Corona-Impfung (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Angelika Warmuth)

Schülerausweis gilt bis Ende Februar als Testnachweis

Baden-Württemberg verlängert Corona-Ausnahmeregeln für 12- bis 17-jährige Schüler

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Baden-Württembergs Landesregierung will die Schonfrist für ungeimpfte Jugendliche verlängern. Der Schülerausweis gilt länger als Testnachweis als zunächst geplant.

In Baden-Württemberg können ungeimpfte Schülerinnen und Schüler auch im Februar noch mit ihrem Schülerausweis in Cafés, Restaurants, ins Kino oder zum Sport. Die bis Ende Januar geltenden Ausnahmeregeln für 12- bis 17-Jährige sollen zunächst um einen Monat verlängert werden. Das bestätigte das Gesundheitsministerium dem SWR.

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Schülerausweis gilt weiter als Nachweis

Das heißt, der Schülerausweis als Testnachweis gilt auch für Freizeit-, Sport- und Bildungsangebote mit 2G- oder 2G-Plus-Regelung. Zwar gibt es für die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen seit Sommer eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), aber die grün-schwarze Koalition will Eltern und Jugendlichen noch mehr Zeit lassen.

Für Kinder unter 12 Jahren gelten sowieso Ausnahmen, weil es für sie noch keine allgemeine Impfempfehlung durch die STIKO gibt. Lediglich Kindern zwischen fünf und elf Jahren mit Vorerkrankungen empfiehlt das Expertengremium eine Corona-Impfung.

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Mehr Zeit für Jugendliche und Eltern - auch für eine Booster-Impfung

Um die Impfquote zu erhöhen, hatte das Land schon im November erwogen, die Ausnahmeregeln für ältere Schüler auslaufen zu lassen. Nun will man den Jugendlichen und ihren Eltern doch mehr Zeit lassen - auch für eine Booster-Impfung. "Wir sind uns einig, dass wir die Schülerausnahmeregeln verlängern", sagte der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Andreas Schwarz, der Deutsche Presse-Agentur. Gleichwohl rate man dringend zum Impfen, das der einzige Ausweg aus der Pandemie sei.

Auch aus Sorge vor Omikron werden alle Schülerinnen und Schüler ohne eine Auffrischungsimpfung in dieser ersten Woche nach den Weihnachtsferien täglich getestet, sofern an ihren Einrichtungen Antigenschnelltests angeboten werden. Von der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien (ab 25. Februar) sind drei Antigenschnelltests pro Woche oder zwei PCR-Testungen für ungeboosterte Kinder und Jugendliche verpflichtend.

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SWR