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Die Zahl der Infizierten am neuartigen Coronavirus steigt. Das Virus hat auch Auswirkungen auf das Leben in Baden-Württemberg. Im Live-Blog informieren wir Sie über die wichtigsten Entwicklungen.

AfD verschiebt Bundesparteitag in Offenburg

21:45 Uhr

Die AfD wird ihren für den 25. April geplanten Bundesparteitag in Offenburg verschieben. Das entschied der Bundesvorstand der Partei am Donnerstagabend einstimmig in einer Telefonkonferenz. Nach Angaben eines Sprechers steht ein neuer Termin noch nicht fest. Die Partei wollte in Baden-Württemberg zwei Tage lang über ihren künftigen Kurs in der Sozial- und Rentenpolitik beraten und entscheiden.

Schärfere Kontrollen an französischer Grenze

21:30 Uhr

Die deutsche Polizei hat die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich verschärft. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) befragen Polizisten mit Schutzmasken Autofahrer nach Fieber und anderen Corona-Symptomen. Demnach sorgt das Vorgehen für Kritik seitens der französischen Behörden. Die Maßnahmen der deutschen Polizei seien nicht mit Frankreich abgestimmt worden, hieß es. Die französische Region Grand Est war zuletzt als Corona-Risikogebiet eingestuft worden. Nun wird offenbar auch in Kehl (Ortenaukreis) kontrolliert.

Merkel: Alle Veranstaltungen absagen, Sozialkontakte vermeiden

21:15 Uhr

Im Kampf gegen das Coronavirus drängen Bund und Länder darauf, auch "nicht notwendige" Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern abzusagen. "Das ist ein Aufruf an alle", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagabend in Berlin. Sie forderte die Bevölkerung auf, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten.

Merkel kündigte außerdem weitere "umfassende" Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise an, die morgen vorgelegt werden sollen.

119 weitere Corona-Fälle in Baden-Württemberg

19:30 Uhr

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt weiter. Laut dem Sozialministerium kamen noch einmal 119 Fälle hinzu, landesweit sind nun 454 Infizierte bestätigt.

Das Coronavirus hat auch am Donnerstag das Tagesgeschehen in Baden-Württemberg bestimmt. Der Rems-Murr-Kreis meldete den ersten Todesfall, die Zahl der Infektionen steigt weiter an und die Wirtschaft ist zunehmend unter Druck:

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Eisenmann: Flächendeckende Schul- und Kitaschließungen rücken näher

19:15 Uhr

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) schließt allgemeine Schul- und Kitaschließungen nicht mehr aus. "Ich gehe davon aus, dass wir dem Thema flächendeckende Schul- und Kitaschließungen einen guten Schritt nähergekommen sind", sagte sie dem SWR am Donnerstag.

Dauer

Es müsse jedoch in jedem Fall sichergestellt sein, dass den Schülern kein Nachteil entstehe. "Alle Abschlüsse werden gewährleistet sein, das kann ich fest zusagen", so Eisenmann mit Blick auf die Schüler, die vor entscheidenden Prüfungen stehen. "Es wird auch gewährleistet sein, dass es im Anschluss kein Problem gibt." Die Anerkennung durch die anderen Bundesländer habe man bereits sichergestellt, mit Hochschulen werde man noch verhandeln.

Die baden-württembergische Landesregierung will morgen um 12 Uhr bei einer Sondersitzung des Kabinetts über landesweite Schulschließungen bis Ostern entscheiden.

Coronavirus legt Amateur- und Jugendfußball in Württemberg lahm

17:50 Uhr

Der Württembergische Fußballverband (wfv) hat den Spielbetrieb aller Amateurklassen unterhalb der Oberligen bis einschließlich 31. März ausgesetzt. Die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus getroffene Entscheidung betreffe ab sofort alle Altersklassen, teilte der wfv am Donnerstag mit.

1. FC Heidenheim meldet ersten Corona-Fall

17:45 Uhr

Nach dem VfB Stuttgart meldet auch Zweitligakonkurrent 1. FC Heidenheim den ersten Corona-Fall im Verein. Ein 15-jähriger Spieler der U16 aus dem Raum Schwäbisch Hall hat sich demnach infiziert und befindet sich in häuslicher Isolation. Der Verein hat daraufhin den kompletten Trainings- und Spielbetrieb seiner Jugendteams ausgesetzt. Zudem müssen "sämtliche direkte Kontaktpersonen des U16-Spielers" die nächsten zwei Wochen vorsorglich zu Hause bleiben, heißt es in der Mitteilung weiter. Auf den Profibetrieb soll das aber - wie auch beim VfB Stuttgart - keine Auswirkungen haben.

Verdachtsfall im Landtag nicht bestätigt

17:30 Uhr

Der Corona-Verdachtsfall im baden-württembergischen Landtag hat sich nicht bestätigt. Ein Abgeordneter der Grünen hatte erklärt, Kontakt zu einem Infizierten gehabt zu haben. Sein Test fiel jedoch negativ aus. Die heutige Plenarsitzung stand zwischenzeitlich auf der Kippe.

Erster Corona-Fall beim VfB Stuttgart

17:00 Uhr

Ein Mitarbeiter des Stadionbetreibers des VfB Stuttgart ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Betroffene und sein direktes berufliches Umfeld seien umgehend in häusliche Quarantäne geschickt worden, teilte der Verein mit. Außerdem habe man die zuständige Behörde und die DFL informiert. Der Mitarbeiter der VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH soll keinen Kontakt zur Mannschaft gehabt haben.

Landesregierung erwägt allgemeine Schulschließungen

16:40 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung will morgen um 12 Uhr bei einer Sondersitzung des Kabinetts über landesweite Schulschließungen bis Ostern entscheiden. Bisher hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) pauschale Schulschließungen abgelehnt.

Weitere Krankenhäuser verbieten Besuche

16:30 Uhr

Der Klinikverbund Südwest mit Hauptsitz in Sindelfingen (Kreis Böblingen) erlaubt ab Freitag (13.3.) keine Besucher mehr in seinen Häusern. Mit dieser Maßnahme will der Verbund nach eigenen Angaben Patienten und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützen. Bei lebensbedrohlich Erkrankten, Notfallpatienten, Schwangeren und Kindern sollen Besuche weiter zugelassen werden.

Der Klinikverbund Südwest betreibt Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren in Böblingen, Calw, Herrenberg, Leonberg, Nagold und Sindelfingen. Mit der Verschärfung der Besucherregelungen schließt er sich anderen Kliniken in der Region an, zum Beispiel den großen Stuttgarter Krankenhäusern. Auch die Regionale Kliniken Holding mit Hauptsitz in Ludwigsburg und die Helios Kliniken mit Standorten unter anderem in Pforzheim und Rottweil haben Besuche entweder vollständig verboten oder stark eingeschränkt.

Heilbronn und Reutlingen verbieten Veranstaltungen ab 200 Teilnehmern

15:45 Uhr

Die Städte Heilbronn und Reutlingen verbieten alle Veranstaltungen ab 200 Personen. Sie legen damit eine deutlich strengere Grenze an als Bund und Land sowie die meisten anderen Kommunen. Das diene dem Schutz der Bürger, sagte ein Sprecher der Stadt Heilbronn. Veranstaltungen mit 100 bis 199 Teilnehmenden müssen demnach beim städtischen Ordnungsamt gemeldet werden. Sie würden dann geprüft. In Reutlingen gilt die Regel von sofort an, in Heilbronn tritt sie an diesem Samstag in Kraft.

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern verboten.

Stuttgarter Krankenhäuser verbieten Besuche

15:20 Uhr

Die großen Stuttgarter Krankenhäuser wollen Besuche ab Freitag (13.3.) verbieten, um ihre Patienten vor Corona-Infektionen zu schützen. Das Besuchsverbot gilt laut einer Mitteilung für das Klinikum Stuttgart, das Robert-Bosch-Krankenhaus, das Marienhospital, das Diakonieklinikum und die SANA-Krankenhäuser. In dringenden Einzelfällen - zum Beispiel im Rahmen der Sterbebegleitung oder zur Begleitung eines kranken Kindes - könne es nach telefonischer Klärung Ausnahmen geben.

Corona-Maßnahmenpaket für die Polizei - 200 Bedienstete in Quarantäne

15:00 Uhr

Das baden-württembergische Innenministerium hat ein neues Corona-Maßnahmenpaket an die Polizeidienststellen im Land herausgegeben. Werden Polizeibeamte krank oder können beispielsweise wegen Kinderbetreuung den Dienst nicht antreten, könnten zum Beispiel Besprechungen, dienstliche Veranstaltungen oder Fortbildungen ausgesetzt, Dienstpläne angepasst oder ein Abbau von Überstunden aufgeschoben werden. Zudem könne auf das interne Berichtswesen zeitweise verzichtet werden. So soll laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) ein "sofortiges Reagieren auf unterschiedlichste Szenarien" ermöglicht werden, um die öffentliche Sicherheit jederzeit zu gewährleisten.

Aktuell gibt es in der baden-württembergischen Polizei demnach zwei bestätigte Krankheitsfälle. Außerdem seien 200 Bedienstete in häuslicher Quarantäne. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass diese Zahlen steigen.

BW-Trend: Befragte überwiegend zufrieden mit Behörden

13:30 Uhr

Laut der repräsentativen Umfrage BW-Trend sind 68 Prozent der Befragten der Ansicht, die Behörden und Gesundheitseinrichtungen im Land hätten die Situation bislang alles in allem unter Kontrolle. Speziell in der jüngeren Bevölkerung werden die bisher getroffenen Maßnahmen positiv bewertet: Mehr als drei Viertel aller Befragten zwischen 18 und 39 Jahren gaben an, dass die Behörden die Situation unter Kontrolle hätten. Etwas skeptischer sind die Baden-Württemberger zwischen 40 und 64 sowie die Menschen ab 65.

Erster Toter mit Coronavirus in Baden-Württemberg

11:40 Uhr

In Baden-Württemberg ist erstmals ein Mann gestorben, der positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67-jährigen Mann aus dem Rems-Murr-Kreis, der im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrt war. Auch die 70-jährige Ehefrau des Toten wurde nach ihrer Rückkehr aus Frankreich positiv auf das Virus getestet. Die Frau befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung.

Corona-Verdachtsfall im Landtag

10:45 Uhr

Die Plenarsitzung des Landtags am Donnerstag stand wegen eines Corona-Verdachtsfalls auf der Kippe. Jetzt soll sie aber stattfinden, jedoch mit verkürzter Tagesordnung. Das teilte eine Sprecherin der Landtagsverwaltung in Stuttgart mit. Zuvor hatte ein Grünen-Abgeordneter erklärt, Kontakt zu einer Person gehabt zu haben, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Deshalb hatten die Grünen empfohlen, die Sitzung vorsichtshalber zu verschieben. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte deshalb zuvor bereits Termine abgesagt.

Kretschmann sagt alle Termine ab

10:15 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wird am Donnerstag nicht an der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin und auch an keinen weiteren Terminen teilnehmen. Das sei eine Vorsichtsmaßnahme, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Gleiches gelte für Staatsministerin Theresa Schopper (Grüne) und Staatssekretär André Baumann.

Ein Landtagsabgeordneter der Grünen hatte zuvor Kontakt zu einer Person, die Mittwochabend positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Deshalb müssten Personen, die in räumlicher Nähe zum Abgeordneten waren, vorsorglich weitere Kontakte vermeiden. Der Abgeordnete wird derzeit getestet, das Ergebnis steht noch aus.

Weitere Schulen wegen Coronavirus vorsorglich geschlossen

6:45 Uhr

Beispielsweise in der Region Heilbronn-Franken sind weitere Schulen wegen des Coronavirus vorsorglich geschlossen worden. Betroffen sind Einrichtungen in Mainhardt im Kreis Schwäbisch Hall und in Künzelsau. Ebenso sind die Schüler des Gymnasiums St. Meinrad in Rottenburg am Donnerstag alle nach Hause geschickt worden. Auch die Universität Freiburg hat den Zugang zur Universitätsbibliothek beschränkt.

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