Eine Illustration des Coronavirus in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Corona-Schulschließungen laut Lauterbach "Fehler"

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Amerikaner sollen sich jährlich impfen lassen können

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für die Amerikanerinnen und Amerikaner jährliche Impfauffrischungen gegen das Coronavirus vorgeschlagen. Ähnlich wie beim Schutz vor der Grippe könnten die Menschen in Zukunft einmal pro Jahr eine Impfung erhalten, um gegen Mutationen des Virus geschützt zu sein. Sie müssten dann nicht länger darauf achten, wie viele Impfungen sie schon erhalten haben und wie viel Zeit seit der letzten vergangen ist. Wissenschaftler der FDA erklärten in einem am Montag veröffentlichten Dokument, viele Menschen in den USA besäßen aufgrund einer Impfung, einer Infektion oder einer Kombination aus beidem bereits eine ausreichende Immunität gegen das Coronavirus. Dieser Grundschutz sollte ausreichen, um zu einer jährlichen Auffrischung gegen die neuesten im Umlauf befindlichen Varianten überzugehen und die Corona-Impfung der jährlichen Grippeimpfung anzugleichen, hieß es darin.

Bundesweit 141 weitere Corona-Todesfälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 16.072 Neuinfektionen in Deutschland. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen mit dem Corona-Virus steigt auf über 37,68 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 68,3. Laut RKI sind 141 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt demnach bei 164.844.

Weniger Opfer des Menschenhandels während der Pandemie

Während der Corona-Pandemie sind zum ersten Mal in 20 Jahren weniger Menschen Opfer des Menschenhandels geworden. "Im Jahr 2020 ist die aufgedeckte Zahl der Opfer zum ersten Mal weltweit zurückgegangen", schreibt das Büro der Vereinten Nationen für Drogen-und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in seinem am Dienstag veröffentlichten siebten Bericht über den weltweiten Menschenhandel. Die Zahl der Opfer des Menschenhandels sei im Jahr 2020 um 11 Prozent gefallen. Der stärkste Rückgang sei mit 24 Prozent beim Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung verzeichnet worden. Dies sei, so der Bericht, möglicherweise auf die pandemiebedingte Schließung öffentlicher Räume zurückzuführen. Dies könne die Entdeckung dieser Form des Menschenhandels erschwert haben.

Nur noch wenige Corona-Patienten in Stuttgarter Klinik

Am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus ist die Zahl der Patienten mit Covid-19 zuletzt stark gesunken. Viel deutet darauf hin, dass es für den Rest des Winters so bleibt. Generell zeichnet sich in den Krankenhäusern in Deutschland mit Blick auf die Welle der Atemwegserkrankungen und die Arbeitsbelastung von Klinikpersonal eine Trendwende ab.

Stuttgart

Das Gröbste überstanden? Nur noch wenige Corona-Patienten in Stuttgarter Klinik

Die Zahl der Patienten mit Covid-19 ist am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus zuletzt stark gesunken. Viel deute darauf hin, dass es für den Rest des Winters so bleibt.

Heilbronn stellt Impfpunkt ein

Die Stadt Heilbronn stellt eine zentrale Corona-Impfstelle ein. Der Impfpunkt in der Kaiserstraße werde am Donnerstag zum letzten Mal geöffnet. Nach rund zwei Jahren schließe das Corona- Impfangebot, teilt die Stadt mit. Ein eigenständiges Impfangebot lohne sich nicht mehr, hieß es zur Begründung.

Notfallmediziner: Corona auf Intensivstationen kein Problem mehr

Die Arbeitsbelastung in den Kliniken und Intensivstationen in Deutschland durch Corona- und Atemwegsinfektionen geht deutlich zurück. Seit Anfang Januar habe sich die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen "von rund 1.500 auf heute unter 800 reduziert - also beinahe halbiert", sagte der Vizepräsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Corona ist auf den Intensivstationen kein Problem mehr", betonte er. Zudem sinke die Zahl der täglichen Neuaufnahmen stetig. Dies sei eine "sehr positive Entwicklung", so Marx weiter. Viele im Dezember verschobene Operationen könnten nun nachgeholt werden.

Pandemie in Deutschland Corona auf Intensivstationen kein Problem mehr

In Deutschlands Kliniken zeichnet sich offenbar eine Trendwende ab: Demnach hat sich seit Januar die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen von rund 1500 auf unter 80…

Long Covid: Weltweit leiden Millionen Menschen an Corona-Spätfolgen

Mindestens zehn Prozent aller Infizierten weltweit kämpfen mit den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung, so das Ergebnis einer neuen Studie. Die Autorinnen und Autoren kritisieren fehlende Behandlungsmöglichkeiten für Long Covid.

Neue Studie 65 Millionen leiden an Long Covid

Mindestens zehn Prozent aller Infizierten weltweit kämpfen mit den Spätfolgen einer Corona-Infektion, so das Ergebnis einer neuen Studie. Die Autoren kritisieren: Die Diagnose- un…

Mehr Angriffe auf Beschäftigte der Bahn

Im Jahr 2022 hat es nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mehr als 2.300 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn gegeben. Immer wieder berichten demnach Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter von gewalttätigen Übergriffen. Während der Corona-Zeit hätten Maskenverweigerer häufiger Streit im Zug entfacht. Doch das Bahnpersonal gerate nicht erst seitdem regelmäßig in brenzlige Situationen. EVG-Chef Martin Burkert forderte mehr Polizeipräsenz in den Fernzügen. "Wir benötigen grundsätzlich in jedem Fernverkehrszug Bundespolizei an Bord. Deswegen müssen die Stellen der Bundespolizei aufgestockt werden", sagte er dem Redatkionsnetzwerk Deutschland. "Im Nahverkehr sind regelmäßige Mitfahrten der DB Sicherheit nötig. Dafür muss der Arbeitgeber sorgen und die Kosten müssen die Besteller in den Bundesländern tragen."

Lucha sieht Land für nächste Pandemie "besser vorbereitet"

Vor dem Aus für die letzten Corona-Auflagen Baden-Württembergs im Februar sieht Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) das Land gut aufgestellt für Varianten des Virus und weitere Risiken. "Wir sind eindeutig besser vorbereitet auf eine mögliche nächste Pandemie", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Unsere Seismographen, unsere gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Teleskope gehen bis zum Mond." Er erwarte zwar keine neuen besorgniserregenden Varianten, das Land sei aber wachsam. "Beim Thema 'pandemische Entwicklungen' sind wir derart aufmerksam, da lauschen wir rund um die Uhr, ob Gras wächst", sagte der Minister weiter. Er betonte aber auch: "Wir sind keine Getriebenen mehr." Das Land befinde sich bei der Corona-Lage im Übergang von der Pandemie in die Endemie. "Wir haben jetzt glaube ich mit viel Blut, Schweiß und Tränen die Endemie erreicht", sagte Lucha. Entwarnung gibt er aber nicht: "Entwarnung im Sinne von 'Es geht uns nichts mehr an' wäre das falsche Signal", sagte er. Die Menschen sollten in der privaten Gesundheitshygiene auch weiter achtsam sein. Die Pandemie habe gezeigt, dass Achtsamkeit im Umgang mit der Erkrankung und mit Infektionen ein hohes Gut sei.

Baden-Württemberg

Corona-Auflagen des Landes laufen aus Kommende Pandemien: Gesundheitsminister sieht BW gut vorbereitet

In der kommenden Woche fallen die letzten Corona-Regeln des Landes. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha sieht die Lage deutlich entspannter. Entwarnung gibt er aber nicht.

Ärztevertreter: Keine Maskenpflicht mehr in Praxen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Deutsche Hausärzteverband fordern ein Ende der Maskenpflicht in Praxen. "Es ist folgerichtig, die Maskenpflicht in Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen aufzuheben", sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen. Bayern hat diesen Schritt bereits angekündigt, andere Bundesländer sollten sich jetzt anschließen. Gassen betonte: "Die pandemische Lage ist vorbei." Auch Nicola Buhlinger-Göpfarth, die stellvertretende Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, plädiert dafür, die Maskenpflicht aufzuheben. Die Praxen sollten dies eigenständig entscheiden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnt die Forderung bislang ab. Er begründet dies mit dem Schutz besonders vulnerabler Menschen.

"Corona ist kein Problem mehr auf den Intensivstationen"

Die Situation in den deutschen Krankenhäusern entspannt sich langsam. Der Vizepräsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, seit Anfang Januar habe sich die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen beinahe halbiert - von rund 1.500 auf unter 800. Zudem sinke die Zahl der täglichen Neuaufnahmen stetig. Es gebe immer weniger positiv auf das Virus Getestete, auch unter der Belegschaft. "Die Personalsituation verbessert sich langsam," so Marx weiter. Jetzt könnten viele verschobene Operationen aus dem Dezember nachgeholt werden.

Pandemie in Deutschland Corona auf Intensivstationen kein Problem mehr

In Deutschlands Kliniken zeichnet sich offenbar eine Trendwende ab: Demnach hat sich seit Januar die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen von rund 1500 auf unter 80…

Ehemaliger Corona-Berater soll Bidens neuer Stabschef werden

US-Präsident Joe Biden will Berichten zufolge seinen früheren Corona-Berater Jeff Zients zum neuen Stabschef im Präsidialamt machen. Der 56-Jährige beriet Biden von Januar 2021 bis April 2022 bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Er war unter anderem für die Impfkampagne in den USA zuständig.

25 Millionen Euro: Kampagne soll Mitglieder in Sportvereine zurückholen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Bundesinnenministerium wollen mit einer Kampagne wieder für mehr Mitglieder sowie Übungsleiterinnen und Übungsleitern in Vereinen sorgen. "Wir haben in den vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie viele Mitglieder verloren und wollen sie zurückgewinnen", so DOSB-Präsident Thomas Weikert. Die Kampagne "Dein Verein: Sport, nur besser" soll kommende Woche starten. Sie wird vom Bund mit 25 Millionen Euro finanziert. Mit dem Geld werden unter anderen 150.000 Schecks im Wert von jeweils 40 Euro vergeben, sodass Menschen in die Sportvereine zurückkehren können, die sie in der Corona-Zeit verlassen haben. "Das Wichtigste ist, dass wir die 90.000 Sportvereine, die wertvolle Arbeit leisten, damit unterstützen können", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Außerdem müssten die Menschen in Deutschland wieder in Bewegung kommen, so die Politikerin.

Kretschmann: "Folgen der Schulschließungen unterschätzt"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würde zumindest eine Entscheidung während der Pandemie heute anders treffen. Im Großen und Ganzen würde er nichts anders machen als damals, sagte er der "Schwäbischen Zeitung". Aber die Folgen der Schulschließungen auf die Kinder habe er völlig unterschätzt. Mit dem Wissen von heute würde er das nicht mehr so entscheiden. Kretschmann betonte, man habe damals im Nebel navigieren müssen. Auch wenn ihn Wissenschaftler beraten hätten - er sei derjenige gewesen, der am Ende entscheiden musste, weil man in einer Krise nicht zögern dürfe.

Bundesweit 8.866 Neuinfektionen und 118 Todesfälle

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland auf 8.866 gefallen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen mit dem Coronavirus steigt auf über 37,66 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 71,7 von 72,6 am Vortag. Laut RKI sind 118 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt demnach bei 164.703.

Lauterbach regt bei Veranstaltern Tests für Fastnachtssitzungen an

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat an Veranstalter von Fastnachtssitzungen appelliert, Tests für ihre Gäste anzubieten. "Im vierten Karneval mit Corona sollten die Menschen das Risiko mittlerweile kennen", erklärte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag). Insbesondere älteren Leuten empfehle er, vorsichtig zu sein, um Infektionen zu vermeiden. In Richtung der Veranstalter formulierte Lauterbach den Wunsch nach Test-Angeboten, "sodass alle Menschen getestet in die Veranstaltung gehen" könnten. "Das ließe sich über mobile Testeinheiten leicht bewerkstelligen. Für die Veranstalter ist das erschwinglich und schafft deutlich mehr Sicherheit", sagte Lauterbach.

Tote Impf-Ärztin: Verfahren eingestellt

Ein halbes Jahr nach dem Suizid einer österreichischen Impf-Ärztin hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Hassmails an sie eingestellt. Es sei nicht gelungen, die beiden Verdächtigen zu identifizieren, die Mailadressen im Darknet genutzt hatten. Die Medizinerin hatte sich für Corona-Impfungen engagiert und war deshalb massiv bedroht worden.

Lauterbach will Informationsmöglichkeiten zu Long Covid ausbauen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will Long-Covid-Patienten mit mehr Informationen unterstützen und ihre Versorgung durch Investitionen in die Forschung verbessern. Zeitnah werde in seinem Ministerium eine Hotline als Anlaufstelle für Menschen eingerichtet, die sich über Long Covid informieren wollen, sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Auskunft soll es über die Hotline auch zu Diagnostik und neuen Therapieansätzen geben. Sein Ministerium wolle zudem 100 Millionen Euro in Forschung investieren, die untersucht, wie Long-Covid-Patienten am besten versorgt werden können, sagte Lauterbach.

Lockerungen ab 1. Februar: Keine Maskenpflicht mehr für Beschäftigte in Arztpraxen

Beschäftigte in baden-württembergischen Arztpraxen und anderen ambulanten medizinischen Einrichtungen müssen ab 1. Februar keine Maske mehr tragen. Das Sozialministerium hat dem SWR bestätigt, dass diese Lockerung Teil der Corona-Verordnung ist, die am Dienstag offiziell beschlossen werden soll. Auch in Obdachlosenheimen muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Aufgrund bundesinfektionsschutzrechtlicher Regelungen bleibt es dagegen nach aktuellem Stand bis zum 7. April weiterhin bei der FFP2-Maskenpflicht unter anderen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie für Patienten und Besucher von Arztpraxen.

Ulm bietet RS-Virus-Tests in Corona-Schnelltestzentren an

Eltern können ihre Kinder künftig in einigen Corona-Schnelltestzentren in Ulm auch auf das RS-Virus testen lassen. Die Zentren in der Fußgängerzone und im Stadtteil Lehr bieten laut Betreiber ab kommender Woche für 17,90 Euro Schnelltests an. Das RS-Virus ist ein Erkältungsvirus, das sich seit Herbst stark ausbreitet und für Kleinkinder lebensbedrohlich sein kann.

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