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Für die in Baden-Württemberg angebotenen Corona-Schnelltests am 23. und 24. Dezember gibt es so gut wie keine freien Termine mehr. Ein sicheres Weihnachten liefern die Tests ohnehin nicht vollständig.

Grafik - Anti-Corona-Schnelltest - 15 Minuten (Foto: SWR)
Bereits nach einer Viertelstunde ist klar: Corona-Infektion oder nicht? Dabei ist das Ergebnis jedoch nur für den Moment aussagekräftig.

Nicht an allen Standorten muss man sich für einen kostenlosen Corona-Schnelltest anmelden. Aber dort, wo dies im Voraus notwendig war, sind mittlerweile nahezu alle Termine ausgebucht. Obwohl der Schnelltest keine hundertprozentige Sicherheit bietet und damit kein Freifahrtsschein ist, scheint die Nachfrage enorm zu sein. Das bestätigte auch Udo Bangerter, Pressesprecher des baden-württembergischen Deutschen Roten Kreuzes, am Dienstag.

"Die Nachfrage ist riesengroß"

Udo Bangerter, Pressesprecher beim DRK BW

Bei den Johannitern, die ebenfalls Tests im Land anbieten, ist die Lage ähnlich. "Es gibt noch ein paar freie Kapazitäten, aber nicht mehr sehr viele", sagte eine Sprecherin. Man werde seit Tagen von Interessenten "überrannt".

80.000 Schnelltest in Baden-Württemberg verfügbar

An insgesamt 140 Standorten in Baden-Württemberg können sich Bürger am Mittwoch, den 23., und Donnerstag, den 24. Dezember, mit einem Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, die gefährdete Angehörige besuchen wollen und dafür mehr Sicherheit suchen. Dafür hat das Land 80.000 Schnelltests zur Verfügung gestellt. Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen übernehmen die Organisation vor Ort.

Testergebnis - keine hundertprozentige Sicherheit

Innerhalb von 15 bis 30 Minuten steht das Testergebnis fest. Allerdings gibt es nur Auskunft über eine aktuelle Infektiosität und stellt eine Momentaufnahme dar. Es gibt jedoch keine absolute Sicherheit: Auch bei einem negativen Testergebnis müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

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Langen Wartezeiten an Test-Stationen ohne Voranmeldung möglich

Laut dem Deutschen Roten Kreuz gibt es vereinzelt auch Test-Stationen ohne Voranmeldung im "Drive-Through"-Verfahren, bei dem die Menschen in ihren Autos bleiben können. Dort erhalten möglicherweise auch Kurzentschlossene noch einen Test. Dabei müsse man sich aber auf Wartezeiten einstellen und auch damit rechnen, doch nicht an die Reihe zu kommen.

Schnelltests gibt es vielerorts, aber nicht überall

Ein flächendeckendes Angebot an Test-Stationen gibt es nicht. In Karlsruhe etwa wurde die Aktion wegen Bedenken des Gesundheitsamts wieder abgesagt. Andernorts fehlen bei den Hilfsorganisationen nach eigenen Angaben die Kapazitäten.

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