher rechtliche Schritte, heißt es in einer Mitteilung am Dienstag. "Es ist unverantwortlich, die Öffentlichkeit zu verwirren oder Panik zu erzeugen. Da hört der Spaß auf! Wir gehen mit aller Kraft gegen Fake News vor", wird Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) in der Mitteilung zitiert.

Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" abgesagt

17:55 Uhr

Der Deutsche Musikrat hat den diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" abgesagt. Freiburg hatte ihn anlässlich des 900. Stadtjubiläums in den Breisgau eingeladen. Da jetzt jedoch die meisten der 16 Landeswettbewerbe ausfallen, wird es auch keinen finalen Bundeswettbewerb geben. Dieser hätte vom 28. Mai bis 4. Juni in Freiburg stattfinden sollen. Die Absprachen und Verträge mit rund 30 Institutionen (SWR, Schulen, Theater, Konzerthaus, Musikhochschule) müssen nun gelöst werden. Rund 21.000 Kinder und Jugendliche waren eingeladen. Ein Musikfest, das insbesondere von persönlicher Begegnung der Teilnehmenden untereinander und mit den Eltern, Lehrenden, Jurymitgliedern, dem Publikum und mit den Menschen der gastgebenden Stadt lebt, wäre während der Corona-Krise nicht möglich, schreibt die Stadt Freiburg.

Tagesmütter fordern Lohnfortzahlung während Corona-Krise

17:41 Uhr

Der Verein Kindertagespflege Baden-Württemberg fordert Land und Kommunen auf, Tagesmütter und -väter während der Corona-Krise weiter zu bezahlen. Tagespflegestellen seien vorerst bis zum 19. April geschlossen, weshalb 22.000 Kinder nicht mehr betreut werden dürfen, teilte die Organisation am Dienstag in Stuttgart mit. Die Vorsitzende des Landesverbandes, Christine Jerabek, setzt sich der Mitteilung zufolge für eine landesweit einheitliche Regelung ein, die Tagespflegepersonen unbürokratisch hilft. Tagesmütter und -väter seien in der Regel selbstständig tätig. "Wir dürfen Tagespflegepersonen jetzt nicht mit ihrem Verdienstausfall alleine lassen", fordert Jerabek.

Stuttgart ruft zu Solidarität mit Kulturveranstaltern auf

17:29 Uhr

Stuttgarts Kulturbürgermeister Fabian Mayer (CDU) hat angesichts der vielen abgesagten Veranstaltungen zur Verbundenheit mit den Kulturbetrieben aufgefordert. Er bat Abonnenten und Käufer von Karten etwa für ausgefallene Konzerte oder Theateraufführungen, nach Möglichkeit kein Geld von den Veranstaltern zurückzufordern. Auch die Stadt Stuttgart werde ihren Beitrag zur Unterstützung von Institutionen und Kulturschaffenden leisten. Zusammenhalt und Solidarität seien aktuell wichtiger denn je.

Daimler stoppt Großteil der Produktion in Europa

17:11 Uhr

Nach Volkswagen setzt auch Daimler einen Großteil seiner Produktion in Europa wegen der Corona-Pandemie aus. Das betreffe die Fertigung von Pkws, Transportern sowie Nutzfahrzeugen und gelte ab dieser Woche zunächst für 14 Tage, teilte Daimler am Dienstag mit. "Mit diesen Maßnahmen leistet das Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen", erklärte der Autobauer weiter. Die globalen Lieferketten könnten derzeit nicht in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Daimler bereite sich mit dem Herunterfahren der Produktion auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vor und sichere die Finanzkraft des Unternehmens. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Pandemie ließen sich derzeit nicht beziffern.

Corona trifft weiteren Autokonzern Daimler stoppt Großteil seiner Produktion in Europa

Die Auswirkungen des Coronavirus treffen die Autobauer mit voller Wucht. Neben Audi greift auch Daimler zu drastischen Maßnahmen - mit noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen.  mehr...

BASF verschiebt Hauptversammlung wegen Coronavirus

16:53 Uhr

Der Chemiekonzern BASF verschiebt seine Hauptversammlung. Das Dax-Unternehmen begründete das am Dienstag mit den gesundheitlichen Gefahren durch die Ausbreitung des neuen Coronavirus. Das Treffen sollte in Mannheim stattfinden, die baden-württembergische Landesregierung hat aber Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern bis zum 15. Juni verboten. Wegen der Verschiebung könne BASF die Dividende nicht wie geplant am 6. Mai bezahlen, betonte das Unternehmen. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. BASF wolle das Aktionärstreffen wie gesetzlich vorgeschrieben bis zum 30. Juni abhalten.

Zahlreiche Geschäfte sollen schon ab Mittwoch schließen

16:20 Uhr

Die Landesregierung von Baden-Württemberg geht davon aus, dass die Geschäfte im Land schon ab diesem Mittwoch schließen werden - mit Ausnahme der Geschäfte des täglichen Bedarfs. Wie von der Bundesregierung vorgesehen, sollen auch in Baden-Württemberg nur noch Geschäfte wie Lebensmittelläden, Drogerien, Apotheken, Baumärkte, Läden für Tierbedarf und Tankstellen öffnen dürfen. Die entsprechende Rechtsverordnung auf Landesebene wird nach Angaben eines Regierungssprechers bis zum Dienstagabend beschlossen und verkündet sein. Für die Umsetzung sind allerdings die Städte und Gemeinden zuständig. Trotzdem geht der Regierungssprecher davon aus, dass die meisten Geschäfte ab diesem Mittwoch geschlossen sein werden. Zumal Einzelhandelsverbände bundesweit ihre Mitglieder bereits darauf hingewiesen haben, dass die angekündigten Einschränkungen wohl ab Mittwoch (morgen) in Kraft treten werden.

Fünfter Todesfall in Baden-Württemberg

16:19 Uhr

In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil, der zuvor an einer chronischen Erkrankung litt und bereits am Montag starb, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte das Ministerium am Dienstag auch den vierten Todesfall verkündet - die Bewohnerin eines Pflegeheimes im Landkreis Heilbronn. Die Frau sei älter als 80 Jahre gewesen und habe an schweren Grunderkrankungen gelitten.

Institut für Tropenmedizin will Studie zu Medikament starten

16:15 Uhr

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will am Mittwoch bei der Tübinger Ethikkommission die Zulassung einer klinischen Studie für das Medikament Chloroquin beantragen. Es wurde bisher zur Behandlung von Malaria eingesetzt und soll jetzt zur Behandlung von Covid-19 getestet werden. Das Tropeninstitut arbeitet gleichzeitig mit dem Tübinger Biopharmazeuten Curevac an einem Impfstoff. Die klinischen Studien dafür könnten aber frühestens im Juni beginnen, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz des Unternehmens.

Rund 500 Ärzte wollen in Coronakrise helfen

15:24 Uhr

In Baden-Württemberg haben sich rund 500 Ärzte gemeldet, die derzeit nicht in der medizinischen Versorgung arbeiten, aber in der Coronakrise helfen möchten. Es handele sich zum Beispiel um Ärzte in der Verwaltung, bei Behörden, in der Pharmaindustrie, in der Elternzeit oder im Ruhestand, teilte die Landesärztekammer am Dienstag in Stuttgart mit. Kammerpräsident Wolfgang Miller sagte laut Mitteilung: "Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu verstärken." Die Kammer hatte vor zwölf Tagen damit begonnen, Ärzte anzuschreiben. Nach Angaben von Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) wird darauf geachtet, dass ältere Ärzte nicht direkt in Kontakt mit infizierten Patienten kommen. Ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus häufiger schwer verläuft.

Sämtliche Hochschulprüfungen in Baden-Württemberg abgesagt

14:48 Uhr

An den Hochschulen in Baden-Württemberg sind alle Prüfungen abgesagt. Das bestätigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) dem SWR. In den vergangenen Tagen hatten einige Universitäten noch an angesetzten Prüfungsterminen festhalten wollen. Jetzt arbeiten die Hochschulen laut Bauer daran, Onlinevorlesungen für die kommenden Wochen zu organisieren.

Bescheinigungen für Berufspendler online abrufbar

14:39 Uhr

Berufspendler können nun mit einem online verfügbaren Berechtigungsschein aus Frankreich und der Schweiz nach Deutschland einreisen. Das teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Arbeitgeber müssen den Vordruck ausfüllen und unterschreiben und der zuständigen Gemeinde, in der der Arbeitnehmer wohnt oder das Unternehmen sitzt, vorlegen. Die Gemeinde bestätigt das Dokument, damit es der Arbeitnehmer an der Grenze der Bundespolizei vorzeigen kann. Am Montag noch wurden die Berufspendler von der Bundespolizei auf Plausibilität befragt. Unabhängig von der Regelung gilt für Berufspendler aber weiterhin die Empfehlung der Landesregierung, möglichst der Arbeitsstätte in Deutschland fernzubleiben. Sollte dies nicht möglich sein, weil etwa die Arbeitskraft zur Bewältigung der Coronavirus-Krise unverzichtbar ist, soll der Grenzübertritt durch die Bescheinigung weiter möglich sein, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit.

Malteser wollen verstärkt Telefon- und Einkaufsdienste anbieten

14:36 Uhr

Die Malteser in Baden-Württemberg stellen ihre Dienste für Ältere, Kranke und Behinderte um. So werden nach Angaben vom Dienstag in Stuttgart etwa Besuchs- und Begleitdienste, Seniorentreffs, Hospiz- und Trauerarbeit, Integrationsdienste für Geflüchtete und die Arbeit für Demente vorübergehend eingestellt. Stattdessen sollen verstärkt Telefonservice und Einkaufsdienste angeboten werden. Unverändert werden demnach Kunden von Hausnotruf und Menüservice versorgt.

Flixbus stellt um Mitternacht Betrieb bis auf Weiteres ein

13:58 Uhr

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb ab Mitternacht bis auf Weiteres ein. Das gelte für alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

Lucha: Nur schwer erkrankte Corona-Patienten kommen ins Krankenhaus

13:45 Uhr

In Baden-Württemberg sollen nur noch schwer erkrankte Patienten nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus in Krankenhäusern behandelt werden. Das sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Er bestätigte, dass Ausstattung wie Schutzmasken in den Krankenhäusern knapp seien. Baden-Württemberg habe aber grünes Licht dafür bekommen, Ausrüstungen und Masken im Wert von einer "starken zweistelligen Millionensumme" erwerben zu können. Nach Luchas Worten gibt es rund 3.200 Intensivbetten in Baden-Württemberg, weitere Betten sollen bereitgestellt werden. Die Kliniken seien dabei, planbare Eingriffe an Patienten zu verschieben. Es werde geschätzt, dass in Baden-Württemberg mittlerweile 17 Menschen eine Infektion überstanden und jetzt wieder symptomfrei seien.

UEFA will Fußball-EM auf Sommer 2021 verschieben

13:39 Uhr

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will wegen der Coronavirus-Pandemie die für diesen Sommer geplante Europameisterschaft (EM) auf kommendes Jahr verschieben. Nach Informationen des Sport-Informationsdienstes SID haben dem entsprechenden Vorschlag am Dienstag bereits die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt. Nun müssen in einer weiteren Videokonferenz noch die 55 Nationalverbände zustimmen, ehe das Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung trifft. Das Turnier sollte in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden, als deutscher Spielort war München vorgesehen.

Sondersitzung des Landtags am Donnerstag wegen Nachtragsetat

13:25 Uhr

Der Landtag will am Donnerstag zu einer Sondersitzung in Stuttgart zusammenkommen. Die Parlamentarier sollen einen Nachtragsetat der grün-schwarzen Landesregierung beschließen, damit das Land wegen des Coronavirus notfalls auf eine millionenschwere Rücklage zurückgreifen kann. Das Landtagspräsidium stimmte am Dienstag dem Wunsch der Regierung zu, dafür eine Sondersitzung anzusetzen. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) sagte laut Mitteilung: "Dieser Beschluss eilt. Das Land braucht jetzt finanzielle Handlungsspielräume, um flexibel reagieren zu können." Ende 2019 betrugen die Rücklagen für Haushaltsrisiken nach Angaben des Finanzministeriums rund 853 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sollen rund 700 Millionen Euro hinzukommen. Ziel der Regierung ist es, auf diese Summen auch bei Pandemien wie jetzt durch das Coronavirus zurückgreifen zu können.

Anrufe bei Arbeitsagenturen und Jobcentern auf Notfälle beschränken

13:03 Uhr

Die Jobcenter und Arbeitsagenturen in Baden-Württemberg bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Wegen der hohen Zahl von Anrufen angesichts der Corona-Pandemie sei das Telefonnetz überlastet, teilte die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Jobcenter und Agenturen seien nur eingeschränkt erreichbar. Das Anrufaufkommen haben sich in den vergangenen Tagen verzehnfacht. Die Regionaldirektion wies darauf hin, dass Termine nicht abgesagt werden müssen. Es gebe keine Sanktionen oder andere Rechtsfolgen. Die Einhaltung von Fristen beim Bezug von Hartz-IV-Leistungen oder Arbeitslosengeld sei ausgesetzt. Kundinnen und Kunden würden rechtzeitig informiert, wenn sich dies ändere. Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten außerdem lokale Rufnummern, die örtlich bekanntgemacht werden.

Die Info von gestern gilt weiterhin. Termine entfallen *ohne* Rechtsfolgen, *ohne Sanktionen. Sie müssen dafür *nicht* anrufen. Es gibt bald zusätzliche lokale Rufnummern für Arbeitsagenturen und Jobcenter . #stayhomechallenge #COVID19de

Deutsch-Schweizer Fährverkehr auf dem Bodensee wird eingestellt

12:56 Uhr

Der Fährverkehr zwischen Friedrichshafen (Bodenseekreis) und Romanshorn in der Schweiz wird am Nachmittag eingestellt. In Vorarlberg ist das Gebiet rund um den Arlberg seit 12 Uhr vollständig unter Quarantäne gestellt.

Vierter Corona-Todesfall in Baden-Württemberg

12:15 Uhr

In Baden-Württemberg ist ein weiterer Mensch am Coronavirus gestorben. Laut Gesundheitsminister Manfreg Lucha (Grüne) handelt es sich um eine über 80-jährige vorerkrankte Frau. Das hat er am Dienstagmittag auf einer Regierungspressekonferenz in Stuttgart mitgeteilt. Wie das Landratsamt bestätigte, handelt es sich um eine Bewohnerin eines Seniorenheimes in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn). Sie wurde zuletzt in der SLK Lungenfachklinik in Löwenstein (Kreis Heilbronn) behandelt und ist dort an den Folgen der Krankheit gestorben. In dem Bad Rappenauer Pflegeheim hatten sich 17 Menschen infiziert. Sie kamen zum Teil in die Lungenklinik nach Löwenstein, zum Teil in häusliche Quarantäne. Die Verstorbene ist nach Informationen des Landessozialministeriums das vierte Corona-Todesopfer in Baden-Württemberg.

Kretschmann äußert sich zur Corona-Krise in Baden-Württemberg

12:00 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat nach einer virtuellen Kabinettssitzung Stellung zur aktuellen Lage in der Corona-Krise genommen. Hier können Sie den Live-Stream nochmal nachschauen:

Europa-Park bleibt noch wochenlang geschlossen

10:50 Uhr

Der Europa-Park in Rust bei Freiburg verschiebt wegen des Coronavirus den Start in die diesjährige Saison. Der Vergnügungspark werde die kommenden Wochen geschlossen bleiben und nicht wie geplant am 28. März öffnen, teilte er am Dienstag mit. Als Grund nannte er die von Behörden angeordneten Zwangsschließungen von Freizeiteinrichtungen. Der Park werde nun frühestens am 19. April öffnen. Dies hänge jedoch von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Auch die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt "Rulantica" bleibt den Angaben zufolge bis dahin geschlossen. Sie hatte wegen der Coronavirus-Gefahr am Montag den Betrieb vorerst eingestellt.

VW stellt Produktion weitgehend ein - auch Audi in Neckarsulm betroffen

10:40 Uhr

Der VW-Konzern will wegen der Corona-Pandemie die Produktion in vielen Werken vorübergehend aussetzen. Die Unterbrechung kann nach Angaben von Konzernchef Herbert Diess zwei bis drei Wochen dauern.

Auch die Audi-Standorte Ingolstadt und Neckarsulm (Kreis Heilbronn) sind betroffen. Bis Ende der Woche soll die Produktion in den Werken kontrolliert heruntergefahren werden. Ab Montag gilt dann ein Produktionsstopp. Audi begründet das mit der weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Dadurch zeichne sich eine Unsicherheit der Teilversorgung der Werke ab. Außerdem verschlechtere sich aktuell die Absatzlage.

Bei der Stuttgarter VW-Tochter Porsche läuft die Produktion dagegen weiter.

Unterschiedliche Regelungen für Hochzeiten in Baden-Württemberg

9:45 Uhr

Wer sich dieser Tage das Ja-Wort geben will, muss mit Einschränkungen rechnen: Standesämter reduzieren wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus die Zahl der zugelassenen Gäste teilweise auf ein absolutes Minimum. In Baden-Württemberg stößt man etwa bei Vorschriften zur maximalen Gästeanzahl auf einen Flickenteppich von Regelungen:

Gästelisten teils minimiert Heiraten in Corona-Zeiten: Unterschiedliche Einschränkungen in Baden-Württemberg

Die Freude über ihr Ja-Wort können Brautpaare angesichts des Coronavirus nur bedingt genießen. In Baden-Württemberg stößt man etwa bei Vorschriften zur maximalen Gästeanzahl auf einen Flickenteppich von Regelungen.  mehr...

Weltweite Reisewarnung - Rückholaktion für tausende Deutsche im Ausland

9:30 Uhr

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Er kündigte an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen.

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Handelsverband rechnet mit "katastrophalen Auswirkungen" auf Einzelhandel

7:30 Uhr

Der Handelsverband rechnet angesichts der bevorstehenden Schließung vieler Geschäfte mit "katastrophalen Auswirkungen" auf den Einzelhandel in Baden-Württemberg. Ohne sofortige umfassende Staatshilfe, die den ausbleibenden Umsatz kompensiert, könnten vor allem kleine und mittelständische Händler einen solchen Zustand nicht lange durchhalten, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann. Bund und Länder hatten zuvor beschlossen, dass eine Vielzahl von Geschäften geschlossen bleiben soll, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung dienen, sind davon ausgenommen.

Bahnanbieter kürzen Verbindungen im Regionalverkehr

7:15 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie streichen die privaten Bahnbetreiber Go-Ahead und Abellio ab Dienstag einige Verbindungen in Baden-Württemberg. Pendler auf der Remsbahn und der Filstalbahn sowie auf den Strecken zwischen Bruchsal und Bretten, Pforzheim und Bietigheim-Bissingen sowie zwischen Heilbronn und Mosbach-Neckarelz müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Viele Verbindungen gestrichen Corona-Krise: Bahnanbieter in Baden-Württemberg kürzen Fahrpläne

Wegen der Corona-Pandemie schränken auch viele Bus- und Bahnanbieter ihr Angebot ein. Die privaten Bahnbetreiber Go-Ahead und Abellio streichen ab Dienstag einige Verbindungen in Baden-Württemberg.  mehr...

Schulen in Baden-Württemberg ab heute geschlossen

6:25 Uhr

In Baden-Württemberg sind ab heute wegen der Corona-Pandemie Schulen und Kitas geschlossen - zunächst bis zum Ende der Osterferien. Betroffen sind rund 1,6 Millionen Familien und Alleinerziehende. Für einige Berufsgruppen gibt es eine Notfallbetreuung. Viele Schulen bieten Online-Unterricht an. Arbeitgeber wurden aufgerufen, den Beschäftigten Home-Office zu ermöglichen.

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie kann ich mich schützen? Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz  mehr...

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