Eine Illustration des Coronavirus in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Land steckt zwei Millionen Euro in Long COVID-Forschung

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Bosch setzt auf Erholung in China

Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch setzt darauf, dass sich die Konjunktur in China rasch von den Folgen der Pandemie erholt. Das sei entscheidend für eine positive Geschäftsentwicklung, sagte Bosch-Chef Stefan Hartung am Donnerstagabend in Stuttgart. Die Konjunktur in Europa und den USA werde sich wegen der Zinserhöhungen der Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation deutlich abschwächen. Deshalb hofft der Konzern auf das China-Geschäft nach dem Ende der Null-Covid-Politik und dem Abflauen der Infektionen. "Wir beobachten, ob die Nachfrage wiederkommt. Sie war im letzten Jahr enorm gedämpft", sagte Hartung.

Patientenschützer: Corona hat Altersdiskriminierung verschärft

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat den Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen während der Corona-Pandemie kritisiert. "Deutschland fokussierte sich auf eine scheinbare Überlastung der Kliniken, vergaß aber, die gefährdetste Patientengruppe zu retten", so der Vorstand der Stiftung. Statt Pflegeheime zu schützen, seien Bewohner isoliert und von ihren Angehörigen getrennt worden und hätten in Einsamkeit leben und sterben müssen. Brysch kritisierte, dass bei Ketteninfektionen kein zusätzliches Personal und keine Ausweichquartiere vorgehalten worden seien. "Selbst jetzt in der Rückschau geht es vornehmlich um unnötige Corona-Maßnahmen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Dabei gerät aus dem Blick, wie die unmittelbar Gefährdeten vor Viruserkrankungen effizient zu schützen sind." Der Patientenschützer verwies darauf, dass auch in diesem Januar "überproportional" viele Corona-Tote mindestens 80 Jahre gewesen seien.

Kinder durch Pandemie psychisch stark belastet

Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben psychische Belastungen und Symptome in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Das zeigt eine Auswertung von 39 Studien durch das Robert Koch-Institut. Demnach haben fast alle Studien eine relevante Verschlechterung des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie nachgewiesen. Kinder hätten sensibel "auf die zum Teil drastischen Veränderungen in ihrer Lebenswelt" reagiert. Die Folgen der psychischen Belastungen zeigten sich dabei oft erst mit Verzögerung.

Corona-Pandemie Mehr psychische Belastungen bei Kindern

Der Schutz von Risikogruppen war in der Pandemie das zentrale Thema - aber die Corona-Maßnahmen führten vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu einer erhöhten Belastung. Zu dies…

RKI: Corona-Risiko nur noch moderat

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das Corona-Risiko von hoch auf moderat herabgestuft. Das steht im Corona-Wochenbericht des RKI vom Donnerstagabend. Zuvor hatte es längere Zeit von einem "hohem Risiko" durch Corona gesprochen. Mittlerweile gehe die Zahl der Übertragungen zurück, die Krankheit verlaufe weniger schwer und das Gesundheitssystem sei nicht mehr so belastet, so das RKI. Es rät aber weiter dazu, in Innenräumen Maske zu tragen und häufig zu lüften. Wer krank sei, sollte zu Hause bleiben.

Scholz verspricht schnellere Genehmigungsverfahren für Pharmabranche

Mit seinem Corona-Impfstoff hat das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech weltweit Erfolge gefeiert. Nun baut der Konzern seinen Standort im mittelhessischen Marburg aus. Dort soll Ende dieses Jahres die erste unternehmenseigene Herstellungsstätte für Plasmid-DNA im kommerziellen Maßstab starten. Bei einem Besuch des Werkes kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Nachmittag an, den Forschungsstandort Deutschland weiter stärken zu wollen. "Wir müssen schnellere Genehmigungsverfahren für Fabriken, für neue Medikamente, für Forschungsvorhaben und auch für die Nutzung von Forschungsdaten möglich machen", sagte der SPD-Politiker. "Da wollen wir jetzt in ganz kurzer Zeit mit vielen sehr konkreten Gesetzesvorhaben dazu beitragen, dass die Medizinindustrie und Gesundheitswirtschaft Fortschritte macht."

Uniklinik Tübingen schreibt rote Zahlen

Die Uniklinik in Tübingen macht finanzielle Verluste. Allein Corona und die Folgen haben den Etat im vergangenen Jahr mit fast 23 Millionen Euro belastet. Grund seien anders als noch im Jahr zuvor nicht die Patienten gewesen, die wegen einer Corona-Infektion behandelt werden mussten. Vielmehr seien im Jahr 2022 viele Menschen wegen anderer Erkrankungen behandelt worden, die zusätzlich auch noch eine Corona-Infektion gehabt hätten.

Tübingen

Wasserschaden, Corona, Krankenstände Uniklinik Tübingen schreibt rote Zahlen

Die Uniklinik in Tübingen macht finanzielle Verluste. Allein Corona und die Folgen haben den Etat im vergangenen Jahr mit fast 23 Millionen Euro belastet.

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Fahrrad-Branche: Ist Corona-Boom vorbei?

Nach dem Corona-Boom richtet sich die deutsche Fahrrad-Branche auf eine Normalisierung ihres Geschäfts ein. Kurzfristig gebe es bei den Herstellern volle Lager, sagte der Sprecher des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV), Reiner Kolberg, heute bei einer Online-Pressekonferenz. In der zweiten Jahreshälfte 2022 habe es wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten eine deutliche Zurückhaltung bei den Kunden gegeben, die ihre Kaufentscheidungen aufgeschoben hätten. Die Zeit der extremen Sondereffekte aus den Corona-Jahren sei vorbei, berichtete Kolberg. Man komme jetzt wieder in die Normalität, sehe aber keine Rezession, sondern eine langfristig weiterhin stabile Nachfrage. Genaue Absatzzahlen für das Gesamtjahr will der Verband erst im März vorlegen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden dem ZIV zufolge in Deutschland rund 1,38 Millionen Fahrräder montiert. Davon waren rund 800.000 E-Bikes.

Weniger Krebs-Behandlungen in Kliniken in der Corona-Zeit

Im Corona-Jahr 2021 ist die Zahl der Krebsbehandlungen in Krankenhäusern weiter gesunken. Knapp 1,44 Millionen Patientinnen und Patienten wurden wegen einer Krebserkrankung in einer Klinik behandelt, wie das Statistische Bundesamt am Mittag in Wiesbaden zum Weltkrebstag am 4. Februar mitteilte. Damit sank die Zahl der stationären Krebsbehandlungen im zweiten Corona-Jahr auf einen neuen Tiefstand der vergangenen 20 Jahre. Gegenüber dem ersten Corona-Jahr 2020 ging die Zahl der krebsbedingten Klinikaufenthalte um 1,2 Prozent zurück. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals rund 1,55 Millionen Krebsbehandlungen betrug der Rückgang 7,2 Prozent. Die hohe Auslastung der Krankenhäuser durch Covid-19-Patienten, das Freihalten von Bettenkapazitäten und verschärfte Hygienekonzepte führten laut den Statistikern dazu, dass "planbare" Behandlungen verschoben wurden. Zudem vermieden vermutlich viele Menschen Krankenhausaufenthalte, wenn sie diese nicht als unbedingt notwendig erachteten.

Was von Lauterbachs Rolle als "Corona-Erklärer" bleibt

Als Karl Lauterbach (SPD) Gesundheitsminister wurde, gehörte er zu den beliebtesten Politikern. Nun tritt die Pandemie in den Hintergrund. Lauterbach muss eine neue Rolle finden. Welche Aufgaben nun anstehen.

Lauterbach nach Corona Minister ohne Markenzeichen?

Als Lauterbach Gesundheitsminister wurde, gehörte er zu den beliebtesten Politikern. Inzwischen ist vom guten Ruf des "Corona-Erklärers" nicht mehr viel übrig - und auch die Pande…

Drei Jahre Pandemie - ein Rückblick

Vor gut drei Jahren wurde die erste Corona-Infektion in Deutschland bekannt. Von da an war nichts mehr, wie es war. Masken, Abstandsregeln, Lockdowns und eine missglückte Osterruhe - ein Rückblick.

Drei Jahre Pandemie Als plötzlich nichts mehr normal war

Vor gut drei Jahren wurde die erste Corona-Infektion in Deutschland bekannt. Von da an war nichts mehr wie es war. Masken, Abstandsregeln, Lockdowns und eine missglückte Osterruhe…

Intensivmediziner empfiehlt schnelles Ende der Schutzmaßnahmen

Die Infektionszahlen sinken und auch andere Infektionswellen klingen langsam ab. Für Intensivmediziner Christian Karagiannidis sei die Corona-Lage in Deutschland günstig, um die Schutzmaßnahmen aufzuheben. Das Abwasser-Monitoring zeige, dass die Zahl der Corona-Infektionen parallel zu den Inzidenzen deutlich nach unten gegangen sei. "Wir haben deutlich weniger Neuaufnahmen in den Krankenhäusern mit Influenza oder RSV, sodass ich glaube, dass es - auch wenn es vielleicht Zufall ist - jetzt wirklich eine gute Situation ist, um die Maßnahmen zurückzufahren", sagte Karagiannidis.

Karagiannidis zu Corona "Gute Situation, um Maßnahmen zurückzufahren"

Die Corona-Infektionszahlen sinken, auch andere Infektionswellen klingen ab. Deshalb sei die Situation jetzt günstig, um die Schutzmaßnahmen aufzuheben, sagt Intensivmediziner Kar…

Nach drei Jahren Pause: Wieder Pfennigbasar in Karlsruhe

In der Karlsruher Schwarzwaldhalle startet heute der Pfennigbasar nach drei Jahren Corona-Pause. Flohmarktfans können unter anderem Möbel, Kleidung und Kurioses erstehen. Der Wohltätigkeits-Flohmarkt findet zum 53. Mal statt. Beginn ist heute um 10 Uhr.

Karlsruhe

Nach drei Jahren Coronapause Schnäppchenalarm: Endlich wieder Pfennigbasar in Karlsruhe

Nach drei Jahren Coronapause startet am Donnerstag in der Karlsruher Schwarzwaldhalle der Pfennigbasar. Für den guten Zweck können Flohmarktfans auf Schnäppchenjagd gehen.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

Staubilanz 2022: Vekehrssituation hat sich normalisiert

Laut ADAC haben Autofahrerinnen und Autofahrer im vergangenen Jahr 39.275 Stunden in Baden-Württemberg im Verkehr gewartet - das sind umgerechnet mehr als viereinhalb Jahre. Damit war die Beruhigung auf den Straßen laut der Staubilanz für 2022 während der Pandemie nur vorübergehend. "Die Verkehrssituation auf den Autobahnen hat sich weitgehend normalisiert", sagt ADAC-Experte Holger Bach. In den Jahren zuvor - in der Hochphase der Corona-Pandemie - fuhren wegen Homeoffice-Regeln und geringerem Urlaubsverkehr weniger Autos auf den Straßen. Am meisten Geduld brauchte man am Freitag, 3. Juni 2022. Wegen der Pfingstferien schlichen Fahrende über die Autobahnen bei einer Staudauer von 273 Stunden.

Pforzheim

Staubilanz des ADAC 2022 längeres Warten auf Autobahnen in BW

Wer 2022 auf Baden-Württembergs Autobahnen unterwegs war, steckte dort länger im Stau als im Jahr zuvor. Warten statt fahren war besonders auf der A8 angesagt.

Pro Bahn begrüßt Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr

Stefan Buhl vom Fahrgastverband Pro Bahn Bodensee-Oberschwaben begrüßt das Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr in Deutschland: "Es wurde allerhöchste Zeit". Im Prinzip sei die Maskenpflicht bereits seit Frühjahr 2022 nicht mehr zu rechtfertigen gewesen:

AOK warnt vor Krebs-Zunahme als Pandemie-Folge

Die Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, warnt vor einer drohenden Zunahme schwerer Krebserkrankungen infolge der Corona-Pandemie. "Durch mangelnde Früherkennung und ausgefallene Behandlungen kann es sein, dass wir gerade bei Krebserkrankungen eine Bugwelle von zusätzlicher Krankheitslast vor uns herschieben", sagte Reimann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgabe). Besorgniserregend sei etwa die Entwicklung bei den Darmkrebs-Operationen. Sie seien im vergangenen Jahr um 16 Prozent gegenüber dem Vor-Pandemie-Zeitraum zurückgegangen. Kritisch sei zudem der Rückgang bei Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. Daten aus 2022 zeigten, dass die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen im ersten Halbjahr insbesondere bei Gebärmutterhalskrebs und Hautkrebs um jeweils 11 Prozent gegenüber 2019 zurückgegangen sei.

Maskenpflicht in Bus und Bahn fällt in ganz Deutschland

In Bussen und Bahnen fällt nach fast drei Jahren Corona an diesem Donnerstag in ganz Deutschland die Maskenpflicht. Nachdem viele Bundesländer im Regionalverkehr die Regel aufgehoben haben - unter anderem auch in Baden-Württemberg - gilt in den restlichen Ländern und im Fernverkehr keine Tragepflicht mehr. Das betrifft ICEs, ICs, ECs und auch Fernbusse wie Flixbus. Im Fernverkehr sollte die Pflicht ursprünglich noch bis Anfang April bestehen. Per Verordnung zog Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aber das Ende vor.

Lauterbach spricht über Fehler während Pandemie

Karl Lauterbach hat die lange Schließung von Schulen und Kitas während der Corona-Pandemie als Fehler bezeichnet. "Das war sicherlich im Nachhinein betrachtet (...) aus meiner Sicht etwas, was man so nicht wiederholen sollte", so Lauterbach in einem Interview mit dem ZDF. Schulen beispielsweise hätte man durch Corona-Tests früher öffnen können. Manche andere Maßnahmen seien auch überzogen gewesen. "Diese drakonischen Maßnahmen: Ausgehverbote, also Maskentragen an der freien Luft, Kinderspielplätze draußen abriegeln und dergleichen - das sind Dinge gewesen, die würde man heute nicht mehr machen." Trotzdem habe Deutschland während der Pandemie viel richtig gemacht. "Im Großen und Ganzen" sei Deutschland besser durchgekommen, als andere Länder. Es habe weniger Todesfälle gegeben.

Früherkennung von Krebs seit Corona weniger genutzt

Viele Menschen nutzen laut der Deutschen Krebshilfe nicht die Möglichkeiten zur Früherkennung von Krebs. "Seit der Corona-Pandemie hat es in Sachen Prävention eher einen Rück- als einen Fortschritt gegeben. Das ist aus unserer Sicht dramatisch", sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven. Viele Personen lebten ungesünder, bewegten sich weniger, hätten zugenommen und auch die Raucherquote sei gestiegen. Zudem nutzten vielerorts weniger Menschen die gesetzlichen Früherkennungsprogramme.

Österreich beendet bis Ende Juni alle Corona-Maßnahmen

In Österreich müssen ab Mai in Krankenhäusern und Pflegeheimen keine Masken mehr getragen werden. Ab Juli fällt auch die Maskenpflicht für positiv-Getestete weg. Dann will die Regierung in Wien auch alle Corona-Krisenstäbe und Gremien auflösen.

Arzt aus Tübingen hat bedenkliches Mittel gegen Corona verabreicht

Ein Mediziner aus Tübingen hatte 53 Patientinnen und Patienten eine nachweislich potenziell gefährliche Chlordioxid-Lösung als Mittel gegen Corona-Erkrankungen verabreicht. Nun hat das Amtsgericht Tübingen ihn zu einer Geldstrafe verurteilt.

Tübingen

Amtsgericht verurteilt Mediziner zu Geldstrafe Arzt aus Tübingen hat bedenkliches Mittel gegen Corona verabreicht

Das Amtsgericht Tübingen hat einen Arzt zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte Patienten ein bedenkliches Arzneimittel gegeben. Die Chlordioxid-Lösung sollte gegen Corona helfen.

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