Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Stiko mahnt bei Impfempfehlung für Kinder zu Geduld

STAND

Stiko mahnt bei Impfempfehlung für Kinder zu Geduld

7:15 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) dämpft Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Vorsitzende der Stiko, der Ulmer Virologe, Thomas Mertens erklärte in einem Interview mit der "Welt", derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub könnten nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der Stiko sein. Im Moment habe man noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. Diese müssten erst genau geprüft werden, bevor eine generelle Impfempfehlung gegeben werden könne. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte äußerte sich skeptisch. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte der "Rheinischen Post", er halte die verkündeten Zeitpläne mit Terminen im Spätsommer für überambitioniert.

RKI registriert bundesweit 14.909 Neuinfektionen

6:03 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 14.909 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen von heute Morgen hervor. Damit sank der Wert im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 3.000. Da lag die Zahl der Neuansteckungen bei 18.034. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner beträgt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts aktuell bundesweit 107,8. Zum Vergleich: Vergangenen Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 132,8.

Pflegekräfte demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

5:18 Uhr

Pflegebeschäftigte in Baden-Württemberg wollen heute auf die Straße gehen, um für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft Verdi. Unter anderem wird es eine Mahnwache am Stuttgarter Schlossplatz geben. Aktionen sind auch in Rottweil und Freiburg geplant. Die Pflege stehe nicht erst seit der Pandemie mit dem Rücken an der Wand, sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Irene Gölz. Zum internationalen Tag der Pflegenden fordert die Gewerkschaft eine bessere Personalausstattung für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser sowie eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte. Auch die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas verlangen am internationalen Tag der Pflegenden bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in der Pflege.

Mittwoch, 12.Mai 2021

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Land hebt die Impfpriorisierung in Hausarztpraxen auf

22:36 Uhr

In Hausarztpraxen in Baden-Württemberg soll die Priorisierung für alle Impfstoffe aufgehoben werden. Dies solle nach einem gemeinsamen Beschluss des Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg ab kommendem Montag gelten, wie das Ministerium dem SWR bestätigte. Die Priorisierung findet dann nur noch durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte selbst statt, eine Impfpriorisierung von staatlicher Seite soll es dann nicht mehr geben. Hausärztinnen und -ärzte dürfen demnach ab dem 17. Mai selbst entscheiden, wer geimpft wird. Sie können alle Erwachsenen impfen - sofern Impfstoff verfügbar ist. Zugleich werde in den Impfzentren die gesamte Prioritätengruppe 3 geöffnet, hieß es weiter. Dazu zählen auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen eine Impfberechtigung erhalten.

Wie viele Landkreise sich auf Öffnungen freuen können

21:39 Uhr

Elf Landkreise in Baden-Württemberg liegen derzeit unter der für die Bundesnotbremse entscheidenden Inzidenzmarke von 100. 33 der 44 Regionen liegen noch über dem Wert von 100 Ansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche - zwei weniger als am Vortag. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach aktuellen Daten des Landesgesundheitsamtes weiterhin im Zollernalbkreis mit 236,1 und am niedrigsten mit 49,8 im Main-Tauber-Kreis. Dies ist aber auch der einzige Landkreis in Baden-Württemberg unter der 50er-Grenze. Das Land will den Betrieb von Biergärten und Außengastronomie sowie Hotels in weniger pandemiebelasteten Stadt- und Landkreisen erlauben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in diesen Regionen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter 100 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und binnen einer Woche liegt.

Das wissen wir über den Astrazeneca-Impfstoff

20:18 Uhr

Der Impfstoff von Astrazeneca hat inzwischen einen schlechten Ruf. Doch warum der oft verschmähte Wirkstoff diesen gar nicht verdient hat, erklärt die SWR-Wissenschaftsredaktion:

Corona-Impfung Was wir über den AstraZeneca-Impfstoff wissen

Deutschland reißt sich um Corona-Impfstoff. Bei dem Mittel von Astrazeneca ist das etwas anders. Jetzt wurde die Impfpriorisierung für das Mittel aufgehoben. Immer wieder gibt es aber Bedenken bezüglich der Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen wie Blutgerinnseln. Ist der Impfstoff von Astrazeneca wirklich minderwertig?  mehr...

FAQs: Die wichtigsten Fragen rund um den Impfpass

20:00 Uhr

Seit Sonntag haben vollständig Geimpfte und Genesene in Deutschland wieder mehr Freiheiten und Rechte zurückbekommen. Sie sollen unter anderem auch wieder leichter reisen können. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Impfnachweis im Überblick:

Was man über den Impfstoff von Johnson & Johnson wissen muss

19:45 Uhr

Auch beim Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson wurde jetzt die Priorisierung aufgehoben. Damit kann sich in ganz Deutschland künftig jeder Erwachsene mit dem Vakzin impfen lassen. Doch für wen wird die Immunisierung mit dem Wirkstoff des US-Herstellers empfohlen?

Corona-Pandemie Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson – freigegeben für alle

Beim Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson wurde jetzt die Priorisierung aufgehoben. Der Vektorimpfstoff ist nun in Deutschland freigegeben für alle.  mehr...

Weiterhin Abwärtstrend bei Sieben-Tage-Inzidenz

18:28 Uhr

In Baden-Württemberg wurden heute laut Landesgesundheitsamt weitere 2.557 Corona-Neuinfektionen gemeldet (insgesamt: 470.522). Im Vergleich zu Dienstag vor einer Woche ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken, damals 2.875 Fälle. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt ebenfalls weiter. Aktuell liegt sie bei 131,8 (gestern: 140,6, vor einer Woche: 161,3). Auf den Intensiv-Stationen werden aktuell 614 mit Covid-19 infizierte Personen behandelt - das sind fünf Menschen weniger als gestern. Heute wurden außerdem 43 neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 gemeldet (insgesamt: 9.608). Die Zahl der Erstgeimpften liegt laut Daten des Robert-Koch-Instituts aktuell bei insgesamt 3.618.575 (Stand: 11.5.2021) - das sind 48.624 mehr als am Vortag.

Bundesgesundheitsminister Spahn warnt vor Leichtsinn an Pfingsten

17:50 Uhr

Der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU), hat vor Leichtsinn bei den Corona-Öffnungen gewarnt. Deutschlandweit liegen 248 von 412 Kreisen bei der Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) über der "Notbremsen"-Schwelle von 100. Das sind sechs mehr als am Vortag. Erstmals seit Wochen sinkt diese Zahl nicht mehr. Deshalb erinnerte Spahn heute im Deutschlandfunk: Die dritte Welle sei zwar gebrochen, "aber sie ist noch nicht unten." Übermut ist laut Spahn fehl am Platz: "Sonst holt uns das viel zu schnell wieder ein." - In Baden-Württemberg liegt die Inzidenz bei 131,8 .

Impfstress beim Hausarzt: Immer mehr Menschen wollen ihre Spritze

17:21 Uhr

Immer mehr Menschen sind impfberechtigt. Das bedeutet für die Hausärzte: Jede Menge Arbeit. Denn es gibt ja auch noch Patienten mit anderen Anliegen als einer Corona-Impfung. Oft kommen die regulären Sprechstunden fast zu kurz, berichtet der Hausarzt Christoph Röll vom Filstäler Hausarztzentrum in Wiesensteig (Kreis Göppingen). Er hat bisher rund 700 Patienten gegen Corona geimpft.

Metzinger Modeunternehmen durch Krise stark beeinträchtigt

17:13 Uhr

Businessmode hat es auf dem Markt derzeit schwer. In Corona-Zeiten sind homeofficetaugliche Kleider gefragt. Auf der Hauptversammlung richtete das Modeunternehmen aus Metzingen (Kreis Reutlingen) den Blick in die Zukunft, wo man die Pandemiefolgen hinter sich zu lassen hofft.

Gesundheitsminister Lucha findet Impfdrängler "schäbig"

17:11 Uhr

Geimpfte genießen auch in Baden-Württemberg Vorteile. Manche Menschen verschaffen sich möglicherweise deswegen einen Impftermin gegen das Coronavirus, ohne dazu berechtigt zu sein. Dieses "Drängeln" kritisiert der Gesundheitsminister von Baden-Württemberg, Manfred Lucha (Grüne). Die besonders Schutzbedürftigen brauchen laut Lucha "die Solidarität aus der Gesellschaft, dazu gehört, dass man beim Impfen wartet, bis man an der Reihe ist". Zeitlich sei dies absehbar. Das Verhalten der Drängler sei "schäbig", so Lucha heute in Stuttgart.

Tübingen will mit Modell Vorbild für Lockerungen sein

16:23 Uhr

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und die Notärztin Lisa Federle raten zum Tübinger Modellversuch als Grundlage für Lockerungsschritte in Baden-Württemberg. "Im Ergebnis kann empfohlen werden, die anstehenden Öffnungen im Abklingen der dritten Welle nach dem in Tübingen erprobten Modell durchzuführen." Das schrieben Palmer und Federle gemeinsam mit Experten vom Universitätsklinikum Tübingen in ihrem Abschlussbericht an das Sozialministerium. In Tübingen durften vom 16. März an Einzelhandel, Kinos, Theater und anfangs Außengastronomie öffnen. Besucher mussten einen negativen Corona-Test vorweisen, wozu die Stadt neun Stationen aufgebaut hatte. Die "Bundesnotbremse" beendete das Projekt am 24. April.

Die aktuellen Impfzahlen

15:48 Uhr

Am 10. Mai wurden laut Bundesgesundheitsministerium in Deutschland 557.612 Impfdosen verabreicht. Damit sind deutschlandweit nun 8.022.890 Personen (9,6  Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Insgesamt haben 27.711.114 Personen (33,3 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. In Baden-Württemberg sind 32,6  Prozent der Menschen mindestens einmal geimpft.

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald muss Lockerungen zurücknehmen

14:40 Uhr

Nach einer Trendwende steigen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald die Infektionszahlen wieder. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis mittlerweile seit drei Tagen wieder über der Marke von 50. Deswegen nimmt das zuständige Landratsamt ab Mittwoch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen zurück.

Mehr Impftermine im Kreis Göppingen durch Impfbusse

14:33 Uhr

Der Göppinger Oberbürgermeister Alexander Maier (Grüne) will das Impftempo im Kreis Göppingen beschleunigen. Nach dem sogenannten Göppinger Modell sollen Impfbusse den Menschen mehr Termine ermöglichen. Das Sozialministerium stellt deshalb zusätzliche Dosen des Vakzins von Astrazeneca bereit. Neben der Stadt Göppingen sind auch der Landkreis, die Kreisärzteschaft und regionale Unternehmen an dem Modell beteiligt.

Klage erfolgreich: Klosterbaustelle Campus Galli in Meßkirch öffnet

14:28 Uhr

Die mittelalterliche Klosterbaustelle Campus Galli bei Meßkirch (Kreis Sigmaringen) darf ab Donnerstag wieder für Besucher öffnen. Der Trägerverein hatte vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen erfolgreich geklagt. Campus Galli sei ein "Freilichtmuseum eigener Art", heißt es in der Begründung des Verwaltungsgerichts. Weil sich dort fast alles im Freien abspiele, könne es nicht mit einem Museum oder zoologischen Garten verglichen werden, die wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenzen noch geschlossen bleiben müssen, so das Gericht.

EJW: Kostenlos Geimpfte sollen für ärmere Länder spenden

14:19 Uhr

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) ruft zu einer Impf-Solidaritätskampagne auf. Wer das Privileg habe, kostenlos gegen Corona geimpft zu werden, soll laut EJW 15 Euro spenden. Das teilte das Jugendwerk in Stuttgart mit. Das sei der Betrag, den die EU für eine Impfdosis von Biontech zahle, heißt es weiter. Die Aktion wurde vom EJW-Weltdienst, einem Arbeitsbereich des Jugendwerks, ins Leben gerufen. Hintergrund ist die mittlerweile besser laufende Impfkampagne in Deutschland. Andere Länder seien weit entfernt von flächendeckenden Impfungen gegen das Coronavirus. Mit den Spenden könne der EJW-Weltdienst über seine Partnerorganisationen konkret Menschen in Äthiopien, Eritrea, Nigeria, Palästina, Rumänien, Slowakei und dem Sudan helfen die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu bekommen.

Am Wochenende vereinzelt Lockerungen möglich

13:35 Uhr

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg soll nach SWR-Informationen am Donnerstagabend aktualisiert werden. Sie tritt dann am Freitag in Kraft. Dadurch könnten bereits am Wochenende in sieben Land- und Stadtkreisen Hotels und Außengastronomie-Betriebe wieder öffnen. Das bedeutet, dass in Regionen in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 lieg ab dem Wochenende etwa Restaurants, Biergärten und Hotels wieder aufmachen können. Das würde derzeit die Landkreise Main-Tauber, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Konstanz und die Stadtkreise Heidelberg und Freiburg betreffen. Weitere Regionen können bis zum Wochenende noch dazu kommen. Wer einen Biergarten oder ein Hotel betritt, muss dann nachweisen, dass er geimpft oder vom Coronavirus genesen ist. Ansonsten muss er einen Schnelltest mitbringen oder vor Ort einen Test machen. Bereits vergangene Woche hatte die Landesregierung angekündigt, dass rechtzeitig vor Pfingsten auch Gastronomiebetriebe und Hotels in Stadt- und Landkreisen mit niedrigen Inzidenzen wieder öffnen könnten.

Ab morgen: Kleiner Grenzverkehr zwischen Österreich und Bayern

13:12 Uhr

Der kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ist von morgen an wieder möglich. Damit könnten sich etwa Freunde und Verwandte grenzübergreifend wieder treffen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Anlass war ein Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) in München. Auch das Einkaufen im jeweiligen Nachbarland sei wieder möglich, sagte Söder. Sowohl Bayern als auch Österreich werden in Kürze wieder touristische Angebote machen. In Österreich werde der Tourismus am 19. Mai öffnen. Bayern hatte das für den 21. Mai angekündigt. Österreich wies am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 auf, Bayern lag bei 116.

Studie will klären wie "Superspreader" entstehen

13:00 Uhr

"Superspreader" sind Menschen, die besonders viele Menschen anstecken, das passiert im Regelfall über Aerosole. Ein Forschungsteam in Magdeburg will jetzt herausfinden, warum manche Menschen mehr Aerosole absondern als andere. Das Forschungsprojekt heißt "Aerosolentstehung in der Lunge und Einkapselung von Viren" und ist jetzt gestartet. Die Forscherinnen und Forscher wollen mit einer Kamera aufnehmen, wie Aerosole, also diese winzigen, für das menschliche Auge nicht sichtbaren Luftbläschen entstehen und dann aus unserem Mund heraus kommen. Sollten sie das schaffen, wäre die Frage beantwortet, wieso es sogenannte Superspreader gibt.

Corona-Aerosole Warum gibt es Superspreader?

Es gibt Menschen, die produzieren besonders viele Aerosole. Forschende aus Magdeburg wollen nun erforschen, warum manche Personen zu Superspreadern werden und besonders viele andere anstecken.  mehr...

Jede fünfte Lehrkraft hat schon Beleidigungen wegen "Corona" gehört

12:09 Uhr

Lehrer müssen Infektionsschutzmaßnahmen durchsetzen und erleben deshalb oft Beleidigungen, Bedrohungen oder Belästigungen. Einer repräsentativen Umfrage zufolge berichtet ein Fünftel der Pädagogen in Baden-Württemberg, dass es psychische Gewalt an ihrer Schule gegen die Lehrkräfte oder die Schulleitung gab. 92 Prozent gaben an, diese Angriffe seien von Eltern ausgegangen, heißt es in der Forsa-Umfrage zu Gewalt an Lehrkräften, die vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Stuttgart vorgestellt wurde. 30 Prozent der Befragten wussten zudem von direkten psychischen Angriffen durch Schülerinnen und Schüler. Der VBE hat das Forschungsinstitut forsa beauftragt, vom 27. April bis 5. Mai eine repräsentative landesweite und bundesweite Befragung unter 1.500 Lehrerinnen und Lehrern allgemeinbildender Schulen durchzuführen, darunter gab es 200 Stichproben in Baden-Württemberg.

Lockdown-Erholung in der Natur: Landwirte und Naturschützer besorgt

11:55 Uhr

Mit dem dritten Corona-Lockdown drängen Erholungssuchende in Wald, Feld und Flur. Landesbauernverband und Landesnaturschutzverband haben Spaziergänger, Sportler und Hundehalter gemeinsam zur Rücksichtnahme aufgerufen, um Wildtiere zu schützen und keine Schäden anzurichten. "Es häufen sich die Beschwerden aus der Landwirtschaft, dass immer mehr Menschen beispielsweise Gras und aufwachsendes Getreide zertreten, Hundekot und sonstigen Müll zurücklassen", teilte Bauernpräsident Joachim Rukwied mit. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie Wiesen und Äckern gilt von März bis November ein Betretungsverbot. Missachtung kann eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro nach sich ziehen.

Impffortschritt beflügelt Konjunkturprognosen

11:34 Uhr

Der Impffortschritt in Deutschland, Europa und in den USA stimmt Finanzexpertinnen und Finanzexperten in Baden-Württemberg äußerst optimistisch. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ermittelten Konjunkturerwartungen stiegen auf den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie und den höchsten Wert seit Februar 2000. "Das Bremsen der dritten Covid-19-Welle hat die Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten noch optimistischer werden lassen", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die ZEW-Erwartungen stiegen um 13,7 Punkte auf 84,4 Punkte, wie das Institut mitteilte. Somit befinden sich die ZEW-Konjunkturerwartungen auf dem höchsten Stand seit über 21 Jahren.

Wohlfahrtsverbände: Mehr politisches Engagement für Pflege

11:24 Uhr

Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg fordern mehr politisches Engagement für die Pflege. Es gelte, den Berufsstand zu stärken und Bedürftige zu entlasten, betonten Caritas und Diakonisches Werk in Stuttgart. Vor allem müsse dem Personalmangel in der Pflege entgegengewirkt werden. Dafür muss laut Verbänden in die Ausbildungskapazitäten und verbesserte Arbeitsbedingungen investiert werden. Laut Caritas und Diakonischem Werk leben 400.000 Pflegebedürftige im Land. Von den 75- bis 85-Jährigen benötigen demnach 15 Prozent Pflege, bei den 85- bis 90-Jährigen 42 Prozent und bei den über 90-Jährigen 68 Prozent. Um den Anstieg der Pflegebedürftigen künftig bewältigen zu können, werden laut Wohlfahrsverbänden bis 2050 rund 141.000 zusätzliche Kräfte benötigt. Der Mangel an Pflegepersonal wurde in der Corona-Pandemie besonders deutlich.

Gesellschaft für Immunologie: Dritte Corona-Impfung soll geplant werden

10:49 Uhr

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk, hält es für richtig, mit den Planungen für eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu beginnen. Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte Falk, diese sei vor allem für Menschen wichtig, deren Immunsystem weniger gut auf die Wirkstoffe reagiere. Als Beispiele nannte sie Personen, die an einer Autoimmunerkrankung litten oder eine Organtransplantation bekommen hätten. "Für die müssen wir natürlich ein ganz besonderes Konzept entwickeln", so Falk. Nötig sei es zu prüfen, ob diese Menschen überhaupt einen Impferfolg hätten, "im Sinne von Antikörpern zum Beispiel." Hinzu käme, so Falk, dass genau beobachtet werden müsse, wie sich Varianten des Coronavirus weiterentwickelten und wie Mutationen nach Deutschland schwappten. Die Immunologin hält es im Moment aber für wichtig, dass möglichst viele Menschen zunächst ihre erste Impfung bekämen.

RKI-Langzeitstudie in Kupferzell geht weiter

10:21 Uhr

In Kupferzell (Hohenlohekreis) findet ab Juni eine weitere Corona-Studie statt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) will mit der Folgeuntersuchung Informationen sammeln, wie sich das Coronavirus noch nach längerer Zeit auf den menschlichen Körper auswirkt. Für die Wissenschaft seien neben den Langzeitfolgen vor allem auch die Fragen nach der Immunabwehr und der Konzentration von Antikörpern enorm wichtig.

Zahl der Pflegekräfte in deutschen Kliniken gestiegen

10:10 Uhr

Die Krankenhäuser in Deutschland haben im vergangenen Jahr wegen der Pandemie etwa 18.500 neue Pflegekräfte eingestellt. Dies geht aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Demnach stieg die Zahl der Pflegekräfte auf insgesamt über 710.000. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte, es seien alle Kräfte eingesetzt worden, die man bekommen konnte, darunter Personal, das neu eingestiegen oder zurückgekehrt sei und Pflegekräfte aus dem Ausland. Der Trend werde sich fortsetzen, denn wegen der Pandemie hätten viele Pflegekräfte, die in Deutschland arbeiten wollten, nicht einreisen können.

Auftragsanstieg bei Maschinenbauer Dürr aus Bietigheim-Bissingen

9:49 Uhr

Der Anlagen-und Maschinenbauer Dürr hat im ersten Quartal seine Aufträge deutlich steigern können. Das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) teilte mit, die Bestellungen seien um über ein Fünftel auf gut eine Milliarde Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Besonders stark fiel die Nachfrage nach Maschinen für die Möbel- und Holzbauindustrie sowie nach Produktionstechnik für Elektrofahrzeuge aus, hieß es. Konzernchef Ralf Dieter zeigte sich zufrieden. Die Erholung der Wirtschaft nach dem Corona-Schock im Vorjahr schreite voran, so Dieter. In der zweiten Jahreshälfte rechnet er mit einer deutlichen Umsatzverbesserung. Dürr beschäftigt in 33 Ländern rund 17.000 Beschäftigte.

Hunderte Verstöße bei Einreise aus Frankreich und Schweiz

9:17 Uhr

Die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein hat in ihrem Zuständigkeitsbereich in den ersten Monaten des Jahres mehrere Hundert Regelverstöße bei Einreisenden festgestellt. Dabei gab es viel mehr Beanstandungen bei der digitalen Anmeldung als bei den Corona-Tests, so ein Sprecher. Die Inspektion deckt demnach rund 200 Kilometer der baden-württembergischen Grenze zur Schweiz ab und rund 90 Kilometer der Grenze zu Frankreich. Im Zeitraum vom 14. Januar bis zum 28. April hätten Beamte an der deutsch-schweizerischen Grenze etwa 350 Verstöße und Mängel bei der digitalen Einreiseanmeldung registriert, hieß es. An der deutsch-französischen Grenze lag die Zahl im selben Zeitraum demnach bei etwa 100. Bei der Test- und Nachweispflicht lagen die Verstöße an beiden Grenzen im einstelligen Bereich.

Biontech-Impfstoff für Jugendliche in den USA zugelassen

9:11 Uhr

Die US-Arzneimittelbehörde hat den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahren sei erweitert worden, teilte die Behörde mit. Zuvor hatte bereits unter anderem Kanada als eines der ersten Länder der Welt den Impfstoff für 12-bis 15-Jährige freigegeben. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde liegt ein entsprechender Antrag. Eine Entscheidung soll im Juni fallen.

Flixtrain nimmt Betrieb wieder auf

9:07 Uhr

Das private Bahnunternehmen Flixtrain will von nächster Woche an wieder fahren. Ab 27. Mai gibt es täglich acht Verbindungen zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Außerdem gehöre München jetzt auch zu den Zielen, so Flixtrain. Ab Juni soll auch der Betrieb auf der Strecke zwischen Stuttgart und Berlin wieder aufgenommen werden. Die Züge standen wegen der Corona-Pandemie seit November still. Die Firma Flixmobility betreibt Flixtrain und das Busunternehmen Flixbus.

Keine Terminabsagen am Ulmer Impfzentrum

7:05 Uhr

Obwohl Impfstoff weiterhin knapp ist, müssen im Zentralen Impfzentrum Ulm in dieser Woche keine Termine abgesagt werden. Entgegen einer Ankündigung von letzter Woche habe das baden-württembergische Sozialministerium mehr Impfdosen geliefert, teilten die Verantwortlichen mit. Alle Erst- und Zweitimpfungen könnten wie geplant stattfinden. Ausgelastet sei das Zentrale Impfzentrum in den Ulmer Messehallen aber weiterhin nicht. Neue Impftermine könnten derzeit kaum vergeben werden. Der Grund dafür ist, dass nicht genug Impfstoff vorhanden ist. Das baden- württembergische Sozialministerium macht den Bund verantwortlich und kritisiert, dass Impfstoff parallel über den Großhandel an Hausärzte verteilt werde, diese ihn aber nicht vollständig abrufen würden. Das war nach dem gestrigen Treffen von Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) mit den Leitern der Impfzentren bekannt geworden.

Pforzheim impft in sozialen Brennpunkten

6:52 Uhr

Die Stadt Pforzheim startet eine Impfaktion für Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen. Von Donnerstag an bis Pfingstsonntag ist ein mobiles Impfteam in ausgesuchten Statteilen unterwegs. Es gehe um Menschen, die vielleicht ohne Hilfe nicht in der Lage seien, sich selbst um einen Impftermin zu kümmern, sagte Oberbürgermeister Peter Boch (CDU). Diese Hilfe wolle man jetzt bieten. Die Aktionen sollen in den Familien- und Bürgerzentren vor Ort stattfinden. Erreicht werden sollen die Menschen über soziale Einrichtungen wie Stadtjungendring, Internationale Beirat oder Moscheevereine. Pro Aktion sind 100 Impfungen geplant. Die Stadt Pforzheim liegt bei der Impfquote landesweit an letzter Stelle. Als Grund werden unter anderem demographische Gegebenheiten wie der hohe Migrantenanteil vermutet. Eine ähnliche Aktion gibt es auch in Mannheim.

Aggression gegen Schulleitungen wegen Corona-Maßnahmen

6:35 Uhr

Der Umgang mit Corona an Schulen kann für Schulleitende unangenehme Folgen haben. Deshalb hat der Verband Bildung und Erziehung zum Thema "Gewalt gegen Lehrkräfte im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen" eine Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse heute vorgestellt werden sollen. Auch der baden-württembergische Landeschef der Schulleitervereinigung, Werner Weber, sowie sein Kollegium hat mit solchen Aggressionen eigene Erfahrungen gemacht. Als Weber sich im März zur Maskenpflicht an Grundschulen bekannte, provozierte er damit eine Flut von wütenden Protestmails. "Ich habe Reaktionen erwartet, aber nicht mit dieser Wucht - das geht einen emotional an", so Weber gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

5:57 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6.125 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7.534 Neuansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4). Deutschlandweit wurden demnach 283 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 315 Tote gewesen.

Patientenschützer verlangen Strafen für Impf-Vordrängler

5:44 Uhr

Angesichts zunehmender Versuche von Impfwilligen, sich ungerechtfertigt und teils mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung zu verschaffen, wird der Ruf nach Strafen laut. "Zwar werden Tausende erwischt, aber es fehlt an Sanktionen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. "Sich beim Impfen vorzudrängen, ist weiterhin keine Ordnungswidrigkeit." Viele Impfzentren klagen über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Das SWR-Fernsehmagazin Report Mainz berichtete von mehreren tausend Fällen.

Dienstag, 11. Mai 2021

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Unterwegs im Kreis mit der landesweit niedrigsten Inzidenz

22:45 Uhr

Die Corona-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis liegt seit fünf Tagen unter 50 pro Woche und 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dennoch lassen weitere Öffnungsschritte in Tauberbischofsheim noch auf sich warten:

Unternehmen Biontech macht Milliarden-Umsätze

20:21 Uhr

Das Mainzer Unternehmen Biontech verzeichnet mit seinem Corona-Impfstoff Milliardenumsätze. Es hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2021 mehr als zwei Milliarden Euro umgesetzt. Das sei mehr als 70 Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen heute mit. Unterm Strich stehe ein Quartalsgewinn von mehr als einer Milliarde Euro. Bis zum 6. Mai wurden demnach weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert. Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin sagte, man wolle die Corona-Impfstoffproduktion weiter ausbauen und die Forschung in der Krebstherapie vorantreiben. Biontech will dafür auch in Asien expandieren.

Wann sind Urlaubsreisen ins Ausland möglich?

19:54 Uhr

Die bevorstehenden Pfingstferien in Baden-Württemberg beflügeln die Urlaubsträume vieler Menschen. Derzeit gelten vielerorts in Europa noch Reisewarnungen, aber die Hoffnung auf den Sommerurlaub - auch im Ausland - wächst.

Indische Coronavirus-Variante laut WHO besorgniserregend

19:33 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien aufgetretene Mutation des Coronavirus als "besorgniserregende Variante" eingestuft. Das gab die WHO am Abend in Genf bekannt. Bislang hatte die UN-Behörde nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet. Nach derzeitigen Informationen müsse man unter anderem von einer erhöhten Übertragbarkeit der indischen Variante mit der Bezeichnung "B.1.617" ausgehen, so die WHO. Es gebe aber noch keine Hinweise, dass Virustests, Medikamente oder Impfstoffe weniger wirksam gegen die indische Variante seien, hieß es. In Indien stecken sich täglich Hunderttausende mit dem Coronavirus an. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land gut 22,6 Millionen Infektionen gezählt.

Künzelsauer Firma Ziehl-Abegg impft Mitarbeiter

19:24 Uhr

Die Alterbrengenzung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca wurde aufgehoben. Nun können auch Unternehmen in Baden-Württemberg ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter impfen lassen. Beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg (Hohenlohekreis) wurden heute rund 130 Beschäftigte mit dem Wirkstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft. Die Nachfrage sei groß und soll noch einige Zeit andauern, hieß es.

Impfzentren klagen über vorgetäuschte Impfberechtigungen

19:03 Uhr

Viele Impfzentren klagen offenbar über impfwillige Menschen, die mit falschen Angaben eine vorzeitige Corona-Impfung bekommen wollen. Die SWR-Sendung "Report Mainz" berichtet von mehreren Tausend Fällen bundesweit. Allein im Impfzentrum Hamburg haben demnach innerhalb einer Woche 2.000 Männer und Frauen versucht, einen Impftermin zu bekommen, obwohl sie eigentlich noch nicht dazu berechtigt waren. Sie machten unter anderem falsche Angaben zu ihrem Alter oder zu ihrem Beruf. In München wurden auf SWR-Anfrage 350 solcher Fälle bekannt, in Saarbrücken 140. Insgesamt werde die Stimmung aggressiver, sagte der Sprecher der Hamburger Sozialbehörde.

Öffnungen bis Pfingsten: Die Hoffnung wächst

18:24 Uhr

In den Städten und Landkreisen im Land wächst die Hoffnung, dass rechtzeitig zu den Pfingstferien der Lockdown gelockert werden kann. Ab einer Inzidenz von 100 können erste Öffnungen kommen. Lagen am Sonntag noch 37 der 44 Regionen über dem Wert von 100 Ansteckungen bei 100.000 Einwohnern binnen einer Woche, so unterschritten heute zwei weitere den wichtigen Wert. Mehrere andere Kreise wie der Ortenaukreis und die Stadt Karlsruhe dürften in den kommenden Tagen folgen, wie aus den Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) hervorgeht. Das Land will den Betrieb von Biergärten und Außengastronomie sowie Hotels in weniger pandemiebelasteten Stadt- und Landkreisen erlauben. Bedingung ist aber, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in diesen Regionen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter einer Inzidenz von 100 liegt. Festgelegt hat sich die Landesregierung allerdings noch nicht.

Sieben-Tage-Inzidenz geht weiter zurück - Todesfälle nehmen zu

18:03 Uhr

In Baden-Württemberg sind immer noch 35 der 44 Stadt- und Landkreise über der 100er-Schwelle der Sieben-Tage-Inzidenz. Diese Marke muss für Lockerungen der Bundesnotbremse unterschritten werden. Unter der Inzidenz von 50 liegt nur der Main-Tauber-Kreis mit 49,8. 35 Kreise liegen unter der Marke von 165. Das ist ausschlaggebend für die Art und Weise, wie der Schulunterricht in der jeweiligen Region stattfinden kann. Oberhalb von einer Inzidenz von 165 ist nur Fernunterricht möglich. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt mit derzeit 140,6 im Vergleich zu gestern (145,2) etwas. Am Montag vor einer Woche lag sie noch bei 173,1 und ist somit stark gefallen. Den Behörden wurden heute 996 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am vergangenen Montag waren es 805. Des Weiteren sind heute in Baden-Württemberg 20 weitere Personen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - das sind neun mehr als gestern.

Experten kritisieren ÖPNV-Studie zu Corona-Infektionsrisiko

17:24 Uhr

Ist das Corona-Infektionsrisiko in Bus und Bahn wirklich höher als im eigenen Auto? Um das herauszufinden, haben die Verkehrminister von Baden-Württemberg und zehn weiteren Bundesländern zusammen mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) heute eine Studie herausgegeben. Doch leider könne man mit dieser Studie überhaupt nichts anfangen, kommentiert Veronika Simon aus der SWR Wissenschaftsredaktion.

Corona-Pandemie Studie bringt keine Klarheit über Infektionsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln

Eine neue Studie soll belegen, dass die Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen relativ gering ist. Doch Veronika Simon aus der SWR Wissenschaftsredaktion hat Zweifel an der Aussagekraft der Studie.  mehr...

Mehr Impfstoff für Regionen mit niedriger Impfquote

15:12 Uhr

Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) und die Chefs der Zentralen Impfzentren haben sich über die Verteilung des vom Bund gelieferten Corona-Impfstoffs geeinigt. Die Impfzentren seien untereinander solidarisch und es sei für die zentralen Impfzentren selbstverständlich, die Kreisimpfzentren in den nächsten Wochen zu unterstützen, teilte Lucha in Stuttgart mit. "Es soll mehr Impfstoff in bevölkerungsreiche Landkreise gehen und dorthin, wo die Impfquoten noch vergleichsweise niedrig sind." Der Bund liefert auch im Mai nicht genügend Impfstoff, um die Impfzentren unter Volllast laufen zu lassen. In Baden-Württemberg liegen die kommenden Lieferungen bei durchschnittlich etwa 330.000 Impfdosen pro Woche.

Ein Drittel der Deutschen ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft

14:21 Uhr

Die Impfstellen in Deutschland haben mittlerweile insgesamt mehr als 35 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Das geht aus neuen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Davon seien etwas weniger als 27,3 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 7,8 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. In Deutschland haben laut RKI damit 32,8 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Den vollen Impfschutz erhielten demnach bislang 9,4 Prozent der Bevölkerung. Von insgesamt gut 11 Millionen Menschen in Baden-Württemberg sind mittlerweile 3.569.951 mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 32,14 Prozent, und liegt damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Komplett geimpft sind rund 9 Prozent der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger.

Fahrgastzahlen im Nahverkehr in Karlsruhe in der Krise deutlich gesunken

14:02 Uhr

Allerorts sinkt in der andauernden Corona-Pandemie die Nachfrage des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) hat heute seine Zahlen veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Fahrgäste des KVV in den vergangenen Wochen um rund 75 Prozent gesunken. Der Umsatz ist um 30 Prozent eingebrochen. Dank weiterhin treuer Abo-Kunden sei der Umsatz nicht noch stärker eingebrochen, erklärten die Verkehrsbetriebe.

Studie: ÖPNV verstärkt das Corona-Infektionsgeschehen nicht

12:25 Uhr

Mit einer Studie zum Infektionsgeschehen im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) wirbt die Branche um Fahrgäste während und nach der Corona-Krise. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Studie selbst bei der Charité Research Organisation in Auftrag gegeben. Das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen ist laut Studienergebnis nicht höher als im Individualverkehr. Federführend mitfinanziert ist die Auftragsarbeit von Baden-Württemberg und zehn weiteren Bundesländern. Für die Untersuchung hatte das Institut 681 Peronen ohne bisherige Corona-Infektion ausgewählt. Im Februar und März wurden die Probandinnen und Probanden zufällig und gleichmäßig auf den Individualverkehr und den ÖPNV aufgeteilt. Geprüft wurde im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Nach rund fünf Wochen wurden beide Test-Gruppen auf Antikörper getestet. Bei jeweils gleich vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in jeder Gruppe konnten Antikörper nachgewiesen werden. Daraus schließen die Autoren der Studie, dass das Infektionsrisiko im Alltag mit der Nutzung des ÖPNV nicht steigt.

Karlsruher Initiative setzt sich für Impfstoff für ärmere Länder ein

11:51 Uhr

Corona-Impfstoffe sind derzeit vor allem in reichen Ländern verfügbar. Für eine gerechte Verteilung von Vakzinen - auch in ärmeren Ländern - setzt sich die Karlsruher Initiative "Covax-Access" ein. Es sei "erschreckend", sagte der Initiator Gerhard Büchele gegenüber dem "Evangelischen Pressedienst", wie die Impfstoffe verteilt seien. Nach einem Bericht der Zeitschrift "The Lancet" verfügen 16 Prozent der Weltbevölkerung über 70 Prozent der vorhandenen Impfdosen gegen das Coronavirus. Nach Aussage von Büchele sei bisher nur ein Drittel der bis Ende 2021 in ärmeren Ländern angestrebten Impfungen finanziert. Nach einer Art Schneeballsystem wolle er Organisationen und Einzelpersonen zu Spenden auffordern. Verteiler seien Apotheken, Ärzte und Impfzentren, unterstützt wird die Aktion von Kirchen und der Stadt Karlsruhe.

Erstmals digital: Stuttgarter Bildungsmesse "Didacta" hat begonnen

11:37 Uhr

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wird die Bildungsmesse "Didacta" in Stuttgart ausschließlich digital über eine Online-Plattform veranstaltet. Die "Didacta" gilt als die größte Bildungsmesse in Europa und richtet sich vor allem an Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte sowie Aus- und Weiterbildende. Sie gibt Einblicke in das gesamte Bildungswesen von der frühkindlichen bis zur beruflichen Bildung. Die Online-Ausgabe findet noch bis Mittwoch statt.

Gastgewerbe: Beschäftige sollen bei Corona-Impfung priorisiert werden

11:15 Uhr

Das Gastgewerbe dringt darauf, dass Beschäftigte bei Corona-Impfungen in die Prioritätengruppe 3 vorgezogen werden. "Sie sollten wie Verkäufer im Lebensmitteleinzelhandel in der Impfpriorisierung eingeorndet sein". Das fordern der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Wir erwarten, dass dies schnell und pragmatisch umgesetzt wird, wie es bereits zum Beispiel in Bayern in einigen Landkreisen erfolgt", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Kinderschutzbund beklagt Diskriminierung von Kindern in der Pandemie

11:08 Uhr

Der Deutsche Kinderschutzbund hat der Politik in der Corona-Pandemie Diskriminierung von Kindern vorgeworfen. Präsident Heinz Hilgers hat im Deutschlandfunk gesagt, die neuen Erleichterungen für Geimpfte würden "Kinder wieder benachteiligen - wie schon während der gesamten Pandemie". Auch sei es unfair, dass sich Kinder in Schulen und Kitas regelmäßig testen lassen müssten, Beschäftigte in der Wirtschaft aber nicht.

Trinationaler Oberrheinrat fordert Rückkehr zur Normalität

10:53 Uhr

Mehr als ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat der Vorstand des Oberrheinrats sich für eine Rückkehr zur Normalität ausgesprochen. Die Ratsvertreter betonten, der freie Grenzverkehr genieße in der Grenzregion höchste Priorität. Sobald die Pandemielage und der Fortschritt der Impfkampagnen am Oberrhein es zulassen, müssen die aktuell geltenden Einschränkungen schrittweise zurückgefahren und die grenzüberschreitende Normalität wiederhergestellt werden, heißt es in einem Schreiben. In den nächsten Monaten müssten nun die Weichen dafür gestellt werden, dass solche "Einschränkungen für unseren trinationalen Lebensraum künftig nie wieder notwendig sein werden", so die Mitteilung. Der Oberrheinrat ist die Versammlung der politisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter der deutschen, schweizerischen und fränzösischen Regionen am Oberrhein. Ihm gehören 71 Mitglieder aus den vier Teilregionen Elsass, Nord- und Südbaden, Südpfalz und Nordwestschweiz an.

Vermuteter Corona-Regelverstoß: Kein Verfahren gegen Waldhof Mannheim

10:50 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will wegen der Aktion für einen todkranken Fan kein Verfahren gegen den SV Waldhof Mannheim einleiten. Das teilte der Verein auf SWR Nachfrage mit. Damit gebe es auch keine Strafe für die Aktion, sagte ein Sprecher des Fußball-Drittligisten. In der Kritik des DFB stand eine Aktion beim Heimspiel der Mannheimer gegen den VfB Lübeck. Der unheilbar kranke Waldhof-Fan durfte das Spiel seines Lieblingsvereins im Stadion verfolgen und sich anschließend mit Spielern fotografieren lassen. Der DFB sah darin einen Verstoß gegen das Corona-Hygienekonzept und hatte eine Erklärung des Vereins angefordert. Nachdem die Mannheimer diese an den DFB übermittelt hatten, verzichtete der Verband jetzt auf eine Strafe. Der Fan ist inzwischen an seiner Krankheit verstorben.


Stiko kritisiert Aufhebung der Impfpriorisierung

10:15 Uhr

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), der Ulmer Virologe Thomas Mertens, hat erneut die geplante Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni kritisiert. "Ich finde es bedauerlich, wenn die Frage der Impfkampagne und der Umsetzung zum Gegenstand von Wahlkampf verkommen", sagte Mertens der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es sei "nicht gerecht und nicht sinnvoll", wenn Menschen mit hohem Risiko für Erkrankung, die bereits länger gewartet haben, jetzt noch länger als nötig auf ihre Impfung warten müssten.

Landgericht Hechingen: Viele Zivilfälle per Video

9:45 Uhr

Die Mitarbeiter des Landgerichts Hechingen haben neben vielen Schwierigkeiten auch positive Erfahrungen mit Corona gemacht. Viele Zivilfälle werden jetzt beispielsweise per Video verhandelt. Die elektronische Akte gibt es im Landgericht Hechingen schon seit fast drei Jahren - mit ihr kamen auch große Bildschirme und andere Technik in die Gerichtssäle. Über die werden nun laut Gericht zum Beispiel Anwälte aus Hochrisikogebieten oder Zeugen aus der Quarantäne zugeschalten. So ließen sich viele Verhandlungstermine halten, die sonst wegen der hohen Infektionsgefahr hätten verschoben werden müssen. Seit 2002 schon dürfen Zivilverfahren auch als Videoverhandlung laufen. Erst seit der Pandemie aber, wird das laut Gericht auch regelmäßig gemacht. Einschränkungen gibt es im Gerichtsalltag dennoch, vor allem bei den Strafverfahren. Es gibt beispielsweise nur einen Gerichtssaal, in dem ausreichend Abstände eingehalten werden können.

Priorisierung auch für Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben

9:13 Uhr

Bund und Länder haben die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben. Allerdings empfehle die Ständige Impfkommission (Stiko) den Einsatz des Impfstoffes nur für Menschen ab 60 Jahren, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Grund seien sehr seltene, aber ernsthafte Hirnvenenthrombosen. Jüngere sollen das Vakzin aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. Mit der Aufhebung der Priorisierung gebe man wie bei dem Impfstoff von Astrazeneca allen die Möglichkeit nach einer ärztlichen Aufklärung mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff geimpft zu werden. "Genauso wie wir es bei Astrazeneca machen, werden wir es auch bei Johnson & Johnson machen", hieß es.

Impfaktion: Kaum freie Termine in Mannheimer Neckarstadt

6:44 Uhr

Die Stadt Mannheim will nach der Impfaktion im Stadtteil Hochstätt weitere Menschen vor Ort impfen, ab heute im Stadtteil Neckarstadt-West. Allerdings sei man schon fast ausgebucht, heißt es. Zehn Tage lang sollen mobile Impfteams in Neckarstadt-West Menschen impfen. Gestern teilte die Stadt aber mit, dass es am Montag und Dienstag nur noch wenige freie Termine gebe. Die meisten Termine seien bereits an "besonders vulnerable Gruppen" vergeben worden. Deshalb sei es möglich, dass es zum Start der Aktion zunächst zu langen Wartezeiten oder bei einigen Menschen auch zu gar keiner Impfung kommen könne. Gemeinsam mit dem Land bemühe man sich jetzt um mehr Impfstoff, um allen ein Impfangebot machen zu können, so die Stadt.

Krankenstand trotz Corona bundesweit auf Rekordtief

6:38 Uhr

Trotz der Corona-Pandemie ist der Krankenstand unter den Beschäftigten in Deutschland auf ein Rekordtief gesunken. Das zeigen Daten der Techniker Krankenkasse (TK), die der "Deutschen Presse-Agentur" vorliegen. Von Januar bis Ende März lag der Krankenstand bei den Versicherten der TK bei 3,8 Prozent. So niedrig sei der Krankenstand seit 13 Jahren nicht mehr gewesen, so die TK. Die Fehltage seien nach Angaben der Krankenkasse bei fast allen Diagnosen zurückgegangen. Vor allem bei Erkältungskrankheiten habe es deutlich weniger Krankschreibungen im Vergleich zu den Vorjahren gegeben. Es zeige sich, dass die Corona-Abstands- und Hygieneregeln auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhinderten, so TK-Chef Jens Baas. Das Coronavirus spielte bei den Fehltagen im ersten Quartal keine besonders große Rolle. Die Techniker Krankenkasse verzeichnete von Januar bis Ende März insgesamt mehr als eine Million Krankschreibungen, davon knapp 9.400 aufgrund von Covid-19.

Amtsärzte warnen vor Druck auf Impfsystem ab dem Sommer

6:34 Uhr

Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer unter Druck geraten könnte. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, sagte der "Rheinischen Post", ab Ende Juni oder Anfang Juli müsse in Deutschland nachgeimpft werden - zusätzlich zu den laufenden Erst- und Zweitimpfungen. "Von Seiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein." Teichert verwies darauf, dass Studien davon ausgehen, dass Nachimpfungen nach sechs Monaten fällig werden. Andere Länder wie England seien schon dabei, sich darauf vorzubereiten. Die Situation in Deutschland sei auch deshalb so besorgniserregend, weil es parallel die Kinderimpfungen als eine weitere Herausforderung geben werde. Sie forderte, die Impfzentren auch über den September hinaus zu betreiben.

Intensivmediziner: Dritte Welle in Deutschland ist gebrochen

6:15 Uhr

Führende Intensivmediziner äußern sich zuversichtlich zu den sinkenden Infektionszahlen und der abnehmenden Zahl von Corona-Intensivpatienten in Deutschland. "Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden. Die dritte Welle ist gebrochen", sagte der wissenschaftliche Leiter der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post" laut einem Vorabbericht. Die Situation auf den Intensivstationen werde sich wegen der fortschreitenden Impfungen der über 50-Jährigen voraussichtlich bis Ende Juni entspannen. Es müssten jedoch Vorsichtsmaßnahmen für Flugreisende aus weiter entfernten Ländern getroffen werden, um das Einschleppen möglicherweise gefährlicher Virus-Varianten zu vermeiden.

RKI registriert 6.922 Corona-Neuinfektionen

6:02 Uhr

In den letzten 24 Stunden wurden 6.922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland gemeldet. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen hervor. Vor einer Woche hatte der Wert bei 9.160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner lag bei 119,1. Am Montag davor waren es noch 146,9. Deutschlandweit wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verzeichnet. Vor einer Woche waren es 84 Tote gewesen.

Kommunen fordern weitere Öffnungsschritte  

4:40 Uhr

Die Kommunen fordern weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: Der Sommer stehe bevor und es werde deutlich mehr geimpft. Bund und Länder müssten sich deshalb jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog einigen und festlegen, unter welchen Voraussetzungen welche Bereiche öffnen dürften. Darauf warteten nicht nur die Menschen, sondern auch Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft. Ein Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen solle dabei vermieden werden, so Landsberg.

Montag, 10. Mai 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

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SWR