Eine Illustration des Coronavirus in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Corona-Schulschließungen laut Lauterbach "Fehler"

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RKI registriert 22.119 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 122,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 136,6 gelegen, am Mittwoch vor einer Woche noch bei 189,0 und vor einem Monat bei 215,5. Diese Angaben liefern jedoch nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen, aber nur positive PCR-Tests in der Statistik zählen. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Audi verkauft weniger Autos als erhofft - Corona in China ein Grund

Audi hat im vergangenen Jahr 1,61 Millionen Autos verkauft und damit seine im Oktober gesenkte Absatzprognose verfehlt. Den Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erklärte die Ingolstädter Volkswagen-Tochter, die auch einen Standort in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat, mit Lieferengpässen, Herausforderungen in der Logistikkette und den Corona-Lockdowns in China. In Europa legten die Verkäufe um 1 Prozent auf 624.000 Autos zu, in China brachen sie dagegen um 8 Prozent auf 643.000 Autos ein. Der Absatz vollelektrischer Autos stieg dagegen um fast die Hälfte auf gut 118.000. Ab 2026 will Audi nur noch vollelektrische Modelle neu auf den Weltmarkt bringen.

Neckarsulm

Große Steigerung bei Elektroautos Audi verkauft weniger Autos

Der Absatz von Audi Fahrzeugen in Europa blieb 2022 stabil, in China brachen die Verkaufszahlen ein. Insgesamt ging der Absatz zurück.

SWR4 BW am Vormittag SWR4 Baden-Württemberg

PCR-Tests: Labore weisen Bericht über mögliche Verschwendung zurück

Der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin hat Berichte über eine mögliche Milliardenverschwendung bei PCR-Tests zurückgewiesen. Der Verband teilte mit, man habe sich in der gesamten Pandemie "für einen bedarfsgerechten und ressourcenschonenden Einsatz" der Tests eingesetzt. In einer fünfseitigen Erklärung wird darauf hingewiesen, dass die Labore binnen kurzer Zeit in einem "global extrem angespannten" Markt hohe Investitionen getätigt hätten, um Kapazitäten aufzubauen. Verwiesen wird außerdem auf zusätzliche Kosten und einen Extra-Aufwand unter anderem durch die verpflichtende elektronische Übermittlung von Testergebnissen an das Robert Koch-Institut für die Corona-Warnapp. Ein Bericht von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" über die Kosten von PCR-Tests hatte am Montag politische Diskussionen ausgelöst. Demnach wurden für PCR-Tests sechs Milliarden Euro ausgegeben und Kosten dafür möglicherweise zu hoch angesetzt.

Ende der Maskenpflicht in fünf weiteren Bundesländern

Die Corona-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) soll nun auch in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen entfallen. In Sachsen ist es am 16. Januar soweit. Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern folgen am 2. Februar, Thüringen am 3. Februar. Das teilten die Landesregierungen mit. Es sind die ersten nicht von CDU oder CSU geführten Bundesländer, in denen die Pflicht zum Tragen einer Maske in Bus und Bahn aufgehoben wird. In Thüringen entfällt dann auch die Corona-Isolationspflicht. In drei Bundesländern ist die Maske schon nicht mehr Pflicht im öffentlichen Nahverkehr: in Bayern, Sachsen-Anhalt und seit Neujahr in Schleswig-Holstein. Dagegen hat das Saarland die Maskenpflicht im ÖPNV am Dienstag bis einschließlich 10. Februar verlängert.

Öffentlicher Nahverkehr Ende der Maskenpflicht in weiteren Bundesländern

Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen heben in den kommenden Wochen die Maskenpflicht im Nahverkehr auf. Teilweise entfällt auch die Isolationspflicht…

Olymp verkauft immer noch weniger Hemden als vor Corona

Der Hemdenhersteller Olymp in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr deutlich gesteigert, hinkt aber noch dem Vor-Corona-Niveau hinterher. 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 227 Millionen Euro. 2019 lagen die Erlöse noch bei 268 Millionen Euro. Monatelange Ladenschließungen, fehlende gesellschaftliche Anlässe und ein zunehmend legerer Kleidungsstil hätten die Absatzchancen erheblich beeinträchtigt, teilte Olymp mit.

WHO: Corona-Welle in China für Europa "keine unmittelbare Gefahr"

Vom Corona-Infektionsgeschehen in China geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell "keine unmittelbare Gefahr" für Europa aus. Es seien aber detailliertere und regelmäßige Informationen aus China nötig, damit die Entwicklung überwacht werden könne. Dass eine Reihe von Ländern aus Gründen der Vorsicht einige Maßnahmen ergriffen hätten, sei zum Schutz der Bevölkerung nicht unangemessen, sagte der Direktor des Büros der WHO Europa, Hans Kluge. Jegliche Maßnahmen müssten auf wissenschaftlichen Grundlagen basieren, verhältnismäßig und nicht diskriminierend sein. Mehrere Länder verlangen von Einreisenden aus China die Vorlage eines negativen Testergebnisses, darunter Deutschland und andere EU-Staaten. Mit den Testvorschriften sollen mögliche Virusvarianten festgestellt werden, mit denen Einreisende infiziert sein könnten.

Heidelberger Virologe: Corona als normale Infektion einstufen

Aus Sicht des Heidelberger Virologen Hans-Georg Kräusslich wird es Zeit, Corona als "normale Infektionskrankheit" einzustufen, trotz der Situation in China.

Kräusslich äußerte sich in einem SWR-Interview:

Heidelberg

Direktor der Heidelberger Virologie Kräusslich: Corona als normale Infektionskrankheit einstufen

Aus Sicht des Heidelberger Virologen Hans-Georg Kräusslich wird es Zeit, Corona als "normale Infektionskrankheit" einzustufen, trotz der Situation in China.

SWR4 BW aus dem Studio Mannheim SWR4 BW aus dem Studio Mannheim

Ungewöhnlich viele Sterbefälle in 2022 - Corona wohl mitverantwortlich

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland überdurchschnittlich viele Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, starben 2022 rund 1,06 Millionen Personen - das waren 3,4 Prozent oder gut 35.000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg lasse sich nicht allein damit erklären, dass der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung zunimmt. Nur etwa ein Fünftel des Anstiegs sei hierauf zurückführen. Weitere mögliche Erklärungen können demnach die Corona-Pandemie, der außergewöhnlich heiße Sommer und eine starke Grippewelle im Winter sein.

Impfzentren im Thurgau schließen

Im Schweizer Kanton Thurgau schließen die Corona-Impfzentren Mitte Januar. Das teilt die Kantonsregierung mit. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren in den beiden Impfzentren in Frauenfeld und Amriswil sowie im Großimpfzentrum in Weinfelden rund 360.000 Menschen geimpft. Im Kanton St. Gallen sind noch zwei Impfzentren in Betrieb, in den Kantonen Schaffhausen und Appenzell-Ausserrhoden gibt es noch jeweils eins.

Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien wieder ohne Corona-Einschränkungen

Die muslimische Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien darf dieses Jahr erstmals wieder ganz ohne Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stattfinden. Dieses Jahr werde kein Höchstalter vorgeschrieben und die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werde wieder auf das zuvor übliche Niveau steigen, kündigte Hadsch-Minister Taufik al-Rabia am Montagabend an. Wie schon im Vorjahr dürften Pilger aus aller Welt anreisen, sagte er laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Der Hadsch ist die größte Versammlung von Muslimen weltweit. Auch aus Deutschland reisen die Menschen dafür an.

Urteil im Tankstellenmord-Prozess rechtskräftig

Das Urteil im sogenannten Tankstellenmord-Prozess in Idar-Oberstein ist rechtskräftig. Das hat das Landgericht Bad Kreuznach mitgeteilt. Das Gericht hatte im vergangenen September einen 50-Jährigen wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte ein Jahr zuvor einen 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein erschossen hatte - im Streit um die Corona-Maskenpflicht.

Strafbefehle wegen Impfung italienischer Hotel-Mitarbeiter verhängt

Das Amtsgericht München hat im Zusammenhang mit unberechtigten Impfaktionen während der Corona-Pandemie Strafbefehle gegen vier Angeklagte verhängt. Nach dem Willen des Gerichts sollen zwei Ärzte, ein Apotheker und die Mitarbeiterin eines italienischen Hotels Geldsummen wegen veruntreuender Unterschlagung zwischen 25.000 und 60.000 Euro zahlen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Dienstag mitteilte. Weil die vier Beschuldigten dagegen Einspruch eingelegt haben, wird eine Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht angesetzt.

China vergibt in Japan und Südkorea keine Visa mehr

China vergibt einem Medienbericht zufolge keine Visa mehr für Reisende aus Japan. Das habe China den Reisebüros mitgeteilt, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Reisebranche. Zuvor wurde bekannt, dass die chinesische Botschaft in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul keine Kurzzeitvisa mehr für Reisende vergibt. Die Regierung in Peking reagiert damit darauf, dass mehrere Länder wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in China die Einreisebestimmungen für Reisende aus der Volksrepublik verschärft haben.

Wieder mehr Fluggäste am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sind im vergangenen Jahr fast so viele Menschen verreist wie vor Corona. Laut Flughafenbetreiber bewege man sich auf knapp 98 Prozent des Vor-Corona-Niveaus.

RKI registriert 30.533 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 136,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:06 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche bei 142,4 gelegen (Vorwoche: 201,7; Vormonat: 223,3). Die Bewertungslage ist dem RKI zufolge wegen der zurückliegenden Feiertage weiterhin verändert. Das liegt unter anderem daran, dass weniger Proben genommen wurden.

FDP-Generalsekretär will Untersuchungsausschuss wegen PCR-Tests

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai will eine mögliche Verschwendung von Milliardensummen bei der Finanzierung von PCR-Tests in der Corona-Pandemie im Bundestag aufarbeiten. "Neben den Masken-Deals von Politikern von CDU und CSU stellen die viel zu hohen PCR-Preise nun offenbar einen weiteren rechtlichen Tiefpunkt in der Pandemiepolitik dar, für die die Union Verantwortung zu übernehmen hat. Diese neuerlichen Enthüllungen können nicht ohne Konsequenzen bleiben - die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf vollumfängliche Aufklärung", sagte Djir-Sarai am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er forderte, der Bundestag solle einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einsetzen, um "diesen mehr als fragwürdigen Vorfällen auf den Grund zu gehen". Auch wenn die Pandemie vorbei sei, dürfe die Aufarbeitung von Verfehlungen der damaligen Verantwortlichen auf keinen Fall unter den Tisch fallen.

Sanofi-Manager Zehnder wird neuer CureVac-Chef

Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac bekommt einen neuen Vorstandschef. Der Sanofi-Manager Alexander Zehnder löst Franz-Werner Haas nach drei Jahren an der Spitze des Unternehmens zum 1. April ab, wie CureVac am Montag mitteilte. Haas, der mehr als zehn Jahre Vorstandsmitglied bei der Gesellschaft war, hatte den Posten zu Beginn der Corona-Pandemie im April 2020 übernommen, da Unternehmensgründer Ingmar Hoerr das Ruder aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste. Zehnder ist derzeit weltweiter Leiter des Onkologie-Geschäfts bei Sanofi und war zuvor in verschiedenen Führungspositionen bei dem französischen Pharmaunternehmen sowie beim Schweizer Roche-Konzern tätig.

Tübingen

Haas geht nach über zehn Jahren Wechsel an der Spitze von Impfstoff-Entwickler CureVac in Tübingen

CureVac bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Alexander Zehnder wird am 1. April Nachfolger von Franz-Werner Haas. Das teilte das Tübinger Biotech-Unternehmen mit.

SWR4 BW aus dem Studio Tübingen SWR4 BW aus dem Studio Tübingen

CDU-Gesundheitspolitiker verteidigt Finanzierung von PCR-Tests

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tino Sorge, hat die Finanzierung von teuren PCR-Tests in der Corona-Pandemie verteidigt. "Es ist halt immer leicht im Nachhinein zu sagen, was man vorher hätte besser machen können", sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Es sei darum gegangen, schnell und viel zu testen, Testkapazitäten zu schaffen und Akteure zu animieren, diese Tests anzubieten und durchzuführen. "Und dass man da sicherlich auch anders oder günstiger hätte vergüten können, im Nachgang zeigt sich das jetzt." Einem Bericht von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge haben Staat und Krankenkassen bisher mehr als sechs Milliarden Euro für PCR-Tests ausgegeben. Die Recherchen legen nahe, dass zu Beginn der Pandemie zu hohe Erstattungspreise für die Tests ausgehandelt wurden, etwa weil Materialkosten dafür zu hoch veranschlagt wurden. Tatsächliche Marktpreise habe das damals von Jens Spahn (CDU) geführte Ministerium "allem Anschein nach" nicht ermittelt.

Corona-PCR-Tests Hinweise auf mögliche Milliardenverschwendung

Mehr als sechs Milliarden Euro haben die PCR-Tests in der Pandemie bisher gekostet. Nach Recherchen von WDR, NDR und SZ hätten Staat und Krankenkassen wohl Milliarden sparen könne…

Kehrtwende in Thailand: Doch keine schärferen Einreiseregeln

Wenige Tage nach der Ankündigung verschärfter Einreiseregeln nach Thailand wegen der Quarantäne-Lockerungen in China hat die Regierung eine Kehrtwende vollzogen. Besucher aus dem Ausland müssten nun bei der Ankunft doch weiterhin keinen Impfausweis vorlegen, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" am Montag Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul. Die neuen Regeln, wonach Besucher einen Nachweis über mindestens zwei Impfungen gegen das Coronavirus hätten erbringen müssen, seien hinfällig. Vorausgegangen waren Proteste von Reiseveranstaltern. Diese hatten am Wochenende gewarnt, dass verschärfte Einreiseregeln viele Urlauber abschrecken und der gewünschten Erholung der thailändischen Tourismusindustrie im Wege stehen würden.

Alle Corona-Stichproben beim ersten China-Flug negativ

Bei den neuen Corona-Kontrollen für Fluggäste aus China hat es keine Verdachtsfälle gegeben. Am Frankfurter Flughafen wurden am Montagmorgen 72 Passagiere einer Maschine aus Shanghai zu Antigen-Schnelltests gebeten, wie eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsamtes berichtete. Diese seien in allen Fällen negativ ausgefallen, sodass keine weiteren Untersuchungen notwendig gewesen seien. Anderenfalls wäre ein PCR-Test fällig gewesen, der im positiven Fall auf neue Varianten des Coronavirus untersucht worden wäre.

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