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Baden-Württemberg will noch vor den Sommerferien ein eigenes Modell zur Berechnung der Grundsteuer unter Dach und Fach bringen. Laut Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) handele es sich um eine "wichtige und verlässliche Finanzierungsquelle für die Städte und Gemeinden". Die grün-schwarze Landesregierung setzt auf ein sogenanntes modifiziertes Bodenwertmodell. Es sieht vor, dass die Grundstücksfläche und der Bodenrichtwert die Grundlage für die künftige Berechnung sein sollen. Kritik kam vom Bund der Steuerzahler. Bei dem Bodenwertmodell werde gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, sagte Landeschef Zenon Bilaniuk. Problematisch sei, dass es bei der Anwendung für die Steuerzahler regelmäßig zu Steuererhöhungen kommen könne, ohne dass der Gemeinderat den Hebesatz neu festlegen müsste. Das Land will aber den weiteren Angaben zufolge über die Höhe der Steuermesszahl erreichen, dass Eigentümer von Wohngebäuden nicht übermäßig belastet werden. Nach dem neuen System soll die Grundsteuer ab 2025 berechnet werden.

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