Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 27. August 2022

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Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Reisemobil-Branche profitiert von der Corona-Pandemie

15:40 Uhr

Der Urlaub mit Reisemobil und Wohnwagen wird nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands immer beliebter. Neue und gebrauchte Freizeitfahrzeuge seien europaweit "heiß begehrt", teilte der Verband in Frankfurt mit. Bereits seit mehr als zehn Jahren verzeichne die Branche Zuwachsraten bei Neueinsteigern. Ein Trend, der sich mit der Corona-Pandemie verstärkt habe. Bundesweit seien inzwischen rund 1,5 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen - davon etwa 740.000 Wohnwagen und 767.000 Reisemobile. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband, dass in Deutschland die Infrastruktur bei Stellplätzen für Reisemobile "schneller und breiter ausgebaut" werden müsse.

Gesundheitsminister Lauterbach: "Herbst wird kein Zuckerschlecken"

15:05 Uhr

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt in der Corona-Pandemie die Ausrufung einer "epidemischen Lage" im Winter nicht aus. Er hoffe, dass es nicht zu einem gravierenden Variantenwechsel komme, sagte er der "Welt am Sonntag". Trotzdem benötige Deutschland für den Notfall Mittel und Maßnahmen gegen die Pandemie. "Wir müssen auf alles gefasst sein." Schon jetzt gebe es in Deutschland zwischen 100 und 150 Corona-Tote pro Tag, so der SPD-Politiker: "Meine Sorge ist, dass diese Zahl noch steigen könnte." Bereits in den kommenden Monaten erwartet der Gesundheitsminister eine Verschlechterung der Lage. "Der Corona-Herbst wird kein Zuckerschlecken", sagte er. Die BA.5-Variante des Coronavirus werde zumindest am Anfang einen Anstieg der Fallzahlen bringen - vor allem dann, wenn es kälter werde und die Menschen sich mehr in Innenräumen aufhielten.

DGB fordert Anhebung der Homeoffice-Pauschale auf 1.500 Euro

11:48 Uhr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert angesichts steigender Energiekosten und einer drohenden neuen Corona-Welle eine Anhebung der Steuerhilfen für Beschäftigte im Homeoffice. Die Homeoffice-Pauschale müsse fortgeführt und auf 1.500 Euro angehoben werden, sagt DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. Bislang können Beschäftigte maximal 600 Euro im Jahr zu je fünf Euro am Tag bei der Steuererklärung geltend machen. Zugleich warnte sie Firmen davor, Heizkosten ohne Ausgleich auf Beschäftigte im Homeoffice abzuwälzen.

Lauterbach zu Corona-Herbst: Es stehen schwierige Zeiten bevor

9:18 Uhr

Wegen steigender Corona-Zahlen im Herbst stehen Deutschland aus Sicht von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schwierige Zeiten bevor. Mit der Omikron-Subvariante BA.5 werde man zumindest am Anfang des Herbstes einen Anstieg der Fallzahlen erleben, sagte Lauterbach der "Welt am Sonntag". "Es wird dann zu Ausfällen in den Betrieben und der kritischen Infrastruktur kommen, etwa in Krankenhäusern. Es stehen uns also schwierige Zeiten bevor." Dies sei besonders dann der Fall, wenn der Aufenthalt in Innenräumen wegen der kalten Temperaturen zur Regel werde. Es seien schon jetzt zwischen 100 und 150 Corona-Tote pro Tag. "Meine Sorge ist, dass diese Zahl noch steigen könnte." Das sei nicht vertretbar. Daher müsse man gut vorbereitet sein. "Und wir sind es, wenn der Bundestag die vorgelegten Änderungen zum Infektionsschutzgesetz beschließt", so der Minister. Lauterbach hofft auf einen Corona-Herbst ohne gravierenden Virus-Variantenwechsel. Wenn ein Variantenwechsel ausbleibe, dann werde Deutschland nicht in eine epidemische Lage kommen.

Umweltbundesamt gegen stärkere Nutzung mobiler Luftfilter in Schulen

6:21 Uhr

Das Umweltbundesamt (UBA) ruft in der Energiekrise dazu auf, die Nutzung mobiler Luftfilter in Schulen auf das Nötigste zu beschränken. "Im Zuge der Energieeinspardiskussion ist zu beachten, dass mobile Luftreiniger beim Betreiben nicht unerhebliche Mengen an Strom verbrauchen und auch von daher der Einsatz auf hygienisch notwendige Situationen begrenzt bleiben sollte", sagte Heinz-Jörn Moriske, Direktor im Umweltbundesamt, der Deutschen Presse-Agentur. Eine mögliche Senkung der Raumtemperatur auf 19 Grad zu Energiesparzwecken dürfe nicht dazu führen, dass das für die Dauer der Corona-Pandemie vom Amt empfohlene Lüftungsverhalten geändert oder gar minimiert werde, sagte der Experte für Lufthygiene in Innenräumen. Das UBA rät dazu, alle zwanzig Minuten zu lüften. Wo sich Fenster weit öffnen lassen oder ein Luftaustausch durch fest installierte Raumluftanlagen gewährleistet ist, sind nach Ansicht der Experten mobile Luftreiniger nicht notwendig.

Raucherquote in Deutschland seit Beginn der Pandemie gestiegen

4:56 Uhr

Der Anteil der Raucher in Deutschland ist einer Langzeitstudie zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Er liegt derzeit bei den Menschen ab 14 Jahren bei über einem Drittel (34,5 Prozent), wie aus der repräsentativen "Deutschen Befragung zum Rauchverhalten" (Debra) hervorgeht. Vor der Corona-Pandemie (Anfang 2020) waren es noch etwa 27 Prozent. Momentan rauchen also ein Viertel mehr Menschen als kurz vor der Pandemie.

Samstag, 27. August 2022

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