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Die Zahl der Infizierten am neuartigen Coronavirus steigt. Das Virus hat auch Auswirkungen auf das Leben in Baden-Württemberg. Im Live-Blog informieren wir Sie über die wichtigsten Entwicklungen.

Stuttgarter Ballett in Quarantäne

21:41 Uhr

Bei einem Teilnehmer eines Gastspiels des Stuttgarter Balletts ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Daher befänden sich alle Tänzer und Mitarbeiter, die mit der erkrankten Person bei dem Gastspiel in Friedrichshafen Kontakt hatten, seit Samstag für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne, teilte die Intendanz am Sonntag mit. Es handele sich um rund 120 Personen. Der erkrankten Person gehe es momentan gut.

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Bundeswirtschaftsminister Altmaier lobt Curevac

21:30 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" am Sonntagabend die Tübinger Firma Curevac dafür gelobt, dass sie für die US-Avancen "nicht zur Verfügung steht. Das ist eine großartige Entscheidung und eine großartige Position." Es sei eine gute Nachricht, dass die Unternehmensleitung Klartext gesprochen habe. Deutschland stehe "nicht zum Verkauf", sagte Altmaier.

Fast alles geschlossen: So war der Sonntag in Baden-Württemberg

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150 neue Fälle in Baden-Württemberg

20:05 Uhr

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Sonntag vom Landesgesundheitsamt 150 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter an auf insgesamt 977. Covid-19-Fälle wurden mittlerweile aus allen 44 Stadt- und Landkreisen berichtet. Bei den 977 Fällen waren 531 der Infizierten Männer (54 Prozent). Das Durchschnittsalter aller Infizierten beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. Überwiegend handelt es sich bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten.

Besuchsverbot auch an Neckar-Odenwald-Kliniken und in Mannheim

18:58 Uhr

Ab sofort gilt auch für die Neckar-Odenwald-Kliniken ein Besuchsverbot. Betroffen sind die beiden Standorte in Mosbach und Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis). Wie die Klinikleitung mitteilte, wolle man damit Mitarbeiter und Patienten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Deshalb seien, hieß es, die Eingänge der Kliniken geschlossen. Die beiden Krankenhäuser in Mosbach und Buchen haben knapp insgesamt 400 Betten. Die Neckar-Odenwald-Kliniken schließen sich damit dem Universitätsklinikum Heidelberg an. Auch an der Universitätsmedizin Mannheim sind Besuche mittlerweile verboten. Im Einzelfall dürfen Angehörige mit einer Ausnahmegenehmigung zu den Patientinnen und Patienten.

Am Bodensee schließen einige Schulen bereits am Montag

18:52 Uhr

Das gesamte Berufsschulzentrum in Friedrichshafen, zu dem drei berufliche Schulen gehören, bleibt schon ab Montag geschlossen. Das teilte das Landratsamt Bodenseekreis mit. Einer der Schüler sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne. Wegen eines Verdachtsfalls schließt auch das Kreisgymnasium in Riedlingen (Kreis Biberach) schon ab Montag.

Reduzierung des Regionalverkehrs: Ministerium mit Anbietern im Gespräch

18:40 Uhr

Das baden-württembergische Verkehrsministerium steht wegen einer möglichen Reduzierung des Regionalverkehrsangebots im Kontakt mit den Bahnunternehmen. "Wir bereiten uns darauf vor, das Angebot zu reduzieren, wenn nicht genug Personal zur Verfügung steht", sagte ein Sprecher am Sonntag. Die Deutsche Bahn teilte mit, sie werde das Angebot im Regionalverkehr nicht von sich aus einschränken. Entscheidungen über veränderte Fahrpläne träfen die Besteller. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, das Angebot der DB-Regio werde nach dem Vorbild des Sonntagsfahrplans deutlich reduziert.

Fußball-Klubs setzen Stadion-Touren aus und schließen Fanshops

17:53 Uhr

Der VfB Stuttgart führt ab sofort keine Stadion-Touren mehr durch. Außerdem bleibt das Fan-Center an der Arena ab Montag bis auf weiteres geschlossen, wie der Fußball-Zweitligist am Sonntag mitteilte. Auch der Fanshop des SC Freiburg am Stadion bleibt ab Montag vorerst zu. Alle öffentlichen Veranstaltungen, darunter Stadionführungen und Autogrammstunden, sind auch erst einmal gestrichen. Am Samstag fand noch ein Teamtraining statt - wie schon die gesamte Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Ulm: Uniklinik reduziert Eingänge

17:32 Uhr

Die Coronavirus-Pandemie führt auch im Universitätsklinikum Ulm zu weitreichenden Konsequenzen. Ab Montag, 6 Uhr, schließt das Klinikum als Sicherheitsmaßnahme alle Zugänge bis auf den Haupteingang am Zentrum für Chirurgie. Zusätzlich werde dieser kontrolliert, heißt es in einer Mitteilung. Patientinnen und Patienten, die auf das Coronavirus getestet werden müssen, werden gebeten, direkt in die dafür vorgesehenen Container vor der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme zu gehen. Notfallpatientinnen und -patienten würden nach wie vor in der Notaufnahme behandelt.

Curevac: Kein Exklusivvertrag mit den USA

16:46 Uhr

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac strebt keinen Exklusiv-Deal mit den USA oder einem einzelnen Land an, wie Curevac in einer Presseerklärung mitteilte. Ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff komme nicht in Frage. Man wolle einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten.

Stuttgart: Rathaus und Bezirksrathäuser bleiben geschlossen

16:40 Uhr

Zur "Aufrechterhaltung wesentlicher Verwaltungsfunktionen" werden das Rathaus sowie die Bezirksrathäuser in Stuttgart für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen, wie die Stadt Stuttgart mitteilte. Zutritt zu den Rathäusern haben nur noch Besucherinnen und Besucher mit einem vorab vereinbarten Termin. Auch die nächste Sitzung im Rathaus (des Sozial- und Gesundheitsausschusses) am Montag wurde abgesagt.

Halbkanton Basel-Landschaft ruft Notlage aus

16:25 Uhr

Der Schweizer Halbkanton Basel-Landschaft an der Grenze zu Deutschland und Frankreich hat eine Notlage erklärt. Sämtliche Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, würden geschlossen, ebenso Restaurants, Hotels, Kinos und Sportzentren, teilte die Regierung mit. Öffentliche und private Anlässe mit mehr als 50 Personen seien ab Montag verboten. In Basel-Landschaft gelten damit drastischere Maßnahmen als im Rest der Schweiz.

Stuttgart: Nicht alle Bars und Kneipen blieben geschlossen

15:45 Uhr

Nicht alle Betreiber von Bars, Tanzlokalen, Clubs und anderen Vergnügungseinrichtungen in Stuttgart haben sich am Wochenende an die Verfügung der Stadt zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gehalten. Die Polizei stellte am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag mehrere Verstöße fest und forderte die Inhaber auf, ihre Geschäfte zu schließen. Die meisten Betroffenen hätten einsichtig reagiert, teilte die Polizei mit. In acht Fällen schrieben die Beamten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Insgesamt wurden rund 400 Gastronomiebetriebe überprüft.

Drittligist Waldhof Mannheim stellt Trainingsbetrieb ein

15:30 Uhr

Fußball-Drittligist Waldhof Mannheim stellt bis auf Weiteres den Trainingsbetrieb ein. "Der Sport hat die Aufgabe, die Gesundheit in der Gesellschaft zu fördern. Die Ausübung unseres Sports darf in keinem Fall die Gesundheit der Gesellschaft gefährden", sagte Geschäftsführer Markus Kompp. Bereits am Freitag war der weitere Spielbetrieb in der 3. Liga bis zum Ende der Saison abgebrochen worden.

Reservisten sollen Bundeswehrkrankenhäuser unterstützen

15:26 Uhr

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen das Coronavirus zugesagt. Seit Freitag sucht das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr Reservisten für die personelle Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Ulm, Koblenz, Hamburg, Berlin und Westerstede. Gesucht werden unter anderem Pflegefachkräfte, Laborassistenten und Notfallsanitäter. Die Bundeswehr ist allerdings auch selbst von der Pandemie betroffen. Nach Angaben von Kramp-Karrenbauer wurden bis Freitagabend 120 Verdachtsfälle und 18 bestätigte Coronavirus-Fälle verzeichnet. Jeder gemeldete Fall werde sofort isoliert, wenn möglich auch alle Kontaktpersonen.

Stuttgart-21-Gegner wollen digital weiterprotestieren

15:10 Uhr

Die Gegner von Stuttgart 21 wollen auch während der Corona-Krise weiter gegen das Bauprojekt der Deutschen Bahn demonstrieren - und zwar digital. Von Montag an werden die für die Montagsdemo geplanten Beiträge bis auf Weiteres als "Oben Bleiben TV" im Internet präsentiert, wie das Aktionsbündnis am Sonntag mitteilte. Dies soll um 18 Uhr geschehen, also zur Zeit des sonst üblichen Demo-Beginns.

Deutsche Bahn schränkt Regionalverkehr ab Dienstag ein

14:53 Uhr

Die Deutsche Bahn (DB) fährt wegen der Corona-Pandemie ab Dienstag ihren Regionalfahrplan herunter. Es werde schrittweise Einschränkungen im Regionalverkehr geben, bestätigte ein Konzernsprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, das Angebot werde nach dem Vorbild des Sonntagsfahrplans deutlich reduziert. Zur Begründung hieß es, man erwarte für den Wochenbeginn, dass viele DB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten können. Demnach arbeiten die Disponenten der DB-Regio derzeit in den verschiedenen Bundesländern an einem Zugfahrplan, der deutlich reduziert ist. Bislang gebe es aber keinen auffälligen Krankenstand beim Personal. Die Planungen betreffen dem Bericht zufolge alle Angebote der DB-Regio, also auch den Regionalverkehr in der Region Stuttgart.

Notfallnummer 116 117 nur vom Festnetz aus anrufen

14:10 Uhr

Wer wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion eine Notfallpraxis erreichen will, darf die Notfallnummer nur vom Festnetz aus anrufen. Die Nummer laute 116 117 und habe keine Vorwahl, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Samstag mit. Anrufe von einem Mobiltelefon aus würden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist. Auf keinen Fall sollten Bürger eine der im Land eingerichteten Zentralen Annahmestellen für einen Corona-Abstrich direkt aufsuchen, sondern am Wochenende und abends immer vorher erst Kontakt vom Festnetz aus über die Notfallnummer aufnehmen. Unter der Woche sind die Hausärzte die erste Anlaufstelle.

Innenminister fordert weitgehende Schließung der Grenze zu Frankreich

13:10 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert jetzt die weitgehende Schließung der Grenze zu Frankreich, um die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken. An erster Stelle stehe der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion, teilte Strobl am Sonntag mit. Eine grenzüberschreitende Ausbreitung müsse bestmöglich unterbunden werden, insbesondere aus Hochrisikogebieten im Ausland. Die an Baden-Württemberg grenzende Region Grand-Est gilt als Risikogebiet. Nachdem Frankreich das öffentliche Leben immer stärker einschränke, sei eine neue Situation entstanden, erklärte Strobl. Ausnahmen könne es geben, etwa für Warenlieferungen, Pendler in kritischen Infrastrukturen oder auch Pflegekräfte und medizinisches Personal. "Aber im Grundsatz muss gelten: Wer nicht zwingend über die Grenze muss, kommt nicht über die Grenze."

Größtes Schwarzwald-Ferienhotel stellt Betrieb vorläufig ein

13:00 Uhr

Das "Hotel Vier Jahreszeiten" am Schluchsee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wird wegen der Corona-Krise seinen Betrieb vorläufig einstellen. Das Haus mit 450 Betten und 185 Mitarbeitern ist nach Angaben der Betreiber das größte Ferienhotel im Schwarzwald. Die Betriebsunterbrechung soll am Mittwoch beginnen und vorerst bis zum 8. April dauern, teilte die Geschäftsführung am Sonntag mit.

Trump will Tübinger Impfstoff für USA sichern

8:35 Uhr

US-Präsident Donald Trump bietet Wissenschaftlern des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac in Tübingen hohe Summen, um sie in die USA zu locken beziehungsweise einen möglichen Impfstoff exklusiv für sein Land zu sichern. Curevac arbeitet mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Vertreter der Bundesregierung verhandeln nun mit dem Unternehmen. Zuerst hatte die "Welt am Sonntag" darüber berichtet.

Weitere Infos finden Sie hier:

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