Internetkabel (Foto: Imago, imago/Christian Ohde)

FAQ - Alle Fakten zum BW-Trend Wo kommen die Daten her?

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Wer erstellt die Umfrage? Wie werden die Ergebnisdaten erhoben und ist das alles überhaupt repräsentativ? Was ist eigentlich die Sonntagsfrage? Alle Antworten gibt es hier.

Wo kommen die Ergebnisse her?

Das Berliner Meinungsforschungsinstitut infratest dimap erhebt die Daten im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) Stuttgart, teilweise auch in Zusammenarbeit mit Medienpartnern.

Blick in das Callcenter von infratest dimap in Berlin (Foto: Imago, imago/Christian Thiel)
Telefoninterviews sind die Grundlage der repräsentativen Umfrage Imago imago/Christian Thiel

Wie kommen die Ergebnisse zustande?

Infratest dimap befragt für den BW-Trend jeweils in einem festgelegten Zeitraum ca. 1.000 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Baden-Württemberger ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews.

Ist die Umfrage repräsentativ?

Ja. Die Stichprobe erfolgt durch eine repräsentative Zufallsauswahl.

Die Wahlforschung arbeitet generell mit Stichproben. Befragt wird lediglich eine kleine Auswahl von Personen, zum Beispiel 1.000, die für viele Millionen wahlberechtigte Bürger stehen. Repräsentativ ist eine Umfrage dann, wenn die Auswahl der Befragten möglichst alle Merkmale der zu erforschenden Personengruppe in verkleinertem Maßstab abbildet.

Das Ziel, ein kleines Abbild des Ganzen zu bekommen, ist am besten mit einer Zufallsstichprobe zu erreichen. Sie stellt einerseits sicher, dass jeder einzelne Wahlberechtigte oder jeder einzelne Wähler prinzipiell die gleiche Chance besitzt, befragt zu werden, andererseits garantiert sie, dass Interviewer keinen subjektiven Einfluss auf die Auswahl der Befragten haben.

Wie genau ist die Umfrage?

Die Fehlertoleranz beträgt 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von fünf Prozent
** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Wenn die Umfrage also beispielsweise bei der Sonntagsfrage einen Wert von 29 Prozent für die CDU ausweist, könnte der wahre Wert auch bei 26 Prozent liegen, oder bei 32 Prozent oder auch irgendwo dazwischen. Bei kleineren Parteien beträgt die Fehlertoleranz ungefähr 1,4 Prozentpunkte.

Was ist die Sonntagsfrage?

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt damit gleichsam einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Ein wesentliches Ziel besteht darin, die aktuelle Stärke von Parteien zu bestimmen.

Die genaue Frage lautet: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl in Baden-Württemberg wäre?" Diese Frage nach der Parteipräferenz wird offen gestellt, es werden also keine Parteien vorgegeben, sondern die Angaben der Befragten aufgenommen. Dieses Verfahren ist zwar aufwändiger als eine geschlossene Abfrage mit vorgelesenen Antwortvorgaben, es gewährleistet aber größtmögliche parteipolitische Neutralität. Auch kleinere nicht im Parlament vertretene Parteien haben so die gleiche Chance wie die "etablierten" Parteien, erfasst zu werden.

In der Sonntagsfrage werden alle Parteien aufgeführt die aktuell im Parlament vertreten sind, die in einer Umfrage auf einen Anteilswert von mindestens drei Prozent kommen oder solche Parteien oder Gruppierungen, die auch bei niedrigen Anteilswerten eine Chance auf ein Mandat besitzen.

Was ist mit dem Datenschutz?

Die am Telefon erhaltenen Antworten auf die Fragen des BW-Trend werden vom Interviewer elektronisch erfasst. Die Antworten werden von der Telefonnummer getrennt, so ist eine Rückverfolgung der Daten einzelner Befragter nicht möglich. Die Angaben werden ausschließlich in anonymisierter Form verwendet, und die Telefonnummer wird innerhalb der gesetzlichen Frist gelöscht.

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