Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 16. September 2022

STAND

BW stimmt neuen Corona-Schutzmaßnahmen im Bundesrat zu

21:10 Uhr

Der Bundesrat hat die neuen Corona-Schutzmaßnahmen für den Herbst und Winter beschlossen. Auch Baden-Württemberg stimmte den Regelungen zu, die von Oktober bis April gelten sollen. In dieser Zeit gibt es dann wieder eine FFP2-Maskenpflicht- zum Beispiel in Fernzügen oder Arztpraxen:

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Kliniken klagen über "Kostenexplosion"

19:19 Uhr

Die Krankenhausgesellschaft befürchtet angesichts einer Kostenexplosion mehr Insolvenzen. Die schon vor der Corona-Pandemie unterfinanzierten Kliniken blieben auf den erhöhten Preisen für Energie, Medizinprodukte, Lebensmittel und Dienstleistungen sitzen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Matthias Einwag, heute in Stuttgart. Demnach beliefen sich die Zusatzkosten auf 640 Millionen Euro im Land. "Das bezahlt niemand aus der Portokasse", sagte Einwag. 61 Prozent der Teilnehmer einer BWKG-Umfrage schreiben in diesem Jahr rote Zahlen. Auf die prekäre Lage mit möglichen Insolvenzen will die Krankenhausgesellschaft jetzt bundes- und landesweit mit der Aktion "Alarmstufe Rot - Krankenhäuser in Gefahr" aufmerksam machen. Ein Infomobil soll der Öffentlichkeit vor Ort die Situation der Kliniken nahe bringen und den Druck auf die Politik verstärken, die Häuser auskömmlich zu finanzieren. Die BWKG fordert einen Inflationsausgleich von vier Prozent und das Weiterlaufen der Corona-Hilfen.

Baden-Württemberg

"Existenzbedrohende Situation" Länder fordern vom Bund Inflationsausgleich für Krankenhäuser

Die aktuellen Preissteigerungen betreffen nicht nur Privatpersonen. Auch Kliniken sind von den Kosten für Energie und Lebensmittel gebeutelt. Sie fordern Hilfe von der Politik.  mehr...

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Leichter Anstieg der Zahl belegter Intensivbetten in BW

17:39 Uhr

Die Zahl der Corona-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist erneut leicht angestiegen. Nach aktuellen Informationen des Landesgesundheitsamts (LGA) betrug die Anzahl der Fälle heute 66 (Stand 16 Uhr). Am Vortag waren es 63 und am Freitag vor einer Woche 54 Fälle gewesen. Sechs weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls leicht um den Wert 6,2 auf 188,3 Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 160 gelegen.

ifo: Angestellte fühlen sich im Homeoffice produktiver

15:47 Uhr

In Deutschland arbeiten Vollzeitbeschäftigte mittlerweile im Schnitt an 1,4 Tagen pro Woche im Homeoffice. Im Nachbarland Frankreich sind es 1,3, in den USA 1,6 und in Japan 1,1 Tage, wie eine heute veröffentlichte Studie des Münchner Ifo-Instituts ergab. "Damit hat Corona die Arbeitsbedingungen dauerhaft stark verändert", erklärte einer der Studienautoren, Mathias Dolls. "Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt." Über die Hälfte der befragten Beschäftigten in allen Ländern sagten demnach, sie seien im Homeoffice produktiver, als sie es erwartet hätten. Je positiver die Beschäftigten ihre Produktivität im Verhältnis zu ihren vorherigen Erwartungen einschätzten, desto mehr Homeoffice-Tage bieten die Arbeitgeber an.

Ermittlungen gegen Lauterbach

15:50 Uhr

Das Gesundheitsamt des Berliner Bezirks Mitte ermittelt gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Isolationsvorschriften des Landes. Ein Sprecher des Bezirks sagte heute der Nachrichtenagentur AFP, dass insgesamt fünf Anzeigen gegen Lauterbach eingegangen seien. Diesen werde nun nachgegangen. Lauterbach war Anfang August positiv auf das Coronavirus getestet worden, seine Amtsgeschäfte nahm er deshalb vorübergehend aus der häuslichen Isolation wahr. Auf Twitter schrieb der vierfach Geimpfte zuerst von "leichten", später von "stärkeren Symptomen als erwartet". Nach sechs Tagen, am 10. August, nahm Lauterbach wieder an einer Kabinettssitzung teil. Einen Tag zuvor hatte er getwittert, dass es langsam aufwärts gehe. Der ARD sagte er am selben Tag, dass er zwar wieder negativ sei, sich aber nicht ganz fit fühle. Die Corona-Verordnung des Landes Berlin sieht eine vorzeitige Beendigung der zehntägigen Isolationspflicht erst dann vor, wenn der Infizierte seit mindestens 48 Stunden symptomlos ist. Das Büro von Lauterbach verwies auf einen PCR-Test fünf Tage nach der Infektionsfeststellung. Der CT-Wert des Tests habe dabei deutlich über 30 gelegen und somit angezeigt, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr infektiös gewesen sei.

BA.5-Impfstoff ab Mitte nächster Woche verfügbar

15:45 Uhr

Der an die BA.5-Variante angepasste Impfstoff soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bald zur Verfügung stehen. Das Vakzin werde ab Mitte kommender Woche ausgeliefert, sagte Lauterbach heute im Bundesrat. Der bereits seit einigen Wochen verfügbare BA.1-Impfstoff werde inzwischen ausgeliefert. "Wir haben so viel Impfstoff, dass wir in den nächsten Wochen jeden impfen können, der geimpft werden möchte", so Lauterbach. Der BA.5-Impfstoff war erst am Montag von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden. Lauterbach verwies darauf, dass auch der bereits verfügbare BA.1-Impfstoff gut vor den aktuellen Varianten schütze.

Corona-Impfstoffe erzeugen Milliardengewinne

15:44 Uhr

Die deutsche Pharmaindustrie wird einem Bericht zufolge über Jahre hinweg von Impfstoffen gegen das Coronavirus profitieren. Bis 2030 dürfte sich der finanzielle Effekt auf rund 16 Milliarden Euro belaufen, berichtete der "Spiegel" aus einer bisher unveröffentlichten Studie im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (VfA). Schätzungsweise 57.000 Beschäftigungsjahre dürften demnach in den nächsten acht Jahren durch die Impfstoffproduktion in Deutschland entstehen. Auch sonst erwies sich die Pharmaindustrie in Deutschland laut der Lobbystudie als krisenfest, wie es im "Spiegel" weiter heißt.

Razzien wegen gefälschter Impfausweise

15:41 Uhr

Deutschlandweit soll eine Frau aus dem Raum Freiburg gefälschte Corona-Impfnachweise verkauft haben. Mit bundesweiten Durchsuchungen ist die Polizei nun gegen die Käuferinnen und Käufer der Impfpässe vorgegangen. Bereits am Mittwoch durchsuchten demnach Beamtinnen und Beamte insgesamt 36 Wohnungen - 18 davon in Baden-Württemberg. Die Polizei stellte gefälschte Impfnachweise, Handys und Laptops sicher, die nun als potentielle Beweismittel ausgewertet werden.

Freiburg

Landeskriminalamt ermittelt Gefälschte Impfnachweise: Razzien im Raum Freiburg

Eine Frau aus dem Raum Freiburg soll bundesweit gefälschte Corona-Impfnachweise verkauft haben. Mit Durchsuchungen in ganz Deutschland ist die Polizei nun gegen die Käufer der Impfpässe vorgegangen.  mehr...

SWR4 BW am Vormittag SWR4 Baden-Württemberg

Studie: Kaum Infektionen bei Kita-Kindern

14:30 Uhr

Kitas spielten im Sommer 2021 bei der Ausbreitung des Coronavirus nach Daten einer neuen Studie der Würzburger Uni-Kinderklinik faktisch keine Rolle. Zwischen Mai und Juli 2021 seien bei mehr als 450 Kindergartenkindern zwischen zwei und sechs Jahren sowie bei 139 Erzieherinnen und Erziehern zweimal wöchentlich Corona-Tests gemacht worden - und zur Überraschung des Forschungsteams war nur ein einziger dieser Tests positiv, wie die Klinik am Freitag mitteilte. Insgesamt haben die Forschenden rund 6.800 Spuck-PCR-Tests und mehr als 3.900 Nasenabstriche ausgewertet. Mit Antikörpertests stellte das Team sicher, dass keine Corona-Infektion im Studienzeitraum übersehen wurde. Die Schlussfolgerung der Forschenden: Dauertestungen in Kitas seien bei niedrigen Fallzahlen zu aufwendig. Bei steigender Inzidenz oder einer gefährlicheren Variante stehe das Testen aber als Instrument zur Verfügung, um rechtzeitig Fälle zu entdecken.

Bundesrat billigt neues Infektionsschutzgesetz

13:00 Uhr

Trotz Kritik haben die Länder den neuen Corona-Regeln zugestimmt. Zu den zentralen Bestimmungen, die ab Oktober gelten sollen, zählen bundesweite Maskenpflichten in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen. In Flugzeugen entfällt die Maskenpflicht. Die Bundesländer können die Maskenpflicht außerdem auf öffentlich zugängliche Innenräume wie Gaststätten, Behörden, Sporthallen oder Theater ausweiten - müssen dies aber nicht. Auch über eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr entscheiden die Länder. Hier gibt es bereits eine Einigung der Gesundheitsministerinnen und -minister: die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen soll bleiben. In Schulen können die Länder Tests anordnen. Auch eine Maskenpflicht im Unterricht ab der fünften Klasse ist möglich, allerdings nur, wenn sonst der Präsenzunterricht nicht aufrechterhalten werden könnte. Lockdowns, Betriebs- oder Schulschließungen soll es nicht mehr geben. Die Landesregierung will laut Gesundheitsministerium am 27. September über die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg entscheiden. Zunächst will das Land die Regeln nur an die neuen Bundesvorgaben anpassen. Erst wenn sich die Infektionslage erheblich zu verschlechtern drohe, seien gegebenenfalls weitere Maßnahmen erforderlich, hieß es aus dem Ministerium.

Neues Infektionsschutzgesetz Mit Maske und Tests durch den Corona-Winter

Draußen wird es herbstlich und die Corona-Zahlen steigen wieder. Für Herbst und Winter gelten daher erneut bestimmte Schutzmaßnahmen, etwa Masken- und Testpflichten. Die Länder st…  mehr...

Knappe Mehrheit begrüßt Oktoberfest-Start

11:00 Uhr

Eine knappe Mehrheit begrüßt bundesweit laut einer Umfrage den Start des Münchner Oktoberfests nach zwei Jahren Corona-Zwangspause. 53 Prozent finden es richtig, dass das größte Volksfest der Welt nun wieder stattfindet, wie die am Freitag veröffentlichte Befragung des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag der Onlineausgabe von "Focus" zeigt. Mit 32 Prozent ist rund ein Drittel dagegen, 15 Prozent sind in dieser Frage unentschieden. Viele Menschen haben jedoch auch Sorge, sich im Fall eines Oktoberfestbesuchs mit Corona anzustecken. Auf die entsprechende Frage antworteten 53 Prozent mit ja oder eher ja. Das Oktoberfest beginnt morgen und findet ohne Einschränkungen statt.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

5:30 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 249,9 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 244,4 gelegen, vor einer Woche bei 229,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI 38.749 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 35.995) und 117 Todesfälle (Vorwoche: 119) innerhalb eines Tages. Allerdings liefern diese Angaben nur ein unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus.

Freitag, 16. September 2022

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

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