Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Sonntag, 10. Oktober 2021

STAND

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg

Lauterbach gegen Personaldiskussion beim RKI

19:11 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich im Zusammenhang mit unterschiedlichen Impfquoten in Deutschland gegen eine Personaldiskussion beim Robert Koch-Institut (RKI) ausgesprochen. Im "Bericht aus Berlin" sagte er, solch eine Diskussion sei nicht das Wichtigste. "Wir sind in einer besonders vulnerablen Phase, wo es jederzeit wieder ein Aufflammen der vierten Welle geben könnte." Dennoch müsse der Unterschied bei den Impfquoten aufgearbeitet werden. Es habe Defizite gegeben. Die Diskrepanz der Berechnung des Bundesgesundheitsministeriums und der ausgewiesenenen Impfquote durch das RKI sei begründungsbedürftig. Politiker von FDP und Grünen hatten RKI-Chef Lothar Wieler kritisiert. Das RKI hatte nach einer neuen Auswertung erklärt, die Quote der Geimpften liege wohl fünf Prozentpunkte über der Meldestatistik der Impfstellen. Ein möglicher Grund dafür sei, dass nicht alle Impfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte, in Arztpraxen oder mobiler Impfteams erfasst würden.

Bühl: So lief der letzte Gratis-Tag an der Corona-Teststation

18:35 Uhr

Jetzt ist Schluss: Heute waren die Corona-Tests zum letzten Mal kostenlos. Ab Montag müssen mit wenigen Ausnahmen alle für die Schnelltests bezahlen. In Bühl im Kreis Rastatt haben einige am Sonntag den letzten Gratis-Test genutzt.

Bühl

Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests Bühl: So lief der letzte Gratis-Tag an der Corona-Teststation

Jetzt ist Schluss: Zum letzten Mal waren die Corona-Schnelltests am Sonntag kostenlos. Ab sofort müssen mit wenigen Ausnahmen alle für die Schnelltests bezahlen. In Bühl haben einige den letzten Gratis-Test genutzt.  mehr...

Sieben-Tage-Inzidenz in BW bei 86,3

17:20 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg leicht gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt (Stand 16 Uhr) heute mitteilte, lag der Wert bei 86,3 (gestern: 86,0). Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz sank dagegen weiter von 2,12 gestern auf 2,06. Sie gibt die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten in intensivmedizinischer Behandlung beträgt aktuell 187. Das sind acht weniger als gestern. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen stieg um 448 im Vergleich zum Vortag. Außerdem stieg die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus verstorbenen Menschen in Baden-Württemberg um drei auf 10.763.

Patientenschützer fordern kostenlose Schnelltests in Altenheimen

15:30 Uhr

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vor dem Wegfall der kostenlosen Corona-Schnelltests morgen Sonderregelungen für Alten- und Pflegeheime gefordert. Bund und Länder müssten Besucherinnen und Besucher dort gebührenfreie Testmöglichkeiten bieten, sagte Vorstand Eugen Brysch heute. Viele der bundesweit rund 12.000 stationären Einrichtungen verlangten auch von vollständig geimpften Besucherinnen und Besuchern einen negativen zertifizierten Schnelltest. Wenn viele der Testzentren in Deutschland ihre Arbeit einstellten, sei ein anerkannter Negativ-Nachweis besonders in ländlichen Gebieten schwer zu bekommen, so Brysch. Ab morgen gibt es keine kostenlosen Bürgertests mehr - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Dazu zählen unter anderem Kinder und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Meinungen aus RLP und BW Ende der kostenlosen Schnelltests: So reagiert das Netz

Corona-Schnelltests sind nicht mehr für alle kostenlos. In den sozialen Medien wird das heiß diskutiert – mit unterschiedlichen Meinungen.  mehr...

Schwimmverbände kämpfen gegen Corona-Effekt

14:11 Uhr

Schwimmverbänden zufolge haben seit Beginn der Pandemie allein in Baden-Württemberg bis zu 100.000 Kinder das Schwimmen nicht gelernt, weil Schwimmkurse ausgefallen sind. Die Wartelisten für Anfänger-Schwimmkurse seien endlos lang, der Rückstau durch Corona groß - auch wegen geschlossener Bäder und strenger Hygienevorschriften. Es droht eine "Generation Nichtschwimmer", so die Sorge. So ist die aktuelle Situation:

Baden-Württemberg

Es droht der Verlust einer ganzen Generation Was bringt die Schwimmkurs-Offensive für Kinder in Baden-Württemberg?

Lange Wartelisten, zu wenige Ausbilder, Rückstau durch Corona: Es gibt immer mehr Kinder, die das Schwimmen nicht lernen. In Baden-Württemberg soll ein Sofortprogramm helfen. Ein Überblick.  mehr...

Große Vorlesungen an Unis auch in Zukunft online

10:47 Uhr

Große Vorlesungen an Universitäten sollen auch nach der Corona- Pandemie per Video übers Internet übertragen werden. Solche Veranstaltungen gehörten zu den Angeboten, die für ein dauerhaftes Digitalangebot in Frage kämen, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt. Die durch Corona erzwungenen Erfahrungen mit der Online-Lehre seien hilfreich. An vielen Hochschulen beginnt an diesem und am nächsten Montag die Vorlesungszeit.

Proteste in Rom gegen 3G-Regel am Arbeitsplatz

10:07 Uhr

In Rom ist es bei Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Tausend Demonstranten zogen durch die Straßen und gerieten immer wieder mit der Polizei aneinander. Die Proteste richteten sich gegen die 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz, die nächste Woche kommen soll. Beschäftigte in Italien müssen dann nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind - ansonsten werden sie ohne Bezahlung beurlaubt.

Zahl der psychischen Erkrankungen im Coronajahr 2020 weltweit deutlich gestiegen

9:49 Uhr

Die Zahl psychischer Erkrankungen hat durch die Corona-Pandemie weltweit enorm zugenommen. Im Covid-Jahr 2020 gab es laut einer Studie geschätzte 53 Millionen Fälle von schweren depressiven Störungen und 76 Millionen Fälle von Angststörungen zusätzlich, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind. Das entspreche global einer Steigerung mehr als einem Viertel, schreiben Forscher der australischen Universität von Queensland und der Universität von Washington im Fachmagazin "The Lancet". Regierungen in aller Welt müssten dem Trend dringend gegensteuern, so die Forscher. In Deutschland war die Zuwachsrate mit jeweils knapp 17 Prozent noch vergleichsweise niedrig. Deutlich stärker war der Anstieg etwa in Frankreich, Spanien und Italien, zeigen Daten der Forscher. Jedoch fehlten aus vielen Ländern Angaben, speziell aus Staaten mit niedrigen und mittleren Einkommen. Am schlimmsten sind demnach jüngere Menschen betroffen. Die fehlende Interaktion mit Gleichaltrigen, Schulschließungen und die Angst vor Arbeitslosigkeit seien wichtige Faktoren. Außerdem haben laut der Studie psychische Störungen bei Frauen deutlich mehr zugenommen als bei Männern. Mehr Pflege- und Haushaltspflichten sowie häusliche Gewalt im Lockdown spielten dabei eine wichtige Rolle.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz leicht gestiegen

5:16 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist gestiegen. Das Robert Koch Institut (RKI) gibt den Wert aktuell mit 66,1 an - nach 64,4 gestern. 24 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, seit Pandemiebeginn 94.202. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.310.273.

Ärzte warnen wegen Ende kostenloser Coronatests vor weiteren Infektionen

1:45 Uhr

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat wegen des Endes der kostenlosen Coronatests am Montag vor weiteren Infektionen gewarnt. "Kostenpflichtige Coronatests führen dazu, dass sich künftig weniger Menschen mit Symptomen testen lassen werden", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende, Susanne Johna, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) von heute. "Das ist ein Einfallstor für eine weitere Übertragung des Virus." Ab Montag sind die Bürgertests nicht mehr kostenlos. So will die Politik den Druck auf Ungeimpfte erhöhen, sich impfen zu lassen. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte die Maßnahme. "Kostenlose Bürgertests abzuschaffen, gebietet die Fairness vor dem Steuerzahler", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Jeder, für den es empfohlen sei und der wolle, habe sich mittlerweile impfen lassen können.

Sonntag, 10. Oktober 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

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