Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 16. Juni 2022

STAND

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Omikron-Varianten laut RKI bereits dominierend

19:36 Uhr

Die seit einigen Wochen anteilig zunehmenden Omikron-Sublinien sind nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit bereits dominierend. "Das starke Wachstum von BA.4 und insbesondere BA.5, aber auch BA.2.12.1, lässt darauf schließen, dass diese Varianten aktuell bereits die Mehrzahl der Nachweise ausmachen", heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Die Daten im Bericht beziehen sich stets auf vorvergangene Woche: BA.5 machte damals demnach in einer Stichprobe rund 24 Prozent der positiven Proben aus, das entspricht erneut in etwa einer Verdopplung im Vergleich zum Vorwochenwert. BA.4 und BA.2.12.1 lagen beide bei rund vier Prozent. Wegen der stärkeren Verbreitung im Vergleich zu den bisher vorherrschenden Erregern könnten diese Varianten zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen beitragen, hieß es.

In Heilbronn fehlt es weiterhin an Schwimmkursen

19:04 Uhr

Es ist der Versuch, die Ausfälle während der Corona-Pandemie zu kompensieren und die langen Wartelisten der Schwimmvereine zu verkürzen: In Heilbronn wurden in den Pfingstferien kostenlose Schwimmkurse angeboten. Sie waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Ein Vater berichtet, dass er zwei Jahre vergeblich versuchte, einen Schwimmkurs für seinen Sohn zu bekommen. Und das ist kein Einzelfall.

Heilbronn

Zu wenige Schwimmbäder, zu wenig Personal Trotz Corona-Lockerungen: Schwimmkurse in Heilbronn über Jahre ausgebucht

Die kostenlosen Schwimmkurse der Stadt Heilbronn in den Pfingstferien waren innerhalb weniger Stunden ausgebucht. Geschlossene Schwimmbäder während der Pandemie haben zu langen Wartezeiten geführt.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Heilbronn SWR4 BW aus dem Studio Heilbronn

Union, Grüne und FDP lehnen Vorstoß zur Impfpflicht ab 60 Jahren ab

18:32 Uhr

Der Vorstoß mehrerer Landesgesundheitsminister für eine Corona-Impfpflicht ab 60 Jahren stößt in der Unions-Bundestagsfraktion auf Widerspruch. "Für eine Impfpflicht gab es im Bundestag aus guten Gründen keine Mehrheit. Die juristischen und wissenschaftlichen Zweifel waren und sind bis heute erheblich", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Tino Sorge (CDU), der "Welt". FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann äußerte sich ebenfalls ablehnend. "Ich halte es für Hyperaktionismus, jetzt erneut eine Impfpflicht ab 60 Jahren zu fordern", sagte er der "Welt". Es gebe keine parlamentarische Mehrheit dafür im Bundestag. Auch der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen verwies auf die fehlende Mehrheit im Parlament. Bayern will zusammen mit Hessen und Baden-Württemberg einen neuen Anlauf für eine Corona-Impfpflicht für Menschen ab 60 Jahren starten.

Forscher: Hunde können Long-Covid-Patienten erkennen

16:47 Uhr

Hunde können Forschungen zufolge nicht nur akut mit Corona infizierte Menschen, sondern auch solche mit Long Covid erkennen. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zeigt in einer heute veröffentlichten Studie, dass Hunde auch Proben von Patientinnen und Patienten mit Langzeitsymptomen erkennen. Die speziell trainierten Tiere riechen demnach nicht die Viren selbst, sondern flüchtige organische Verbindungen, die bei einer Virusinfektion durch Stoffwechselvorgänge entstehen. Die Vorgehensweise unterstützt die Hypothese, dass flüchtige organische Verbindungen nach der Erstinfektion langfristig bei Post-Covid-Patienten vorhanden seien, hieß es. Die Ergebnisse ermöglichten Diagnosen, die etwa PCR- oder Antikörpertests nicht leisten könnten und damit auch eine verbesserte Behandlung. Die Tierärztin und Neurowissenschaftlerin Friederike Twele sieht bei den Spürhunden ein großes Potenzial. "Es ist schwer vorstellbar, aber die Geruchserkennung von Hunden ist um drei Größenordnungen empfindlicher als die derzeit verfügbaren Geräte", sagte sie.

Gesundheitsminister Lauterbach will neue Impf- und Testkonzepte

13:02 Uhr

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will besser vorbereitet in den kommenden Corona-Herbst gehen. "Wir können uns nicht nochmal einen Herbst leisten, wo wir so vorbereitet sind wie im letzten Herbst", sagte er bei der 17. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Daher werde derzeit an Impfkonzepten gearbeitet. Es gebe einen engen Austausch mit den Herstellerfirmen über neue Impfstoffe. "Wir erwarten diese Impfungen Ende August, wahrscheinlich eher Mitte September", kündigte der Minister an. Lauterbach sagte, es würden auch funktionierende Testkonzepte benötigt. Gleichzeitig müsse der Datenaustausch viel schneller ablaufen als bisher. Es könne nicht sein, dass Krankenhausdaten beispielsweise zur Bettenbelegung oder Personalversorgung mit langem Verzug bekannt gegeben würden. Im September, spätestens Oktober, werde ein System zur Verfügung stehen, in dem solche Informationen tagesgenau digital mitgeteilt würden.

Omikron-Untervarianten breiten sich auch in BW aus

12:19 Uhr

Die Corona-Infektionszahlen schnellen auch in Baden-Württemberg wieder in die Höhe. Bereits jetzt zeichnet sich die nächste Welle ab. Mitverantwortlich dafür sind auch die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5, die einen immer größeren Anteil ausmachen. Aktuell ist noch die  Omikron-Variante BA.2 dominierend. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht aber davon aus, dass die beiden sich schnell ausbreitenden Omikron-Sublinien in wenigen Wochen die Mehrzahl der Nachweise ausmachen dürften.

Baden-Württemberg

Infektionszahlen steigen Corona-Pandemie: Omikron-Untervarianten breiten sich auch in BW aus

Die Corona-Infektionszahlen schnellen auch in Baden-Württemberg wieder in die Höhe. Es zeichnet sich bereits vor dem Herbst die nächste Welle ab.  mehr...

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

Virologe Stöhr: Anstieg der Inzidenz "irrelevant"

11:27 Uhr

Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr sieht den derzeitigen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland gelassen. Die gemeldeten Inzidenzen seien irrelevant, sagte er im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Man müsse auf die Entwicklung in den Krankenhäusern achten. "Und da sehen wir eigentlich gar keine Zunahme. Ganz im Gegenteil. Die Situation ist so entspannt, wie man es nur hoffen konnte für den Sommer. Und daran wird sich auch nichts dramatisch ändern." Stöhr betonte, dass der breite, langandauernde Schutz für jede Person erst durch die Infektion komme. "Wer jetzt nach Masken ruft, das darf man immer nicht vergessen, der nimmt eigentlich auch den Menschen die Gelegenheit, sich langfristig mit dem Coronavirus zu arrangieren."

Nach Corona: Wieder Fronleichnamsfeiern- und prozessionen

11:17 Uhr

Katholiken in vielen Gemeinden von Baden-Württemberg feiern Fronleichnam heute erstmals wieder mit Prozessionen. Wegen
der Pandemie waren sie in den vergangenen zwei Jahren
vielerorts abgesagt worden. Allerdings müssen mehrere Pfarrhäuser auf ihre großen Blumenteppiche verzichten, die normalerweise Gläubige und
Zuschauer anziehen. In Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) gibt es nur
eine abgespeckte Version des Blumenteppichs mit den vier Altarbildern.
"Aufgrund der fortgeschrittenen Vegetation ist es dieses Jahr leider
nicht möglich, den großen durchgehenden Blumenteppich zu legen", so das Pfarramt. In Mühlenbach (Ortenaukreis) findet eine normale Prozession ohne Blumenteppich statt, weil es an Helfern fehlte.

Erstes Stocherkahnrennen seit 2019

11:11 Uhr

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wird auf dem Neckar in Tübingen heute wieder das traditionelle Stocherkahnrennen ausgetragen. Es treten 40 Stocherkähne mit je acht Menschen an Bord zu einem Rennen an. Startschuss ist um 14 Uhr.

Tübingen

Großes Spektakel auf dem Neckar Nach Corona-Pause: Stocherkahnrennen in Tübingen - Gewinner stehen fest

An Fronleichnam wurde auf dem Tübinger Neckar wieder das traditionelle Stocherkahnrennen ausgetragen. Das heißt: Lebertran für die Verlierer und Spanferkel für das schönste Kostüm.  mehr...

Sozialverbände in BW beklagen mangelnde Solidarität

8:15 Uhr

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen sind Sozialverbände in Baden-Württemberg alarmiert. Sie befürchten, dass die Sommer-Welle pflegebedürftige Menschen besonders trifft und warnen vor Ausgrenzung.

Sorge wegen steigender Zahlen Neue Corona-Welle: Sozialverbände in BW klagen über mangelnde Solidarität

Angesichts steigender Corona-Zahlen sind Sozialverbände alarmiert. Sie befürchten, dass die Sommer-Welle pflegebedürftige Menschen besonders trifft und warnen vor Ausgrenzung.  mehr...

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Fast 90.000 Neuinfektionen in Deutschland

6:20 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstag 89.142 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind 11.506 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 472,4 am Mittwoch auf jetzt 480. 73 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle seit Beginn der Pandemie auf 140.099.

Grünen-Politiker Dahmen will zweite Boosterimpfung prüfen

2:40 Uhr

Angesichts einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland fordert der Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen (Grüne) eine Überprüfung der Empfehlungen zu Boosterimpfungen. "Ich halte es vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Daten für dringend erforderlich, dass wir die Empfehlungen zur zweiten Auffrischungsimpfung noch einmal prüfen und gegebenenfalls rechtzeitig ausweiten", sagte Dahmen der "Rheinischen Post" (Donnerstag). So könnten beispielsweise auch Menschen, die jünger als 70 Jahre seien und diejenigen mit Risikofaktoren, vor dem Herbst ein weiteres Impfangebot sowohl gegen Corona als auch gegen Influenza bekommen. Bislang empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) den zweiten Booster nur für Teile der Bevölkerung - unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen sowie Menschen mit Immunschwäche.

Hausärzteverband: Corona-Impfzentren im Sommer unnötig

2:15 Uhr

Der Deutsche Hausärzteverband hält das Offenhalten der Corona-Impfzentren im Sommer für überflüssig. "Die Impfzentren stehen deutschlandweit leer", sagte Verbandspräsident Ulrich Weigeldt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstag). Es erschließe sich nicht, weswegen sie jetzt den gesamten Sommer über weiterbetrieben werden sollen. Das koste viel Geld, das woanders dringend gebraucht werde. Die Hausärztinnen und Hausärzte hätten bewiesen, dass die Impfungen in den Praxen am besten aufgehoben seien, so Weigeldt. Zudem seien in Regionen mit niedrigen Impfquoten in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit mobilen Impfteams gemacht worden. "Das ist ein Modell, das sicherlich auch im Hinblick auf den Herbst Sinn ergibt." Bundesweit ist die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt wieder angestiegen.

Donnerstag, 16. Juni 2022

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