Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Sonntag, 25. Juli 2021

STAND

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg

Corona-Regeln halten Einkaufstouristen im Dreiländereck ab

18:45 Uhr

Welche Corona-Einreiseregeln gelten in den Nachbarländern? Die Unsicherheit unter Einkaufstouristen ist groß. Obwohl es keinen Lockdown mehr gibt, fehlt es im Dreiländereck an Touristen, die zum Einkaufen über die Grenze kommen.

Urlaub in Corona-Zeiten: Großer Andrang an Campingplätzen

18:31 Uhr

Seit einem Monat ist der größte Campingplatz am Bodensee wieder ohne Corona-Einschränkungen offen: Er bietet rund 2.000 Plätze und die sind aktuell voll belegt. Wer in den baden-württembergischen Sommerferien kommen will, hat schlechte Chancen.

Sieben-Tage-Inzidenz in BW erneut leicht gestiegen

17:43 Uhr

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist erneut leicht gestiegen. Laut Landesgesundheitsamt liegt der Wert aktuell bei 12,4 (Stand: Sonntag, 16 Uhr). Am Samstag lag der Wert bei 12,2, vor einer Woche bei 9,9. Im Vergleich zum Vortag wurden 63 Neuinfektionen im Land gemeldet (gesamt: 504.306). Es ist keine weitere Person in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 10.377). Der geschätzte Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,21. Der Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Am höchsten liegt die Inzidenz aktuell im Hohenlohekreis (32,0), am niedrigsten wiederholt im Landkreis Schwäbisch Hall (1,5). Der Main-Tauber-Kreis hatte am Vortag als erster Landkreis seit Langem den Schwellenwert von 30 überschritten. Dort liegt der Wert aktuell wieder darunter (27,2).

Ärzte fordern Vakzin in Einzeldosen

15:03 Uhr

Im Kampf gegen die Impfmüdigkeit in der Corona-Pandemie will die Südwest-Ärzteschaft Patienten auch spontan impfen können und fordert Vakzine auch in Einzeldosen und als Fertigspritzen an. "Corona-Impfstoffe sind bislang (...) nur in größeren Gebinden mit sechs oder zehn Impfdosen verfügbar", erklärte Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Weil sich derzeit immer weniger Menschen impfen ließen, müssten gehäuft Impfdosen weggeworfen werden. Dem könne mit Einzel-Impfdosen entgegengewirkt werden. Gleichzeitig müssten nicht benötigte Impfdosen über das internationale Impfprogramm Covax an "Länder des globalen Südens" weitergegeben werden. Die Landesärztekammer vertritt nach eigenen Angaben die rund 70.000 Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Fort- und Weiterbildung, die Berufsaufsicht und die Qualitätssicherung.

Wieder Proteste in Frankreich und Italien

14:57 Uhr

In mehreren Städten Frankreichs haben erneut Tausende gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Dabei kam es in Paris zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Die Nationalversammlung hatte unter anderem beschlossen, dass etwa für die Fahrt mit Fernzügen oder den Besuch eines Restaurants ein Impfnachweis oder ein negativer Coronatest vorgelegt werden muss. Außerdem stimmten die Abgeordneten einer Impfpflicht für Mitarbeitende im Gesundheitswesen zu. Der Senat befürwortete die neuen Bestimmungen im Grundsatz, nahm aber einige Änderungen vor. Im Laufe des Tages wollen Senatoren und Abgeordnete der Nationalversammlung versuchen, sich auf einen gemeinsamen Text zu einigen. Ähnliche Regeln wurden in Italien beschlossen. Auch dort protestierten in mehreren Städten Tausende gegen die Verschärfungen. In der griechischen Hauptstadt Athen gingen die Menschen ebenfalls auf die Straße, um gegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu demonstrieren. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzte.

Impfaktion vor der Fussball-Partie Sandhausen-Düsseldorf

14:10 Uhr

Der Fußball-Zweitligist SV Sandhausen ist heute mit der Partie gegen Fortuna Düsseldorf in die neue Saison gestartet. Der Rhein-Neckar-Kreis nutzte die Begegnung für eine so genannte "To-Go-Impfaktion". Laut Landratsamt war das mobile Impfteam von 10 bis 14 Uhr im Walter-Reinhard-Stadion im Einsatz. Verimpft wurde das Vakzin von Johnson & Johnson. Jugendliche, die sich impfen lassen wollten, bekamen den mRNA-Impfstoff von Biontech.

Laschet gegen Einschränkungen für Ungeimpfte

13:38 Uhr

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich gegen den Vorstoß von Kanzleramtchef Helge Braun (CDU) ausgesprochen, Corona-Geimpften künftig Sonderrechte gegenüber Getesteten zu geben. Er lehne sowohl eine Impfpflicht als auch indirekten Druck auf Ungeimpfte ab, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Bisher gelte die Regel, dass Geimpfte, Genese und Getestete etwa beim Zugang zu Veranstaltungen gleichgestellt seien. "Dieses Prinzip ist gut", betonte Laschet. "In einem freiheitlichen Staat gibt es Freiheitsrechte nicht nur für bestimmte Gruppen." Laschet spricht sich auch gegen eine Impfpflicht aus: "Ich halte nichts von einer Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollten", sagte Laschet mit Verweis auf Kretschmann, der eine Impfpflicht ins Spiel gebracht hat.

FDP-Landeschef weist Vorstoß zurück

13:36 Uhr

Der baden-württembergische FDP-Chef Michael Theurer hat den Vorstoß von Kretschmann zu einer möglichen Impfpflicht scharf kritisiert. "Die von Ministerpräsident Kretschmann ins Spiel gebrachte Impfpflicht ist eine Debatte zur Unzeit", erklärte Theurer am Sonntag. "Anstatt mit staatlichem Zwang zu drohen, sind Anreize der bessere Weg." Theurer forderte stattdessen, dass das Impfen niederschwelliger vonstattengehen müsse. "Mit seinem Schwadronieren über einen Lockdown und harte Eingriffe" lege Kretschmann nun erneut die Axt an die Freiheitsrechte der Menschen.

Pandemiekosten in Großbritannien

12:53 Uhr

In Großbritannien hat sich ein Ausschuss mit den Kosten der Corona-Krise beschäftigt und geht von hohen Belastungen für die Steuerzahlenden aus. Die Ausgaben von weit mehr als 430 Milliarden Euro hätten in den kommenden 20 Jahren Auswirkungen, steht in einem Bericht. Die britischen Fachleute kritisieren auch unnötige Ausgaben - zum Beispiel für ungeeignete Schutzausrüstungen für rund 2,5 Milliarden Euro.

FDP: Wahlvorbereitungen für Impfkampagne nutzen

10:55 Uhr

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, schlägt vor, die Vorbereitung der Bundestagswahl zu nutzen, um die Impfkampagne auszuweiten. "In den nächsten Wochen werden etwa 60 Millionen Wahlberechtigte angeschrieben, um sie über die Wahl am 26. September 2021 und die zuvor stattfindende Briefwahl in Kenntnis zu setzen", sagte er der Funke Mediengruppe. "Diese Kontaktaufnahme sollte der Staat nutzen, um zur Corona-Impfung einzuladen sowie über die Vorteile einer Impfung und das nächstgelegene Impfzentrum zu informieren." Zudem sollten die Krankenkassen die Impfung flächendeckend in ihre Bonus- und Prämienmodelle integrieren.

Zehn weitere Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

9:31 Uhr

Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben zwei weitere Corona-Fälle bei Athleten bestätigt. Insgesamt vermeldeten die Macher der Sommerspiele heute zehn Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 132. Einer der betroffenen Athleten ist der Mitteilung zufolge ein niederländischer Ruderer. Das Oranje-Team hatte bereits gestern den Corona-Fall des 21 Jahre alten Finn Florijn bestätigt. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag durch Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Wieder mehr Flüge in den Sommerferien

7:42 Uhr

Ab in den Urlaub heißt es mit dem Beginn der Sommerferien für viele Baden-Württemberger. Die Flughäfen spüren noch immer die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Aber es geht aufwärts.

Kommunen fordern: Corona-Lockdown im Herbst verhindern

6:45 Uhr

Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, einen weiteren Corona-Lockdown im Herbst zu verhindern. Ein Lockdown wäre verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Bürgerinnen und Bürger würden eine solche Maßnahme kaum akzeptieren, meinte er. Bund und Länder müssten sich zeitnah darauf verständigen, welche Maßstäbe wann und wo gelten für weitere Einschränkungen im Herbst. "Es ist absehbar, dass die Inzidenzzahlen weiter steigen werden", sagte Landsberg. Die Krankheitsverläufe seien aber weniger gravierend, da in erster Linie eher jüngere Menschen betroffen seien. Es müsse ein neuer Maßstab gefunden werden. "Er muss die Inzidenz, aber auch die Belastung der Krankenhäuser in den Blick nehmen. Das sollte bundeseinheitlich zwischen den Ländern vereinbart werden", forderte Landsberg.

Kretschmann will Impfpflicht nicht ausschließen

6:10 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. "Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Verband: Mehr als eine Milliarde Euro Schulden im Gastgewerbe

6:05 Uhr

Wegen der Corona-Krise hat sich im Gastgewerbe in Baden-Württemberg laut Branchenverband ein Schuldenberg von mehr als einer Milliarde Euro aufgetürmt. Viele Betriebe hätten Kredite aufnehmen müssen, um über die Runden zu kommen, erklärte der Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg, Daniel Ohl, in Stuttgart. Seit Beginn der Pandemie hätten die Gastgeber Umsatzverluste von fast neun Milliarden Euro verzeichnet. Besonders schlimm getroffen habe es Stadthotels und solche, die auf Tagungen und Geschäftsreisen spezialisiert sind. Diese Betriebe hätten nicht von der guten Urlaubskonjunktur im Sommer profitiert. Gewinner der Krise gebe es in der Branche nicht - weder bei Hotels auf dem Land noch in der Stadt, sagte Ohl.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt bundesweit auf 13,8

5:55 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen auf 13,8 gestiegen. Am Vortag betrug der Wert 13,6 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ab. Zudem meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 1.387 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.292 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet.

Kanzleramtsminister Braun: Geimpfte werden mehr Freiheiten haben

5:34 Uhr

Kanzleramtsminister Helge Braun hat die Menschen zur Corona-Impfung aufgerufen und mögliche Einschränkungen im Herbst für Ungeimpfte angekündigt. Es gebe zwei Argumente für die Impfung, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. "Und: Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte." Solange die Impfstoffe gegen die Delta-Variante so gut helfen, sei ein klassischer Lockdown nicht mehr nötig, sagte Braun. Aber wenn Deutschland eine hohe vierte Welle bekäme, würde das nicht ohne Auswirkungen bleiben. "Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten würden Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren müssen", erklärte er. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist."

Sonntag, 25. Juli 2021

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