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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 22. Juli 2021

STAND

Experten diskutieren Vor- und Nachteile von Luftfilteranlagen

22:23 Uhr

Derzeit sind die Corona-Zahlen in Deutschland niedrig, aber viele befürchten, dass sich das im Herbst und Winter wieder ändert. Besonders die Schulen haben Bedenken, in den Klassenzimmern soll deshalb mit Luftfiltern die Atemluft der Schülerinnen und Schüler von Aerosolen gereinigt werden. Das Geld für die Anlagen soll von den Trägern und aus der Politik kommen. Aber welche Anlage taugt was?

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Landesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf mehr als 11

18:37 Uhr

Das Landesgesundheitsamt meldet für Baden-Württemberg heute (Stand: 16 Uhr) 281 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Mittwoch waren es 272 Infektionen, in der Woche davor 145. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 11,4. Vor einer Woche war sie bei 8,2. Zehn weitere Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Der Stadtkreis Ulm hat mit 26,0 derzeit die höchste Inzidenz im Land. Am niedrigsten ist sie im Neckar-Odenwald-Kreis mit weiterhin 0,7. 58,7 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg sind laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Apotheken stoppen vorerst Ausstellung von Impfzertifikaten

17:50 Uhr

Apotheken in ganz Deutschland können seit Mittwoch keine Corona-Impfzertifikate mehr ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte mit, dass die Ausstellung von Zertifikaten in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt worden sei. Wann das wieder geht, ist noch unklar. Der Deutsche Verband nannte als Gründe mögliche Sicherheitslücken in dem entsprechenden System und das damit verbundene Risiko von Betrug. In einer Mitteilung schreibt der Verband, dass es dem "Handelsblatt" gelungen sei, sich mit gefälschten Papieren in dem System als angebliche Apotheke anzumelden - so seien zwei falsche Impfzertifikate ausgestellt worden.

Zehntausende Impfdosen für Katastrophengebiete

16:30 Uhr

In die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebiete sollen Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden. Das teilte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin mit. Damit könnten niedrigschwellige Impfangebote vor Ort gemacht werden. Rheinland-Pfalz habe dieses Angebot bereits angenommen und erhalte 23.400 zusätzliche Impfdosen Biontech. Sie sollen durch mobile Teams zum Beispiel dort verimpft werden, wo die Arztpraxen aufgrund des Hochwassers schließen mussten, hieß es. Neben Impfstoff sollten bei Bedarf auch Masken, Tests und Medikamente geliefert werden.

Warum kommen so wenig Impflinge? Impf-Arzt im Interview

15:29 Uhr

Die Nachfrage nach Corona-Impfterminen geht in der Rhein-Neckar-Region zurück. Zum Beispiel auch im Impfzentrum in Heidelberg. Ein Arzt, der dort im Einsatz ist, hat eine Vermutung, woran das liegen könnte.

Heidelberg

Oft gähnende Leere in Corona-Impfzentren in Region Warum kommen so wenig Impflinge? Heidelberger Impf-Arzt im Interview

Die Nachfrage nach Corona-Impfterminen geht in der Rhein-Neckar-Region zurück. Zum Beispiel auch im Impfzentrum des Rhein-Neckar-Kreises in Heidelberg. Ein Arzt, der dort im Einsatz ist, hat eine Vermutung, woran das liegen könnte.  mehr...

RKI ruft zu Vorbereitungen für Corona-Welle in Herbst und Winter auf

15:23 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt wegen eines als wahrscheinlich eingeschätzten Anstiegs der Corona-Fälle im Herbst und Winter darauf, jetzt vorbeugende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zu ergreifen. So sollen schwere Krankheitsverläufe, Todesfälle und die Belastung für das Gesundheitswesen klein gehalten "und bevölkerungsbezogene Maßnahmen minimiert werden können", schreibt das RKI in einem heute veröffentlichten Strategiepapier, das auf verschiedene Szenarien eingeht. Als Handlungsempfehlungen werden eine "erfolgreiche Impfkampagne", "klassische Infektionsschutzmaßnahmen der Gesundheitsämter" und der gezielte Einsatz von Maßnahmen genannt.

Bericht: Spanien und Niederlande bald Hochinzidenzgebiete

15:08 Uhr

Die Bundesregierung will Spanien und die Niederlande zu Hochinzidenzgebieten erklären. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach müssten dann nicht vollständig geimpfte Reiserückkehrer morgen an in eine zehntägige Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden kann. Deutschland hatte am 9. Juli ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt. Bei dieser Einstufung kann die Quarantäne mit einem negativen Test umgangen werden. Für Geimpfte und Genesene gilt sie nicht.

Trumpf kommt ohne Blessuren durch die Corona-Krise

14:35 Uhr

Der Laserspezialist Trumpf ist vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 (30. Juni) stagnierte vorläufigen Zahlen zufolge bei 3,5 Milliarden Euro, wie das Familienunternehmen in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) mitteilte. Die größten Einzelmärkte seien nach Deutschland mit etwa 580 Millionen Euro Umsatz, China mit circa 525 Millionen Euro, die USA mit circa 485 Millionen Euro sowie die Niederlande mit rund 460 Millionen Euro. Für das eben gestartete Geschäftsjahr zeigte sich Trumpf zuversichtlich.

Ministerin setzt auf Regelunterricht zum neuen Schuljahr

14:25 Uhr

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) geht davon aus, dass nach den Sommerferien der Präsenzunterricht in den Schulen im Land zur Regel werden wird. Dazu sei es aber wichtig, dass sich die Erwachsenen impfen ließen, sagte Schopper am Mittag in einer Landtagsdebatte. Außerdem wurde bekannt, dass zum neuen Schuljahr auch Musikunterricht sowie Klassenfahrten innerhalb Deutschlands wieder möglich sein sollen. Das bestätigte Schopper dem SWR. Schülerinnen und Schüler sollen weiter regelmäßig auf Corona getestet werden - dann auch mit PCR-Tests.

Experten uneins über Gefährlichkeit der Delta-Variante

14:01 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schätzt die Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus deutlich höher ein als bislang vermutet. Sie sei nicht nur ansteckender, sondern führe auch zu mehr Todesfällen, sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies zeigten erneut jüngste Auswertungen aus Kanada. "Die ursprüngliche Hoffnung, dass die Delta-Variante zwar ansteckender sei, aber leichter verlaufe, hat sich leider nicht bestätigt. Auch nicht in den Daten aus England." Dies mache ihn "sehr sorgenvoll für den Herbst". Auch mit einem leichten Verlauf bei Kindern sei nicht zu rechnen. "Obwohl wir dort keine oder nur sehr wenige Todesfälle erwarten müssen, wird es viele auch schwere Verläufe geben, deren Endergebnis Long Covid auch für Kinder sein kann." Dagegen sieht der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, aufgrund der steigenden Infektionszahlen aktuell keinen Grund zur Panik. Die Delta-Variante sei nach den ihm bekannten Daten zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk.

Kultusministerium will bei Schulplattformen auf Microsoft verzichten

13:14 Uhr

Nach heftiger Kritik von Datenschützern und Protest von Bildungsverbänden will das Kultusministerium des Landes auf den Einsatz des Softwarepakets Microsoft Office 365 bei der digitalen Plattform für alle Schulen im Land verzichten. Das kündigte Ministerin Theresa Schopper (Grüne) in einem Schreiben an alle Schulen an, wie die Ulmer "Südwest Presse" berichtete. Damit folgt Schopper einer Empfehlung des Landesdatenschutzbeauftragten Stefan Brink. Brink hatte in einer Auswertung eines Pilotprojekts im April von der Nutzung der Produkte im Schulbereich abgeraten. Er begründete das mit mangelndem Datenschutz für Lehrer, Schüler und Eltern bei dem US-Produkt.

Roche profitiert von Corona-Tests und investiert Millionen in Mannheim

12:57 Uhr

Der Pharmakonzern Roche hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021 nach eigenen Angaben um 8 Prozent gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen offenbar auch von der großen Nachfrage nach Corona-Tests, die von Roche Diagnostics hergestellt werden - unter anderem in Mannheim. Der Konzern teilte mit, dass in den kommenden Jahren viel Geld in den Standort investiert werde. In Mannheim soll für 91 Millionen Euro ein Direktbelieferungszentrum für zahlreiche europäische Länder entstehen. Planmäßiger Baubeginn ist Anfang nächsten Jahres - Ende 2023 soll das Zentrum in Betrieb gehen. Darüber hinaus sollen 50 Millionen Euro für ein Schulungszentrum ausgegeben werden, das ebenfalls 2023 fertig sein soll.

Fast die Hälfte der Bevölkerung im Land vollständig geimpft

12:19 Uhr

In Baden-Württemberg haben bis gestern 58,7 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner mindestens eine Corona-Impfung erhalten, 48,1 Prozent sind vollständig geimpft. Die Zahl der Erstgeimpften liegt aktuell bei 6.515.255. Bundesweit sind aktuell genau 48 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Kultusministerin will Zusatzangebote in Schulen wieder zulassen

11:45 Uhr

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) will trotz der andauernden Corona-Pandemie im kommenden Schuljahr Zusatzangebote wie Chöre oder Theater-AGs grundsätzlich wieder zulassen. In einem Schreiben an die Schulen heißt es, Angebote über Klassen, Jahrgänge und Schulen hinweg seien dann wieder möglich - sowohl im regulären Unterricht als auch außerhalb. Bei Klassenfahrten gelten unterschiedliche Regeln für In- und Ausland. "Mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen wie Schullandheimaufenthalte oder Studienreisen im Inland sind wieder zulässig." Reisen ins Ausland und Schüleraustausch mit anderen Ländern bleiben untersagt.

Merkel: Ministerpräsidentenkonferenz könnte vorgezogen werden

11:31 Uhr

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Aussicht gestellt, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen. Sie werde sich Bitten von Regierungschefs der Länder nicht verschließen, sagte Merkel in Berlin. Sie sprach von einer dynamischen Lage in der Corona-Krise. Bisher ist das Treffen für Ende August geplant. Laut Merkel kann das Thema Corona auch bei einem Treffen von Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zur Katastrophenhilfe besprochen werden, das deutlich früher als Ende August stattfinden soll. Die Bundeskanzlerin stellt sich in ihrer letzten Sommer-Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Merkel: Verdoppelung der Inzidenzzahlen dramatisch

11:29 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung angesichts steigender Infektionszahlen zu verstärkten Impfbemühungen aufgerufen. "Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein", sagte die Kanzlerin in Berlin. Nur gemeinsam könne die Pandemie überwunden werden. Deswegen sollten Menschen auch im privaten Umfeld und der Arbeitswelt aktiv für Impfungen werben. Die derzeit etwa binnen zwölf Tagen registrierte Verdoppelung der Inzidenzzahlen bewertete Merkel als dramatisch. Nötig sei es, Schutzmaßnahmen mehr zu beachten: Masken, Abstand, Lüften und auch regelmäßiges Testen. Höhere Impfquoten machten es inzwischen möglich, auch mit höheren Infektionszahlen umzugehen.

RKI erwartet Anstieg der Corona-Infektionszahlen

11:10 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet für den Herbst und Winter in Deutschland noch einmal einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen und eine "fortgesetzte globale Zirkulation des Virus". Deutschland befinde sich mit den steigenden Impfquoten in der Übergangsphase vom pandemischen in ein endemisches Geschehen, erklärte das RKI in Berlin. Herdenimmunität im Sinne der kompletten Auslöschung des Virus sei nicht realistisch, schätzt das RKI. Das Institut empfiehlt grundsätzlich, dass die Basis-Schutzmaßnahmen bis zum Frühjahr eingehalten werden sollen. Vor allem wenn gefährdete Menschen dabei seien, solle in Innenräumen wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr weiter Maske getragen, Abstand gehalten, gelüftet und auf Hygiene geachtet sowie die Corona-Warn-App genutzt werden.

Doppelimpfungen wirksam gegen Delta-Variante

10:44 Uhr

Eine britische Studie bestätigt eine hohe Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gegen die Delta-Variante des Coronavirus. Zwei Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca seien gegen die hochgradig übertragbare Delta-Variante fast genauso wirksam wie gegen die bisher dominierende Alpha-Variante, heißt es in der im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Untersuchung. Demnach sind zwei Impfungen mit Biontech/Pfizer zu 88 Prozent wirksam, um eine symptomatische Erkrankung durch die Delta-Variante zu verhindern, verglichen mit 93,7 Prozent gegen die Alpha-Variante. Die Zweifachimpfung mit Astrazeneca schützt zu 67 Prozent wirksam gegen die Delta-Variante, verglichen mit 74,5 Prozent gegen die Alpha-Variante.

Studie: Unzufriedenheit nahm im Sommer 2020 zu

10:10 Uhr

Erwachsene in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Pandemie etwas unzufriedener geworden - und zwar unabhängig vom Alter. Das geht aus einer Auswertung des Leibniz-Instituts in Bamberg hervor. "Dass der Rückgang der Zufriedenheit bei allen Altersgruppen etwa gleich stark war, hat uns überrascht", hieß es. So sorgten sich demnach im Mai und Juni 2020 alle ähnlich um eine Überlastung des Gesundheitssystems oder eine längere schwere Wirtschaftskrise. Am größten war die Sorge, dass die Kluft zwischen Arm und Reich durch die Pandemie weiter wachsen würde. Unterschiede gab es bei den Zukunftserwartungen. Die Älteren waren hier wesentlich optimistischer. Befragte über 65 hielten etwa Geldprobleme oder eine Einschränkungen des Lebensstandards für deutlich unwahrscheinlicher als Jüngere.

Stadtrat Neu-Ulm entscheidet sich für Lüftungsanlagen

9:10 Uhr

Die Stadt Neu-Ulm schafft für die städtischen Schulen und Kitas Lüftungsanlagen an den Fenstern an. Das hat der Stadtrat gestern mehrheitlich beschlossen. Die Fensterlüftungen werden fest eingebaut und sollen mit Ventilatoren und einer leicht geöffneten Klassenzimmertür für einen Luftaustausch sorgen. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von rund 340.000 Euro. Der Stadtrat entschied sich damit gegen mobile Luftreinigungsgeräte, die rund 1,6 Millionen Euro gekostet hätten. Eltern hatten sich zuvor für den Einsatz solcher Luftreinigungsgeräte im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen.

Studie: Unternehmen wollen flexiblere Arbeitsmodelle beibehalten

7:52 Uhr

Die Erfahrungen in der Corona-Pandemie haben bei vielen Unternehmen dazu geführt, dass es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Umdenken gab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Demnach wollen 65 Prozent der befragten Unternehmen flexiblere Arbeitsmodelle nach dem Ende der Corona-Krise zumindest zum Teil beibehalten. Laut der Studie haben viele Mütter und Väter mit Kindern unter 15 Jahren das Gespräch mit Vorgesetzten gesucht. 30 Prozent seien der Meinung, durch Corona habe sich in ihrem Betrieb jetzt insgesamt die Möglichkeit verbessert, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Strengere Corona-Regeln im Landkreis Karlsruhe

7:16 Uhr

Der Landkreis Karlsruhe befindet sich ab heute in der Corona-Inzidenzstufe zwei. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis lag fünf Tage in Folge über zehn. Deshalb gelten jetzt verschärfte Corona-Regelungen. Demnach dürfen sich unter anderem nur noch 15 Personen aus maximal vier Haushalten treffen. Private und öffentliche Veranstaltungen im Freien und in geschlossenen Räumen sowie sportliche Wettkampfveranstaltungen dürfen nur mit verminderter Personenzahl stattfinden.

Corona-Regeln im Kreis Emmendingen verschärft

7:04 Uhr

Im Landkreis Emmendingen liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert seit gestern an fünf Tagen hintereinander über dem Schwellenwert von zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit werden die Corona-Regelungen von heute an wieder leicht verschärft. Es dürfen sich maximal 15 Personen aus vier Haushalten treffen. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 13 Jahre, Genesene und Geimpfte nicht mit. Auch für private und öffentliche Feiern und Veranstaltungen gelten strengere Kontaktbeschränkungen. Diskotheken müssen bei Inzidenzstufe zwei schließen. Keine Änderungen gibt es für Freizeiteinrichtungen, außerschulische und berufliche Bildung, Kultureinrichtungen, Gastronomie, Einzelhandel, Beherbergung, touristischen Verkehr und Sport.

Erkältungssaison 2021 fast komplett ausgefallen

6:50 Uhr

Die Zahl der Krankmeldungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 3,7 Prozent gefallen. Die Krankenkasse spricht von einem enormen Rückgang im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Ein besonders großes Minus habe es bei den Atemwegserkrankungen gegeben. "Die Erkältungssaison 2021 ist nahezu komplett ausgefallen", sagte Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Er erklärte das mit den Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie.

Einzelhandel appelliert: "Impfen, Impfen, Impfen"

6:10 Uhr

Der Einzelhandel in Deutschland hat an die Bevölkerung appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Pandemie könne nur mit einer wirkungsvollen und schnellen Impfkampagne nachhaltig zurückgedrängt werden, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) in Berlin. "Nur so können wir uns dauerhaft mehr Normalität auch beim Einkaufen zurückerobern", so Genth. Kundschaft und Mitarbeitende könnten mit einer Impfung einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten, hieß es. Große deutsche Handelskonzerne unterstützten den Aufruf.

Ärztepräsident warnt vor schneller Aufhebung aller Corona-Beschränkungen

5:38 Uhr

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, rät vorerst zu Zurückhaltung, was die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen betrifft. Der "Passauer Neuen Presse" sagt er mit Blick auf England, wo fast alle Corona-Vorschriften aufgehoben wurden: "Ich finde das sehr, sehr gewagt." Man müsse aber auch sehen, dass die Zahl schwer erkrankter Patienten, gemessen an den Fällen von Ansteckungen, deutlich niedriger sei als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle. Der Ärzte-Präsident sprach sich dafür aus, in Deutschland zunächst abzuwarten, wie sich die Zahl der schweren Verläufe entwickle und welche Auswirkungen die Impfkampage habe.

Zahl der Erstimpfungen in Baden-Württemberg eingebrochen

5:10 Uhr

Bundesweit sinkt die Nachfrage nach Corona-Impfungen. In Baden-Württemberg sei die Zahl der Erstimpfungen in den Impfzentren zuletzt um 70 Prozent eingebrochen, so das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesländer setzen daher immer stärker auf flexible Impfangebote, um mehr Menschen zu erreichen. Unter anderem sind inzwischen häufiger mobile Impfteams im Einsatz. Auch Impftermine ohne vorherige Anmeldung werden zunehmend angeboten. Baden-Württemberg startete gestern eine landesweite Impfwoche und möchte so der steigenden Impfmüdigkeit begegnen. "Ob eine Impfung im Fußballstadion, mobile Impfteams auf Markt- und Supermarktplätzen oder Impfungen ohne Termin in den Zentren - alle Initiativen sind willkommen", erklärte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) sinkt die Anzahl der täglich verabreichten Impfdosen in Deutschland. Am Dienstag wurden demnach bundesweit nur 572.482 Dosen gespritzt - verglichen mit dem Höchststand von 1,5 Millionen am 9. Juni.

Inzidenz steigt seit über zwei Wochen

4:25 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie aktuell bei 12,2 - am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1.890 Corona-Neuinfektionen. Am vergangenen Donnerstag hatte der Wert für Deutschland bei 1.642 Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern und Woche gelegen.

Kassenärzte-Chef: Nicht Impfwillige "schubsen"

4:23 Uhr

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat mehr Engagement von großen Unternehmen und Universitäten bei der Corona-Impfkampagne gefordert. "Große Arbeitgeber können noch stärker eingreifen, genau wie die Universitäten, wenn die Semester wieder losgehen", sagte Vize-Chef Stephan Hofmeister der Deutschen Presse-Agentur. "Das halten wir für geeigneter, als mit dem Impfbus abends vor der Disco zu stehen." Derzeit zeichne sich in einigen Regionen eine Impfmüdigkeit ab, insbesondere in den Impfzentren gehe die Frequenz der Impfungen deutlich nach unten. Kassenärzte-Chef Andreas Gassen erklärte, es gebe "eine relevante Zahl von Menschen, die sich schlicht nicht impfen lassen will". Desinteressierte könne man "schon ein bisschen schubsen", etwa indem Bürgertests bald für alle kostenpflichtig würden, die sich theoretisch auch impfen lassen könnten.

12 Prozent mehr Corona-Fälle weltweit

0:43 Uhr

Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in der vergangenen Woche mehr als 3,4 Millionen neue Corona-Fälle aufgetreten, eine Steigerung um zwölf Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gehe indes weiter zurück. In der vergangenen Woche habe sie bei etwa 57.000 gelegen. Bei diesem Tempo sei zu erwarten, dass die Zahl der insgesamt gemeldeten Infektionen in den kommenden drei Wochen die Marke von 200 Millionen übersteigen könnte, erklärte die WHO. Die höchsten Zuwachsraten seien im westlichen Pazifikraum und in europäischen Regionen zu verzeichnen. Vergangene Woche hätten Indonesien, Großbritannien, Brasilien, Indien und die USA die höchsten Infektionszahlen gemeldet.

Donnerstag, 22. Juli 2021

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