leeres Bett auf einer Intensivstation. Daneben ein Beatmungsgerät und weitere medizinische Geräte. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Roland Weihrauch)

Rückgang von schweren Verläufen

Chefarzt: Lage auf den Corona-Intensivstationen in Baden-Württemberg entspannt sich

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Die Lage auf den Corona-Intensivstationen hat sich laut dem Ludwigsburger Chefarzt Götz Geldner deutlich entspannt. Doch der Mangel an Pflegepersonal stellt Krankenhäuser weiterhin vor Herausforderungen.

Nach Einschätzung des Ludwigsburger Chefarztes Götz Geldner entspannt sich die Corona-Situation auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg. "Die Neuaufnahmen von Covid-Patienten sind extrem niedrig", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Anästhesisten (BDA) am Montag der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Vergangene Woche seien drei Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt gewesen und "rund 14 bis 15 Prozent der Intensivbetten sind frei, wie in normalen Zeiten vor der Pandemie", so Geldner. Die Covid-Patienten auf den Intensivstationen seien derzeit Post-Covid-Patienten, "meist jüngere Patienten mit langen Liegezeiten".

Corona-Impfungen machen Hoffnung

"Wenn wir steigende Impfraten haben, nährt das meine Hoffnung, dass Covid bald eine saisonale Erkrankung wird wie die Grippe", so Geldner. Er erwarte bis zum Winter "noch kleine Wellen mit Corona, aber keinen Orkan mehr. "Selbst bei einer Impfquote von 85 Prozent sei aber nicht alles gut. "Wir werden lernen müssen, mit Covid zu leben. Das kann noch bis nächsten Sommer dauern oder bis zum übernächsten."

Mangel an Pflegekräften weiterhin eine Herausforderung

Ein Problem ist nach Angaben des Professors die Personallage in den Krankenhäusern. "Nach anderthalb Jahren mit Corona ist das Personal auf den Intensivstationen ausgebrannt. Es gab viele Reduktionen", so Götz. Der Gesamtbestand an Pflegekräften habe abgenommen, Mitarbeiter hätten Intensivstationen verlassen oder ihre Arbeitszeit reduziert. "Würden wir Personalpuffer schaffen, würden uns Pflegekräfte für den Normalbetrieb fehlen." Das Problem habe aber auch schon vorher bestanden und sei nicht covid-spezifisch.

Unter der Schirmherrschaft des Sozialministeriums arbeiteten die Ludwigsburger mit Epidemiologen aus Ulm und Freiburg zudem an Prognosetools, um frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Überlastungen zu vermeiden, sagte Geldner. "Da spielen die Intensivbetten, Fallzahlen und Impfquoten eine Rolle."

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