Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 5. September 2022

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Montag, 5. September 2022

Inzidenz in BW sinkt - aber mehr Todesfälle

20:03 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist laut Landesgesundheitsamt (LGA) zum Montag weiter gesunken. Demnach liegt der Wert aktuell bei 154,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 167,6. Dem LGA wurden am Montag 4.659 Neuinfektionen gemeldet (Stand 16 Uhr). Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen ging weiter zurück. Sie liegt nun bei 76, in der Vorwoche wurden noch 86 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Dagegen stieg die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen in Baden-Württemberg um elf auf 16.999 Corona-Tote seit Beginn der Pandemie.

Lauterbach bestätigt: Keine Maskenpflicht mehr in Flugzeugen

19:39 Uhr

Die für den Herbst bundesweit vorgesehene Maskenpflicht in Flugzeugen soll gestrichen werden, wie zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete. Zugleich soll demnach im Gesetz bundesweit festgelegt werden, dass außer in Fernzügen, Kliniken und Pflegeheimen auch in Arztpraxen FFP2-Masken zu tragen sind. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bestätigte dies heute gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Solange die Pandemielage es erlaube, werde die Maskenpflicht im Flieger fallen, sagte Lauterbach. "Empfohlen bleibt die Maske aber auch dort. Das ist keine Frage von Vorschriften, sondern der Vernunft", so der Gesundheitsminister. Für ein Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen hatte sich die FDP in der Ampel-Koalition stark gemacht. Vorgesehen sei nun, dass das Bundesgesundheitsministerium eine Ermächtigungsgrundlage bekommen soll, um eine Maskenpflicht in Flugzeugen noch per Verordnung erlassen zu können, berichtete das RND.

Betrug mit Schnelltests: Prozessbeginn in Mannheim

14:32 Uhr

Eine fünfköpfige Bande soll im vergangenen Jahr fingierte Leistungen in Corona-Schnelltestzentren geltend gemacht und dabei mehr als drei Millionen Euro erbeutet haben. Einer der Männer muss sich seit heute vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Laut Anklage soll er mit einem Komplizen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) von August bis Oktober 2021 rund 345.000 Euro für nicht erbrachte Leistungen abgerechnet haben. Er hatte demnach weder die erforderliche Einweisung absolviert noch ein Gewerbe angemeldet. In ähnlicher Weise sollen drei weitere gesondert Angeklagte in wechselnder Zusammensetzung rund drei Millionen Euro erschlichen haben.

Mannheim

Urteil am Landgericht im November erwartet Prozess: Betrug mit Corona-Testzentren

Nie durchgeführte Corona-Tests, die aber abgerechnet wurden: Damit soll ein Mann mehrere Hunderttausend Euro kassiert haben. Er muss sich vor dem Landgericht Mannheim verantworten.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Mannheim SWR4 BW aus dem Studio Mannheim

Neue Corona-Impfstoffe: Ministerium rechnet mit ersten Impfungen

13:57 Uhr

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die Impfungen mit den neuen an die Omikron-Variante angepassten Vakzinen in dieser Woche beginnen können. Man habe die Impfstoffe beschafft, die Auslieferung laufe nun aber direkt über die Hersteller und den pharmazeutischen Großhandel an die Ärzte und Impfzentren, sagte ein Sprecher des Ministeriums heute in Berlin. Konkrete Lieferzahlen lägen ihm nicht vor. "Wir gehen aber schon davon aus, dass in dieser Woche auch die ersten Impfungen erfolgen können." Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte am Donnerstag die Genehmigung für die beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna erteilt, die an den Subtyp BA.1 der Omikron-Variante des Coronavirus angepasst sind. Am Freitag ließ die EU-Kommission die Vakzine zu. BA.1 spielt in Deutschland zwar keine Rolle mehr, Expertinnen und Experten gehen aber davon aus, dass die neuen Impfstoffe auch einen Vorteil gegen den derzeit dominierenden Subtyp BA.5 bringen. In dieser und in der kommenden Woche sollen rund 14 Millionen Dosen des BA.1-Präparats von BioNTech/Pfizer und Moderna kommen.

RKI veröffentlicht neue Ergebnisse aus Kupferzeller Corona-Monitoring

12:45 Uhr

Nach langer Wartezeit hat das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse der dritten Corona-Studie aus Kupferzell (Hohenlohekreis) veröffentlicht. Im Juni 2021 hatte das RKI dort erneut Erwachsene - basierend auf einer 2020 gezogenen Zufallsstichprobe - nach ihrem Wohlbefinden befragt und ihnen Blut abgenommen. Insgesamt zeigten 98 Prozent der geimpften Teilnehmerinnen und Teilnehmer Antikörper gegen Sars-Cov-2 auf - von den Infizierten aber bislang nicht Geimpften bildeten nur 69 Prozent Antikörper. Dabei falle die Immunantwort bei älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern etwas geringer aus als bei jüngeren. Weibliche Teilnehmerinnen zeigten eine etwas bessere Immunantwort als männliche, so die Studie. Einzelheiten soll es im Oktober geben.

Kupferzell

RKI hatte zum dritten Mal Daten erhoben Kupferzell: Neue Ergebnisse aus Corona-Monitoring

Nach langer Wartezeit hat das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse der dritten Corona-Studie aus Kupferzell (Hohenlohekreis) veröffentlicht. Einzelheiten soll es im Oktober geben.  mehr...

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Corona verändert Biomüll-Aufkommen

9:58 Uhr

Weniger essen gehen, mehr zuhause Kochen: Wegen der Corona-Pandemie hat sich das Aufkommen an Biomüll in Deutschland deutlich verschoben. In Großküchen, Restaurants, Kantinen und auf Märkten fielen im Jahr 2020 insgesamt 1,1 Millionen Tonnen kompostierbarer Müll an, 17,3 Prozent weniger als im Vorjahr, so das Statistische Bundesamt. Dagegen stieg die Menge an Abfall aus der häuslichen Biotonne, und zwar um 7,3 Prozent auf fünf Millionen Tonnen. Auch Garten- und Parkabfälle nahmen auf 5,7 Millionen Tonnen leicht zu. Insgesamt wurden von Entsorgungsunternehmen 11,8 Millionen Tonnen Biomüll eingesammelt - knapp ein Viertel mehr als noch vor zehn Jahren. 97 Prozent aller biologischen Abfälle, die an Abfallentsorgungsanlagen angenommenen wurden, seien recycelt worden. Unter anderem seien daraus 4,8 Millionen Tonnen Kompost und 746,6 Millionen Kubikmeter Biogas gewonnen worden, erklärte das Statistische Bundesamt.


Bahn überwindet "Corona-Delle" bei Bahncard

9:04 Uhr

Die Zahl der Besitzer einer Bahncard ist wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückgekehrt. Im August verkaufte die Bahn gut 50 Prozent mehr Probe-Bahncards als im Vorjahresmonat, und auch bei der Bahncard100 stiegen die Neuverkäufe um rund 40 Prozent, wie der "Spiegel" berichtet. Damit verfügen wieder mehr als fünf Millionen Menschen über eine Rabatt-Karte der Deutschen Bahn. "Damit lassen wir die Corona-Delle auch bei unseren Stammkunden endgültig hinter uns", sagte Bahn-Chef Richard Lutz. Infolge der Pandemie war die Gesamtzahl der Bahncard-Besitzer zwischenzeitlich um bis zu 15 Prozent eingebrochen.


Weiter viele Beschäftigte im Homeoffice

8:17 Uhr

Die Bundesregierung will Arbeitgeber nicht erneut verpflichten, ihren Beschäftigten zum Schutz vor einer Corona-Infektion Arbeiten von Zuhause aus anzubieten. Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist in den Sommermonaten aber kaum zurückgegangen. Er lag im August bei 24,5 Prozent, nach 24,9 Prozent im April, wie das Münchner ifo-Institut in seiner vierteljährlichen Umfrage mitteilte. "Die Pflicht zum Homeoffice ist im März ausgelaufen, die Nutzung ist seitdem jedoch nur minimal gesunken", hieß es. Der Erhebung zufolge gibt es große Unterschiede beim Anteil der Beschäftigten im Homeoffice. Am meisten sind es bei IT-Dienstleistern mit gut 70 Przent, am wenigsten in der Hotelbranche mit nur einem Prozent. Das Kabinett hatte vergangene Woche die Neufassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur Kenntnis genommen. Dabei wurde die ursprünglich ab Oktober geplante Rückkehr zu einer Homeoffice-Angebots-Pflicht zu einer "Kann"-Regelung abgeschwächt.


Prozess um Coronatest-Betrug in Mannheim beginnt

7:09 Uhr

Vor dem Mannheimer Landgericht muss sich ab heute ein Mann wegen des Betrugs mit Coronaschnelltests in der Region verantworten. Der 36-Jährige soll gemeinsam mit vier Komplizen im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Corona-Schnelltestzentrums in der Rhein-Neckar-Region Tests abgerechnet haben, die er nicht durchgeführt hatte. Laut Anklage wurde der Mann im August 2021 vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit der Durchführung von Bürgertests beauftragt. Für die Monate August und September 2021 soll er dann 240.000 Euro, für den Oktober gut 100.000 Euro für angeblich erbrachte Tests abgerechnet haben. Für den Prozess sind rund 20 Verhandlungstage angesetzt, das Urteil wird Mitte November erwartet.

Mannheim

Urteil am Landgericht im November erwartet Prozess: Betrug mit Corona-Testzentren

Nie durchgeführte Corona-Tests, die aber abgerechnet wurden: Damit soll ein Mann mehrere Hunderttausend Euro kassiert haben. Er muss sich vor dem Landgericht Mannheim verantworten.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Mannheim SWR4 BW aus dem Studio Mannheim

Montag, 5. September 202

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