Menschen tragen Einkaufstüten in einer Fußgängerzone  Bildmontage: Aktuelle Corona-Verordnung (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene (Montage: SWR))

Was bleibt - was fällt weg?

Für die Zeit nach dem 2. April: Diese Corona-Regeln gelten in BW

STAND

Die Landesregierung hielt zunächst an der Maskenpflicht und der 3G-Regel fest. Nach der Übergangsfrist ab dem 3. April werden die meisten Maßnahmen wegfallen.

In Baden-Württemberg sind nach über zwei Jahren Pandemie am 3. April 2022 nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen ausgelaufen. Die im Bundesgesetz noch vorgesehene Hotspot-Regeln wird nicht angewendet.

Einige wenige Ausnahmen werden allerdings weiter gelten, etwa eine Maskenpflicht in speziellen Situationen sowie eine Testpflicht in wenigen Bereichen des alltäglichen Lebens. Eine Übersicht dazu finden Sie hier:

Baden-Württemberg

Fragen und Antworten zu Isolation, Maskenpflicht und Co. Corona-Regeln in BW: Was in Baden-Württemberg jetzt noch gilt

Die bestehende Corona-Verordnung wird verlängert. Wo gibt es noch Einschränkungen? Fragen und Antworten zu den wichtigsten Regeln.

Die Corona-Regeln in Baden-Württemberg vor dem 2. April

Viele bislang geltende Regeln bleiben bestehen oder werden höchstens etwas gelockert. Das Corona-Warnstufensystem gilt allerdings nicht mehr und auch für öffentliche Veranstaltungen gibt es keine Kapazitätsbegrenzung mehr.

Corona-Warnstufensystem entfällt

Das bisherige Stufensystem in der Corona-Verordnung (Basis-, Warn- und Alarmstufe) ist entfallen. An die Hospitalisierungsinzidenz und die Zahl der Corona-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen im Land waren bislang entsprechende Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben gekoppelt.

Kontaktbeschränkungen für private Treffen fallen

Kontaktbeschränkungen für private Treffen und die Kapazitätsgrenzen für öffentliche Veranstaltungen sind weggefallen. Dafür gibt es laut Gesundheitsministerium künftig keine Rechtsgrundlage mehr. Nach den Beschlüssen der Landesregierung dürfen sich auch Ungeimpfte wieder ohne jegliche Einschränkungen treffen. Außerdem können zum Beispiel Fußballclubs ihre Stadien wieder bis zum letzten Platz füllen.

Wo gilt noch die Maskenpflicht?

Bundesweit soll die Maskenpflicht nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und im Nahverkehr gelten. Eine detaillierte Übersicht - auch über die Vorgehensweise in Supermärkten und weiteren Geschäften - finden Sie hier.

Bisherige Testpflicht gilt weiter

Die Testpflicht in Krankenhäusern oder in Pflegeeinrichtungen wird fortgeführt.

Diese Quarantäneregeln gelten in BW

Geimpfte und genesene Kontaktpersonen müssen nicht mehr in Quarantäne. Das gilt allerdings nur, wenn sie in den letzten drei Monaten doppelt geimpft wurden, eine Boosterimpfung haben oder frisch genesen sind. Auch Genesene mit mindestens einer Impfung gelten als geboostert. Damit müssen sie als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. Dabei spielt laut Sozialministerium die Reihenfolge von Impfung und Infektion keine Rolle.

Die kritische Infrastruktur, wie Krankenhäuser, Strom- oder Trinkwasserversorgung, kann Beschäftigte an Schlüsselpositionen aus der Quarantäne holen, wenn die Funktionsfähigkeit des Betriebs bedroht ist. Dies gilt für Kontaktpersonen und enge Haushaltsangehörige von Corona-Infizierten. Dabei dürfen die Beschäftigten selbst nicht infiziert sein, um weiterarbeiten zu können. Mit den gelockerten Quarantäneregeln will die baden-württembergische Landesregierung personelle Engpässe im Gesundheitswesen oder bei Sicherheitseinrichtungen verhindern, die aufgrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Virusvariante entstehen könnten. Ziel ist es nach Angaben von Sozial- und Innenministerium, die Grundversorgung sicherzustellen.

Kinder und Jugendliche, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, dürfen sich ab dem fünften Tag durch einen offiziellen Antigen-Schnelltest freitesten. Für alle anderen endet die Quarantäne oder Isolationszeit jetzt nach zehn Tagen, eine Freitestung ist nach sieben Tagen mit einem PCR- oder einem offiziellen Antigen-Nachweis möglich. Beschäftigte im Gesundheitswesen können ab dem siebten Tag mit einem negativen PCR-Test wieder zurück an ihren Arbeitsplatz. Sie müssen allerdings 48 Stunden symptomfrei sein. Mit diesen Maßnahmen soll ein Kollaps der kritischen Infrastruktur bei hohen Inzidenzen durch die Omikron-Variante verhindert werden. Diese gilt als noch ansteckender als die Delta-Variante.

Einzelhandel

Im Einzelhandel gelten keine Zugangsbeschränkungen mehr für Kundinnen und Kunden.

Bildungseinrichtungen

Die Maskenpflicht gilt zumindest während der Übergangsfrist bis 2. April weiter. Getestet wird in dieser Zeit aber nur noch zwei- statt bisher dreimal wöchentlich. Bereits seit Ende Februar ist Sportunterricht in allen Klassen- und Jahrgangsstufen auch mit Körperkontakt wieder möglich. Ballspiele sind ohne Maske erlaubt. Eine Maske muss - wie bisher schon - weiterhin in Umkleideräumen und bei Hilfestellungen, zum Beispiel an Barren oder am Reck, getragen werden. Die aktuellen Regeln für die Schulen in Baden-Württemberg sind in der "Corona-Verordnung Schule" zu finden.

Baden-Württemberg

Sport- und Musikunterricht in BW Corona-Maßnahmen: Wieder Sport mit Körperkontakt und Singen ohne Maske in der Schule

Kontaktfreier Sport im Unterricht ist erst einmal Geschichte. In der Warnstufe darf ab sofort in den baden-württembergischen Schulen auch wieder ohne Maske gesungen werden.

Im Musikunterricht darf in geschlossenen Räumen ohne Maske gesungen und unabhängig von der Größe des Raumes mit Blasinstrumenten musiziert werden. Für den Unterricht in Gesang und mit Blasinstrumenten gilt jedoch, dass ein Abstand von mindestens zwei Metern in alle Richtungen zu anderen Personen einzuhalten ist. Das Kultusministerium hält dies für vertretbar. Denn auch ohne Maske sei aufgrund des größeren Abstands die Sicherheit gewährleistet, so ein Sprecher.

Baden-Württemberg

Masken- und Testpflicht an Schulen und Kitas Corona: Nach Ostern keine Masken mehr an Schulen in Baden-Württemberg?

Seit Mitte November ist in Baden-Württembergs Schulen das Maskentragen zum Schutz vor Corona Pflicht. Jetzt ist ein Ende in Sicht. Über das Datum wird noch gestritten.

An Hochschulen und Universitäten gilt die "Corona-Verordnung Studienbetrieb". Damit ist der Präsenzbetrieb mit 3G-Regel möglich. In Innenräumen gilt außerdem die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

In der Berufsschule, in der Fahrschule oder im Integrationskurs gilt 3G.

Auch in Volkshochschulen, Musik-, Kunst-, Jugendkunstschulen und ähnlichen außerschulischen Bildungsangeboten gilt 3G. Das gilt auch für berufliche Ausbildung, Fahr-, Flug- oder Bootsschulen wie auch für Sprach- und Integrationskurse. Bei mehrtägigen Veranstaltungen muss alle drei Tage ein neuer Corona-Test durchgeführt werden.

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser

In Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern gilt seit Montag, den 17. Januar, die "Corona-Verordnung Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen". Dieser zufolge dürfen nicht-geimpfte und nicht von Covid-19 genesene Besucherinnen und Besucher Pflegeheime nur mit einem negativen PCR-Test, der maximal 24 Stunden alt ist, oder einem negativen Antigentest, der maximal sechs Stunden alt ist, betreten. Dieser Besucher-Testpflicht unterliegen auch nicht immunisierte Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres. Kinder bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.

Darüber hinaus gilt seit dem 17. Januar, dass sich Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen an Tagen, an denen sie arbeiten, testen müssen. Ausgenommen davon sind Beschäftigte, die innerhalb der vergangenen drei Monate geimpft wurden oder genesen sind, sowie Personen mit einer Auffrischungsimpfung.

Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen

Für Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen gelten keine Zutrittsbeschränkungen.

Über weitergehende Regeln informieren die jeweiligen Kirchen-, Moschee-, Synagogen- oder andere Religionsgemeinden auf ihren Internetseiten.

Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen gibt es keine Kapazitätsbegrenzungen mehr. Es gilt die 3G-Regel.

Fastnacht, Stadt- und Volksfeste

Auch für Stadt- und Volksfeste sowie die Fastnacht gilt die 3G-Regel.

Kinos, Theater und Konzertsäle

Aufführungen in Theatern, Opernhäusern, Konzertsälen oder Kinos unterliegen ebenfalls der 3G-Regel.

Galerien, Museen und Co.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Galerien, Museen, Bibliotheken, Archive, Freizeitparks, touristische Seilbahnen, Skilifte und die Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr gilt 3G. Die Abholung und Rückgabe von Medien in Bibliotheken und Archiven sind ohne Beschränkungen möglich.

Bäder, Saunen und Fitnessstudios

In Freizeiteinrichtungen wie Spaßbädern, Thermen, Solarien, Zoos, Indoor-Spielplätzen und Fitnessstudios gilt ebenfalls die 3G-Regel. Ausnahmen sind Dampfbäder, Warmlufträume etc. Hier gilt 2G.

Messen, Ausstellungen, Kongresse

Messen, Ausstellungen und Kongresse werden eingestuft wie andere Veranstaltungen. Auch hier gilt 3G.

Bus und Bahn

Die 3G-Regel in Bus und Bahn wurde aufgehoben - es gilt also keine Nachweispflicht mehr. FFP2-Masken müssen aber auch in Bus und Bahn weiterhin getragen werden.

Private Treffen und private Veranstaltungen

Für Treffen unter Geimpften und Genesenen gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr.

Gastronomie

Auch in der Gastronomie gilt 3G. Getränke und Speisen abholen ist aber ohne Einschränkung möglich. Eine Sperrstunde gibt es nicht.

Baden-Württemberg

Wegen fortgesetzter Corona-Maßnahmen Viele Gastronomiebetriebe in BW sehen ihre Existenz gefährdet

Die fortgesetzten Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg bereiten vielen Gastronomiebetrieben Sorgen. Nach einer aktuellen Umfrage sehen drei von fünf Betrieben ihre Existenz gefährdert.

Clubs und Diskotheken

In Clubs und Diskotheken gilt 2G-Plus. Und zwar ohne Ausnahmen: Geboosterte, vollständig geimpfte und genesene Personen benötigen zum Feiern im Club einen zusätzlichen negativen Test. Außerdem gilt grundsätzlich die Maskenpflicht - nur auf der Tanzfläche darf man sie absetzen.

Baden-Württemberg

Clubs im Land reagieren auf neue Corona-Verordnung Das Nachtleben geht wieder los: Clubs aus Baden-Württemberg planen erste Öffnungsschritte

Laut der neuen Corona-Verordnung dürfen Clubs und Diskos in BW wieder öffnen. Clubbetreiberinnen und -betreiber des Landes haben aber klare Forderungen an die Politik.

Sexarbeitsstätten

In Bordellen und an anderen Arbeitsstätten von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern gilt 3G.

Friseure, Massage und andere körpernahe Dienstleistungen

Für alle körpernahen Dienstleistungen wie etwa Massage, Nagelpflege und kosmetische Behandlungen gilt die 3G-Regel.

Für körpernahe medizinische Dienstleistungen wie Physio- und Ergotherapie, Geburtshilfe, Logopädie und medizinische Fußpflege gibt es keine Beschränkungen für behandelte Personen.

Sport

Für Sport in Sportstätten und Sportanlagen gilt 3G. Davon ausgenommen ist Sport zu dienstlichen Zwecken oder in der Reha. Während des Sports darf die Maske abgesetzt werden.

Baden-Württemberg

Corona | Hintergrund Was bedeutet die Corona-Warnstufe für den Profi-Sport in BW?

Seit Mittwoch gilt in Baden-Württemberg wieder die Corona-Warnstufe. Was bedeutet das für die Profi-Klubs im Land?

Ausgangsbeschränkungen

Ausgangsbeschränkungen in Stadt- und Landkreisen gibt es keine mehr.

Hotels und Beherbergung

Für Übernachtungen in Hotels und Pensionen gilt 3G, wobei nicht Geimpfte alle drei Tage einen neuen Test vorlegen müssen.

Erfassung der Kontaktdaten

Seit dem 9. Februar entfällt an den meisten Orten die Erfassung der Kontakdaten von Kunden oder Gästen. So zum Beispiel in der Gastronomie, bei körpernahen Dienstleistungen, bei kulturellen oder religiösen Veranstaltungen oder in Freizeiteinrichtungen.

Mehr zum Thema

Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Dienstag, 25. Oktober 2022

Corona-Regeln, Zahlen und Impfungen: Die wichtigsten Entwicklungen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg hier im Live-Blog.

Baden-Württemberg

Neue Landesverordnung zu Corona-Maßnahmen BW kehrt zur Warnstufe zurück und lockert die Corona-Regeln ab Mittwoch

Die Landesregierung hat am Dienstag Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen. Ab Mittwoch gilt wieder die Warnstufe und in vielen Lebensbereichen die 3G-Regel.

STAND
AUTOR/IN
SWR