Eine Monteurin mit medizinischer Maske arbeitet an einem Getriebe (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Felix Kästle)

Homeoffice-Pflicht entfällt bundesweit

Neue Corona-Regeln am Arbeitsplatz - so setzen Unternehmen in BW sie um

STAND

Seit Sonntag gelten die 3G-Zutrittsregel und die Homeoffice-Pflicht am Arbeitsplatz nicht mehr. Trotzdem wollen viele Arbeitgeber in Baden-Württemberg Corona-Maßnahmen beibehalten.

Die Pflicht zum Homeoffice - wo immer möglich - ist am Sonntag ausgelaufen. Nun gilt die neue Arbeitsschutzverordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Das Kabinett hatte den Regelungen am Mittwoch zugestimmt.

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Neue Arbeitsschutz-Verordnung

Betriebe müssen nun selbst entscheiden, ob sie noch Homeoffice anbieten und wie sie andere Corona-Maßnahmen regeln, wie zum Beispiel Maskenpflicht oder ob sie Beschäftigten Tests zur Verfügung stellen. Studien zufolge hat etwa jede vierte Arbeitnehmerin und jeder vierte Arbeitnehmer während der Pandemie zumindest zeitweise im Homeoffice gearbeitet.

Baden-Württemberg

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BW-Unternehmen wollen zum Teil vorerst weiter Homeoffice ermöglichen

Der Stuttgarter Bosch-Konzern teilte mit, er wolle Beschäftigten, wo es geht, vorerst weiter Homeoffice ermöglichen und ihnen auch regelmäßig Corona-Selbsttests zur Verfügung stellen. Es gelte eine Abstands- und Maskenpflicht. Das habe sich bewährt, es gebe unter den etwa 70.000 Mitarbeitenden an 40 Standorten in Baden-Württemberg nur sehr wenig Corona-Infizierte, so der Konzern.

Das Unternehmen Würth aus Künzelsau (Hohenlohekreis) will ähnlich vorgehen. Kontakte sollen reduziert werden - nicht nur in Büros und Abteilungen, sondern auch in den Betriebsrestaurants. Auf den Gängen und Fluren sind Masken vorgeschrieben. Auch die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm mit Lidl und Kaufland will weiter auf Homeoffice und mobiles Arbeiten setzen - neben weiteren Hygienemaßnahmen.

Der Gartengerätehersteller Stihl aus Waiblingen teilte mit, ob sich in Zukunft an den Corona-Regeln im Unternehmen etwas ändere, sei noch nicht klar. Man werde aber flexibel auf die regionalen Infektionszahlen an den verschiedenen Standorten reagieren.

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DGB fordert Pflicht zum Homeoffice

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, forderte die Beibehaltung der Homeoffice-Pflicht: "Wir dürfen nicht riskieren, dass der Arbeitsplatz wieder zu einem Infektionsherd wird", sagte Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online: Sonntagsausgabe/Print: Montagsausgabe). Das Infektionsschutzgesetz und die Covid-Arbeitsschutzverordnung müssen seiner Ansicht nach korrigiert werden. Zwar hielten viele Unternehmen über den 20. März hinaus auf der Basis von Betriebsvereinbarungen am Homeoffice fest. Allerdings gebe es auch Unternehmen, die Homeoffice partout nicht wollten.

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SWR