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Am ersten Adventswochenende sind viele Baden-Württemberger zum Einkaufen in die Innenstädte geströmt. In Mannheim musste die Polizei wegen des Ansturms eingreifen.

Viele Kommunen in Baden-Württemberg versuchen mit speziellen Aktionen zum Beginn der Adventszeit die Menschen in die weihnachtlich geschmückten Innenstädte zu locken, um den durch Corona gebeutelten Einzelhandel zu unterstützen. Beispielsweise verzichten die Städte Reutlingen, Eppingen (Kreis Heilbronn) und Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) im Weihnachtsgeschäft auf Parkgebühren an Adventssamstagen. Die Kreisstadt Sigmaringen will darüber hinaus mit längeren Öffnungszeiten die Kunden corona-konform über den Tag verteilen.

So waren an diesem Wochenende - trotz der Absage der Weihnachtsmärkte - viele Kunden in den Geschäften unterwegs. In Freiburg bildeten sich bis zum frühen Samstagnachmittag vor den Geschäften längere Schlangen, da viele Einzelhändler wegen der Corona-Abstandregeln nur eine begrenzte Kundenzahl gleichzeitig zulassen. Die Polizei meldete bisher jedoch keine größeren Verstöße gegen die Corona-Auflagen.

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Polizeieinsatz wegen voller Innenstadt in Mannheim

Anders war die Situation bereits am Freitag in Mannheim. Dort hatten Kunden auf der Jagd nach Schnäppchen die Läden in der Innenstadt derart gestürmt, dass die Polizei zusätzliche Einsatzkräfte ordern und manche Läden zeitweise schließen musste. Auch die Straßenbahnen seien durch teils 200 Meter lange Warteschlangen vor den Geschäften erheblich behindert worden, teilten die Beamten am Samstag mit. Ein Problem sei die Einhaltung der Corona-Beschränkungen hinsichtlich Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz gewesen.

Mehrere Läden hätten zu viele Kunden gleichzeitig hereingelassen. Manche Geschäftsleitungen seien bei dem Ansturm machtlos, andere untätig gewesen. Zwei Schnellrestaurants mussten vorübergehend geschlossen werden, um die Zahl der Kunden zu reduzieren. Gegen die Betreiber werde nun ermittelt wegen des Verdachts, gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen zu haben.

Kundenansturm wegen Rabatten zur "Black Week"

Hintergrund für den Ansturm war der sogenannte Black Friday, an dem viele Unternehmen mit besonders hohen Rabatte werben. Da manche aus dem Rabatt-Tag eine ganze Woche machen, die am Montag erst endet, hat die Polizei den Angaben zufolge auch am Wochenende personell aufgerüstet und ist mit deutlich mehr Einsatzkräften in den Innenstädten unterwegs.

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