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Die Landesregierung will die Zahl der Corona-Tests erhöhen. Dafür sollen die Kapazitäten in den Labors ausgebaut werden.

Das Kabinett einigte sich am Dienstagvormittag auf eine entsprechende Vorlage, wonach die Test-Kapazitäten vor allem am Landesgesundheitsamt (LGA) und am Chemischen Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Stuttgart erweitert werden: Insgesamt sollen dort drei Mal so viele Tests analysiert werden können wie bisher. Dazu müssen weitere Laborgeräte beschafft und neue Stellen geschaffen werden. Die Kabinettsvorlage sieht dafür Ausgaben in Höhe von 3,7 Millionen Euro vor.

Coronatest an der Tübinger Geschwister-Scholl-Schule (Foto: SWR)
Corona-Teststation an der Tübinger Geschwister-Scholl-Schule

Aktuell werden in Baden-Württemberg wöchentlich rund 140.000 Corona Tests durchgeführt. Damit liegt Baden-Württemberg bei den Laborkapazitäten bundesweit auf Platz drei, nach Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Pandemiestufe 3 wegen steigender Infektionszahlen

Wegen der rasant steigenden Infektionszahlen gilt in Baden-Württemberg seit Montag die höchste Pandemiestufe. Sie beinhaltet unter anderem eine verschärfte Maskenpflicht in den Schulen und in der Öffentlichkeit sowie verschärfte Regeln für private Feiern und Treffen - unabhängig davon, ob die jeweilige Stadt oder der Landkreis die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreitet.

Kretschmann: Bei Kontrollverlust droht zweiter Lockdown

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigte die Maßnahmen am Dienstagmittag gegen Kritik. Wichtig sei, dass die Corona-Infektionsketten nachvollzogen werden könnten, so Kretschmann. Sonst verliere man die Kontrolle und es drohe ein zweiter Lockdown im Land. Kretschmann appellierte an die Menschen in Baden-Württemberg, sich jetzt "sehr diszipliniert" zu verhalten, denn die Kollateralschäden eines weiteren Lockdowns wären enorm.

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