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Seit Montag gelten in Baden-Würtemberg verschärfte Corona-Regeln. Viele Maßnahmen wurden in der Landesverordnung verlängert, aber es gibt auch Neues.

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Die baden-württembergische Landesregierung hat die Corona-Verordnung angepasst. Diese ist am Montag (25. Januar) in Kraft getreten. In erster Linie werden die bisherigen Regeln bis zum 14. Februar verlängert. Eine Übersicht über die geltenden Maßnahmen finden Sie hier.

Zudem greift eine verschärfte Maskenpflicht: In folgenden Bereichen muss dann laut Landesregierung eine medizinische Maske getragen werden, Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr aus:

  • im Öffentlichen Personenverkehr, auch an Bahnsteigen oder Haltestellen
  • beim Einkaufen
  • am Arbeitsplatz und an Einsatzorten, wenn der Abstand von 1,5 Metern zu Kolleginnen oder Kollegen nicht eingehalten werden kann
  • in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
  • in Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen

Als medizinische Masken zählen die sogenannten OP-Masken, aber auch FFP2- oder KN95- oder N95-Masken. In Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern reichen OP-Masken nicht aus, hier müssen FFP2-, KN95- oder N95-Masken getragen werden. Kinder bis 14 Jahre dürfen weiterhin Alltagsmasken tragen, Kinder bis 5 sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Weitere Details regelt die Landesregierung hier. Bei Verstößen gegen die Regeln drohen Bußgelder. Für den öffentlichen Nahverkehr gab das Verkehrsministerium allerdings bekannt, in Bussen und Bahnen erst ab dem 1. Februar Bußgelder verhängen zu wollen.

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Weiterhin keine "Homeoffice-Pflicht"

"Homeoffice ist ein wirksames und zugleich relativ schmerzarmes Mittel, um die Anzahl der Infektionen deutlich zu senken", heißt es in der neuen Verordnung des Landes. Daher appelliere die Landesregierung demnach - ohne eine "Homeoffice-Pflicht" anzuordnen - nochmals eindringlich an alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Beschäftigten wo immer möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Die Landesregierung werde daher auch kurzfristig Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften zu einem Homeoffice-Gipfel einladen.

Vergangene Woche hatten eventuelle Homeoffice-Regelungen für zahlreiche Debatten in Baden-Württemberg gesorgt:

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Hundefriseure dürfen öffnen, Trauerveranstaltungen sind anzumelden

Eine Neuregelung gibt es auch für Hundefriseure und Hundesalons: Diese dürfen ihre Dienstleistungen generell wieder anbieten, wenn das Tier vom Kunden abgegeben und erst nach der Behandlung wieder abgeholt wird. Der Tierbesitzer darf also während der Behandlung nicht anwesend sein. Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hatte die pauschale Schließung von Hundesalons im Zuge der Corona-Pandemie zuletzt gekippt und bereits eine solche Regelung ins Spiel gebracht.

Religiöse Veranstaltungen und auch Trauerveranstaltungen mit über zehn Teilnehmenden müssen bei den Behörden zwei Werktage vorher gemeldet werden.

Alkoholverbot nur an bestimmten Orten

Von Mittwoch an soll zudem ein Alkoholverbot nur noch an bestimmten öffentlichen Orten, etwa in Innenstädten, greifen. Welche Bereiche genau betroffen sind, sollen die Behörden vorab festlegen. Bisher galten für den Ausschank und Konsum von Alkohol striktere Bestimmungen, es war die Rede vom gesamten öffentlichen Raum in Baden-Württemberg. Eine ähnliche Regelung in Bayern war allerdings vom dortigen Verwaltungsgerichtshof gekippt worden.

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