Blitzer (Foto: picture-alliance / dpa)

Geschwindigkeitskontrollen in Baden-Württemberg Städte nehmen Millionen Euro durch Blitzer ein

In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Radarfallen wie in Baden-Württemberg. Für die Städte lohnt sich das vor allem finanziell. Doch es gibt auch einen weiteren Effekt.

Das Aufstellen von Blitzanlagen rechnet sich für die großen Städte in Baden-Württemberg. Mehrere Millionen Euro spülten die Geräte im vergangenen Jahr in die Kommunen, weil Raser und sonstige Verkehrssünder geblitzt wurden.

Allein in Stuttgart brachten mobile und fest installierte Blitzer 2017 mehr als elf Millionen Euro ein, wie es aus dem Rathaus hieß. Nach Angaben der Stadt sind die Zahlen für 2018 noch nicht ausgewertet.

Weniger Raser in der Stuttgarter Innenstadt

34 stationäre Blitzer und sechs Fahrzeuge sind in der Landeshauptstadt im Einsatz. Aber viele Autofahrer scheinen ihre Lektion zu lernen. So zeigen Messungen an der Hohenheimer Straße, eine der Hauptverkehrsadern in der Innenstadt, dass hier noch gut vier Prozent zu schnell fahren. Zu Beginn der Messungen seien es noch mehr als sieben Prozent gewesen, sagt die Stadt.

Mannheim hat im ersten Halbjahr dieses Jahres fast 1,8 Millionen Euro dank mobiler sowie fest installierter Blitzanlagen eingenommen. Für das gesamte vergangene Jahr lag die Zahl bei ungefähr 2,8 Millionen Euro, wie eine Sprecherin mitteilte.

Blitzer (Foto: picture-alliance / dpa)
Diese Radaranlage in bunkerähnlicher Anmutung steht in Mannheim.

In Karlsruhe mussten Autofahrer 2017 sechs Millionen Euro zahlen.

Schätzungen zufolge gibt es in ganz Baden-Württemberg rund 1.300 fest installierte Geschwindigkeitsmessstationen. Eine genauere Zahl gibt es nicht, weil sowohl Städte und Kreise als auch die Polizei Stationen aufstellen dürfen.

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