Markus Söder (l-r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhalten sich zu Beginn einer Sitzung des Bundesrats (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

K-Frage in der CDU entschieden

Söder zieht zurück: Laschet wird Spitzenkandidat - CDU Baden-Württemberg zuvor uneins

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Der CDU-Bundesvorsitzende Laschet wird Kanzlerkandidat der Union. CSU-Chef Söder zieht seine Bewerbung zurück. Aus Baden-Württemberg gab es zuvor unterschiedliche Meinungen.

Tagelang hatte es einen offenen Machtkampf in der Union gegeben. In der Nacht hatte sich der CDU-Bundesvorstand nach langen heftigen Diskussionen erneut für Armin Laschet ausgesprochen. CSU-Chef Markus Söder will nun dieses Ergebnis akzeptieren. "Die Würfel sind gefallen," sagte Söder in München. Er habe Armin Laschet angerufen, ihm gratuliert und werde ihn nun ohne Groll voll unterstützen.

Uneinigkeit in der CDU Baden-Württemberg

Die CDU Baden-Württemberg präsentierte sich in der K-Frage uneinheitlich. Der Landesvorsitzende Thomas Strobl hatte sich laut Teilnehmern in der Sitzung für Armin Laschet ausgesprochen. Und dabei auf seine Meinung verwiesen, die auch der des Landespräsidiums entspreche. Gleichzeitig verwies er aber auf viele Stimmen in der Partei, die sich für Markus Söder als Kanzlerkandidat ausgesprochen hatten, darunter auch Unternehmer aus Baden-Württemberg.

Roderich Kiesewetter geht von Rückzug Söders aus

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter aus dem Wahlkreis Aalen-Heidenheim war die Sache dagegen bereits am Morgen nach der Entscheidung klar. Im ZDF-Morgenmagazin sprach er von einer eindeutigen Entscheidung seiner Partei. Er ging von einem Rückzug Söders aus.

"Söder hat klar nach einem Votum gefragt und es bekommen."

Entscheidung wohl gefallen

Auch der Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle (CDU) aus Schwäbisch Gmünd ging bereits davon aus, dass das Rennen entschieden war. Im SWR sagte Barthle, es sei zwar anders gekommen, als er sich das gewünscht hätte. Er geht davon aus, dass die CSU diese Entscheidung akzeptieren werde. Die Union werde als Konsequenz nun die Reihen wieder schließen, so Barthle.

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