Eine Maske liegt auf dem Mischpult im Club "Neko". (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Nur wenige Menschen wollen tanzen gehen

Wegen Corona: Erste Clubs und Diskotheken in BW schließen freiwillig wieder

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Wegen der dramatischen Corona-Lage ist die Freude der Club-Betreiber über die Öffnung nach dem Lockdown versiegt. Sie diskutieren sogar über Vorteile einer erneuten Zwangspause.

Angesichts steigender Infektionszahlen wollen immer weniger Menschen in Baden-Württemberg in Clubs tanzen gehen - und die ersten Betreiberinnen und Betreiber schließen ihre Diskotheken wieder. "Wir haben die Rückmeldung bekommen, dass in vielen Clubs teilweise bis zu 70, 80 Prozent weniger Gäste am Wochenende kamen", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, am Mittwoch in Stuttgart. Es gebe "erste freiwillige Schließungen", weil ein Offenhalten der Clubs für einige Betreiberinnen und Betreiber "unter diesen Umständen einfach keinen Sinn" ergebe.

Seit Mittwoch gilt in Clubs die 2G-Plus-Regel

Die Landesregierung hatte die Regeln für Diskotheken in Baden-Württemberg zuletzt noch einmal verschärft. Seit Mittwoch dürfen mit der "Alarmstufe II" dort nur noch Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen negativen Testergebnis tanzen (2G Plus). Der Rückgang bei den Besucherzahlen habe sich aber schon vorher bemerkbar gemacht, sagte Waldenspuhl. "Niemand ist in der Stimmung, dass ausgelassene Partys jetzt das sind, was gerade angebracht ist."

Club-Betreiber fordern weitere Corona-Hilfen

Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Probleme seien weitere Hilfen für die Club-Betreiber nötig, erklärte Waldenspuhl. "Unsere Szene leidet." Man werde nicht darum herumkommen, dass man weitere finanzielle Hilfen brauche. Die Branche habe nach den monatelangen Schließungen "gar nicht wirklich hochfahren" können, bevor die aktuelle Infektionswelle wieder Probleme bereitet habe.

"Unsere Szene leidet."

Diskussion über weiteren Lockdown

Angesichts der dramatischen Situation stellten sich manche Club-Betreiber sogar die Frage: "Wäre es nicht irgendwann klüger, einen Lockdown zu machen?" Möglicherweise könne dann schon bald wieder mit besserem Gewissen gefeiert werden, sagte Waldenspuhl. "Aber da sind wir auch gespalten." Schließlich würden durch die Club-Schließungen Feiern noch mehr ins Private verlegt, wo keine Hygieneregeln kontrolliert würden.

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