Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: EU-Kommission sieht Ende der "akuten" Phase

Stand

DOSB fordert Bewegungsgipfel

20:28 Uhr

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Bundespolitik dazu aufgefordert, den Status des Breiten- und Gesundheitssports deutlich zu stärken. "Kinder und auch Erwachsene verlernen elementare Fähigkeiten wie Laufen, Springen, Werfen, Klettern oder Schwimmen", sagte DOSB-Vizepräsidentin Kerstin Holze am Rande einer Sportausschusssitzung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Sport. Ein Festhalten am bisherigen Kurs reiche nicht aus, um die wachsenden bundesweiten Gesundheitsfolgen aufzufangen, so Holze weiter. Gemeinsam müsse man Bewegung als "nationales Gesundheitsziel" festlegen. Sie forderte die Bundesregierung deshalb auf, einen Bewegungsgipfel einzuberufen.

EU-Kommission: Ende der "akuten" Phase

19:51 Uhr

Die EU-Kommission sieht Europa am Ende der "akuten" Phase der Corona-Pandemie angelangt. "Wir treten in eine neue Phase der Pandemie ein, indem wir aus dem Notfallmodus in ein tragfähigeres Management von Corona übergehen", sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ihre Behörde empfahl den EU-Mitgliedstaaten, das derzeit niedrigere Niveau der Corona-Infektionen zur Stärkung der Gesundheitssysteme und der Pandemievorsorge zu nutzen. Sie rief die Mitgliedstaaten dazu auf, die Auffrischungsimpfungen zu verstärken und genügend Proben zu sequenzieren, um neue Varianten zu erkennen. Durch massenhaftes Impfen und Auftreten der weniger aggressiven Omikron-Variante des Coronavirus waren die Zahlen der Krankenhauseinweisungen und Corona-Toten in den EU-Staaten in den vergangenen Monaten trotz weiterhin hoher Fallzahlen stark gesunken. Viele Länder haben die Corona-Maßnahmen in der Folge stark gelockert oder ganz zurückgenommen.

Masern pandemiebedingt auf dem Vormarsch

19:21 Uhr

Die Zahl der gemeldeten Masern-Infektionen ist zu Jahresbeginn um fast 80 Prozent gestiegen. Das teilen die UN-Kinderschutzorganisation Unicef und die Weltgesundheitsorganisation WHO mit. Eine Ursache seien durch die Corona-Pandemie unterbrochene Impfkampagnen. Fehlende Impfungen bedrohten das Leben von Millionen von Kindern, warnten die UN-Organisationen. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres wurden demnach weltweit mehr als 17.300 Masernfälle registriert, deutlich mehr als die 9.600 Fälle in den gleichen Monaten des Vorjahres. Experten befürchten im Zuge des russischen Angriffskrieges auch eine Zunahme der Fälle in der Ukraine. Das Land verzeichnete bereits in den Jahren von 2017 bis 2019 die höchsten Masern-Infektionsraten in Europa. Bei den Masern handelt es sich um eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die schneller übertragen wird als etwa die Grippe oder Ebola.

Mehr Geld für Landtagsabgeordnete

18:49 Uhr

Die Diäten der Abgeordneten des Landtags werden ab Juli erhöht. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr steigen sie in diesem Jahr um 3,8 Prozent auf 8.275 Euro, wie der Landtag mitteilte. Die jährliche Anpassung beruht auf Daten des Statistischen Landesamts aus dem jeweiligen Vorjahr. Weil diese Werte 2020 wegen der Corona-Pandemie niedrig waren, sanken die Diäten im vergangenen Jahr entsprechend um 2,9 Prozent. Mit der Erhöhung in diesem Jahr bekommen die Abgeordneten nun mehr Geld als im Jahr vor der Reduzierung.

Inzidenz geht leicht zurück

18:23 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken und liegt aktuell (Stand: 16 Uhr) bei 738,1 (Dienstag: 796,1). Das meldet das Landesgesundheitsamt. Vor einer Woche betrug die Inzidenz 678,7. Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg liegen derzeit 172 Menschen mit Covid-19. Das sind drei mehr als am Vortag. Vor einer Woche wurden 190 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen betreut. Deutlich mehr liegen wegen oder mit einer Coronainfektion auf den Normalstationen - dort sind es 1.396 Patientinnen und Patienten.

Immer mehr Reinfektionen in BW

18:14 Uhr

Mehrfachinfektionen sind seit der Omikron-Variante immer wahrscheinlicher geworden. Laut Landesgesundheitsamt gibt es immer öfter den Fall, dass sich Menschen zum zweiten oder dritten Mal anstecken. In Stuttgart haben sich nun zwei Menschen bereits zum vierten Mal mit dem Coronavirus infiziert. Dass es Einzelfälle gibt, in denen sich Menschen viermal mit dem Coronavirus infizieren, ist nicht überraschend, findet David Beck aus der SWR Wissenschaftsredaktion. Bereits Ende 2020 gab es erste Berichte von Reinfektionen, es sei also klar gewesen, dass das geschehen konnte.

Vergleich nach Kündigung wegen Vertuschungsvorwurf

17:43 Uhr

Der SV Waldhof Mannheim und sein ehemaliger Sportchef Jochen Kientz haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Kientz war von seinem Arbeitgeber mit der Begründung gekündigt worden, er habe einen positiven Coronafall im Oktober 2021 vertuscht. In der Folge gab es einen großen Corona-Ausbruch im Team des SV Waldhof. Der Richter Rolf Maier hatte an beide Seiten eindringlich appelliert, sich zu einigen. Der Prozess könne sich ansonsten noch Jahre hinziehen. Der Vergleich sieht unter anderem vor, dass Waldhof Mannheim die fristlose Kündigung zurücknimmt und Kientz bis Ende Juni dieses Jahres weiter regulär bezahlt. Waldhof Mannheim muss außerdem seine Vorwürfe zurücknehmen, die zur Kündigung geführt hatten.

Kein Personalmangel wegen Impfpflicht in Pflegeberufen

16:54 Uhr

Die Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen hat keine Kündigungswelle ausgelöst. Das geht aus einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages hervor. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe erklärte dort, Personalnot gebe es nicht. Gleichzeitig wies der Verband aber auf den seit Jahren chronischen Fachkräftemangel in der Branche hin. So gebe es seit Jahrzehnten viel zu wenig Pflegende in allen Einrichtungen, sagte Präsidentin Christel Bienstein. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht steht zunehmend in der Kritik. Unter anderem kritisierten einige Länder Unsicherheiten bei der Umsetzung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft forderte zuletzt eine sofortige Aussetzung der Impfpflicht.

L-Bank erwartet Rückgang von Corona-Hilfen

15:38 Uhr

Unternehmen in Baden-Württemberg werden nach Einschätzung der landeseigenen L-Bank in diesem Jahr weniger Corona-Hilfen benötigen. 2021 seien 6,4 Milliarden Euro geflossen, so Edith Weymayr (Vorstandsvorsitzende L-Bank). Von Januar bis März 2022 erreichten die Corona-Hilfen noch etwa 600 Millionen Euro. Mehr als 550.000 Unternehmen beantragten seit Beginn der Pandemie Hilfsleistungen. Im ersten Pandemiejahr 2020 zahlte die Bank rund 2,7 Milliarden Euro aus. Die Bank fördert die Wirtschaft, Existenzgründerinnen und -gründer sowie den Bau von Wohnraum.

Mitgliederschwund bei Musikvereinen in BW

14:57 Uhr

Vereine für Amateurmusikerinnen und -musiker im Land haben während der Corona-Pandemie einen Mitgliederschwund erlebt. Das erklärte der Präsident des Landesmusikverbands Christoph Palm in Stuttgart. Demnach habe sich die Zahl der Musikvereine, die sich pro Jahr auflösen, seit Corona verdreifacht. Vor Corona waren es im Jahr zehn Musikvereine, die nicht mehr genügend Mitglieder hatten und aufhören mussten. Nun geht Christoph Palm davon aus, dass rund 30 Vereine im Jahr aufgeben. Vielen Musizierenden seien die strengen Corona-Auflagen zu kompliziert gewesen. Manche konnten eine Zeit lang gar nicht mehr musizieren. Zum Landesmusikverband Baden-Württemberg gehören rund 6.300 Chöre und Musikvereine mit über einer Million Mitgliedern.

Wären morgen ausgelaufen: Einreisebestimmungen verlängert

14:43 Uhr

Für Urlaubsrückkehrerinnen und -rückkehrer gelten vorerst weiterhin Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch, die entsprechende Verordnung bis 31. Mai zu verlängern. Damit müssen alle ab zwölf Jahren bei Einreise über einen 3G-Nachweis als geimpft, genesen oder getestet verfügen. Die aktuelle Omikron-Virusvariante verursache weniger schwere Krankheitsverläufe. Trotzdem sei bei einer weltweit weiterhin dynamischen epidemischen Situation die Ausbreitung neuer Varianten wahrscheinlich, erläutert das Gesundheitsministerium in der Verordnung.

Studie zu "Corona-Effekt": Alle 16- bis 19-Jährigen in BW nutzen das Internet

13:39 Uhr

Die Zahl der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer hat einer Studie zufolge im letzten Jahr einen Höchststand erreicht. 61,15 Millionen Menschen (plus 870.000 im Vergleich zum Vorjahr) nutzten deutschlandweit das Internet, wie die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (Agof) in ihrem Jahresbericht mitteilt. Laut Bericht wirkten sich zum wiederholten Mal die "Corona-Effekte" aus. Die Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen erreichte beim Digitalisierungsgrad in Baden-Württemberg und auch deutschlandweit erstmals die 100-Prozent-Marke und war damit vollständig im Netz vertreten. Den Löwenanteil der Menschen, die das Internet neu nutzen, stellten allerdings auch 2021 wieder die Älteren: Ein Plus von 2,0 Prozent gab es bei den 60- bis 69-Jährigen und ein Plus von sogar 6,2 Prozent bei den über 70-Jährigen. Der Digitalisierungsschub seitens der Bürgerinnen und Bürger zeigte sich auch bei der Ausstattung der Privathaushalte mit internetfähigen Endgeräten. So verfügten eigenen Angaben zufolge deutschlandweit 86,5 Prozent im November 2021 zu Hause über PC, Laptop oder Tablet (plus 9,8 Prozent im Vergleich zum November 2020).

Hauptversammlungen auch nach Corona weiter online

12:46 Uhr

Online-Hauptversammlungen börsennotierter Unternehmen sollen auch nach der Corona-Pandemie möglich sein. Das Bundeskabinett billigte dazu am Mittwoch Regierungskreisen zufolge einen entsprechenden Gesetzentwurf von Justizminister Marco Buschmann (FDP). Das Ministerium wertete die Erfahrungen mit virtuellen Hauptversammlungen in der Pandemie als positiv. Im Aktiengesetz sollen deswegen Online-Treffen als Möglichkeit vorgeschrieben werden. Über das Format sollen dann aber die Aktionärinnen und Aktionäre entscheiden. Ihnen müssen die Online-Hauptversammlungen die Ausübung des Stimmrechts elektronisch ermöglichen, ebenso die Möglichkeit, Anträge zu stellen. Viele Dax-Konzerne stören sich an den oft sehr langen Veranstaltungen, die immer wieder auch gerichtlich angefochten werden. Laut der Aktionärsvereinigung Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz plant die Mehrheit der etwa 600 börsennotierten Unternehmen in Deutschland eine Rückkehr zu Hauptversammlungen in Anwesenheit der Aktionäre.

Zahlreiche Corona-Testsellen haben bei Abrechnung betrogen

12:21 Uhr

Sie haben falsche Abrechnungen eingereicht und den Staat so um Millionen betrogen: Gegen einige Anbieter kostenloser Corona-Bürgertests wird deshalb ermittelt. Allein in Baden-Württemberg sind es laut Landeskriminalamt (LKA) knapp 300 Fälle. Der Schaden liege im unteren zweistelligen Millionenbereich, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Verwaltungsgerichtshof: Wieder weniger Verfahren wegen Corona-Themen

11:46 Uhr

Die Gerichtsverhandlungen wegen Corona-Themen gehen beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zurück. 2020 habe es noch fast 350 infektionsschutzrechtliche Verfahren gegeben, im ersten Halbjahr 2021 seien mehr als 230 Corona-Verfahren eingegangen. In der zweiten Hälfte habe es aber nur noch 73 Verfahren gegeben. Dieser Trend setze sich auch in diesem Jahr fort, teilte der Verwaltungsgerichtshof mit Sitz in Mannheim heute mit. Die Verfahren wandten sich gegen die Corona-Maßnahmen in Verordnungen der Landesregierungen. Diese Eilverfahren seien "durchweg sehr komplex", so der Verwaltungsgerichtshof.

Land will Krankenhäuser mit 240 Millionen Euro unterstützen

10:37 Uhr

Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg hatten in den vergangenen zwei Jahren enorme Zusatzkosten wegen der Versorgung von Covid-Patientinnen und -Patienten. Deshalb will das Land sie nun mit 240 Millionen Euro unterstützen. Das hat der Ministerrat laut einer Pressemitteilung in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Die Krankenhäuser "dürfen durch die Behandlungen von COVID-19-Patientinnen und -Patienten nicht in finanzielle Schieflage geraten“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) heute. Laut der Mitteilung konnten die Krankenhäuser einen Großteil ihrer Erlösausfälle mit Mitteln des Bundes abdecken (rund 1,54 Milliarden Ausgleichszahlungen). Es sei aber nur zum Teil berücksichtigt worden, dass neben Erlösausfällen auch Mehrkosten entstanden seien - die Landeshilfen sollen das ausgleichen. Vorher ist aber noch eine Zustimmung durch den Finanzausschuss des Landtags erforderlich.

Immer mehr Corona-Erkrankte auf Normalstationen

10:10 Uhr

Weniger Menschen in Baden-Württemberg werden wegen einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt, doch auf den Normalstationen steigt die Zahl der Infizierten. Das belastet die Pflegekräfte:

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 887,6

7:27 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem deutlichen Anstieg am Vortag nun wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche am Morgen mit 887,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 909,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 688,3 (Vormonat: 1.723,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 141.661 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 198.583 registrierte Ansteckungen. Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden, am Wochenende unter anderem Baden-Württemberg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 343 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 348 Todesfälle.

Luftfahrtmesse nach zwei Jahren Pandemie erstmals wieder in Friedrichshafen

6:42 Uhr

In Friedrichshafen beginnt die 30. Internationale Luftfahrtmesse "AERO". Sie findet zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder statt - weitgehend ohne Corona-Maßnahmen, das Tragen einer Maske wird lediglich empfohlen. Bis Samstag werden rund 30.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Ein großes Thema sind leise und umweltfreundliche Elektroflugzeuge:

Thailand lockert Einreiseregeln für zweifach geimpfte Urlaubsgäste

5:45 Uhr

Thailand lockert die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristinnen und Touristen weiter. Reisende mit Impfnachweis müssten ab dem 1. Mai weder einen Corona-Test vor der Abreise noch nach der Ankunft machen, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Urlaubsland mit. Wenn die Visa-Formalitäten am Flughafen erledigt sind, können sich Feriengäste ab Sonntag demnach sofort im ganzen Land frei bewegen. Die Zeitung "Bangkok Post" sprach von einem "Meilenstein" für den Neustart der wichtigen Tourismusbranche. Es wird empfohlen, sich bei den Behörden genau über die nötigen Formalitäten zu informieren. Reiseveranstalter und Hoteliers hatten schon länger gefordert, die Einreisebedingungen deutlich zu erleichtern, um mehr Urlauberinnen und Urlauber anzulocken. In vielen Ländern der Region, wie Kambodscha und Vietnam, waren die Regeln zuletzt schon wesentlich unkomplizierter als in Thailand.

Leere Kassen wegen Corona: Musikverbände rühren Werbetrommel

3:38 Uhr

Mit einer Imagekampagne wollen die Chöre und Orchester in Baden-Württemberg nach der langen Corona-Pause neue Mitglieder gewinnen. Geplant sei eine Werbeaktion für die Amateurmusik, um die Zahl der Mitglieder für die rund 6.300 Musik- und Chorvereine im Land zu erhöhen, kündigte der Landesmusikverband an. Die Kampagne mit dem Titel "Vereint.Musik.Machen." wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert und soll heute in Stuttgart vorgestellt werden. Ziel sei es, vor allem eine junge Zielgruppe durch eine moderne Kommunikationsstrategie auf sozialen Medien und mit Videos anzusprechen, teilte der Verband mit. "Die Kassen der Amateurmusikvereine sind nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie nahezu leer, da ihnen ihre Haupteinnahmequellen wie Konzerte und Veranstaltungen weggebrochen sind" hatten die Musikerinnen und Musiker im vergangen Dezember zuletzt erklärt. Es habe nicht nur die musikalische Qualität unter der Zwangspause gelitten, sondern auch die Gemeinschaft im Verein: "Viele soziale Bindungen haben sich durch das Social Distancing gelockert oder gar aufgelöst und müssen wieder aufgebaut werden."

Mittwoch, 27. April 2022

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Bevölkerung bewertet Corona-Pandemie unterschiedlich

21:11 Uhr

Die Corona-Einschränkungen sind weitestgehend aufgehoben, die Infektionszahlen rückläufig. Doch was bedeutet das für die Pandemie? Immerhin liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Land noch immer rund um die Achthundertermarke. Vor einigen Wochen wäre das bei Vielen noch Grund zur Sorge gewesen. Wie schätzen die Menschen in Baden-Württemberg die Corona-Pandemie aktuell ein?

Corona auf Normalstationen: Medizinisches Personal enorm belastet

20:26 Uhr

Die Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen sind rückläufig, doch auf den Normalstationen zeigt sich das Virus bei vielen Patienten als Begleiterkrankung zur eigentlichen Diagnose. Die damit verbundenen Maßnahmen kosten das medizinische Personal viel Zeit und Kraft - wie etwa in der Oberschwabenklinik in Ravensburg.

Ethikerin fordert Fehler der Pandemie aufzuarbeiten

18:43 Uhr

Nach der Corona-Pandemie gebe es viele Fehler und Fehlentscheidungen aufzuarbeiten, so die Humangenetikerin und Mitglied des Ethikrats Sigrid Graumann. In einer Krise weltgeschichtlichen Ausmaßes seien Fehler unvermeidbar - die Entscheidung Freiheit gegen Gesundheitsschutz zu setzen, sei jedoch nicht richtig gewesen, mahnte Graumann. Dennoch habe sich stellenweise ein falsches Bild von Freiheit verbreitet. Oftmals werde sie nur als Freiheit von äußeren Zwängen verstanden. "Unsere Freiheit ist auch dann eingeschränkt, wenn unsere Gesundheit durch eine Covid-19-Erkrankung oder durch eine Überforderung des Gesundheitswesens bedroht ist", so Graumann.

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen geplanter Lauterbach-Entführung

18:23 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall der geplanten Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) übernommen. Im Zusammenhang mit der Festnahme von vier Tatverdächtigen hätten sich ausreichend Anhaltspunkte ergeben, dass diese eine terroristische Vereinigung gegründet oder sich für eine solche Vereinigung als Mitglieder betätigt hätten, teilte die Karlsruher Ermittlungsbehörde mit. Die Verdächtigen sollen neben einer Entführung Lauterbachs auch Anschläge geplant haben. Bevor sie die Pläne in die Tat umsetzen konnten, sei man ihnen auf die Spur gekommen.

BW-Kultusministerin Schopper mit Covid-19 infiziert

18:12 Uhr

Die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie habe deshalb am Dienstag auch nicht an der Sitzung der Landesregierung teilgenommen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, die 61-jährige Schopper sei am Sonntag positiv getestet worden und habe sich dann in Isolation begeben. Sie habe recht heftige Erkältungssymptome. Auch Kretschmann, Innenminister Thomas Strobl (CDU), Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hatten sich bereits mit dem Virus infiziert.

Musikverbände auf der Suche nach Mitgliedern

18:03 Uhr

Mit einer Imagekampagne wollen die rund 6.300 Chöre und Orchester in Baden-Württemberg nach einer langen Corona-Pause neue Mitglieder gewinnen. Die Kampagne mit dem Titel «Vereint.Musik.Machen.» wird vom Kunstministerium gefördert und soll morgen in Stuttgart vorgestellt werden. Ziel sei es, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen und die Kassen der Verbände wieder zu füllen, so der Landesmusikverband. Die Kassen der Amateurmusikvereine seien nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie nahezu leer, da ihnen ihre Haupteinnahmequellen wie etwa Konzerte und Veranstaltungen weggebrochen seien. Nicht nur die musikalische Qualität habe unter der Zwangspause stark gelitten, sondern auch die Gemeinschaft im Verein. Es gelte nun, die Sozialen Bindungen wieder aufzubauen.

Sieben-Tage-Inzidenz in BW sinkt auf 796,1

17:44 Uhr

Das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart meldet heute (Stand: 16 Uhr) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 796,1. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag um 38,4 gesunken. Am Dienstag vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner bei 648,6. Über die Osterfeiertage könnten allerdings viele Fälle zeitverzögert gemeldet worden und die Zahlen dadurch weniger aussagekräftig sein, so das LGA. Aktuell liegen 169 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen im Land. Das sind zwei mehr als am Montag und 31 weniger als vor einer Woche. In Baden-Württemberg gelten insgesamt 3.024.960 Menschen als genesen - das sind 27.681 mehr als gestern.

Millionenförderung für Ulmer Virologen

16:55 Uhr

Der Ulmer Virologe Frank Kirchhoff erhält 2,3 Millionen Euro Fördergelder des Europäischen Forschungsrates. Laut der Universität Ulm sollen mit dem Geld bisher unbekannte, körpereigene Mechanismen zur Abwehr von Viren aufgedeckt werden. "Was pandemische Viren wie HIV-1 und SARS-CoV-2 so erfolgreich macht, ist ihre rasche Vermehrung und hohe Variabilität und die damit verbundene Fähigkeit, die Immunabwehr des Menschen zu unterlaufen", erklärt Kirchhoff, der bereits zum zweiten Mal Teil des Förderprogramms ist. Langfristig könnten aus seiner aktuellen Forschung neue Ansätze für die Prävention und Therapie von Viruserkrankungen hervorgehen. Die Fördersumme von rund 2,3 Millionen Euro steht dem Wissenschaftler für die kommenden fünf Jahre zur Verfügung.

Nur noch fünf Tage Isolationspflicht in RLP

16:35 Uhr

Ab Sonntag gibt es in Rheinland-Pfalz weitere Corona-Lockerungen: Die Isolationspflicht gilt dann nur noch für infizierte Menschen und sie wird verkürzt. Nach einem positiven Corona-Test können Infizierte sie bereits nach fünf Tagen beenden, wenn sie keine Symptome haben. Das gab Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) bekannt. Freitesten müssten sie sich nicht mehr.

Wegfall der Corona-Regeln gut für mittelständische Unternehmen

16:27 Uhr

Laut einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditforum mit 1.200 mittelständischen Unternehmen war die Auftrags- und Umsatzlage nach dem Wegfall vieler Corona-Regeln im März besser als im Vorjahr. So meldeten 28,3 Prozent der Befragten, vor allem in der Dienstleistungsbranche, gestiegene Auftragseingänge, rund vier Prozentpunkte mehr als 2021. Fast jedes dritte Unternehmen meldete ein Umsatzplus. Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, wies am Dienstag allerdings auf neue Unsicherheiten wegen des Ukraine-Krieges und aktueller Preissteigerungen hin: "Letztes Jahr war es Corona, dieses Jahr ist es der Ukraine-Konflikt", beschrieb er das Stimmungsbild. Darunter könnten neue Investitionen leiden.

Zeitschriftenverlage wegen Pandemie noch immer unter Druck

15:30 Uhr

Neue Herausforderungen wie steigende Kosten und der Ukraine-Krieg sorgen in Kombination mit den Pandemie-Auswirkungen dafür, dass es deutschen Zeitschriftenverlagen derzeit schlecht geht. Laut dem Medienverband der freien Presse sind mindestens 2.300 der durch den Verband vertretenen Zeitschriftentitel existenziell bedroht. Das habe Konsequenzen auf die Medienvielfalt in Deutschland: "Das Risiko irreparabler Schäden für die Pressefreiheit und die Pressevielfalt in diesem Land ist hoch", warnte Bundesgeschäftsführer Stephan Scherzer. Insbesondere steigende Energie-, Papier- und Postzustellkosten belasten die Branche.

Keine Infektionen nach Aprilscherz in Pforzheimer Schule

15:03 Uhr

Nachdem ein Lehrer alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse in Pforzheim mit nur einem Stäbchen auf Corona testen wollte, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe Entwarnung gegeben: Es hätten sich keine Eltern wegen Krankheitssymptomen ihrer Kinder gemeldet, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Viele Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse eines Gymnasiums hätten das Angebot wahrgenommen, sich bis zu den Osterferien täglich zu testen. "Alle Corona-Schnelltests waren negativ", heißt es nun. Schulintern werde der Fall intensiv aufgearbeitet, berichtete die Sprecherin. Konsequenzen für den Lehrer würden in der Schulaufsicht besprochen.

Maskenpflicht in Zahnarztpraxen fällt in BW

14:01 Uhr

Ab nächster Woche gilt in baden-württembergischen Zahnarztpraxen keine Maskenpflicht mehr. Die Landesregierung hat die Verordnung entsprechend der Vorgaben des Bundesinfektionsschutzgesetzes angepasst. Die aktualisierte Verordnung tritt Anfang Mai in Kraft. "Fragen Sie mich besser nicht, was ich davon halte, aber so ist es nun mal", erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dazu am Dienstag in Stuttgart.

Gesundheitsamt korrigiert: Inzidenz in BW gestiegen statt gesunken

13:15 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Freitag auf 834,5 (Stand: Montag, 16 Uhr) gestiegen statt gesunken. Das Landesgesundheitsamt (LGA) hat entsprechende Zahlen korrigiert. Eine technische Umstellung aufgrund der Osterfeiertage habe zu einer fehlerhaften Berechnung geführt. Ursprünglich war ein Inzidenzwert von 642,1 vermeldet worden. Im Vergleich zum Freitag ist der Wert um 88,3 gestiegen, im Vergleich zum Montag vor einer Woche um 185,9. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen seit Freitag beträgt 22.385. Auch die Zahl der Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation bleibt mit 167 gleich wie im Ursprungsbericht und sinkt damit um vier Personen.

Dekra erstarkt nach Corona-Einbruch wieder

12:58 Uhr

Der Prüfkonzern Dekra mit Hauptsitz in Stuttgart ist nach einer Corona-Delle im Jahr 2020 zurück auf Wachstumskurs. Das Unternehmen teilte heute mit, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um rund elf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zu 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr gestiegen ist. Wegen der Pandemie war der Umsatz 2020 erstmals seit 16 Jahren nicht gestiegen. Zudem sei der Jahresüberschuss gewachsen: von 93,6 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 141,5 Millionen Euro 2021. Auch das erste Quartal 2022 bewertet der Konzern wegen eines Umsatz-Plus von fast zehn Prozent positiv. "Der verheerende Krieg in der Ukraine wird es uns schwer machen, diese Dynamik beizubehalten", sagte der Vorstandsvorsitzende Stan Zurkiewicz laut Mitteilung. Dennoch plane Dekra mit einem Umsatzwachstum von rund fünf Prozent. Auch die Zahl der Beschäftigten solle weiter steigen.

Anfangs Mangelware, nun Überschuss: Impfstoffe in BW laufen ab

12:30 Uhr

Tausenden Corona-Impfstoffdosen droht die Entsorgung, weil das Ablaufdatum überschritten wird und sich immer weniger Menschen gegen das Virus impfen lassen. Besonders bei den Dosen vom Herstellerkonzern Novavax zeichnet sich ein Überschuss ab. Die Landratsämter gaben an, bei diesem Impfstoff keinen Einfluss auf die Liefermenge zu haben. Allein im Zollernalbkreis warten 3.000 Novavax-Dosen auf die Verimpfung. Deutlich mehr sind es dort allerdings beim Impfstoff vom Unternehmen BioNTech, nämlich 11.000. Im Kreis Reutlingen gibt es insgesamt noch über 6.000 Impfstoffdosen. Dort und im Kreis Sigmaringen könnten viele Dosen aber noch im Herbst bei einer möglichen neuen Pandemiewelle verimpft werden, weil sie erst zum Ende des Jahres ablaufen. Im Kreis Tuttlingen hingegen mussten bereits rund 10.000 Impfstoffdosen im Wert von 200.000 Euro vernichtet werden.

Bilanz aus Corona-Jahren: Weniger Alkoholunfälle in Deutschland

11:15 Uhr

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr pro Kopf durchschnittlich 863 Zigaretten geraucht. Das ist ein Ergebnis des heute veröffentlichten aktuellen Jahrbuchs Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Zugleich gab es vor allem wegen der Corona-Pandemie aber weniger Alkoholunfälle. Da Gaststätten zeitweilig geschlossen waren und zahlreiche Volksfeste sowie Veranstaltungen ausfielen, fehlten damit Gelegenheiten, um außer Haus Alkohol zu trinken. Die Zahl der Alkoholunfälle ging im Jahr 2020 daher deutlich um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, was sich laut DHS auf das veränderte Mobilitätsverhalten während der Pandemie zurückführen lässt.

Karlsruhe kämpft seit Beginn der Pandemie mit immer mehr Müll

9:43 Uhr

Die Stadt Karlsruhe kämpft mit immer mehr Müll auf den Straßen und in Parkanlagen - gerade jetzt im Frühling. Die Menge habe sich an manchen Orten seit Beginn der Corona-Pandemie verdoppelt. Mehr als 20 Kubikmeter Müll müssten pro Wochenende allein in der Karlsruher Innenstadt von der Straße entsorgt werden, berichtet das Amt für Abfallwirtschaft. Dazu komme noch der Müll, der in den Mülleimern gelandet sei. Die Situation habe sich in den vergangenen Monaten verschärft, sagt Bürgermeisterin Bettina Lisbach (Grüne). Das Amt für Abfallwirtschaft sei personell und finanziell am Limit. Auch die Zahl der Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern habe zugenommen. Die Stadt appelliert an die Menschen, ihren Müll richtig oder zu Hause zu entsorgen.

Walldürner Wallfahrt soll fast wie gewohnt stattfinden

7:14 Uhr

Die Walldürner Wallfahrt zum Heiligen Blut (Neckar-Odenwald-Kreis) soll in diesem Jahr wieder fast in gewohntem Rahmen stattfinden. Das hat der Wallfahrtsausschuss angekündigt. In den vergangenen zwei Jahren hatte es bei dem kirchlichen Großereignis pandemiebedingt zahlreiche Einschränkungen gegeben. Am kommenden Sonntag startet die diesjährige Wallfahrts-Saision, die Hauptwallfahrtszeit beginnt am 12. Juni mit der feierlichen Öffnung des Walldürner Blutschreins.

RKI meldet 136.798 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 909,1

4:33 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 136.798 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 114.315 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 22.483 positive Tests gemeldet wurden. Wegen der Osterfeiertage kam es nach Angaben des RKI vergangene Woche zu geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivitäten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 909,1 von 790,8 am Vortag. 304 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Dienstag, 26. April 2022

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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