Eine Illustration des Coronavirus in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Rund 2.400 neue Corona-Fälle im Land

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Die wichtigsten Entwicklungen rund um das Coronavirus für Baden-Württemberg - hier im Live-Blog zusammengefasst.

Intensivstationen: Weniger als fünf Prozent Corona-Patienten

Der Anteil der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen mache derzeit weniger als fünf Prozent aus, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) heute. "Es ist kein Vergleich zur Situation vor einem Jahr." Aktuell gebe es etwa 900 Covid-Patientinnen und -Patienten - nach gut 5.000 Schwerkranken noch vor etwa einem Jahr, sagte Marx. "Das sind aber in der Regel ältere, also 70- bis 80-jährige Patienten." Auch die Kapazitäten bei den Beatmungsgeräten seien bei Weitem nicht ausgeschöpft. Wegen des zunehmenden Personalmangels hätten allerdings rund 2.000 Intensivbetten abgebaut werden müssen, was die Kapazität an freien Betten teilweise schon wieder auf unter zehn Prozent gedrückt habe.

So ist die Situation auf den Intensivstationen in BW:

Rund 2.400 neue Corona-Fälle im Land

In Baden-Württemberg melden die Gesundheitsämter 2.392 neue Corona-Fälle, zehn weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus dem Tagesbericht des Landesgesundheitsamts (Stand 16 Uhr) hervor. Aktuell befinden sich 69 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg, das sind neun weniger als in der Vorwoche. Auf den Normalstationen sind 1.055 Patientinnen und Patienten mit Corona infiziert. Vor einer Woche waren es 1.071. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land ist im Vergleich zur Vorwoche (129,2) gesunken und liegt momentan bei 125,1.

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WHO beklagt Corona-Lockerungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt eine Lockerung der Strategien zum Kampf gegen die Pandemie in diesem Jahr. Damit bestünden weiter "die perfekten Bedingungen" dafür, dass eine neue, tödliche Variante des Erregers sich ausbreite, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Schätzungen der UN-Organisation zufolge haben jetzt etwa 90 Prozent der Weltbevölkerung eine gewisse Immunität gegen das Virus, entweder wegen einer durchgemachten Infektion oder durch eine Impfung.

80 Bußgeldbescheide für ungeimpfte Pflegekräfte

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises hat in 80 Fällen Bußgeldbescheide an nicht geimpfte Pflegekräfte verschickt. Mindestens drei davon gingen an Beschäftigte der Evangelischen Heimstiftung - in Höhe von je fast 300 Euro. Die Pflegeeinrichtung wehrt sich gegen die Vorgehensweise der Behörde und hat in zwei Fällen Widerspruch eingelegt. Nach Auffassung der Evangelischen Heimstiftung schießt das Landratsamt mit seinem Vorgehen über das Ziel hinaus. Die Sprecherin des Landratsamtes teilte dem SWR mit, das mehr als 1.600 Fälle von fehlenden oder mangelnden Impfnachweisen gemeldet worden seien. Die nun verhängten 80 Bußgeldbescheide seien nach Einzelfallprüfung an Menschen verschickt worden, die sich der Überprüfung vehement und hartnäckig widersetzt hätten.

Ulm

Evangelische Heimstiftung Ulm: Streit um Bußgeld für nicht geimpfte Pflegekräfte

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises hat 80 Bußgeldbescheide an nicht geimpfte Pflegekräfte verschickt. Die Evangelische Heimstiftung wehrt sich gegen die Vorgehensweise der Behörde.  mehr...

Homeoffice-Pauschale wird angehoben

Die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführte Homeoffice-Pauschale bleibt dauerhaft und wird von bislang fünf auf sechs Euro pro Tag angehoben. Das steht im Jahressteuergesetz, das heute vom Bundestag verabschiedet wurde. Zudem kann sie künftig für bis zu 210 Tage in Anspruch genommen werden, zuvor waren es 120 Tage. Der Höchstbetrag, der so steuerlich geltend gemacht werden kann, steigt demnach auf 1.260 Euro. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

Engagementpreis für Corona-Einsatz geht an Heidelberger Abiturient

Der Heidelberger Abiturient Paul Goldschmidt hat den Deutschen Engagementpreis für seinen Einsatz zu Beginn der Corona-Pandemie erhalten. Goldschmidt hat ein preisgünstiges System entwickelt, um die Luftqualität in Innenräumen zu messen - zum Beispiel in Klassenzimmern. Durch korrektes Lüften kann so nach Angaben der Jury viel Energie eingespart werden. Goldschmidt habe außerdem ehrenamtlich Workshops für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler veranstaltet, damit das System möglichst viele Menschen kennenlernen.

Corona-Impfung statt Grippe-Impfung: Anstieg bei Grippefällen

Das Gesundheitsamt im bayerischen Landkreis Dillingen nahe der baden-württenbergischen Grenze verzeichnet derzeit einen ungewöhnlich frühen Anstieg der Grippefallzahlen. Das teilte das Landratsamt mit. Betroffen sind offenbar viele ältere Menschen. Der Grund: Ältere haben sich ein viertes und fünftes Mal gegen Corona impfen lassen, die Influenzaimpfung aber haben sie nach hinten verschoben. Die aktuelle Grippewelle treffe nun besonders die nicht gegen Grippe geimpften Personen. Die Entwicklung deckt sich mit den Fallzahlen in ganz Baden-Württemberg.

Bundesverfassungsgericht verkündet Entscheidung zu EU-Coronafonds

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verkündet am Dienstag seine Entscheidung über zwei Verfassungsbeschwerden, die sich gegen die deutsche Zustimmung zum europäischen Corona-Hilfsfonds richten. Die Beschwerdeführer des sogenannten Bündnisses Bürgerwille um den ehemaligen AfD-Chef Bernd Lucke und den Unternehmer Heinrich Weiss befürchten den Einstieg in eine gemeinschaftliche Haftung - so dass Deutschland möglicherweise die Schulden anderer Länder übernehmen müsste. Ihrer Meinung nach hätte der Bundestag dem Paket nicht zustimmen dürfen.

Weitere 166 Todesfälle in Deutschland

166 weitere Menschen sind in Deutschland innerhalb von 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Außerdem wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) 30.420 Neuinfektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 205,0 von 201,9 am Vortag.

RKI: Sinkender Trend bei Corona-Inzidenz gestoppt

Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zunächst gestoppt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von gestern Abend. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken. Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Expertinnen und Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus.

COVID-19-Fälle auf Intensivstationen in BW gesunken

In Baden-Württemberg melden die Gesundheitsämter 2.746 neue Corona-Fälle, 24 weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus dem Tagesbericht des Landesgesundheitsamts (Stand 16 Uhr) hervor. Aktuell befinden sich 70 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg, das sind zehn weniger als in der Vorwoche. Auf den Normalstationen sind 1.050 Patientinnen und Patienten mit Corona infiziert. Vor einer Woche waren es 1.070. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land ist im Vergleich zur Vorwoche (132,4) gesunken und liegt momentan bei 123,7.

Impfquoten bei Kindern trotz Pandemie leicht gestiegen

Die Quoten für Standardimpfungen für Kinder und Jugendliche wie Diphtherie, Tetanus, Rotavirus, Masern, Röteln und Pneumokokken sind in Deutschland 2020 und 2021 trotz Corona-Pandemie leicht angestiegen. Damit sei ein gefürchteter negativer Effekt der Pandemie ausgeblieben, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit. Das RKI bezog sich bei der Auswertung auf Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen und Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Freilichtmuseen: Fast so viel Besucher wie vor Corona

Die Freilichtmuseen in Baden-Württemberg haben in diesem Jahr wieder deutlich mehr Besucherinnen und Besucher angelockt. Die Besucherzahl hat sich im Vergleich zu 2021 nahezu verdoppelt und liegt nur knapp unter dem Wert von vor der Corona-Pandemie. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen kamen mehr als 530.000 Menschen in die Museen nach Gottersdorf, Beuren, Wackershofen, Kürnbach, Neuhausen ob Eck, Wolfegg und den Vogtsbauernhof im Schwarzwald.

Pflege warnt vor Finanzierungslücke bei Corona-Tests

Private Altenpflegeanbieter haben vor einer Lücke bei der staatlichen Finanzierung von Corona-Schnelltests gewarnt. Es sei völlig unverständlich, dass für die Pflegeheime eine gesetzliche Testpflicht bis 7. April 2023 gelte, die Kosten laut Testverordnung aber nur bis zum 28. Februar übernommen werden sollten. Das erklärte der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag. Die Bundesregierung müsse das Problem schnell lösen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse Finanzminister Christian Lindner (FDP) klar machen, dass die Gesundheit der Pflegebedürftigen kein Sparposten sei.

Impfkampagne in Südbaden läuft aus

Die Coronaimpfkampagnen in den Städten und Landkreisen in Südbaden laufen aus. Das Land stellt die Corona-Impfungen ein und übergibt diese an Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken. Im Kreis Emmendingen hat gestern der Impfstützpunkt Kenzingen geschlossen. Die Impfstützpunkte im Schwarzwald-Baar-Kreis und Rottweil schließen am 16. Dezember. Das mobile Impfteam im Kreis Lörrach wird am 17. Dezember zum letzten Mal im Landratsamt in Lörrach halt machen. Die Impfbusse in der Ortenau und im Kreis Waldshut sind bis kurz vor Weihnachten unterwegs.

Weiterbildung in Unternehmen erreicht Rekordquote

Im ersten Corona-Jahr 2020 haben sich in Deutschland so viele Menschen betrieblich weitergebildet wie noch nie. Das Statistische Bundesamt hat ausgerechnet, dass mehr als die Hälfte aller Beschäftigten bei Firmeninternen Kursen mitgemacht haben. Im Schnitt haben sie 28 Stunden lang gelernt.

Mannheim stellt Corona-Infohotline ein

Die Stadt Mannheim stellt ab heute die Corona-Informationshotline ein. Es gebe nur noch wenig Anrufe. Informationen rund um das Coronavirus gebe es weiter auf der Internetseite der Stadt.

RKI meldet 36.115 Neuinfektionen

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 36.115 auf über 36,4 Millionen. Das sind 1.975 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 38.090 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 201,9 von 196,7 am Vortag. Das RKI meldet 152 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.943.

Knapp 3.000 neue Corona-Fälle in BW

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben 2.968 neue Corona-Fälle gemeldet, acht weitere Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus dem Tagesbericht des Landesgesundheitsamts (Stand 16 Uhr) hervor. Aktuell befinden sich 75 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg, einer weniger als am Dienstag. Auf den Normalstationen sind 1.049 Patientinnen und Patienten mit Corona infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land liegt bei 120,6 (Vorwoche: 133,1).

Immer mehr Sportmuffel in Baden-Württemberg

Kein Jogging, kein Radfahren, kein Fitnesstraining - laut einer aktuellen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) gibt es in Baden-Württemberg immer mehr Nichtsportlerinnen und -sportler. Nach Angaben der TK gaben 19 Prozent der Befragten an, überhaupt keinen Sport zu treiben. Im Jahr 2013 habe der Anteil der Sportmuffel noch bei 13 Prozent gelegen, 2016 dann bei 12 Prozent. "Die aktuelle Befragung legt nahe, dass die Corona-Pandemie wesentlich zu diesem Anstieg beigetragen hat", so eine Vertreterin der Krankenkasse. In Baden-Württemberg scheint der Zuwachs besonders ausgeprägt. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte im Mai gut 1.700 Erwachsene bundesweit zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten befragt. In Baden-Württemberg wurden demnach 500 Menschen interviewt. Gut die Hälfte der Erwachsenen treibt demnach regelmäßig Sport, etwas weniger als die Hälfte tut das nur selten oder gar nicht.

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