Notbremse Stuttgart (Foto: imago images, IMAGO / Arnulf Hettrich)

Mehr als 1.700 Neuinfektionen

Nur drei Kreise in Baden-Württemberg unter Schwelle der Notbremse - Inzidenz steigt weiter

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In Baden-Württemberg spitzt sich die Lage in der dritten Welle rund um das Coronavirus weiter zu. Die Behörden vermeldeten erneut einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist in Baden-Württemberg weiter gestiegen. Der Wert nahm am Sonnntag (Stand: 16 Uhr) den Wert von 196,3 an, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts hervor geht. Damit lag der Wert deutlich höher als noch am vergangenen Sonntag mit 173,4.

Coronavirus: Sieben-Tage-Inzidenz bei 196,3

Nur 3 der 44 Stadt- und Landkreise im Land (Heidelberg sowie die Kreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald) unterschritten die Schwelle von 100. Sie ist maßgeblicher Indikator für die durch die Bundes-"Notbremse" geregelten Verschärfungen in der Pandemie. Über dem Wert von 165, der die Regelung für den Betrieb des Unterrichts an Schulen entscheidet, befinden sich aktuell 32 der 44 Regionen.

Mehr als 1.700 Coronavirus-Neuinfektionen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg am Sonntag um 1.782 an. Damit registrierten die Behörden seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg insgesamt 429.692 Covid-19-Fälle. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahren an allen Fällen betrug laut Landesgesundheitsamt in den vergangenen sieben Tagen 22 Prozent. Das Infektionsgeschehen verlagere sich zunehmend auf jüngere Menschen, so die Auswertung der vergangenen Wochen.

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Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg am Sonntag um weitere 15 an (gesamt für Baden-Württemberg: 9.226). Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) lagen am Sonntag in Baden-Württemberg 595 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern.

Knapp 88 Prozent aller Intensivbetten belegt

351 von ihnen wurden invasiv beatmet. 2.132 von betreibbaren 2.430 Intensivbetten (87,7 Prozent) sind derzeit belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Ein Hoffnungsschwimmer in der Pandemie-Bekämpfung könnte das Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus darstellen. Ein Fünftel aller Baden-Württemberger hat mittlerweile mindestens eine Impfung erhalten, in den kommenden Wochen erwarten die Verantwortlichen einen weiteren Schub.

Sehen Sie hier weitere Details aus einem Bericht im SWR vom 25. April:

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