Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Vor Landesparteitag in Mannheim

Strobl will CDU-Landeschef in BW bleiben - Rückzug als Bundesvize

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Bei der Beratung der Landes-CDU am Freitag machte Thomas Strobl klar, dass er weiterhin Landesvorsitzender bleiben will. Allerdings zieht er sich als CDU-Bundesvize zurück.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will auch künftig die Landes-CDU führen. Der 61-Jährige kündigte am Freitagabend in einer Gremiensitzungen der Landes-CDU in Stuttgart an, sich beim Parteitag am 13. November wieder für den Landesvorsitz bewerben zu wollen.

Wie Strobl dem SWR gegenüber bestätigte, werde er allerdings beim Bundesparteitag im Januar nicht mehr für den stellvertretenden Bundesvorsitz kandidieren. Nach den historisch schwachen Ergebnissen bei Landtags- und Bundestagswahl gibt es auch in der baden-württembergischen CDU heftige Kritik an der Führung und den Ruf nach personeller Erneuerung.

"Für den Bund ebnen wir aus Baden-Württemberg heraus den Weg der Erneuerung. Das heißt ganz konkret, dass ich mich nach zehn Jahren nicht erneut für den stellvertretenden CDU-Bundesvorsitz bewerbe und damit den Weg für eine personelle Erneuerung aus Baden-Württemberg heraus bereiten möchte."

CDU will Landesvorsitz am 13. November wählen

Der neue Landesvorstand soll auf dem 77. Landesparteitag am 13. November in Mannheim gewählt werden. Bereits im Vorfeld der Beratungen dazu am Freitag war erwartet worden, dass Landeschef Thomas Strobl wieder antreten wird. Der Jurist aus Heilbronn ist seit zehn Jahren Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg.

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CDU-Minister sprachen sich für Strobl aus

Gegenkandidaten sind bisher nicht in Sicht gewesen. Mehrere Spitzenfunktionäre der baden-württembergischen CDU hatten in den vergangenen Tagen erklärt, dass sie nicht gegen Strobl antreten wollen. Zuvor hatten sich Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Agrarminister Peter Hauk (CDU) für eine Wiederwahl von Strobl als BW-Vorsitzender ausgesprochen.

CDU steckt nach schlechten Wahlergebnisse in der Krise

Die CDU sucht nach den schlechten Wahlergebnissen in diesem Jahr nach Wegen aus der Krise. Zuletzt hatte die Union die Neuwahl des Bundesvorstands beschlossen. Bei der vergangenen Bundestagswahl gab es für die CDU ein historisch schlechtes Ergebnis. In Baden-Württemberg blieb die Partei zwar stärkste Kraft. Allerdings verlor sie 9,6 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren.

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