Corona-Schnelltest (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Nicolas Armer)

Schnell testen für den Restaurant-Besuch

Corona-Tests für die Freizeit: Bald Engpässe mangels Teststationen?

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Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt häufig einen Corona-Test. Wer in Clubs feiern will, braucht sogar einen PCR-Test. So ist ein Wochenende mit viel Planung verbunden.

Ein Testzentrum für den Schnell- oder PCR-Test zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn es gibt keine zentrale Anlaufstelle, bei der jedes offizielle Testzentrum verzeichnet ist - weder offline, noch online.

Örtliche Verzeichnisse im Internet helfen bei der Teststellen-Suche

Jeder Landkreis und jede größere Stadt pflegt diesbezüglich Websites, die teilweise mit interaktiven Landkarten das Auffinden der Corona-Schnelltest-Zentren erleichtern sollen. Da diese nicht gleichermaßen regelmäßig aktualisiert werden, kann es allerdings passieren, dass ein dort aufgelistetes Testzentrum gar nicht mehr existiert.

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat online die Corona-Webseiten der einzelnen Stadt- und Landkreise in einer Linksammlung aufgelistet.

Auf den jeweiligen Seiten sollen die Testzentren für sogenannte Bürgertests und Schnelltests zu finden sein.

Hintergrund: die Corona-Verordnung von Baden-Württemberg

Die neueste Corona-Verordnung des Landes sieht vor, dass Menschen, die in Clubs, Konzerte, Kinos und Gastrobetriebe gehen wollen und nicht als von Covid-19 genesen gelten oder nicht gegen die Krankheit geimpft sind, sich häufiger an offiziellen Teststationen testen lassen müssen. Club-Besucherinnen und -Besucher benötigen demnach sogar aktuelle PCR-Tests. Diese Tests werden in Laboren ausgewertet und es dauert in der Regel mindestens 24 Stunden, bis ein Ergebnis vorliegt. Das kann künftig beim Feiern größeren Planungsaufwand mit sich bringen. So muss man sich rechtzeitig vor einem Wochenende testen lassen, um schließlich feiern gehen zu können. Ein PCR-Test ist hier für 48 Stunden gültig. Das heißt, künftig könnten die Teststellen schon mittwochs einen höheren Andrang erwarten.

Stuttgart

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Viele Testzentren haben geschlossen

In Städten wie Stuttgart haben einige der bisweilen zahlreichen Corona-Schnelltest-Zentren mittlerweile wieder geschlossen. Der interaktiven Karte der Stadt Stuttgart können aber weiterhin über 100 Adressen solcher Zentren entnommen werden. Viele davon sind Apotheken oder separat eingerichtete Stellen kleiner Unternehmen.

Einige davon werden in Stuttgart von einem Subunternehmen des Ausflugsschiffsunternehmens "Neckar Käpt'n" betrieben. Auf SWR-Anfrage berichtet das Unternehmen, es habe mittlerweile einen Rückgang bemerkt, was die Nachfrage der Schnelltests anbelangt. So betreibe man aktuell von einst 40 Testzentren aktuell nur noch etwa 20. Die kürzliche Öffnung der Clubs in der Landeshauptstadt hat sich dabei noch nicht zu Buche geschlagen. Wie die Situation im Herbst aussieht, kann der Testanbieter "Neckar Käpt'n" laut Pressesprecher noch nicht abschätzen. Allerdings soll auf eine mögliche größere Nachfrage dann kurzfristig reagiert werden.

Häufig wurden Teststationen in gastronomischen Unternehmen eingerichtet, diese können ihre Räumlichkeiten jetzt häufig allerdings wieder zur Bewirtung von Gästen verwenden. Allein schon deshalb sind jetzt weniger Testzentren auf engerem Raum zu finden.

Corona-Tests werden ab Oktober kostenpflichtig

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern sollen Corona-Tests für alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 11. Oktober kostenpflichtig werden. Die Entscheidung wird damit begründet, dass bis dahin allen Menschen ein Impfangebot gemacht werden könne. Eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sei daher nicht angezeigt. Sozialverbände hatten vor einer Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests gewarnt.

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Demnach könnten PCR-Tests laut Kassenärztlicher Vereinigung 61 Euro kosten - mancherorts kosten sie aktuell bis zu 200 Euro. Das würde die Wochenendplanung weiter beeinträchtigen. Was beide Arten der Tests, Schnell- und PCR, schließlich kosten sollen, ist noch nicht bekannt.

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