Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 30. September 2021

STAND

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

RKI erwartet steigende Infektionszahlen im Herbst

22:29 Uhr

Nach der Gesundheitsbehörde der EU (ECDC) warnt auch das Robert Koch-Institut (RKI) vor steigenden Infektionszahlen in Herbst und Winter. Im RKI-Wochenbericht werden als Gründe insbesondere eine "noch immer große Zahl" ungeimpfter Menschen und die Zunahme von Kontakten in Innenräumen angeführt.

Durch Hygienemaßnahmen & #Impfung ist die Zahl der #COVID19 Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen & medizinischen Einrichtungen gesunken. Diese Maßnahmen sind im Herbst/Winter zum Schutz der Menschen dort weiterhin entscheidend. Neuer #Wochenbericht➡️https://t.co/mtCB353YSo https://t.co/WsAhRBnAaF

Lauterbach dringt auf strikte 2G-Regeln

19:56 Uhr

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dringt auf die strikte Anwendung von 2G-Regeln. "Die Menschen denken, wir hätten das Virus im Griff, das Gegenteil ist der Fall: Die Probleme sind nicht gelöst", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Unterschätzt werde beispielsweise auch die Gefahr sogenannter Impfdurchbrüche, also Erkrankungen trotz vollständiger Impfungen. Er warnte daher vor einer neuen Corona-Welle im Herbst und Winter, wenn sich "das Leben wieder in geschlossene Räume verlagert". Lauterbach verwies auf eine aktuelle Studie aus den USA, die zeige, dass infizierte Geimpfte eine gleich hohe Viruslast tragen wie Nicht-Geimpfte und damit gleich ansteckend sind.

Bericht: Hochschulen sollen 13,5 Millionen Euro für Corona-Maßnahmen erhalten

19:44 Uhr

Die Landesregierung will den Hochschulen in Baden-Württemberg zum Start des Wintersemesters 13,5 Millionen Euro zusätzlich für Corona-Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen. Je sechs Millionen Euro seien für Personal und Sachausgaben gedacht - zum Beispiel zur Anmietung von Räumen oder um Abstandsregeln einhalten zu können, berichteten die Tageszeitungen "Heilbronner Stimme" und "Südkurier" (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Kabinettsvorlage von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Der Ministerrat soll demnach am Dienstag darüber entscheiden. Das Ministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage die Kabinettsvorlage. "Nach drei Online-Semestern wollen wir, dass das Leben auf den Campus zurückkehrt und das Wintersemester wieder so viel wie möglich in Präsenz stattfindet", erklärte Bauer laut Ministerium.

Entwicklung der Kinderpsyche in der Pandemie

19:40 Uhr

"Kinder und Jugendliche auf dem Weg aus der Corona-Pandemie." Unter diesem Titel hat am Donnerstag in Ulm eine Fachtagung von der Kinder- und Jugendpsychiatrie stattgefunden. Dort schilderten Expertinnen und Experten, inwiefern der Corona-Lockdown mit Fernunterricht die Schülerinnen und Schüler getroffen hat, die es bereits vor der Pandemie schwer hatten.

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Hospitalisierungsinzidenz leicht gesunken

19:22 Uhr

Die Corona-Lage in Baden-Württemberg bleibt stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen gab das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16 Uhr) mit 82,5 an - ein geringfügiger Rückgang im Vergleich zum Mittwoch (82,9). Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb der vergangenen sieben Tage positiv auf Corona getestet und in eine Klinik aufgenommen wurden, sank am Donnerstag auf 2,29 - am Vortag lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz noch bei 2,37. Der Wert ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug 573.907, im Vergleich zum Vortag ein Plus von 1.669. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 9 auf insgesamt 10.683.

EU-Behörde: Schlechte Herbst-Lage wegen nicht ausreichender Impfquote

19:06 Uhr

Mit Blick auf den Herbst warnt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC angesichts von teils nicht ausreichenden Impfquoten vor einer verschlechterten Corona-Lage in Europa. Nur 61,1 Prozent der Gesamtbevölkerung in der EU und den damit eng verknüpften Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein seien bislang vollständig geimpft, teilte die in Stockholm ansässige Behörde mit. Länder, deren Impfquote im oder unter dem momentanen EU-Durchschnitt lägen und die in den nächsten zwei Wochen Pläne zur Lockerung von Corona-Maßnahmen hätten, liefen hohe Gefahr, bis Ende November einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen, Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle zu erleben. In Baden-Württemberg sind aktuell 64,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Karlsruher Profi-Fußballverein zeigt sich in der Krise optimistisch

18:58 Uhr

Der Karlsruher SC hat mit seiner ausgegliederten Fußballabteilung in der vergangenen Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga einen Verlust von rund 5,8 Millionen Euro gemacht. Das hat der Verein heute bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Laut KSC-Geschäftsführer Michael Becker sei der Verein aber trotzdem gut durch die Krise gekommen. Die Eigenkapitalsituation des Vereins habe sich durch Aktienverkäufe um zwei Millionen Euro verbessert. Man habe also für die Zukunft ein solides Fundament, so der Geschäftsführer.

Karlsruhe

Fußball | 2. Bundesliga Karlsruher SC kommt trotz Verlust gut durch die Corona-Krise

Der Karlsruher SC hat mit seiner ausgegliederten Fußballabteilung in der vergangenen Saison einen Verlust von rund 5,8 Millionen Euro gemacht. Das hat der Verein am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben.  mehr...

Die Impfzentren schließen - Robert-Bosch-Krankenhaus zieht Bilanz

18:33 Uhr

Über acht Millionen Corona-Impfungen wurden in den Impfzentren in Baden-Württemberg verabreicht. Rund 60 Prozent der Gesamtimpfungen im Land erfolgten in den Impfzentren. Ende September schließen sie nun alle. Das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart zieht Bilanz.

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Stuttgart verbietet Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung

17:49 Uhr

Am Samstag (2. Oktober) wollte die "Querdenken"-Bewegung in der Landeshauptstadt ursprünglich zwei Demonstrationen veranstalten. Die Bewegung sprach dabei von "Freiheit Marsch", "Fackelmarsch" und "Spaziergängen". Die Stadt Stuttgart hat diese Zusammenkünfte nun untersagt und eine Allgemeinverfügung über ein Versammlungsverbot innerhalb des City-Rings erlassen. Als Begründung nannte Sicherheits-Bürgermeister Clemens Maier (Freie Wähler), die Bewegung würde seit vier Wochen in den sozialen Netzwerken zu Demonstrationen in der Stuttgarter Innenstadt aufrufen und sich bewusst von den geltenden Regeln des Versammlungsrechts und der Corona-Verordnung abgrenzen. So würden die Demonstrationen "als Spaziergänge getarnt, vorsätzlich nicht angemeldet und auch kein Versammlungsleiter benannt". Außerdem würde offensiv zur Missachtung der Corona-Maßnahmen aufgerufen. Das Versammlungsverbot gilt den gesamten Samstag.

Die Landeshauptstadt #Stuttgart hat zwei für den Samstag geplante Demonstrationen der sogenannten Querdenker verboten. Was die Stadt zu diesem Schritt bewogen hat, erläutert Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier im Interview: https://t.co/ztLl336vMV https://t.co/x0mYOsH4fn

Im September 120.000 Drittimpfungen in BW

15:50 Uhr

Das Sozialministerium hat nach einem Monat "Booster-Impfungen" Zahlen für Baden-Württemberg veröffentlicht. Demnach haben sich im September rund 120.000 Menschen für eine Drittimpfung entschieden. Insgesamt sind rund eine halbe Millionen Menschen dazu berechtigt: Alle Personen über 60 Jahren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, deren Impfung länger als ein halbes Jahr zurückliegt. Sozialminister Lucha (Grüne) sagte, es sei gut, dass so viele Menschen das Angebot wahrnehmen würden. Für die Auffrischimpfungen kommen ausschließlich die Impfstoffe Biontech und Moderna zum Einsatz. Im Gegensatz zum baden-württembergischen Sozialministerium hat sich die Ständige Impfkommission bislang noch nicht für eine Empfehlung der sogenannten Booster-Impfung bei Senioren ausgesprochen. Sie empfiehlt die Auffrischung aktuell nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Baden-Württemberg

Zwischenbilanz nach einem Monat Dritte Corona-Impfung: Fast jeder vierte Berechtigte in BW nimmt Angebot wahr

Seit einem Monat sind Booster-Impfungen in Baden-Württemberg möglich. Das Sozialministerium hat zu diesem Anlass eine erste Zwischenbilanz gezogen.  mehr...

Bisher 1,6 Milliarden Euro vom Bund für Impfzentren

14:45 Uhr

Für den Betrieb der Corona-Impfzentren hat der Bund bisher 1,6 Milliarden Euro an die Länder gezahlt (Stand: 27. September), wie das Bundesgesundheitsministerium heute auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mitteilte. Allerdings können die Länder noch zeitversetzt Rechnungen beim zuständigen Bundesamt für Soziale Sicherung einreichen. Bund und Länder hatten vereinbart, die regionalen Impfzentren spätestens zum 30. September in ihrer Zahl und den Kapazitäten zurückzufahren oder zu schließen. Der Bund übernimmt aber weiterhin einen Teil der Finanzierung. Die meisten Länder schließen ihre Impfzentren und stellen auf mobile Impfteams um, daneben laufen weiter Impfungen in Arztpraxen - so auch in Baden-Württemberg.

Aktion #allesaufdentisch übt Kritik an Corona-Maßnahmen

13:55 Uhr

Eine Aktion mit dem Hashtag #allesaufdentisch sorgt im Internet für Aufsehen, indem sie die Corona-Maßnahmen und die mediale Berichterstattung darüber kritisiert. Teil der Kampagne sind unter anderem die Schauspieler Volker Bruch und Wotan Wilke Möhring. Auf der dazugehörigen Internetseite wurden 55 Videos veröffentlicht, in denen über medizinische und gesellschaftliche Aspekte der Pandemie gesprochen wird. Dort kämen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler "vieler Disziplinen unter anderem der Medizin, Virologie, Epidemiologie, Psychologie sowie den Rechtswissenschaften, Ökonomie und Ethik zu Wort", heißt es auf der Seite. "Mit zunehmender Sorge beobachten wir die Entwicklung des politischen Handelns in der Corona-Krise." Auch eine Petition ist Teil der Aktion, sie fordert einen "Runden Tisch" für das Corona-Krisenmanagement. Die gesamte Aktion erinnert an #allesdichtmachen. Dabei hatten bereits im April zahlreiche prominente Film- und Fernsehschauspieler wie Ulrich Tukur oder Volker Bruch Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung geäußert.

Zukunftsforscher: Kein Generationenkonflikt

13:35 Uhr

Nach Beobachtungen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski ist das Miteinander verschiedener Generationen seit der Corona-Pandemie besser als zuvor. "Der Generationenkrieg findet nicht statt", sagte er heute auf dem baden-württembergischen Landesseniorentag in Göppingen. Er sei überzeugt, dass Generationenbeziehungen in Zukunft wichtiger werden als Partnerbeziehungen, da sie stabiler seien und meist ein Leben lang hielten. Befragungen zufolge stimmten 85 Prozent der Aussage zu, die Gesellschaft müsse mehr zusammenhalten. Gesundheit wird Opaschowski zufolge zum neuen Statussymbol und legt geradezu eine "religiöse Karriere" hin. Von den Befragten betrachten 93 Prozent die Gesundheit seit der Pandemie als höchstes Gut. Außerdem entdecken Opaschowski zufolge viele Menschen gerade den "Zeitwohlstand". Mehr Geld zu verdienen wird demnach als wertlos betrachtet, wenn nicht gleichzeitig mehr Zeit ausgezahlt wird.

Ischgl-Prozess: Kläger aus BW fordert 90.000 Euro

12:40 Uhr

Ein Baden-Württemberger, der während seines Urlaubs im österreichischen Skiort Ischgl im März 2020 schwer erkrankt war, verklagt den Staat Österreich nun auf 90.000 Euro Schadensersatz. Heute hat der erste Prozess vor dem Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen begonnen. Ein Urteil wird bis Jahresende erwartet. Der Vorwurf: Politik und Behörden hätten bei der Eindämmung des Virus versagt. Der Kläger lag seinem Anwalt zufolge nach der Ansteckung mit Covid-19 wochenlang im künstlichen Koma. Er soll noch immer an Long-Covid-Spätfolgen leiden.

Ulmer Kinderpsychologe: Deutliche Corona-Folgen

11:55 Uhr

Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Corona-Pandemie sei deutlich, sagt der Ulmer Kinderpsychiater Jörg Fegert im SWR-Interview. Die Schere sei weiter auseinandergegangen: "Viele Familien haben unglaublichen Einsatz gebracht", so Fegert. Generell zeige sich jedoch - wegen der Isolation - eine Zunahme von Angstproblemen, Depressionen, Essstörungen, Magersucht sowie Mobbing, gerade auch im Internet. "Wir sehen erst den Anfang der Welle." Viele Kinder und Jugendliche hätten Lernrückstände, aber auch emotionale Rückstände - es brauche Zeit zum Aufholen. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu viel Stress machen."

Ulm

Interview zu den Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen Ulmer Kinderpsychiater Fegert: "Die psychische Belastung ist deutlich"

Angst, Depressionen, Essstörungen: Manche Kinder und Jugendliche haben besonders unter der Corona-Pandemie gelitten. Aber wie kann man jetzt helfen? Ein Gespräch mit dem Ulmer Kinderpsychiater Jörg Fegert.  mehr...

Kirchliches Leben durch Corona beeinträchtigt

11:45 Uhr

Das kirchliche Leben wurde durch die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit während der Pandemie stark beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Bei einer Mitgliederversammlung sprachen die Vertreterinnen und Vertreter von einem großen Einschnitt, unter dem alle Gläubigen gelitten hätten. Die Arbeitsgemeinschaft, die aus 17 Kirchen besteht, verwies auf begrenzte Teilnehmerzahlen bei Gottesdiensten, strikte Hygienemaßnahmen und viele Versammlungen, die ausgefallen waren. Gleichzeitig seien durch die Krise aber auch innovative Ideen und Formate entstanden: Gottesdienstfeiern per Zoom, Feiern von Gläubigen zu Hause ohne Pfarrer oder ökumenische Gebete beispielsweise.

Land verlängert Hilfsprogramme

11:25 Uhr

Baden-Württemberg verlängert die Corona-Hilfsprogramme bis zum Jahresende. Das gab das Wirtschaftsministerium nun bekannt. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sagte: "Es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Monaten noch viele Betriebe zu geringe Einnahmen haben werden, um ihre laufenden Kosten finanzieren zu können." Genau wie die Corona-Hilfen des Bundes werden daher auch wichtige landesseitige Programme mit gleichbleibenden Förderbedingungen nicht nur bis zum 30. September, sondern bis zum 31. Dezember fortgeführt.

Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit gestiegen

10:15 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist wieder leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt einen Wert von 63,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Gestern hatte er noch bei 61,0 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 12.150 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Am Donnerstag vor einer Woche waren es noch 10.696. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patientinnen und Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche - gab das RKI mit 1,60 an (Vortag: 1,54). Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg zuletzt auf 93.638.

Stiko-Chef: Druck wegen Kinderimpfung ist "absurd"

9:00 Uhr

Eine mögliche Impfempfehlung für Kinder unter zwölf Jahren wird aus Sicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) noch schwieriger als die für 12- bis 17-Jährige. Kein Kind unter 17 sei in Deutschland ausschließlich an Covid-19 gestorben, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens aus Ulm der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Weil die Krankheitslast bei den Zwölf- bis 17-Jährigen so gering gewesen sei, sei die Entscheidung zur Impfung in der Nutzen-Schaden-Abwägung so schwierig gewesen. "Bei den Jüngeren wird das noch schwieriger sein", wird Mertens zitiert. Wenn sich die Zulassungsstudie von Biontech auf 3.000 Kinder beziehe, dann tauchten auf dieser Datenbasis seltene Nebenwirkungen wie zum Beispiel Herzmuskelentzündungen wahrscheinlich gar nicht auf, sagte Mertens. Der Stiko-Chef erwartet zugleich erneut eine "Welle des politischen Drucks" mit Blick auf die Impfung jüngerer Kinder. "Druck ist in dem Zusammenhang aber schlecht. Ganz besonders auch, weil die Kinder herhalten sollen, um die Impfmüdigkeit der 18- bis 59-Jährigen auszugleichen", sagte er den Blättern. "Das ist absurd."

Arznei von Roche zeigt in klinischer Studie Wirkung

7:38 Uhr

Eine Corona-Therapie des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in klinischen Tests Wirkung gezeigt. Das Präparat Ronapreve verringerte nach Angaben des Unternehmens die Virenlast von im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten signifikant und erreichte damit das Hauptziel. In mehreren Ländern wie etwa den USA, Großbritannien und Japan ist der Cocktail aus den Arzneien Casirivimab und Imdevimab für den Notfalleinsatz bereits zugelassen.

Impfzentren in BW schließen - Arztpraxen übernehmen

6:55 Uhr

Ab morgen (1.10.) gibt es die Corona-Impfungen nicht mehr in den Impfzentren in Baden-Württemberg, sondern in Arztpraxen. Für eine Übergangszeit von drei Monaten sind auch noch 30 mobile Impfteams im Einsatz, erklärte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Sollten regional Engpässe auftreten, werde das Impfangebot der mobilen Impfteams aufgestockt. Außerdem soll es weiter Impfaktionen vor Ort geben, wie zum Beispiel mit dem Impfbus in Heilbronn oder am Klinikum in Mannheim. In den Impfzentren in Baden-Württemberg wurden mehr als 8,2 Millionen Impfdosen verabreicht.Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind 62,7 Prozent der Menschen im Land vollständig geimpft.

Baden-Württemberg

Hausärzte sollen übernehmen Corona-Impfzentren in BW schließen - wie es jetzt weitergeht

Baden-Württemberg macht Schluss mit den Corona-Impfzentren: Am Donnerstag wurden dort die letzten Spritzen gesetzt, die Hausarztpraxen sollen übernehmen. Ist das der richtige Weg?  mehr...

Weiterer Ischgl-Prozess: Mann aus Baden-Württemberg verklagt Österreich

5:35 Uhr

Am Wiener Landgericht beginnt heute ein Prozess gegen den Staat Österreich. Kläger ist ein Mann aus Baden-Württemberg, der in Ischgl im März 2020 Urlaub machte und kurz darauf lebensgefährlich an Covid-19 erkrankte. Der Kläger verlangt rund 76.000 Euro Schadenersatz. An dem Gericht sind bereits mehr als ein Dutzend solcher Klagen im Zusammenhang mit Ischgl eingegangen. Besucher des Ski-Ortes und ihre Familien werfen österreichischen Politikern und Behörden vor, sie hätten keine ausreichenden Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus getroffen. Die Rechtsvertreter des Staates bestreiten die Vorwürfe. Ein erster Prozess fand Mitte September statt. Ein Urteil steht noch aus.

3G-Regeln in Frankreich für Kinder ab zwölf Jahren und zwei Monaten

4:32 Uhr

In Frankreich gelten die 3G-Regeln und die Gesundheitspass-Pflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie von heute an bereits für Kinder ab zwölf Jahren und zwei Monaten. Beim Besuch von Freizeit- und Sportstätten, in Kinos, Restaurants und Cafés oder im Fernzug müssen so künftig nicht mehr nur Erwachsene einen Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test (3G) vorlegen. Da Kinder erst ab einem Alter von zwölf Jahren geimpft werden können, wurde eine Frist von zwei Monaten für das Erlangen eines vollständigen Impfschutzes eingeräumt.

VdK: Mehr niedrigschwellige Impfangebote nötig

4:17 Uhr

Der Sozialverband VdK verlangt angesichts der Schließung der Impfzentren mehr niedrigschwellige Impfangebote, um sozial Benachteiligte zu erreichen. "Keine Impfzentren mehr bedeutet weniger Impfangebote. Umso wichtiger sind daher Alternativen: Kommen die Menschen nicht zur Impfung, muss die Impfung eben zu den Menschen kommen", sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir brauchen darum weiterhin und noch verstärkt mobile Impfangebote gerade auch für sozial Benachteiligte und Obdachlose überall dort, wo sie sich im Alltag aufhalten: in der Fußgängerzone, auf dem Supermarktparkplatz, am Sportplatz, vor dem Jobcenter." Heute schließen die letzten Impfzentren in Baden-Württemberg. Von morgen an müssen sich Impfwillige vorangig an niedergelassene Ärzte wenden.

Clubs müssen mit strengen Hygienekontrollen rechnen

4:03 Uhr

Wegen der drohenden vierten Corona-Welle müssen sich Clubs und Discos am kommenden Wochenende auf strenge Hygienekontrollen einstellen. Bei Schwerpunktkontrollen werden nach Auskunft von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) Beamte verstärkt unterwegs sein. Wer sich an Regeln halte, habe nichts zu befürchten, so Lucha. Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielt die Belüftung des jeweiligen Clubs. Betriebe, die mit ihrer Lüftungsanlage eine Frischluftzufuhr von mindestens 40 Kubikmetern pro Stunde und Person gewährleisten können, dürfen unter Beachtung der 3G-Regel (Geimpfte, Genesene und Getestete) bei voller Kapazität öffnen und Tanzen ohne Masken erlauben. Als Testnachweis gelten nur höchstens 48 Stunden alte PCR-Tests. Bei weniger starken Lüftungsanlagen dürfen höchstens 70 Prozent der sonst zulässigen Gästezahl in den Club kommen - und nur, wenn die Besucher geimpft oder genesen sind. Clubs ohne Lüftungsanlagen müssen als Ersatz Luftreiniger einsetzen.

Gaß wirft Impfunwilligen Rücksichtslosigkeit vor

0:33 Uhr

Der Chef der deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat Impfunwilligen ein rücksichtsloses Verhalten vorgeworfen und sie nachdrücklich dazu aufgerufen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Im Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" sagte Gaß, das Recht auf Krankheit dürfe nicht zur Gefahr für andere werden. Jedes Intensivbett und jede Beatmungseinheit, die von einem ungeimpften Patienten in Anspruch genommen werde, stehe einem anderen schwerkranken Menschen nicht zur Verfügung, erklärte der Verbandschef. Jede Pflegekraft und jede Ärztin, die sich um die hoch aufwendigen Covid-Patienten kümmere, könne ihre Hilfe und Zuwendung nicht gleichzeitig anderen lebensbedrohlich kranken Patienten zukommen lassen. Gaß zufolge sind 90 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nicht geimpft. Nur bei den allerwenigsten gebe es medizinische Gründe, die eine Impfung ausschlössen.

Donnerstag, 30. September 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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