Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 7. September 2021

STAND

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

NRW lockert Quarantäne-Regeln an Schulen erneut, BW überlegt noch

22:20 Uhr

Einen Tag nach der bundesweiten Einigung lockert Nordrhein-Westfalen erneut die Quarantäne-Regeln für Schulen. Bei einer Corona-Infektion soll nur noch das erkrankte Kind selbst in Quarantäne. Sitznachbarn eines infizierten Kindes sollen engmaschiger getestet werden, aber weiter am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Die Regelung soll auch in Kitas gelten und spätestens Ende der Woche in Kraft treten, teilte das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit.

Die baden-württembergische Landesregierung hat ihre geplanten Quarantäne-Regeln für Schulen dagegen nochmal auf den Prüfstand gestellt und will diese Woche darüber entscheiden.

Bei Corona-Fällen Baden-Württemberg will in Schulen verstärkt auf Tests statt auf Quarantäne setzen

Um Schulen sicher offenhalten zu können, setzt Baden-Württemberg auf Tests statt auf Quarantäne. Doch die meisten anderen Länder haben sich auf eine andere Linie verständigt.  mehr...

Unterschiedliche Reaktionen auf Impfabfrage durch Arbeitgeber

20:15 Uhr

Nach der Zustimmung des Bundestags zur Auskunftspflicht über den Impfstatus fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer, begrüßte beispielsweise die Entscheidung. "Die Impfabfrage ist ein wichtiger Baustein für einen funktionierenden Infektionsschutz", sagte er. Aus der Praxis kommen aber auch verhaltene Reaktionen, wie zum Beispiel von der Leitung des Pflegeheims St. Marienhaus in Freiburg (Video).

Mehr als 2.000 neue Corona-Infektionen gemeldet

18:00 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat heute (Stand: 16 Uhr) 168 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen gemeldet - vier weniger als gestern. 7,2 Prozent der in Baden-Württemberg verfügbaren Intensivbetten sind derzeit mit Covid-19-Patienten belegt. Die Zahl der neuen Corona-Infektionsfälle liegt bei 2.142. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 1,93. Gestern hatte sie bei 2,06 gelegen, am Dienstag vor einer Woche bei 2,52. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 91,0 angegeben und ist im Wochenvergleich weiter gestiegen (78,4). Laut Landesgesundheitsamt beträgt die Inzidenz aktuell unter vollständig Geimpften 17,6. Bei Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie ohne Angaben zum Impfstatus stieg der Wert auf 202,7. Am höchsten ist die Inzidenz weiterhin im Stadtkreis Mannheim (164,0), am niedrigsten im Neckar-Odenwald-Kreis (47,3).

Impfungen - Ministerium fordert von Stiko Klarheit für Schwangere und Stillende

16:48 Uhr

Das baden-württembergische Sozialministerium hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, bei Corona-Impfungen von Schwangeren und Stillenden eine klare Empfehlung abzugeben. Der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl, schreibt in einem Brief an den Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens, es gebe leider nach wie vor keine eindeutige Empfehlungslage zur Impfung von Schwangeren. "Dies führt bei der Ärzteschaft, aber auch unter den Schwangeren selbst zu Unsicherheiten," zitierten "Heilbronner Stimme" und "Südkurier" aus dem Brief.

Rheinland-Pfalz führt Corona-Ampel ein, kein Lockdown mehr

15:50 Uhr

In Rheinland-Pfalz gilt ab Sonntag ein neues Corona-Warnsystem mit drei Stufen. Einen Lockdown soll es nicht mehr geben. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach der Ministerratssitzung bekannt gegeben. Das System funktioniert wie eine Ampel - ähnlich wie die Corona-Ampel in Baden-Württemberg. Restaurants, Geschäfte, Hotels und Kinos sollten auch bei steigenden Inzidenzen geöffnet bleiben. Stattdessen werde der Zutritt von Ungeimpften beschränkt, erklärte Dreyer.

Rheinland-Pfalz

2G+-System Rheinland-Pfalz führt Corona-Ampel ein

In Rheinland-Pfalz wird ab Sonntag eine Corona-Warnampel mit drei Warnstufen gelten. Das hat der rheinland-pfälzische Ministerrat beschlossen.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Bundestag beschließt neue Inzidenz-Werte für Corona-Politik

15:42 Uhr

Der Bundestag hat entschieden, dass sich die Corona-Politik von Bund und Ländern künftig vor allem an der Zahl von Covid-Patienten in Krankenhäusern orientiert. Mit den Stimmen von Union und SPD wurde eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Demnach gilt künftig als Basis für mögliche Corona-Beschränkungen nicht mehr die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei Neuinfektionen. Stattdessen soll geschaut werden, wie hoch die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt, die angibt, wie viele Patienten in den Kliniken je 100.000 Einwohner in sieben Tagen eingeliefert werden. Dabei steht den Ländern frei, eine regionale Beurteilung vorzunehmen, wie stark Krankenhäuser in verschiedenen Regionen belastet sind. Der bundesweite Hospitalisierungs-Wert liegt heute laut Robert-Koch-Institut bei 1,69.

Kitas, Schulen, Pflegeheime: Arbeitgeber dürfen Impfstatus abfragen

15:37 Uhr

In besonders sensiblen Bereichen wie Kita, Schule und Pflege dürfen Arbeitgeber künftig den Covid-19-Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen. Der Bundestag hat dazu eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Eine Auskunftspflicht besteht demnach auch hinsichtlich einer möglichen Genesung. Die Regelung gilt unter anderem in Pflegeheimen, Kitas, Schulen und Massenunterkünften. Sie ist auf den Zeitraum beschränkt, für den der Bundestag eine sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt. Bisher ist die Abfrage des Impf- und des Immunstatus etwa in Krankenhäusern und Arztpraxen erlaubt. Die Änderung muss noch durch den Bundesrat.

Baden-Württemberg

Was muss der Arbeitgeber wissen? Am Arbeitsplatz: Auskunftspflicht zum Impfstatus spaltet Verbände in BW

Die Pläne zur Impfauskunftspflicht bei Beschäftigten stoßen in Baden-Württemberg auf geteiltes Echo. Südwestmetall will noch weiter gehen. GEW spricht von "Irrweg".  mehr...

Impfstofflieferungen auf Rekordniveau

14:57 Uhr

An Impfstoffen herrscht in Deutschland kein Mangel mehr - auch dann nicht, falls es bald zu massenhaften Auffrischungen und zu Impfungen kleinerer Kindern kommen sollte. Von dem Überschuss profitieren andere Länder.

Ändert BW die Quarantäne-Regeln an Schulen doch wieder?

14:39 Uhr

Nach dem Beschluss der Länder über neue Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen berät Baden-Württemberg erneut über die Bestimmungen zum Schulstart am 13. September. Hintergrund ist, dass das Land vor gut einer Woche deutlich lockerere Regeln beschlossen hatte, als sie der Beschluss der Gesundheitsminister gestern vorsieht. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart sagte, man berate nun mit dem Kultusministerium, ob man die Verordnung anpassen muss. Die Gesundheitsminister der Länder entschieden gestern mehrheitlich, dass symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. In Baden-Württemberg ist bislang Folgendes geplant: Statt Quarantäne sollen sich alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen, sollte ein Mitschüler infiziert sein.

Presseball in Stuttgart erneut abgesagt

13:16 Uhr

Der Landespresseball fällt erneut wegen der Corona-Pandemie aus. Stand heute wäre eine Veranstaltung unter Vollauslastung unter Auflagen möglich gewesen, teilte der Sozialfonds der Landespresse Baden-Württemberg mit. "Dennoch sehen wir uns aktuell auch mit wachsenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Pandemie und daraus möglicherweise künftige Regelungen konfrontiert." Zugleich müsse man davon ausgehen, dass die Akzeptanz für Indoor-Veranstaltungen im Herbst weiterhin geringer sei. Der Presseball hätte am 12. November stattfinden sollen.

Impfangebot für 12- bis 17-Jährige in Heubach

12:57 Uhr

In Heubach im Ostalbkreis können sich am Nachmittag 12- bis 17-Jährige gegen das Coronavirus impfen lassen. Für die von Stadt und Landratsamt organisierte Aktion am Rosenstein-Gymnasium ist laut Stadtverwaltung keine Anmeldung notwendig, ein Erziehungsberechtigter muss allerdings dabei sein. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Jugendliche inzwischen, um ein Ausbreiten der besonders ansteckenden Delta-Variante zu verhindern.

Studie: Wieder mehr Leute in den Innenstädten

12:47 Uhr

Mit den Lockerungen der Einschränkungen strömen wieder mehr Menschen in die deutschen Innenstädte und shoppen auch mehr. Im Juli lagen die Passantenzahlen bereits bei 90 Prozent des Vorkrisenniveaus, wie aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervorgeht. "Da die Passantenzahlen zusätzlich das Konsumklima sehr gut abbilden, zeigt sich anhand der aktuellen Entwicklung durchaus das Potenzial einer Konsumerholung in der zweiten Jahreshälfte 2021." Dies dürften auch die Einzelhändler spüren, hieß es.

Fast 2.000 Auffrischungsimpfungen im Rhein-Neckar-Kreis

12:29 Uhr

Der Rhein-Neckar-Kreis hat fast 2.000 Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Darunter sind auch die Impfungen, die von mobilen Teams in Einrichtungen verabreicht wurden. Nach Angaben des Rhein-Neckar-Kreises wurden im Impfzentrum Rhein-Neckar in Heidelberg rund 900 Drittimpfungen verabreicht, im Kreisimpfzentrum in Sinsheim über 100. Hinzu kommen noch die mobilen Impfteams: Sie haben Drittimpfungen in stationären Einrichtungen verabreicht. Insgesamt kamen fast 850 Dosen zusammen. Seit Mittwoch können sich in Baden-Württemberg Menschen eine dritte Corona-Impfdosis spritzen lassen, wenn sie über 80 Jahre alt und pflegebedürftig sind oder eine angeborene Immunschwäche haben und die Zweitimpfung mindestens sechs Monate her ist. Außerdem können alle, die bisher mit Astrazeneca oder Johnson&Johnson geimpft wurden eine Auffrischung bekommen.

Deutscher Flugverkehr hinkt weiter hinterher

12:11 Uhr

Der Flugverkehr in Deutschland erholt sich deutlicher langsamer von der Corona-Krise als in den meisten anderen europäischen Ländern. Das geht aus aktuellen Zahlen der Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol für den Monat August hervor. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Inlandsflügen, deren Zahl in der Türkei und Italien bereits wieder das Vorkrisen-Niveau aus dem August 2019 überschritten hat. Auch in Spanien (96 Prozent), Frankreich (94 Prozent) und Norwegen (94 Prozent) waren auf den Inlandsrouten im August wieder fast so viele Flugzeuge unterwegs wie vor der Pandemie, während es in Deutschland 56 Prozent waren im Vergleich zum August von vor zwei Jahren.

Schulleitungsverband kritisiert neue Quarantäne-Regeln

11:43 Uhr

Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschland hat die Vereinbarung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern zu Quarantäne-Regeln in Schulen scharf kritisiert. Die Verbandsvorsitzende Gudrun Wolters-Vogeler sagte im rbb-Inforadio, die Vereinbarung sei "realitätsfern". Die Regeln gingen von einem "völlig veralteten Schulbild" aus. "Sie gehen davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler ständig an festen Plätzen arbeiten", so die Vorsitzende der Dachorganisation der Schulleitungsverbände. Das entspreche nicht moderner Pädagogik: "Wenn wir gucken in dem Bereich Grundschule und Sekundarstufe 1, dann geht es da relativ viel um zum Beispiel Gruppenarbeit, Partnerarbeit." Das heiße, die Schülerinnen und Schüler hätten im Laufe eines Schultags enge Kontakte nicht nur - wie früher im Omnibussystem - zu immer denselben Schülern.

Katholische Schulträger wollen soziales Miteinander stärken

11:28 Uhr

Die katholischen Schulen in Baden-Württemberg wollen im neuen Schuljahr im Präsenzunterricht einen Schwerpunkt auf soziales Miteinander legen. Die Einschränkungen der Corona-Pandemie mit Schulschließungen, Digital- und Wechselunterricht hätten für viele Schülerinnen und Schüler erhebliche soziale und emotionale Folgen gehabt, sagte der Leiter der katholischen Schulstiftung, Dietfried Scherer. Daher sei es im neuen Schuljahr wichtig, die entstandenen Defizite im sozial-emotionalen Bereich aufzufangen und sich nicht nur auf Lernrückstände zu konzentrieren. Im Blick auf inhaltliche Lücken wandte sich der Pädagoge gegen Panikmache. Befürchtungen, es wachse nun wegen Corona eine verlorene Schülergeneration heran, seien überzogen.

Basel will wieder Fasnacht feiern

10:59 Uhr

Die Basler Fasnacht soll nach zwei Jahren Corona-Pause im nächsten März wieder stattfinden. Das hat das Fasnachtskomitee bekannt gegeben. Demnach sollen so gut wie alle Veranstaltungen wieder durchgeführt werden. Das gilt etwa für die Umzüge, die Laternenausstellung oder die Vorfastnachtsveranstaltung "Drummeli". Besucherinnen und Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie war die Basler Fasnacht ausgefallen - samt des berühmten Morgenstraichs.

Trotz Pandemie: Überlinger Landesgartenschau ist Besuchermagnet

10:47 Uhr

500.000 Besucher haben sich bereits die Landesgartenschau in Überlingen am Bodensee angeschaut. Der Jubiläumsgast war eine Frau aus Herrenberg, wie die Veranstalter mitteilten. Die Veranstalter hatten offenbar nicht so früh mit einer halben Million Besucher gerechnet: Denn mit den Corona-Beschränkungen und dem regnerischen Wetter habe es einige Hürden gegeben. Die Landesgartenschau in Überlingen sollte eigentlich 2020 stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben. Eröffnet wurde sie am 30. April, enden soll sie am 17. Oktober.

GEW-Chefin fordert zum Freitesten an Schulen PCR-Tests

10:17 Uhr

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, hat den Beschluss der Länder für ein einheitlicheres Corona-Konzept an Schulen grundsätzlich begrüßt - jedoch auch Kritik daran geübt. Solange es ein funktionierendes Masken- und Lüftungskonzept an Schulen gebe, so Finnern, sei es nachvollziehbar, nur direkte Sitznachbarn im Falle einer Corona-Erkrankung in der Klasse in Quarantäne zu schicken. Aber für sie sei es ganz wichtig, dass das Freitesten mit einem PCR-Test und nicht mit einem Selbsttest passiere, weil man doch zu oft wisse, dass das Ergebnis der Schnelltests nicht gut genug sei.

Wirtschaft in Ost-Württemberg erholt sich langsam wieder

10:10 Uhr

Die Wirtschaft in Ost-Württemberg erholt sich langsam wieder. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederbefragung der Industrie- und Handelskammer. Die Firmen meldeten der Kammer eine zunehmend positive Stimmung, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem die Industrie erhole sich schnell. Händler, Dienstleister, Gastronomen und Hoteliers seien aber noch unter dem Vor-Corona-Niveau. Die befürchtete Welle an Unternehmensinsolvenzen sei ausgeblieben. Die Zahl der Unternehmensgründungen könne sich sehen lassen. Dieses gute Stimmungsbild sei aber nach wie vor "zerbrechlich", so die Kammer. Die sinkende Zahl der Impfwilligen und die Sorge vor einem erneuten Lockdown treibe viele Geschäftsleute in der Region um, heißt es.

140 Menschen vor WM-Qualifikationsspiel in Stuttgart geimpft

9:38 Uhr

Im mobilen Impfbus des Robert-Bosch-Krankenhauses sind am Sonntag vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft insgesamt 140 Menschen geimpft worden. Vor der Mercedes-Benz-Arena wurden die Impfstoffe Johnson&Johnson und Biontech angeboten. Das Krankenhaus ist eigenen Angaben zufolge mit der Aktion zufrieden und damit, dass sich einige Fußballfans impfen ließen. Es gehe darum so viele Menschen wie möglich in der Bevölkerung zu erreichen, hieß es.

VBE begrüßt neue Quarantäne-Regeln an Schulen

8:50 Uhr

Die Bildungsgewerkschaft VBE begrüßt die Lockerung der Quarantäne-Regeln an Schulen. "Die Zeit für eine Quarantäne zu verkürzen und sie auf fünf Tage durch einen Test zu begrenzen, trägt dazu bei, transparente Regelungen zu schaffen," sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung Udo Beckmann der dpa. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am Montag darauf geeinigt, dass bei Corona-Fällen an Schulen künftig nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne muss. Symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, sollen diese dann frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte kritisierte dagegen die Einigung der Gesundheitsminister zur Quarantäne-Regelung. "Wir finden es deutlich sinnvoller, nur das infizierte Kind in Quarantäne zu schicken", sagte Verbandssprecher Jakob Maske der "Welt". Kinder litten auch bei fünf Tagen unter der Quarantäne, säßen etwa eine zweistellige Stundenanzahl vor dem Bildschirm, so Maske. In Baden-Württemberg ist die Quarantäne-Pflicht an Schulen schon Ende August gelockert worden.

Stuttgarter Kita-Kinder müssen wieder zum Test

6:54 Uhr

Kita-Kinder ab drei Jahren müssen von kommendem Montag an in Stuttgart wieder regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Damit gehe die Stadt über die derzeit geltende Landesverordnung hinaus, teilten die Verantwortlichen. Allerdings sollen kinderfreundliche Lolli-Tests zum Einsatz kommen, die die Verwaltung zur Verfügung stellt.

Bundestag stimmt über Corona-Maßstab und Impf-Auskunft ab

6:45 Uhr

Der Bundestag kommt heute zu seiner voraussichtlich letzten Sitzung vor der Bundestagswahl am 26. September zusammen. Das Parlament will unter anderem den Hilfsfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli auf den Weg bringen. Außerdem wollen die Abgeordneten neue Regeln beschließen, nach denen in Zukunft Corona-Beschränkungen erlassen werden können. Neuer Maßstab soll unter anderem die Zahl der Corona-Patienten in den regionalen Kliniken sein. Dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts des Impffortschritts nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Außerdem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

Limesthermen in Aalen öffnen wieder

6:35 Uhr

Nach der monatelangen Schließung der Limesthermen hat die Stadt Aalen jetzt den Termin für die Wiedereröffnung bekanntgegeben. Das Thermalbad steht Badegästen ab dem 18. September wieder zur Verfügung. Die Thermen waren seit Beginn der Corona-Pandemie fast durchgängig geschlossen.

Hausärzte dürfen wohl bald Moderna verimpfen

6:13 Uhr

Nach der Schließung der Impfzentren in Deutschland sollen die niedergelassenen Ärzte auch das Vakzin des US-Herstellers Moderna verimpfen. "Wir werden ab Oktober auch den Moderna-Impfstoff an die Arztpraxen liefern können. Da bin ich mir sehr sicher", sagt Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Zeitung "Rheinische Post". Das sei wichtig, damit in den Arztpraxen auch Erst- oder Folgeimpfungen mit Moderna stattfinden könnten. Zurzeit werde der Moderna-Impfstoff nur in den Impfzentren und Kliniken verimpft.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 83,3

5:20 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,3 - am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6.726 Corona-Neuinfektionen. 59 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid 19 Erkrankung. Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI 4.017.116 Corona-Fälle in Deutschland nachgewiesen worden. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Widmann-Mauz will Integrationskurse für Impfungen nutzen

4:30 Uhr

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) will die Corona-Impfkampagne auf Integrationskurse ausweiten. Niedrigschwellige Impfangebote brächten auch mehr Aufklärung über Corona-Schutzimpfungen, sagte die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Tübingen-Hechingen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Falschinformationen und Verschwörungstheorien könnten besser in persönlichem Gespräch entkräftet werden, so Widmann-Mauz. Dafür gebe es viele Möglichkeiten, "vom Hinweis auf den Impfbus vor der Tür über die Kooperation mit kommunalen Impfangeboten bis hin zur Impfärztin, die direkt den Kurs besucht." Zustimmung kam von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtshilfe (BAGFW). Da Sprachbarrieren die Vermittlung von Informationen schwierig machten, sei es sinnvoll, in Integrationskursen über Gesundheitsversorgung und Impfung zu informieren, sagte BAGFW-Präsident Ulrich Lilie dem Redaktionsnetzwerk.

Bundestag berät über Infektionsschutzgesetz

4:20 Uhr

Der Bundestag berät heute über Änderungen am Infektionsschutzgesetz. Vorgesehen ist, dass Einreisende künftig immer einen Nachweis über eine Impfung, den Genesenenstatus oder einen negativen Test verfügen müssen. Abgestimmt werden soll auch über eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in Schulen, Kitas und Pflegeheimen sowie eine Änderung der Indikatoren zur Einschätzung der Pandemielage. Davor steht eine dreistündige Debatte "zur Situation in Deutschland" auf der Tagesordnung des Parlaments.

Dienstag, 7. September 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

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